Staffs erschossen

Diskutiere Staffs erschossen im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Das der Schusswaffengebrauch die Ultima Ratio ist, dürfte klar sein. Auch wenn es sich hier nur um einen Hund handelt und nicht um einen Menschen...
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  • Staffs erschossen Beitrag #121
Es SOLLTE aber nur die Lösung sein, wenn es keine andere gibt.
Das der Schusswaffengebrauch die Ultima Ratio ist, dürfte klar sein. Auch wenn es sich hier nur um einen Hund handelt und nicht um einen Menschen.

Zu dem finde ich es eben noch sehr fragwürdig, ob diese akute und unmittelbare Gefahr hier der Fall war.
Da keiner von uns bei dem Vorfall dabei war, können wir zwar viel darüber philosophieren aber nichts abschließend beurteilen.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #122
Das hat doch nichts mit verdienen zu tun. Wenn von einem Hund eine akute und unmittelbare Gefahr ausgeht, dann kann das Erschießen des Tieres eines Lösung sein.

Genau. WENN eine AKUTE Gefahr von einem Hund ausgeht, KANN es eine Lösung sein, sofern alle anderen Methoden ausgeschäpft worden sind. Klar, ein Hund, der wild um sich beisst und alles anfällt, was ihm in die Quere kommt, ist wirklich eine akute und schwerwiegende Gefahr. Aber zwei Hunde, die den Onkel "gebissen" haben, weil er sie grob im Nacken packte und hochhob (vielen Dank nochmal an den Besitzer, der die Hunde mal wieder nackig rumlaufen liess) und ein Mann, der angesprungen und verletzt wurde, weil die Polizei keine Absperrung gezogen hat und obwohl der Mann gesagt bekommen hat, er solle außenrum gehen, ist kein trifftiger Grund die Hunde zu erschießen - insbesondere, wenn die Hunde ansonsten eher mit sich selbst beschäftigt waren, als mit den Menschen (insbesondere mit den Polizisten) um sich herum. Zumal der Besitzer auf dem Weg dahin war.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #123
Der Polizist scheint das Verhalten der Hunde und die allgemeine Situation anders interpretiert zu haben.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #124
Das hat doch nichts mit verdienen zu tun. Wenn von einem Hund eine akute und unmittelbare Gefahr ausgeht, dann kann das Erschießen des Tieres eines Lösung sein.

Das war auch sehr allgemein gemeint. Schweinemama hat geschreiben, dass KEIN Mensch verdient hat, gebissen und zu werden und dem stimme ich einfach nicht zu.

Wenn mir jemand die Wohnung ausraeumt, wuerde ich da nicht seelenruhig zu sehen. Uneingeladen hat man einfach dort nichts zu suchen. Wenn mein Hund vorort ist und sein Revier verteitigt, ist das in diesem Falle legitim.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #125
Der Polizist scheint das Verhalten der Hunde und die allgemeine Situation anders interpretiert zu haben.

Was nicht unbedingt heißt, dass er es richtig interpretiert hat.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Wenn mir jemand die Wohnung ausraeumt, wuerde ich da nicht seelenruhig zu sehen. Uneingeladen hat man einfach dort nichts zu suchen. Wenn mein Hund vorort ist und sein Revier verteitigt, ist das in diesem Falle legitim.

Nein. Du kannst dafür angezeigt werden, wenn dein Hund jemanden verletzt. Ist tatsächlich so.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #126
Und darin liegts eben - man wäscht seine Hände in Unschuld und erklärt klipp und klar - der Hund beisst halt aus einem Reflex heraus...

Alles wunderbar, wie soll ein Besitzer oder ein Polizist ersehen dass das reflex war oder gefahr - vor allem gibt es da eine Veränderung am verletzungsmuster (wenn der Hund ein Kind erwischt).

Ich hoffe dass sich kein Richter daran aufhängt wenn es um Auszahlung eine schmerzensgeldes geht, ob der Hund aus Reflex, aus Gefahr oder aus Überlebensinstinkt zugebissen hätte, und ob der arme Tropf - das Opfer möglicherweise noch ein Mensch war - der nach diesem Zwischenfall auch noch Angst vor Hunden verspürt.

Wir leben alle auf dieser Welt, aber ich finde interessant - dass sofort hingehackt wird - wenn jemand versucht die Schere zwischen Hundehaltung und Menschenverstand in Einklang zu bringen... Es liegt an euch - wie ihr mit eurem Gegenüber umgeht - ist es ein Hund, ein Mensch oder ein Kind, ein Polizist...

Für mich wäre wichtig, dass die Hunde halbwegs abgerichtet sind, ich sehe soviele Hunde - die querfeld einlaufen - täglich - sogar letztens einer auf der Autobahn... Und der Besitzer erklärt ganz einfach: ja das ist der Wolf im Hund - die machen in ihrem natürlichen Lebensraum auch "grosse Kreise"... Bitte - dafür braucht man keine Verantwortung übernehmen - spielt es bitte nicht. Ein Hund ist ein Freund, ein Begleiter und am besten noch Rangniedriger wie ihr selbst als Hundebesitzer... man kann wirklich aus einem Hund einen perfekten Begleiter machen, einen mit dem man gerne spazieren geht, einen dem es relativ egal ist ob der nachbarrüde gerade stänkert oder nicht. Es ist nicht alles Instinkt, es ist auch sehr viel erziehung dabei ein Hundewesen zu erschaffen, auf das man Stolz sein kann, sei es im Biergarten wo er brav liegen bleibt, oder wenn die kleine 3 jährige Tochter vom nachbarn ihn an der Leine halten darf - obwohl der Hund gross ist... Es gibt euren Hunden eine menge Selbstvertrauen und euch auch - wenn man sehen kann - dass man die welt vielleicht sogar ein wenig besser manchen kann - wenn man einen Hund hat - der sich anfassen lässt, mit dem ein Kind ballspielen darf oder der ganz ruhig liegen bleibt wenn es hektisch ist - weil er euch unheimlich vertraut...

Heute braucht nicht jeder einen Schutzhund, man braucht nicht überall hineininterpretieren oder gar einen Polizisten verspottet dass er sich möglicherweise ins Hoserl macht - wenn er da so ein Kalb von einem Hund sieht... Fühlt man sich besser, wenn jemand anderer eine Angst vor dem Hund hat - fühlt man sich unbezwingbarer - stärker - grösser... Nein - Ein Hund ist ein Werkzeug für uns geworden, ein machtobjekt, ein Spielobjekt oder ein Anstandswauwau -weil man nicht gerne alleien sein will oder ein Sportgerät (weil alleine geht man ja auch nicht raus). Nein - ein Hund hat eine seele - ein Hund hat ein Hirn - dass er auch benutzen darf und mit ein wenig schulung aus diesem Tier ein durchaus intelligentes werden kann - wenn man täglich trainiert und das Werkzeug "Tier" mal in der Schublade lässt.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #127
Was nicht unbedingt heißt, dass er es richtig interpretiert hat.
Das mag sein. Ein Polizist muss aber auch kein Fachmannfür Hundeverhalten sein.

Nein. Du kannst dafür angezeigt werden, wenn dein Hund jemanden verletzt. Ist tatsächlich so.
Ein Schild an die Tür "Vorsicht bissiger, freilaufender Hund! Betreten auf eigene Gefahr." und das Thema sollte geklärt sein. Übrigens kann dich ein Einbrecher nicht verklagen, wenn er sich in deinem Haus das Bein bricht, weil das Treppengeländer locker war. Also er kann schon, würde aber kein Recht bekommen. Dürfte sich beim Hundebiss während eines Einbruchs ähnlich sein.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #128
Ein Schild an die Tür "Vorsicht bissiger, freilaufender Hund! Betreten auf eigene Gefahr." und das Thema sollte geklärt sein.
Nicht ganz. Scheinbar macht es in manchen Regionen auch was aus, wenn auf dem Schild schon steht, dass der Hund gefährlich ist. Denn dann wusstest du ja, was passieren würde, und hättest ihn sichern müssen.
Es gab einen Einbrecher, der die Hausbesitzer verklagt hat, weil er aufgrund einer Fenstersicherung im Haus eingesperrt war, bis diese aus dem Urlaub zurück kamen. Ob er Recht bekommen hat weiß ich leider nicht mehr, aber man kann wegen verdammt dummer Sachen vor Gericht gezogen werden :?. Es macht auch schon einen Unterschied, ob du den Hund schickst oder nicht, wie unmittelbar die Gefahr für dich ist usw.. So ganz einfach und klar ist das Thema leider nicht, besonders noch mit SoKa.

Das mag sein. Ein Polizist muss aber auch kein Fachmannfür Hundeverhalten sein.
Das ist das, was ich zu Anfang schon angemerkt hatte. Ein Fachmann muss er nicht sein, da die Polizei aber immer öfter zu solchen Situationen gerufen wird, fände ich sinnvoll, wenn das in der Ausbildung behandelt wird. Die Polizisten lernen schließlich das ruhig bleiben in jeder Situation sowie die Einschätzung möglicher Gefahren. Da sollte sowas eben auch untergebracht werden. Und ich finde nach wie vor, dass man sich mehr mit Alternativabwehrmitteln wie Elektroschockern auseinandersetzen sollte. Wie du sagtest sollte die Schusswaffe das letzte Mittel der Wahl sein. Leider wird aber meist nicht mehr als unbeholfen einfagen oder dann eben schießen versucht. Dazwischen gibt es aber noch einiges, was leider scheinbar selten ausgeschöpft wird.

@Schweinemama: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was du von uns willst. Vielleicht könntest du versuchen, deine Sätze etwas mehr zu strukturieren?
Wenn ich das richtig lese benutzen deiner Meinung nach viele Leute ihren Hund als Werkzeug und Statussymbol, geben sich keine Mühe in der Erziehung und schieben jedes Fehlverhalten auf Instinkt.
Das hatte ich aber keineswegs gesagt oder gemeint. Du hattest geschrieben, dass ein Hund so weit erzogen sein soll, dass er in keiner Situation beißt. Und da sage ich, dass das nie 100% möglich ist, bei keinem Hund. Du wirst auch einen Menschen nie so weit bringen, dass er sich in keiner Situation körperlich wehrt, um sich selbst zu schützen. Das hat nichts mit Werkzeug oder Schutzhund zu tun. Diesen Instinkt hat jeder Hund, jeder Mensch, jedes Tier. Das hat rein gar nichts mit ruhig im Lokal liegen zu tun.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #129
Nein so ist es nicht ein Einbrecher der in eine Baugrube fällt kann dich verklagen, wenn die Baugrube nicht ordnungsgemäß gesichert war... Also einen Hund zubeißen zu lassen ist nicht. Ein Hund ist eine Sache, die hat vor dem Gesetz nicht zu denken
 
  • Staffs erschossen Beitrag #130
Nicht ganz. Scheinbar macht es in manchen Regionen auch was aus, wenn auf dem Schild schon steht, dass der Hund gefährlich ist. Denn dann wusstest du ja, was passieren würde, und hättest ihn sichern müssen.
Es gab einen Einbrecher, der die Hausbesitzer verklagt hat, weil er aufgrund einer Fenstersicherung im Haus eingesperrt war, bis diese aus dem Urlaub zurück kamen. Ob er Recht bekommen hat weiß ich leider nicht mehr, aber man kann wegen verdammt dummer Sachen vor Gericht gezogen werden :?. Es macht auch schon einen Unterschied, ob du den Hund schickst oder nicht, wie unmittelbar die Gefahr für dich ist usw.. So ganz einfach und klar ist das Thema leider nicht, besonders noch mit SoKa.
Man soll ja auch nicht schreiben "gefährlicher psychopathen Hund"...
Wo soll denn der Fall mit dem Einbrecher gewesen sein? Nach deutschen Recht bekommt der eine Strafe und wird vom Staatsanwalt vielleicht noch ausgelacht, weil er sich selber eingesperrt hat.


Das ist das, was ich zu Anfang schon angemerkt hatte. Ein Fachmann muss er nicht sein, da die Polizei aber immer öfter zu solchen Situationen gerufen wird, fände ich sinnvoll, wenn das in der Ausbildung behandelt wird. Die Polizisten lernen schließlich das ruhig bleiben in jeder Situation sowie die Einschätzung möglicher Gefahren. Da sollte sowas eben auch untergebracht werden. Und ich finde nach wie vor, dass man sich mehr mit Alternativabwehrmitteln wie Elektroschockern auseinandersetzen sollte. Wie du sagtest sollte die Schusswaffe das letzte Mittel der Wahl sein. Leider wird aber meist nicht mehr als unbeholfen einfagen oder dann eben schießen versucht. Dazwischen gibt es aber noch einiges, was leider scheinbar selten ausgeschöpft wird.
Polizisten haben nun wirklich besseres zu tun in ihrer Ausbildung, als sich mit Hundeverhalten auseinanderzusetzen. Elektroschocker sind ebenfalls aus gutem Grund in Deutschland verboten. Es ist Aufgabe des Besitzers, dass sein Hund erst garnicht in solche Situationen kommt, wo er für andere eine Gefahr darstellen könnte. Es ist nicht die Aufgabe der Polizei (bzw. jedes einzelnen Polizisten) für alle Eventualitäten Hundetrainer bereitzuhalten.


@Schweinemama: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was du von uns willst.
Dem schließe ich mich an.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #131
@Schweinemama: Ich stimmte dir bei vielen der Dinge in deinem Text zu. Ich denke keiner hier sieht es als Generalentschuldigung an, dass ein Hund alles tun und lassen darf, weil er eben ein Hund ist. Genauso, wie fast alle hier der Meinung sein werden, dass der Besitzer mit Schuld an der Situation trägt, dass die Hunde dort draußen waren. Was hier aber nun mal diskutiert wird, ist, ob die Entscheidung zum Abschuss der Hunde gerechtfertigt war.

Dabei spielt es nun einmal keine Rolle, WARUM die Hunde dort draußen waren. Verstehst du?

Jedem von uns (ja, auch dir) könnte es passieren, dass sein Hund bzw. seine Hunde plötzlich vorm Haus sitzen oder sich nicht mehr in unserem Einflussbereich befinden. Würdest du in so einer Situation nicht auch wollen, dass wirklich nur dann geschossen wird, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt? Wärst du nicht auch sauer, wenn du angerufen wirst, innerhalb weniger Minuten vor Ort bist und deine Hunde dort dann tot liegen, obwohl du dir sicher bist, dass sie niemals jemanden böswillig gebissen hätten?

Ich wäre in so einem Moment wirklich sauer und ich würde verlangen, dass dem nachgegangen wird. Ich würde verlangen, dass überprüft wird, ob es wirklich keine andere Möglichkeit gegeben hätte und ich würde verlangen, dass es Konsequenzen hat, wenn diese Entscheidung nicht "richtig" war.

Nein, nicht jeder Polizist muss sich mit Hunden auskennen, aber gerade an so einem Fall sieht man doch, dass es eventuell anzuraten wäre, das in Zukunft zu ändern. Damit ist ja nicht mal gemeint, dass jeder Polizist plötzlich zum Hundeflüsterer werden soll, aber ich denke diese Situation ist erst so weit gekommen, weil die Verantwortlichen dort zwei böse Kampfhunde gesehen haben und sie diese eben nur von den Medien kennen, wo diese eben unberechenbare wilde Bestien sind, die einem Menschen in Sekunden den Kopf zertrümmern können mit ihrer unfassbaren Beißkraft. Einfach eine kleiner Einblick in das Thema Hund kann einem die Unterschiede aufzeigen zwischen einem Hund, der aus Aggressivität heraus zugebissen hat und einem, der sich nur verteidigt, weil er gerade um sein Leben fürchtet.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #132
Nein so ist es nicht ein Einbrecher der in eine Baugrube fällt kann dich verklagen, wenn die Baugrube nicht ordnungsgemäß gesichert war... Also einen Hund zubeißen zu lassen ist nicht. Ein Hund ist eine Sache, die hat vor dem Gesetz nicht zu denken
Baugrube? Hund zu beißen lassen? Hund ist eine Sache, die nicht zu denken hat? Ich verstehe absolut nur Bahnhof! Könntest du dir vielleicht mal etwas Mühe geben, vernünftige und klare Beiträge zu schreiben!?
 
  • Staffs erschossen Beitrag #133
Wie ich in einem anderen Forum gelesen habe gibt es sogar schon mindestens ein Revier, dass aus diesem Fall heraus den Entschluss gezogen hat, die dort arbeitenden Polizisten mal bei der eigenen Hundestaffel vorbei schauen zu lassen, um sich mit dem Thema "Hund" auseinander zu setzen.
Zwar ist eine Hundestaffel für mich jetzt nicht gerade der perfekte Ort für so ein "Training", aber es ist doch schon mal ein Weg in die richtige Richtung.

Ich finde es ist wirklich nicht zu viel verlangt in der Ausbildung mal einen kurzen Einblick auf das Thema Hund zu bekommen. So viel Zeit muss sein. Hunde sind bei uns nun mal ein allgegenwärtiges Thema und es geht in diesen Fällen viel zu oft um Leben und Tod!

Mein Freund hat mal einen Streuner gefunden und die Polizei gerufen. Als diese ankam (zwei Polizisten), musste er den Hund erst mal sichern (er hat eine Leine von unseren Hunden genommen und unseren absitzen lassen), um sich von der Polizei das Halsband für den Hund abzuholen (sie hatten schlicht zu viel Angst es ihm zu bringen...) und es ihm anzulegen, um ihn dann in das Auto zu bugsieren.

Ich verstehe es ja wirklich vollkommen, wenn auch Polizisten Angst vor Hunden haben, aber warum werden dann ausgerechnet diese zu so einem Einsatz geschickt?

Vor allem kommt meiner Meinung nach eben viel Angst einfach von der Unsicherheit und diese kann man nun mal mit einfachen Mitteln verringern.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #134
Ich verstehe es ja wirklich vollkommen, wenn auch Polizisten Angst vor Hunden haben, aber warum werden dann ausgerechnet diese zu so einem Einsatz geschickt?
Weil vielleicht gerade keine Hundeliebhaber im Dienst sind?

Ich bleibe dabei: Nur weil vielleicht(!) ein Polizist eine falsche Entscheidung bzgl. eines Hundes getroffen hat, bedeutet das nicht automatisch, dass "Umgang mit Hunden" sofort zum Pflichtfach in der Ausbildung werden muss.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #135
Da es bei solchen Entscheidungen um Leben und Tod geht, denke ich persönlich aber schon, dass es das werden sollte. ;)
 
  • Staffs erschossen Beitrag #136
Wo soll denn der Fall mit dem Einbrecher gewesen sein? Nach deutschen Recht bekommt der eine Strafe und wird vom Staatsanwalt vielleicht noch ausgelacht, weil er sich selber eingesperrt hat.
Hast Recht, war in den USA. Habs tatsächlich doch noch gefunden:
1998 wollte Terrence Dickson aus Bristol (Pennsylvania) durch die Garage das Haus verlassen, das er gerade ausgeraubt hatte. Allerdings konnte er das Garagentor nicht öffnen, da der automatische Türöffner defekt war. Damit nicht genug: Es war ihm auch nicht möglich, ins Haus zurückzukehren, da er die Tür hinter sich zugezogen hatte.
Acht Tage war Mr. Dickson in der Garage gefangen, bis die Hausbesitzer aus dem Urlaub zurückkehrten. Er ernährte sich Cola und einer großen Tüte Trockenhundefutter, die er in der Garage fand.
Dickson verklagte die Versicherung des Hauseigentümers wegen seelischer Grausamkeit. Die Jury sprach ihm eine halbe Million Dollar zu.


Es gibt aber auch Fälle in Deutschland, wo tatsächlich wegen ähnlicher Dinge geklagt wird:
In Berlin klagt jetzt ein junger Mann auf Schmerzensgeld, der von seinem Opfer während eines Raubüberfalls in Notwehr leicht verletzt wurde. Und es findet sich auch ein Anwalt, der verkommen genug ist, ihn in dieser Angelegenheit vor Gericht zu vertreten.


Ob man bei sowas Recht bekommt ist eine andere Frage, aber verklagt werden kannst du wirklich für vieles.

Polizisten haben nun wirklich besseres zu tun in ihrer Ausbildung, als sich mit Hundeverhalten auseinanderzusetzen. Elektroschocker sind ebenfalls aus gutem Grund in Deutschland verboten. Es ist Aufgabe des Besitzers, dass sein Hund erst garnicht in solche Situationen kommt, wo er für andere eine Gefahr darstellen könnte. Es ist nicht die Aufgabe der Polizei (bzw. jedes einzelnen Polizisten) für alle Eventualitäten Hundetrainer bereitzuhalten.
Ich will damit gar nicht in Frage stellen, dass es die Aufgabe des Besitzers ist, für die Verwahrung des Tieres zu sorgen. Das ist es immer und der Besitzer trägt immer zumindest Mitschuld, wenn sein Tier umherstreunt. Trotzdem kommt es vor und dann wird meist die Polizei gerufen, um sich mit dem Problem auseinander zu setzen. Sonst werden die doch auch auf alle Situationen vorbereitet, die ihnen im Dienstalltag begegnen können, warum nicht darauf?

Ich verstehe es ja wirklich vollkommen, wenn auch Polizisten Angst vor Hunden haben, aber warum werden dann ausgerechnet diese zu so einem Einsatz geschickt?
Da ist tatsächlich das Problem, dass bei einer Alarmierung der hin muss, der am nächsten dran ist. Das heißt, es kann jeden treffen. Deswegen finde ich aber auch, dass jeder Polizist zumindest mal gehört haben sollte, wie man sich in so einer Situation verhält. Bzw. wäre der erst Schritt vielleicht zunächst, sich überhaupt ganz allgemein Gedanken zu machen, wie man damit umgehen kann.

Für Fahrsicherheitstraining, Schusstraining und Co. wird auch Zeit eingeräumt, warum nicht dafür? Zumal, wie Syn sagte, die Polizei selbst gelernte Kräfte in Form der Hundestaffel zur Verfügung hat, die das machen könnten.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #137
Der Kontakt mit Hunden bei bestimmten Einsätzen, oder gar Einsätze wegen Hunde, sind ja keine unvorhergesehene Seltenheit mehr, sondern gehören schon zu den alltäglichen Aufgaben. Sei es eben auch nur der Anruf, dass gerade irgendwo ein Streuner herum läuft bzw. man diesen bei sich hat.

Ich empfinde eine kurze Einführung in das Thema Hund also wirklich nicht als unzumutbar, sondern als notwendig.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #138
Für mich wäre wichtig, dass die Hunde halbwegs abgerichtet sind, ich sehe soviele Hunde - die querfeld einlaufen - täglich - sogar letztens einer auf der Autobahn...

Brauchst du dir ja keine Gedanken drum machen. Dein Hund läuft doch immer mit Leine und Maulkorb herum.

oder wenn die kleine 3 jährige Tochter vom nachbarn ihn an der Leine halten darf - obwohl der Hund gross ist...

Achso und das ist kein fahrlässiges Verhalten? Kann ja niemals passieren, dass der Hund plötzlich (aus welchem Grund auch immer) nach vorne geht und das Kind auf die Schn... fällt ...

Mein Hund ist für mich übrigens weder ein Sportgerät, noch ein Machtobjekt. Soviel dazu.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Das mag sein. Ein Polizist muss aber auch kein Fachmannfür Hundeverhalten sein.

Den Verstand muss er aber nicht gleich vollkommen ausschalten. Ich kann dir allein mind. 10 Polizisten aufzählen, die besser gehandelt hätten, weil sie sich damit besser auskennen.


Ein Schild an die Tür "Vorsicht bissiger, freilaufender Hund! Betreten auf eigene Gefahr." und das Thema sollte geklärt sein.

Da wäre ich mir nicht so sicher. Es gab schon Urteile, da halfen diese Schilder mitnichten (ich sag nur gebissener Postbote).

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Polizisten haben nun wirklich besseres zu tun in ihrer Ausbildung, als sich mit Hundeverhalten auseinanderzusetzen. Elektroschocker sind ebenfalls aus gutem Grund in Deutschland verboten. Es ist Aufgabe des Besitzers, dass sein Hund erst garnicht in solche Situationen kommt, wo er für andere eine Gefahr darstellen könnte. Es ist nicht die Aufgabe der Polizei (bzw. jedes einzelnen Polizisten) für alle Eventualitäten Hundetrainer bereitzuhalten.

Wofür hat die Polizei den Hundestaffeln mit dementsprechenden Hundeführern? Kennen die sich nicht mit Hunden aus?
 
  • Staffs erschossen Beitrag #139
@ SYN, was soll bitte der Blödsinn? Ein Hund hat sich nicht zu wehren um Gottes willen - da rennt vielleicht ein Gehanfänger Kind vorbei - fällt über die Pfote des Hundes und fliegt breitlings drauf (und manchmal reicht schon ein hingreifen wollen) ... Ist das ein Freifahrtschein für den Hund dem Kleinkind in den Kopf zu beissen... Es gibt Gesetze für diese Hunde und diese Besitzer und das heisst Beisskorb oder Leine (und bestenfalls beides) - es gibt kein aber auch ehrlich keine einzige Ausnahme der Regel - (aber bitte das Haus brennt, die Hölle ist eingefroren oder gar - bei mir ist gerade eingebrochen worden). zu Hause kannst du gerne tun mit dem Hund was du für richtig hälst - aber auf öffentlichen Grund hat die Verantwortung wer anderer - wenne in Tier aufgegriffen wird - und die Besitzansprüche nicht klar dagelegt werden können...
Also jeder Hund, der sich artentsprechend, nein besser, der sich einfach nur wie ein Lebewesen verhält, verhalten muss, soll bitte mit Maulkorb und Leine gesichert werden? 'Diese Hunde' gibt es nicht - ALLE Hunde sind Tiere und reagieren somit nicht völlig kontrolliert.

Wow. Das ist mal ein Statement. Hunde erschrecken sich, Hunde reagieren dann auch mal unvorhergesehen. Das ist wirklich unpraktisch und SEHR sehr selten kommt es dadurch zu Bissverletzungen. Jedes Kind ist eines zu viel, sicher. Aber Unfälle passieren.
 
  • Staffs erschossen Beitrag #140
Na, deswegen läuft IHR EIGENER Hund, der angeblich so gut erzogen ist, draussen nur mit Leine und Maulkorb herum, exe ...
 
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