hi hexe,
hat das plötzlich angefangen, oder hat sich das langsam gesteigert? mit der pubertät hat das eher wenig zu tun. entweder ist was vorgefallen, z.b. dass er zu lange alleine sein musste, oder es wurde ihm "anerzogen". wenn das auch in der wohnung vorkommt denke ich nicht, dass es was mit beschützen zu tun hat (oder knurrt er andere familienmitglieder weg?). egal was es ist, du musst was dagegen unternehmen, weil das sehr anstrengend ist für den kleinen und er ja nie zur ruhe kommt. hunde brauchen sehr viel mehr ruhe als menschen.
ich hab meinen mit neun monaten bekommen und da hat er das auch gemacht und würde es wohl immer noch tun, wenn ich nicht mit ihm trainiert hätte. bei ihm wars verlustangst, er saß sogar fiepsend vor der tür wenn ich aufs klo ging.
1. übte ich mit ihm, dass er bleibt wenn ich zum bsp von der couch aufstehe, indem ich einfach "platz" gesagt habe, sobald er aufstehen wollte. wenn ich in der küche war, durfte er zwar mit, musste aber auf einer decke in der küche bleiben. er hatte also immer sichtkontakt, durfte mir halt nur nicht hinterherwackeln. wenn ich ihm was zu essen machte, durfte er mir von seiner decke aus zukucken, und wenn er artig dort blieb brachte ich ihm einen kleinen happen und habe ihm anschließend "erlöst" und er durfte zu seinem napf. so hat er gelernt, dass es garnicht schlimm ist und auch nix verpasst wenn er auf seinem platz bleibt.
2. habe ich den sichtkontakt unterbrochen als er auf seinem platz warten konnte, erst nur ein paar sekunden, dann immer länger. zum bsp, musste er "platz, bleib" machen, ich nahm sein plüschtier und versteckte es in einem anderen zimmer, dann hab ich ihn gerufen und ihn mit "such" losgeschickt. oder er musste bleiben und ich hab leckerlis in der wohnung versteckt die er dann suche musste. so hat er "bleib" immer mit spiel, spaß und spannung verknüpft.
3. hab ich draußen "bleib-spiele" mit ihm gemacht. z.b. macht er platz und ich ging rückwärts von ihm weg während ich eine hand ausgestreckt habe als würde ich jemanden stoppen wollen, zusätzlich habe ich "bleib" gesagt. nach zehn schritten oder so, hab ich "komm" gesagt und meinen arm senkrecht nach oben gestreckt und dann runter auf meinen fuß gezeigt. wenn er dann beim fuß war bekam er er ein spiel oder leckerli. die distanz hab ich dann immer mehr verlängert. meinen kann ich mittlerweile sogar abrufen wenn er nur noch ein kleiner punkt am horizont ist... und das ist auch wirklich nötig wenn er zum bsp nem hasen hinterher ist :roll:
4. das alleine sein habe ich ganz langsam aufgebaut, einen tag lang bin ich sicher 30 oder 40 mal nur runter zum briefkasten gegangen und wieder zurück gekommen, nach drei monaten training kann er eine halbe stunde entspannt alleine sein. das heißt, wenn ich zurück komme steht er nicht piepsend an der tür sondern chillt im sessel.