Er wird kaum die Assoziation "ich knabber rum- ich kriege Ärger", sondern eben viel eher "Da liegt jetzt Holzzeug rum- ich kriege Ärger".
Eben drum. Er verknüpft es nicht mit der Handlung, sondern nur mit den Spänen, die Rumliegen. Und wenn Späne Rumliegen, ist Herrchen / Frauchen komisch. Ob da nun geschimpft wurde oder der Hund bemerkt, wie der Mensch innerlich sich aufreget (über Hund oder sich selbst), ist da erstmal egal

Warum sollte ein Hund, der nie ein Sofakissen zerpflückt und die Reaktion des Menschens mitbekommen hat, darauf irgendwie reagieren? Das würde er nur tun, wenn er schlechtes Gewissen hätte. Und das haben Hunde ja nicht. Sie reagieren nur auf ihre Umwelt (komisches Verhalten, Strafen) oder verknüpfen Reize mit Erlerntem (und das bevor der Mensch sich komisch verhalten oder strafen kann in dieser Situation (vorher ist es aber schon vorgekommen, sonst gäb es nichts zu verknüpfen)).
grade in dem Video zeigen sich finde ich Beispiele, die das mit den Holzspänen nichtig machen. Wenn nämlich mehrere Hunde anwesen sind, aber nur der, der es verbrochen hat, zeigt das "schlechte Gewissen".
Woher willst du wissen, dass der, der beschwichtigt, auch der war, der es verursacht hat?

Wenn dein Hund was zerfrisst, würde er auch nicht aus Gerechtigkeit beschwichtigen, nur weil seine beste Freundin dabei war

Der "mit dem schlechten Gewissen" kann genauso gut einfach der Hund sein, der am sensibelsten auf die Signale der Menschen reagiert. Oder der unterwürfigste.
Die meisten Menschen im Video haben einen Unterton in der Stimme, da sehe ich förmlich, wie sie den Hund fixieren, bei manchen sieht man an der Kamerahaltung, wie sie sich über den Hund beugen. Und dann noch dieses "look at me" oft sehr streng .. Ich mein, da fangen viele Hunde an zu schlecken, vermeiden Blickkontakt, ..
Interessant ist ja der Spitz, der wohl eine Wortverknüpfung hat. Sobald der Besitzer nach dem Katzenmist fragt, versteckt er sich. Der hatte vorher definitiv kein "schlechtes Gewissen", als er Herrchen begrüsste.