Mhm, sehe ich ähnlich - die ANLAGEN dafür tragen diese Hunde aber. Sollen und müssen sie - wer damit nicht kann, sollte sich vielleicht eher woanders umsehen. Schäferhunde sind in der Regel Hunde, die Konflikte nach vorn umsetzen (der Aussie z. B. auch). Frage ist nur, WANN der Hund in einen Konflikt gerät. Mehr erstmal nicht.
Wenn du dann einen wehrtriebigen Hund hast, der sich obendrein nicht mit Artgenossen versteht: gut Nacht. Sowas ist als Privatperson kaum zu führen.
Hö? Warum das denn nicht? Ich schätze mal, 90% aller Herder haben genug von dem berühmt-berüchtigten Wehrtrieb zu bieten.
Ein wehrtriebiger Hund wäre auch nichts, was mir ins Haus kommt, wenn ich ein normales Familienleben haben will...
Wie meinst du das denn? Dann dürftest du dich - ich weiß ja, dass du Herder magst

- nicht für Holländer interessieren. Ich schätze, du meinst einen Hund, der durch Furcht zum beißen gebracht wurde - wo dieser "Wehrtrieb" eben ausgenutzt wurde? DAS wollte ich auch nicht im Haus haben.
Überleg dir noch mal, was du deinem Hund für ein Hobby wirklich an seelischer Belastung aussetzen willst..
Ich vermute, hier werden die Begriffe "Wehrtrieb" und "Beuteaggression" miteinander vermischt, vertauscht, wie auch immer ... Edit: Jo, zumindest von IPO.
Aber Sternegucken ist auch nicht wirklich derKnaller für die Wirbelsäule, trotzdem läuft fast jeder Mali so. Kann ich auchverstehen. Sieht ja auch gut aus.
Wenn ich bedenke, dass die UO so ca. 10 Minuten am Tag geht, dann finde ich es immer irgendwie lustig, dass da mit "davon geht die Wirbelsäule kaputt!" argumentiert wird. Ich kenne nicht nur eine Person, welche die Hunde BEIDSEITIG in der Fußposition führen kann - um einseitige Belastung vorzubeugen. Ach und: Sternengucken ist schon was nettes -, aber noch längst kein Muss um aufs Treppchen zu kommen. Ist halt Geschmackssache.
Und genau das ist es @Nephilim. Ich brauche keinenFamilienhund. Der muss sich nicht unbedingt mit unseren anderen Hundenverstehen, das ist mir egal. Schön, wenn er das tut, aber wenn er’s nichtmacht, ist es auch ok. Stört mich nicht. Aber ich kann dir eines versichern unddafür lege ich meine Hand ins Feuer: bei mir ist kein Hund ein Sportgerät! Dereinzige Grund warum ich einen Hund abgeben würde, ist diese Unverträglichkeitaber auch nur, wenn kein Platz zur ständigen räumlichen Trennung besteht, dieserist bei uns aber vorhanden.
Ja ich möchte einen Sporthund. Und ja ich möchte auch einenSporthund, dem so ziemlich alles andere egal ist. Der nicht lebt, um zufressen, sondern frisst, um zu leben. Der alles ignoriert, wenn es um seineMotivation geht, sprich Ballspiel oder Beißwurstbestätigung. Einen Hund derarbeiten will, der so richtig arbeitsgeil ist und während der Arbeit schön imversammelten Trab unter Strom stehend eine absolut sehenswerte UO abliefert.
Auch das kann ich nachvollziehen. Es gibt Menschen, die halten Hunde und machen damit ("zufällig") Hundesport - und es gibt Menschen, die machen Hundesport und halten ("deshalb") Hunde. Das muss auf keinen Fall in irgendeiner Weise schlechter für den Hund sein. Die Prioritätenverteilung ist nur anders.
Bezüglich Thema Wehrtrieb. Du sagtest du bist ein Fan vomIPO. Dann erklär mir mal, wie du ohne Ansprache des Wehrtriebes hinbekommst,dass der Hund im Versteck schon eng, druckvoll ins Gesicht des Helfers belltund NICHT auf den Arm? Er braucht nicht hochspringen, aber er soll den Armnicht angucken, sondern direkt den Helfer. Soweit ich weiß, geht das ohne eineAnsprache des Wehrtriebes nicht.
Ich finde es irgendwie unglücklich, in einem Forum über Aggression im Hundesport zu diskutieren.

Befasse dich mal mit dem Begriff BEUTEAGGRESSION. Wehrtrieb ist, wenn man so will, etwas völlig anderes. Aber ich weiß, dass das gerne "verwaschen" wird. Ich muss keinen Hund, nicht mal meinen kleinen Terrier bedrohen (was ich auch nie tun würde!), um eine entsprechende Antwort von ihm zu erlangen. Da zeigt sich eben, welcher Hund sich durchsetzen will und welcher nicht. Wenn ein Hund gelernt hat, über das Beutebellen seine Beute zu erlangen, dann dauert es nicht lange, bis er seine Beute FORDERT. Und das ist mein Ziel.
Dass er aktiv kontert, dass er dem Helferständig ins Gesicht guckt und ihn herausfordert.
Ein Hund, der nicht nur Beute lutschen will, sondern die Konfrontation sucht und gelernt hat, dass ER den Helfer "bedienen" kann, tut das "automatisch", wenn er seine Beute nicht bekommt. Deine Mutter dürfte das aus der Rettungshundearbeit kennen.
Beispiel aus der Trickkiste: Mein Kurzer kann eine Person aus der Familie im Wald und Flur suchen. Er weiß, dass dort ein Spielzeug fliegt, wenn er nur bellt (wie gesagt, verbellen kann er :mrgreen

. Wenn ihm das zu lange dauert, wird er energischer. Richtig frustriert und sauer, wenn dann immer noch nichts kommt.
Aber seien wir doch mal ehrlich,mit zwei Jahren sollte der Hund in der Lage sein die IPO II zu laufen. DasMindestalter der IPO I ist ja immerhin bei 18 Monaten. Das halte ich auch fürein bisschen früh, aber mit zwei Jahren ist der Hund alt genug um seineOrtsgruppen Prüfungen zu laufen und mit drei Jahren (wenn er es mitbringt undanständig ausgebildet wurde) kann er überregional geführt werden. Punkt.
Das finde ich, ist eine gaaanz unglückliche Einstellung! Ein Hund, auch wenn für Sportzwecke angeschafft, ist immernoch mein HUND, ein Lebewesen. Die einen lernen früher, die anderen später. Viele Hunde brauchen einfach mehr Zeit und ich würde mit keinem Hund unter zwei, drei Jahren eine Prüfung laufen.
Und das ist dieses staendige Glotzen definitiv. Und wenn du deinen Hund zum Balljunky erziehst, was für mich nur die logische Konsequenz ist, denn dann hat der Hund Motivation, bedeutet das einen riesen Stress für deinen Hund, weil ich seinem Kopf nurnoch "Ball, Ball, Ball, Ball, Ball, Ball, Ball, Ball, Ball, Ball, Ball" vorgeht.
Naaaa... ne. Hier wird kein "gemachter" Balljunky gesucht, sondern ein Hund, der VON SICH AUS genug Trieb und Motivation mitbringt.
Ich finde die Einstellung deiner Mutter schon ganz gut...jemand, der noch nicht alt genug ist um von zu Hause auszuziehen sollte meiner Meinung nach keinen Hund in IPO führen und im Alltag mit einer Waffe durch die Gegend laufen (dürfen). Ich kenne viele Hunde, die in IPO geführt wurden/werden und ich kenne viele, die leider doch irgendwann ausgetickt sind!
Ich kenne auch viele Hunde, die ohne IPO ausgetickt sind ... und genauso viele total brave IPO Hunde. SPORThunde sind keine Waffen und nicht mehr oder weniger gefährlich, als irgendein anderes Hündchen. Wobei es letztendlich immer noch darauf ankommt, wie man den Hund führt, nicht was er als Hobby betreibt.
Und was ist, wenn der Hund wegen der IPO-Ausbildung nicht mit zur Arbeit kann?
Wieso sollte das so sein?
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Ich fasse mal zusammen.
Du bist jung, hast deine nichtstaatliche Ausbildung noch nicht begonnen und auf deine Eltern angewiesen. Hast du einen Führerschein? Ein Auto? Deine Mutter ist dagegen, dass du IPO machst - wieso auch immer - und mag keine Deutschen Schäferhunde (habt ihr nen "altdeutschen Familienschäfer" ?) und lehnt den SV ab.
Ich habe vor drei Jahren nicht gewartet, bis bei mir alles in trockenen Tüchern war. Und glaube mir, JA ich würde es wohl heute anders angehen. Ich möchte gerne ausziehen. Vielleicht will ich studieren. In eine andere Stadt ziehen. Aber ich brauche eine Betreuung für meinen Hund, so lange ich Vollzeit arbeite, und diesen Hund kann ich nicht Lieschen Müller in die Hand drücken. Geht also alles nicht. Ich muss warten. Der Hund muss warten. Wobei ich denke, man kann IMMER in so eine Situation kommen. Wer will mir schon garantieren, dass ich meinen Job irgendwann behalten kann oder die Wohnung oder was auch immer? Das Leben ist halt schwierig. :mrgreen:
Ich würde dir raten, dich um eine staatliche "richtige" Ausbildung zu kümmern. Egal, wie sehr man Tiere mag, so ein Beruf ist immer schwieriger und mit mehr Hürden verbunden, als eine anerkannte Berufsausbildung. Wenn man seine eigenen Tiere vielleicht vor lauter Arbeit oder Geldnot nicht richtig versorgen kann, wird man auch kreuzunglücklich... dann lieber Arbeit und Vergnügen strikt trennen (also was ohne Tiere) und privat vollauskosten, was im Beruf fehlt.
Was sagst du denn zu meinem Vorschlag mit der "Patenschaft"? Wäre das keine Möglichkeit? Oder dass du generell mal einen anderen Hundeführer fragst, ob du ihm unter die Arme greifen darfst?
Rückblickend, würde ich dir raten, es sein zu lassen. Bist du auf eigenen Beinen stehst, eine Wohnung hast oder zumindest ein eigenes Auto - zum Hundeplatz, Training, Wettkampf, etc. muss man auch erstmal kommen...
Für mich wäre es auch überhaupt keine Option, einen Hund in den Zwinger zu stecken - während drei andere im Haus rumlaufen. Wirklich nicht. Ich lehne den Aufenthalt im Zwinger nicht grundsätzlich ab, aber es sollte - für meinen Teil - nicht die meiste Zeit des Tages ausmachen.
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Es gibt Lerntheorien- Google mal den Begriff "Generalisierung".
Da erschließt sich ganz schnell warum Hunde, die unsauber geführt werden schneller zu einem Problem werden als man gucken kann.
Dazu will ich noch was loswerden.
Hunde generalisieren SCHLECHT! Äusserst schlecht sogar, weshalb man in jedem Training alles so kleinschrittig aufbauen muss, neue Umgebungen einbauen muss, neue Reize ... nur weil mein Hund z. B. vor Männern keine Angst mehr hat, fürchtet er sich vor Männern mit Hut... trotzdem noch. Schönes Beispiel ist auch immer wieder das trainieren von Kommandos. Nur weil mein Hund "sitz" kann, wenn ich vor ihm stehe, heißt das noch längst nicht, dass er "sitz" kann, wenn ich mit dem Rücken zu ihm stehe.
Und die Reize auf dem Hundeplatz kommen so im Alltag nicht vor, würde ich behaupten. Kritischer wird es da, mMn schon mit Nachtübungen, etc., aber das führt zu weit.
Aber wir brauchen natürlich nicht darüber diskutieren, was Idioten mit Hunden, einem Hetzärmel und ner Peitsche alles anstellen können....