Rücksichtslose Hundebesitzer

Diskutiere Rücksichtslose Hundebesitzer im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; BGS ist ein Bayrischer Gebirgsschweißhund...das sind wunderschöne Jagdhunde, echte Spezialisten Huhu, es ist halt einfach so, daß das Leben mit...
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #81
BGS ist ein Bayrischer Gebirgsschweißhund...das sind wunderschöne Jagdhunde, echte Spezialisten


Huhu,
es ist halt einfach so, daß das Leben mit einem Hund der andere Hunde entweder ignoriert oder sie nicht gleich zum fressen :shock::silence:- sondern zum schnuppern und spielen gerne hat,einfacher ist. Man kann entspannter spazieren, trainieren, wandern oder einfach auch nur raus gehen. Das ist eigentlich für mich der Hauptgrund meine Hunde soweit wie es nur geht zu sozialisieren.

Ich hatte mal einen zu (anfang) aggro Pflegehund - das war echt kein Zuckerschlecken...ist ja nun nicht so, dass nur der Hund an der Leine ist - nene, ich, also das andere Ende , war dann ja auch immer angeleint.

Wenn es halt aber nicht geht, warum auch immer, und man einen Hund hat der andere Hunde eher nicht mag ... dann wird man wohl damit Leben müssen.
Es ist immer schwierig über so ein Thema zu diskutieren, weil jeder seinem Hund natürlich emotional verbunden ist. Trotzdem glaube ich, daß es eher für die Mehrzahl der Hunde gilt, daß sie wenn alles gut gelaufen ist, sozial Verträglich sind und eher dazu tendieren ihr Artgenossen interessant zu finden.

:mrgreen:Was die Sozialisierung von Menschen angeht - oh jeh...da steckt die Welt wir noch in den Kinderschuhen.

LG Suno
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #82
Wenn es halt aber nicht geht, warum auch immer, und man einen Hund hat der andere Hunde eher nicht mag ... dann wird man wohl damit Leben müssen.

Natürlich muss man das, aber man kann dann doch wenigstens ein bisschen Rücksicht erwarten, oder nicht? Kein Hund stirbt, wenn er mal für 30 Sekunden rangerufen und ggf. angeleint werden soll.
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #83
Wenn es halt aber nicht geht, warum auch immer, und man einen Hund hat der andere Hunde eher nicht mag ... dann wird man wohl damit Leben müssen.
Es ist immer schwierig über so ein Thema zu diskutieren, weil jeder seinem Hund natürlich emotional verbunden ist. Trotzdem glaube ich, daß es eher für die Mehrzahl der Hunde gilt, daß sie wenn alles gut gelaufen ist, sozial Verträglich sind und eher dazu tendieren ihr Artgenossen interessant zu finden.
joa und in den meisten Fällen meine die Halter eher für ihre Hunde zu entscheiden als es den Hunden zu überlassen. Das ist wie ein Kind mit auf den Spielplatz nehmen und wenn Mutti meint, der ist kein guter Spielkamerad, schnell mal an der Leine zurückziehen, OK der Vergleich hingt insofern, als das man dem Menschen eher zutrauen könnten zwischenmenschliches zu verstehen als zwischenhundliches :)
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #84
joa und in den meisten Fällen meine die Halter eher für ihre Hunde zu entscheiden als es den Hunden zu überlassen.

Na ja, die Lösungsvorschläge vieler Hunde für ungeliebte andere Hunde gehen mit meinem Verantwortungsgefühl nicht konform. Ich bin absolut kein Freund von "die Hunde regeln das schon".

Wir bringen unsere Hunde in absolut unnatürlichen Situationen, wo wir froh sein können, dass sie es überhaupt so gut mitmachen - dann kann ich auch dafür sorgen, dass sie Verantwortung abgeben können und unbeschadet meinen Alltag bewältigen.

Rücksicht ist immer so ein Sache, solche Diskussionen wie in Foren hatte ich da noch nie. Hier leint man an, wenn der Gegenüber selbiges tut - sonst laufen die Hunde eben frei. Ist eigentlich ganz einfach. [emoji16]
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #85
astrid., der Grundtenor ist "Jeder Hund braucht Artgenossen zum Spielen! Sonst ist er unglücklich!".
Das trifft auf viele Hunde zu, ist aber eig. eher ein überraschender Aspekt im Sozialverhalten unserer Haustiere, weil es eben eig. definitiv kein genetisch fixiertes Verhalten ist sich über Konkurrenz zu freuen.
Ist einfach eine generelle Sache, die man zwischendurch mal durchdenken sollte;)

Edit: Exe war schneller^^ Genau das will ich damit sagen.

Das ist wie ein Kind mit auf den Spielplatz nehmen und wenn Mutti meint, der ist kein guter Spielkamerad, schnell mal an der Leine zurückziehen, OK der Vergleich hingt insofern, als das man dem Menschen eher zutrauen könnten zwischenmenschliches zu verstehen als zwischenhundliches :)


Das halte ich für ein Gerücht:mrgreen:
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #86
Wir bringen unsere Hunde in absolut unnatürlichen Situationen, wo wir froh sein können, dass sie es überhaupt so gut mitmachen - dann kann ich auch dafür sorgen, dass sie Verantwortung abgeben können und unbeschadet meinen Alltag bewältigen.
Was sind natürliche Konfrontationen bei einem domestizierten Hund in deinen Augen?
Wenn zwei Hunde kommunizieren, behaupte ich mal, verstehst du nicht viel, man sollte seinem Hund auch nicht jegliche Kompetenz und Vertrauen absprechen.
Natürlich gibt es Situationen wo man in seiner Verantwortung als Hundehalterzum Handeln gezwungen ist, aber die hier geschilderten gehören kaum dazu.
Der Hund ist nun mal ein Lebewesen welches auch die Berechtigung hat sich als Hund zu verhalten ;)

LG HM
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #87
Natürliche Konfrontationen? Gibt es die? Dass unsere Haushund heute häufig so "nett" auf fremde Artgenossen reagieren, ist doch nur unserer heutigen Gesellschaft geschuldet. ;)

Wenn zwei Hunde kommunizieren, kann man durchaus etwas erkennen - vorallem dann, wenn man seine Hunde kennt. Aber ist ja nichts Neues, dass du deinem Gegenüber jegliche Kompetenz absprichst.

Meine Hündin hält absolut nichts von Fremdhunden, da ist es wirklich besser, wenn ICH solche Begegnungen in die Hand nehme. Viele "ganz toll sozialisierte" Hunde erkennen es nämlich überhaupt nicht bzw. nehmen es nicht ernst, wenn ihnen gedroht wird. Kurze Leinen, enge Wege tun dann ihr übriges...

Ob Kontakt zu fremden Hunden wirklich zu einem erfüllten Hundeleben gehört, ist fraglich. Ich kenne einige Hundegruppen, die lieber unter ihresgleichen bleiben.
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #88
Höhö...der ist gut.

Hunde untereinander haben sogar relativ häufig ganz massive Kommunikationsprobleme, weil ihre rassetypischen, gewollten und "angezüchteten" Eigenschaften für enormes Konfliktpotenzial sorgen.
Das ist auch keine Frage von "könnte das so sein?", sondern das sehe ich jeden Tag in den unterschiedlichsten Ausprägungen.

Das ist zwar auch kaum einem Hundehalter bekannt, aber DAS sind Dinge wo ich einfach eingreifen muss.
Wenn die Hunde untereinander schön Verständigungsprobleme haben muss ich halt als Regler einspringen damit sich das nicht hochschaukelt.

[VERSTECK]Ganz klassisch und so richtig schön Klischee: Labbi will spielen und freut sich und spielt wie verrückt einen Staff an. Selbiger ist genervt, macht das auch- aus seiner Perspektive- sehr deutlich, der Labbi rafft das aber nicht, weil er das deutlicher "braucht" und bumms knallt es. Staff kann man bei sowas schön als Beispiel nehmen, weil die einfach so herrlich subtil kommunizieren- ein Fremdwort für Labradore. [/VERSTECK]

Der allseits beliebte Spruch "Jeder Hund ist gleich" ist da einfach komplett an der Realität vorbei.
Wenn ich das nicht akzeptiere und vor allen Dingen auch dementsprechend handle kommt es halt immer wieder zu ernsteren Konfliktsituationen.

Worauf ich hinaus will:

Ich weiß bei einem fremden Hund nicht, ob er meinen Hund überhaupt richtig lesen kann.
Und ja, da "entmündige" ich meinen Hund auch ein Stück weit was die Auswahl seiner Sozialpartner betrifft- nicht weil ich ihn hasse, sondern weil ich manche Dinge vor ihm sehe.

[VERSTECK]Nicht alles, aber manche;) Generell benutze ich meinen Großen ja auch durchaus als Barometer in Konfliktsituationen.[/VERSTECK]
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #89
Wenn zwei Hunde kommunizieren, kann man durchaus etwas erkennen - vorallem dann, wenn man seine Hunde kennt. Aber ist ja nichts Neues, dass du deinem Gegenüber jegliche Kompetenz absprichst.
habe ich nicht getan, aber in deiner Welt wahrscheinlich schon :)

Hunde untereinander haben sogar relativ häufig ganz massive Kommunikationsprobleme, weil ihre rassetypischen, gewollten und "angezüchteten" Eigenschaften für enormes Konfliktpotenzial sorgen.
das ist nur bedingt richtig. Wir setzen voraus, dass es so sein muss und in den seltensten Fällen lassen wir es zu,, dass Hunde ihr Konflikt "ausdiskutieren", das Ende vom Lied ist, es schlummern weitere Aggressionen und dann beklagt man sich um mangelnde Sozialverhalten unter Artgenossen.

Ich weiß bei einem fremden Hund nicht, ob er meinen Hund überhaupt richtig lesen kann.
Du spricht dem Artgenossen ab, seines Gleichen richtig zu lesen, also nicht so wie Du ihn liest ? Also würdest Du denn auch schon den Versuch einer Kommunikation unterbinden um vorbeugend dafür zu sorgen, dass es Missverständnisse geben könnte? Ich will Dir ja nicht die Kompetenz absprechen, deinen Hund richtig zu lesen, aber schon, dass du den anderen Hund eventuell nicht richtig lesen kannst und deswegen den theoretischen Konflikt meidest, richtig?
Aber da sprichst Du doch deinem Hund jegliche Kompetenz ab und so lernt er auch nichts dazu. Wobei auch Deine Sichtweise völlig falsch sein könnte (nur mal so in Raum geworfen) :)


Es gibt etliche Orte wo Hunde in Scharen miteinander auskommen, ob in Heimen oder auf der Strasse. Da sind auch viele verschiedene Mixe mit allen möglichen Charakteren vertreten, warum funktionierts da?

Mal abgesehen davon, bringt diese Diskussion in diesem Thread kaum etwas ;)

LG HM
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #90
Hast dir schonmal angeguckt, WIE es auf den Straßen und in den Heimen "funktioniert"?
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #91
ich denke bei straßenhunden funktioniert die kommunikation deshalb so gut weil sie nicht durch den menschen verkorkst wurden (man denke an aussagen von haltern wie "kuck mich an, wenn ich mit dir spreche", "dreh mir doch nicht immer den hintern zu", "geht das auch etwas schneller" usw., zusätzlich werden hunde gestreichelt wenn sie sich nach hundesicht schlecht benehmen, weil das dem mensche gefällt). hunde die mit menschen zusammen leben können deshalb ganz massive kommunikationsprobleme entwickeln, man bedenke auch, dass hunde die nen anderen anknurren oder anbellen geschimpft werden, dabei ist es ganz normales hundeverhalten wenn sich ein artgenosse daneben benimmt und zu aufdringlich oder zu aufgeregt ist. und der andere hund wird im gegenzug gelobt, weil er ja "nur spielen" oder "nur mal hallo sagen" möchte

mit straßenhunden hatte ich immer nur gute erfahrungen, als mein hund noch sehr unsicher war und eigentlich mit keinem was zu tun haben wollte, wars immer ein straßenhund wenn meiner friedlich blieb oder sogar gespielt hat. anonsten meidet mein hund alle großen hunde oder verbellt sie, aufgrund seiner größe kann ich nicht zulassen, dass die tiere das unter sich ausmachen, wenn louis bei meinem fuß ist vertreib ich den großen. wenn er fünf meter vorne ist muß er selbst zurecht kommen, er kann das allerdings schon gut einschätzen.

An der leine sowieso keinen kontakt, wieso auch, gibt nur stress, spielen können sie eh nicht
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #92
Hast dir schonmal angeguckt, WIE es auf den Straßen und in den Heimen "funktioniert"?

Ohne Dir jetzt deine Kompetenz absprechen zu wollen, ... Ja mehr als die Meisten hier, die Betonung liegt auf "Meisten" also nicht alle :)


@Louiss...
Danke für diese Zeilen, hast du treffend geschrieben!
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #93
ich denke bei straßenhunden funktioniert die kommunikation deshalb so gut weil sie nicht durch den menschen verkorkst wurden.

Genau so ist es! Und rassetypische Unterschiede spielen eine untergeordnete Rolle in der Kommunikation. Zunächst sind die Hunde erst einmal alle Tiere, dann Hunde, dann kommt die Rasse ins Spiel, dann das Individuum Hund.
Wer die Kommunikation und Körpersprache missdeutet ist zu 98% der Hundehalter, weil das Ausdrucksverhalten des Hundes vermenschlicht und so fehlinterpretiert wird, was zu Fehlhandlungen führt.

Warum muss oder sollte man sich damit abfinden, einen schlecht sozialisierten Hund zu haben. Auch der Hund kann lebenslang lernen und man darf doch nicht aufgeben und ihm die Chance nehmen, soziale Erfahrungen größtmöglich nachzuholen. In einem gut sozialisierten Rudel ist das machbar.

(man denke an aussagen von haltern wie "kuck mich an, wenn ich mit dir spreche", "dreh mir doch nicht immer den hintern zu", "geht das auch etwas schneller" usw.

Fehlt noch der beliebte Satz: "Wie oft habe ich Dir schon gesagt....?"
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #94
Kurz zu der Straßenhund sache: Takoda war auch ein Straßenhund und es stimmt, er kann andere Hunde sehr gut lesen und ist gut sozialisiert. Ich habe ihn mit 6 Monaten bekommen, das scheint schon ausgereicht zu haben, um eine gute Basis zu schaffen - für alles was danach kam, war ich dann selbst verantwortlich.

Für mich gehört wirklich dazu, dass ich meinen Hund auch von anderen Hunden erzogen werden lasse. Allerdings habe ich mir diese Hunde selber ausgesucht. Mir war es wichtig, dass mein Hund gerade im jungen Alter und der Pupertät mit souveränen, gut sozialisierten Hunden zusammen kommt, die natürlich reagieren und ihm genau das auch beibringen können. War Takoda distanzlos wurde er gemaßregelt und zwar immer angemessen, mal nur mit einem knurren und wenn das nichts gebracht hat und mein Herr der Meinung war, weiter distanzlos sein zu müssen, kam dann auch mal ne ordentliche Schelle. Es sind allerdings leider die wenigsten Hunde so souverän und/oder gut sozialisiert, dass ich ihnen die Erziehung meines Hundes in die Pfoten drücken würde und ich möchte auch nicht, dass mein Hund von jedem anderen Hund geprägt wird. Es laufen einfach leider mehr Hunde herum, die nie richtig gelernt haben, wie sie sich benehmen, als welche, die es gelernt haben. Das liegt aber an uns, die wie sie in jungen Jahren mit Hunden zusammen lassen, die ihnen genau sowas beibringen.

Also ja, ich kontrolliere, mit wem mein Hund Kontakt hat und habe auch genau deswegen feste Hundegruppen. IN diesen Hundegruppen dürfen die Hunde dann gerne alles untereinander ausdiskutieren und zwar bis zu dem Punkt, an dem es dann auch ausdiskutiert IST. Das kann ich aber nur machen, weil ich weiß, dass diese Hund allesamt eine gesunde Sozialisierung erfahren haben und eben gesund reagieren. Das ist mir wichtig.

Warum muss oder sollte man sich damit abfinden, einen schlecht sozialisierten Hund zu haben. Auch der Hund kann lebenslang lernen und man darf doch nicht aufgeben und ihm die Chance nehmen, soziale Erfahrungen größtmöglich nachzuholen. In einem gut sozialisierten Rudel ist das machbar.

Der Deutsche Doggen Freund meines Hundes war auch unverträglich mit so ziemlich Allem. Das hatte natürlich zur Folge, dass kein HH seinen Hund in die Nähe von ihm lassen wollte, also hatte die DD auch keine Chance, irgendwas dazu zu lernen. Ich hatte dann doch genug Vertrauen in meinen Hund, so dass ich einem Treffen eingewilligt habe (unter guten Bedingungen und natürlich so eingefädelt, dass alles passte) und es hat geklappt. Mittlerweile ist die Dogge schon sehr viel besser drauf und mein Hund hat an der Freundschaft auch gewonnen. :)
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #95
Hallo,
ich finde durchaus , dass diese Diskussion etwas bringt und zum Thema passt. Denn was für den einen ein normal-natürliches Verhalten ist , ist für den anderen der rücksichtslose Hundebesitzer. Wenn man dann hier und an dieser Stelle, mal mehr mal weniger hitzig darüber diskutiert, könnten eventuell einige Einsichten, Kompromisse oder zumindest Einblicke in die Sichtweise des jeweils anderen zu Stande kommen.

Vielleicht kam etwas von mir bei Zufallsprodukt falsch an...ich bin situationsabhängig ein absoluter Vertreter des heran holens und ggf.- wenn der Hund nicht am Mann bleiben kann, auch an-leinens.
Das letzte , daß ich brauche oder möchte ist eine Beißere - zumal ich als Schäferhundbesitzer da eine durchaus große Verantwortung habe.
Als erwachsener und der menschlichen Kommunikation befähigter Mensch kann ich aber doch ganz vieles Klären.

Houndman - ich darf mal:
Ich nehme an, Houndmans Hund ist der auf dem Profilbild...also auch eher was großes. So und ich kenne weder den Hund noch den Mann persönlich...beide kämen mir entgegen und Houndmans Hund und meiner sind un angeleint.
Ich traue mir (und das seit über 20 Jahren ohne jedes Problem) die Situation im Verhalten der Beiden ein schätzen zu können. Bin ich aber unsicher (was auch unter Einschätzen fällt).....:Wo ist denn da bitte des Problem einer menschlichen Klärung: ich würde Houndman freundlich zuwinken und mit einem lauten, fragenden :" OK? " die Sache klären.
Je nach Reaktion des Gegenübers (in diesem Falle HM, als Bsp.), entscheide ich ob mein Hund zu mir geholt wird oder ob die zwei sich frei begegnen dürfen.

Die Wahrscheinlichkeit so einem Menschen zu begegnen der einen reißenden, beißenden bösartigen Hund dann mit einem "JOh- mach mal " auf mich los läßt ist doch eher sehr gering und mir auch noch nie passiert.


Das gleiche gilt für alle (fremden) Hundebesitzer die mir begegnen. Nun seh ich einen Hundebesitzer der seinen Hund schnell anleint. Das verstehe ich als Zeichen, daß kein Kontakt gewünscht wird. Gut, da mein Mädchen am Mann bleibt, ruf ich sie zurück...und wir gehen vorbei. Dass ich sie NICHT anleinen werde geht den anderen Nichts an, denn sie ist so gut erzogen, daß sie 100% am Mann bleibt und selbst den wildest pöbelnden Hund Gegenüber vollkommen ignoriert.

Und genau da finde ich es rücksichtslos MICH dann an zu pöbeln, ich solle meinen Hund anleinen - dessen Kopf an meinem Knie klebt und von dem man keinen Mucks hört.

LG Suno
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #96
Houndman - ich darf mal:
Ich nehme an, Houndmans Hund ist der auf dem Profilbild...also auch eher was großes. So und ich kenne weder den Hund noch den Mann persönlich...beide kämen mir entgegen und Houndmans Hund und meiner sind un angeleint.
Ich traue mir (und das seit über 20 Jahren ohne jedes Problem) die Situation im Verhalten der Beiden ein schätzen zu können. Bin ich aber unsicher (was auch unter Einschätzen fällt).....:Wo ist denn da bitte des Problem einer menschlichen Klärung: ich würde Houndman freundlich zuwinken und mit einem lauten, fragenden :" OK? " die Sache klären.
Je nach Reaktion des Gegenübers (in diesem Falle HM, als Bsp.), entscheide ich ob mein Hund zu mir geholt wird oder ob die zwei sich frei begegnen dürfen.
Das meinte ich auch mit Diskussion zum Thema. Einerseits diskutieren wir die "Rücksichtslosigkeit bestimmter Hundehalter und andererseits das Verhalten der Hunde.

Du hast absolut recht und das gehört auch zur Rücksichtnahme unter den Menschen, absolut keine Frage. Ich habe z.B. meinen Hund immer an der Leine, ich lasse sie auf dem Bolzplatz oder woanders mit ihren Artgenossen toben oder was auch immer. Auf der Strasse mache ich es nicht, weil auch hier hauptsächlich die Halter der Unsicherheitsfaktor ist. Was ich allerdings immer mache ist, wenn ein leinenloser Hund auf uns zu rennt, mache ich meine von der Leine. Der angeleinte Hund ist immer im Nachteil. Mein Hund ist 100% Kommandofest und das zu 80% auf Zeichen, sodass ich ohne weiteres lenken könnte wenn erforderlich.
Ich hatte auch irgendwo weiter oben / hinten geschrieben, dass es um das Miteinander geht und das Rücksicht der fehlende Schlüssel für ein gutes Zusammenleben ist.

LG HM


Und genau da finde ich es rücksichtslos MICH dann an zu pöbeln, ich solle meinen Hund anleinen - dessen Kopf an meinem Knie klebt und von dem man keinen Mucks hört.
Mich pöbelt im realen Leben keiner an :), aber diese Leute kenn ich auch, die meinen den Oberlehrer raushängen zu lassen obwohl sie selber scheisse gebaut haben :)
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #97
Off-Topic
@ Houndman:004:: ich habe mir gerade Milas Bilder angeschaut - und nehme alles zurück: wenn das keine gaaaaanz böse Bestie ist - das sieht man ja auch schon an ihrer Art an der Heizung mit dir zu chillen...!!! LG Suno
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #98
ich finde durchaus , dass diese Diskussion etwas bringt und zum Thema passt. Denn was für den einen ein normal-natürliches Verhalten ist , ist für den anderen der rücksichtslose Hundebesitzer. Wenn man dann hier und an dieser Stelle, mal mehr mal weniger hitzig darüber diskutiert, könnten eventuell einige Einsichten, Kompromisse oder zumindest Einblicke in die Sichtweise des jeweils anderen zu Stande kommen.

Das sehe ich ebenso.

als Zeichen, daß kein Kontakt gewünscht wird.

Vor einigen Jahren las ich in einem Buch den Vorschlag, dass man über Farben einen allgemeinen Code vereinbaren könnte, also z. B., dass Hunde, deren Besitzer (derzeit) keinen Kontakt zu anderen Hunden ermöglichen können ein gelbes Halstuch tragen. Läufige Hündin grünes Halstuch etc. Solch einen oder ähnlichen Code finde ich überlegenswert. Schwierig würde sicherlich die Verbreitung.

Ganz irritierend kam es mir vorgestern vor, als mir in freier Natur Leute mit einem freilaufenden Dalmatiner entgegenkamen, meine Hündin war auch frei, dann leinten sie ihre Hündin an und als wir in Sprechnähe waren, fragten sie, ob sie ihren Hund ruhig ableinen könnten. Irgendwie verkorkst, man kann sich kaum mehr irgendwo ganz natürlich begegnen, weil viele derart verkniffen sind. Wann ist das bloß passiert, dass alle Normalität und Natürlichkeit flöten gegangen ist?
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #99
Die Wahrscheinlichkeit so einem Menschen zu begegnen der einen reißenden, beißenden bösartigen Hund dann mit einem "JOh- mach mal " auf mich los läßt ist doch eher sehr gering und mir auch noch nie passiert.
Dazu möchte ich jetzt auch was sagen. Mir passiert das nämlich öfter. Ich hab meinen Hund an der Leine, frage von Weitem, ob Kontakt klar geht und bekomme ein gelassenes »Ja, klar«. Nachher hängt der Hund meinem dann im Nacken oder am Hals – schönen Dank auch.

Das ist mir auch nicht einmal in zehn Jahren Hundehaltung passiert, sondern mehrmals. Ich wage zu behaupten, dass mein Hund sehr »sozial fähig« ist und ich ihm schon vor der Begegnung ansehe, ob er diese möchte oder nicht. Nur verstehen das oft weder der andere Hundehalter noch der Hund. Ich habe erst zwei Mal Hund und Halter getroffen, wo sich die beiden Hunde nicht verstanden haben und einfach ohne irgendwas ihres Weges gingen. In den anderen Fällen war es grundsätzlich so, dass meiner deutlich gezeigt hat, dass er das nicht möchte (nicht durch Schnappen, Knurren etc., sondern einfach durch abwenden und gehen), es aber vom anderen Hund einfach nicht respektiert wurde. Und dann bekomme ich zu hören »joa, meiner brauch halt mal eine drauf, damit er es kapiert«. Das kann es aber m.E. nicht sein, dass der andere Hund mit einem friedlichen, deutlichen Signal nichts anfangen kann und meiner erst gewalttätig werden muss, damit er seine Ruhe hat. Das ist nicht das Verhalten, das ich meinem Hund durch steten Kontakt mit solchen Hunden antrainieren möchte.
Die Hunde, die er kennt und mit denen er spielt/läuft, verstehen das übrigens blendend. So schlecht kann seine Hundesprache also nicht sein.
Versteht mich nicht falsch – es gibt auch Hundehalter, die das durchaus richtig abschätzen können und da klappt es dann auch. Persönlich lasse ich meinen Hund aber zu keinem, wenn ich nicht a) dem anderen Hund und meinem eine gewisse Grundfreundlichkeit ansehe und b) der Halter nicht den Eindruck macht, als würde er im Notfall seinen Hund schnappen. Ich hab oft genug zwei Hunde auseinander gepflückt, weil der Halter des anderen (der meist auch noch angefangen hat) wortlos daneben stand und zugeschaut hätte, wie sich beide verbeißen.

Zum Thema Rücksichtslosigkeit:
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es kein Staatsakt ist, Hundekontakt vorher untereinander abzusprechen oder den Hund anzuleinen, wenn ein Jogger/Radfahrer/etc. kommt. Mein Hund hat davon bisher keinen psychischen Schaden davon getragen. Übrigens beharre ich u.a. deswegen so darauf, dass der Kontakt vorher abgeklärt wird, weil ich jahrelang einen kranken Hund an der Leine hatte und jetzt einen habe, der eben phasenweise wegen seines Rückens nicht spielen darf. Da ist es vollkommen egal, ob der andere Hund freundlich herkommt oder nicht, sowohl eine Auseinandersetzung als auch ein Spiel wäre für meinen Hund in der Situation gesundheitlich problematisch. Jeder hat seine Gründe, wenn er keinen Kontakt möchte, und das sollte man respektieren, egal ob man es nun nachvollziehen kann oder nicht. Ich kann niemanden zwingen, seinen Hund zu meinem zu lassen. Und es doch zu tun, indem man seinen eigenen einfach hinrennen lässt, finde ich mehr als rücksichtslos und unfair.
 
  • Rücksichtslose Hundebesitzer Beitrag #100
Off-Topic
@ Houndman:004:: ich habe mir gerade Milas Bilder angeschaut - und nehme alles zurück: wenn das keine gaaaaanz böse Bestie ist - das sieht man ja auch schon an ihrer Art an der Heizung mit dir zu chillen...!!! LG Suno

Das hast Du völlig richtig erkannt... Danke :mrgreen:
 
Thema:

Rücksichtslose Hundebesitzer

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