oh määähn, arme kleine maus. das hört sich gar nicht gut an was du da beschreibst, scheint nur sehr schlecht oder auch gar nicht sozialisiert geworden sein.
normale welpen sind neugierig auf andere hunde und wollen spielen. erwachsene hunde wollen oft nichts mit ihnen zu tun haben und sie werden von ihnen meist zurecht gewiesen, oder abgeschnappt, aber mit gleichaltrigen sind sie total verspielt. entweder sie hat sehr schlechte erfahrungen gemacht oder sie hat nie andere hunde kennengelernt. wenn sie auf alle hunde ängstlich reagiert und auch nicht mit anderen welpen spielen möchte, dann hat sie wohl nie andere hunde kennengelernt (also auch nicht mit geschwistern gespielt), wenn sie schlechte erfahrungen gemacht hätte würde sie nur vor speziellen hunden angst haben (zum bsp wenn sie von einem großen weißen hund gebissen wurde hätte sie vor allen großen weißen hunden angst).
auf jeden fall darfst du keine unkontrollierten hundebegegnungen zulassen, (ich würde in dem fall keine welpenspielgruppe empfehlen), denn wenn nur einer drunter ist, der sich sch***e verhält verschlimmert sich die unsicherheit noch (und wenn dein hund dann erwachsen ist kann sie zum angstbeißer werden). am besten wäre es, wenn sie anderen hunden erstmal zukucken könnte, ohne dass diese an sie ran könnten. hunde lernen viel durch beobachten. wenn du dann noch einen ausgeglichenen und sehr gut sozialisierten hund findest mit dem du sie ab und zu zusammen bringen könntest wäre das super für die kleine.
es kann auch sein, dass sie angst vor männern hat, manchmal liegt es an der tieferen stimme, manchmal an schlechten erfahrungen. das kann dein mann testen indem er ne oktave höher in zuckersüßer stimme ihren namen ruft. kann durchaus sein, dass sie plötzlich viel aufmerksamer ist.
vielleicht war sie tatsächlich ausschließlich in der wurfkiste. deshalb geht sie auch immer auf ihren platz. was anderes hat sie nie gelernt. dann hat sie vielleicht auch nie mit spielsachen gespielt... was ist mit gekochtem hühnchen oder rohem rinderhack, mag sie das auch nicht? ich kenne keinen hund der das nicht mag. dann könnte man sie darüber motivieren, dass sie zum bsp. die wohnung erkundet. auch aus der hand füttern hilft dem tier vertrauen aufzubauen.
dass welpen/junghunde "durchdrehen" wenn besuch kommt kenne ich auch. da der welpe meiner freundin vor freude immer "ausläuft" und pinkelt, sind wir da immer gaaaaaanz vorsichtig. wenn ich zu besuch komme, sage ich der kleinen gar nicht hallo, sondern versuche so gut es geht sie zu ignorieren. meistens ist sie an der leine und muß sitz machen. wenn sie an mir hochspringen will, drehe ich mich weg und schubs sie weg. wenn sie ruhig ist sag ich ihr hallo und knuddel sie (endlich). wenn man das verhalten nicht ignoriert, sondern ihr in dem moment zuwendung gibt verstärkt man solches verhalten. d.h. sie dreht jedes mal mehr auf wenn sie in dieser situation gestreichelt und begrüßt wird. wenn man dem hund erst zuwendung gibt wenn er ruhig ist, weiß er, wenn besuch kommt soll er sich ruhig verhalten... dann hat man später auch keinen kläffer.
in deinem fall sollte sich das auf jeden fall ein profi ankucken, weil die probleme an der wurzel anfangen. alles was ich gesagt habe, bitte nur unter vorbehalt glauben, weil man das übers internet nie so genau sagen kann. an der leine vom platz ziehen wäre zum bsp genau das falsche, denn das was der hund als erstes braucht ist VERTRAUEN. wenn man sie irgendwie locken kann ist das ein viel besserer weg, z.b. indem man das futter im zimmer verteilt. z.b. erst mal in der küche, dann vielleicht im flur usw.... oder man fängt ganz klein an und legt eine futter-spur von ihrem platz quer durch das zimmer.
die frage ist dann auch, lässt sie sich gerne streicheln oder dreht sie den kopf weg und leckt sich über die lippen. normalerweise mögen das hunde, aber wenn sie das auch nicht (oder nur bedingt) mag, sollte man ganz genau drauf achten wann man sie streichelt und wann nicht