1 Jahre alter Berner "attackiert" mich

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  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #1
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Franky1986

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Hallo ihr Lieben!

Folgendes, auf das Risiko, dass ihr mich jetzt mit Ratschlägen wie ich geh zu wenig mit dem Hund raus bombardierts probier ichs trotzdem :mrgreen: in der Hoffnung dass mir jemand auch Ratschläge geben kann, die ich so anwenden kann, dass mein Hund einfach wieder ganz normal ist zu mir :(

Es ist so, dass wir seit Juli 2014 einen Bernersennenhund namens Franky haben. Er ist mittlerweile fast 1 Jahr und seit er weiß wie groß und stark er ist, hat er so ein komisches Verhalten MIR gegenüber.

Prinzipiell ist er ein Gartenhund, schon als Baby hat er draußen viel besser geschlafen und sich auch viel wohler gefühlt, als drinnen. Wohmöglich weil es ihm einfach im Haus zu warm ist und auch seine Eltern Hofhunde sind und sich sein Leben bevor er zu uns gekommen ist immer draußen abgespielt hat. (wurde auf einem Bauernhof geboren)

Wir haben ihm den Windfang so eingerichtet, dass er dort Schlaf- und Futtermöglichkeit hat. Somit ist das dort sein Platz.

Mein Problem ist jetzt das, wenn ich in die Arbeit gehe komme ich ohne Leckerli an ihm gar nicht mehr vorbei. Er freut sich so übermäßig, dass er mich mit seinen knapp geschätzten 50 kg fast nieder rennt. Mit dem Leckerli hab ich das mittlerweile relativ gut im Griff.

Ws jetzt noch dazukommt, ist dass wenn ich nachhause komme, begrüße ich ihn und streichel ihn und geh dann ins Haus. Das ist auch noch ok außer ein "nicht von der Seite weichen" von Gartentürtl bis zum Eingang des Hauses.

Wenn ich mich dann aber "traue" nachdem ich nach hause gekommen bin nochmals weg zu gehen, DANN hab ich ein Problem. Vorerst hat er mich nur in den Hintern oder in die Rückseiten meiner Beine gezwickt und auch immer wieder in die Arme.

Mit meiner Tochter (7J.)r das prinzipiell gemacht, wenn sie morgens alleine zur Schule gegangen ist. Was sie auch schon sehr gestört hat, weil sie ja kleiner ist und schon blaue Flecken an den Oberarmen hat und das natürlich nicht angenehm ist für sie.

Aber nun ist es so, dass er mich zuerst in die Hände zwickt, dann fangt er an zu springen mich mit seinen Vorderpfoten zu umklammern und sein Maul immer meinen Unterarm in sich hat. Ich habs schon probiert mit ignorieren, mit reagieren (was bis jetzt das schlechteste war, weil er dann anfängt zu bellen und zu knurren und mich noch mehr anspringt als sonst), mit streicheln und versuchen ihn zu beruhigen, aber egal was ich mache, er hat so Phasen wo er mich einfach nur anpöbelt. Sollte ich das Glück haben dass mein Mann in der Nähe ist, dann merkt Franky das sofort und schaut ihn an und im besten Fall legt er sich sofort nieder und unterwirft sich. SO gut - mein Mann ist der Rudelführer. Mein Mann geht auf ihn zu schimpft mit ihm und Franky versteht sehr wohl, dass DAS nicht ok ist. ABER sobald mein Mann aus dem Blickfeld ist (was er anscheinend immer wieder abcheckt) bin icch anscheinend das kleinste Rudeltier und mit mir kann man ja machen was man will :(

Dann wurde mir gesagt ich soll ihn wenn er das macht am Genick schnappen (vorrausgesetzt ich er wische ihn weil er dann wie wild von einem Stand in den anderen anfängt zu hüpfen und vor und zurück und immer wieder auf mich drauf) und runter drücken und ihm streng und eindeutig sagen dass es genug ist und aus ist und nein is. So das mach ich (aber nur wenn ich ihn erwische) und dann müsste ich mich 1. auf ihn komplett drauf setzen weil er mir körperlich einfach überlegen ist und es nicht zulassen will, dass ich ihn runterdrücke oder 2. ich schaffe es, ich geh dann davon aus er hats geschnallt lass ihn aus und SOFORT schnappt er wieder nach mir reißt sich los und pöbelt weiter bis ich dann die Nerven verliere, ihn nur mehr ignoriere bis ich endlich das Schlachtfeld verlassen habe :(

Ich hab keine Ahnung ob er mich einfach nicht mag oder vl zu viel mag oder was weiß denn ich :(

Ich hatte schon mal genau dieselbe Rasse und dieser Hund war einfach ein ganz ruhiger, gemütlicher, angenehmer Gartenhund.

HILFE!!!
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #2
Grüß dich,

Mich würde zuallererst interessieren, wie der Hund ausgelastet wird?
Was macht ihr geistig mit dem Hund? Unterordnung? Tricks? Kommandos? Irgendeine Sportart um den Hund auszulassen?
Wie sieht der Tagesablauf so für den Hund aus?

Auch ein Berner braucht Bewegung und Auslastung - ein Garten wird schnell langweilig wenn der Hund ihn kennt.

LG Foss
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #3
Ich hatte schon mal genau dieselbe Rasse und dieser Hund war einfach ein ganz ruhiger, gemütlicher, angenehmer Gartenhund.

HILFE!!!

Sorry, aber.. So an einen Hundekauf ran zu gehen seh ich völlig verkehrt. Auch wir hatten lange einen Bernersennenhund, total Ruhig vom Wesen her und haben uns vor 2 Jahren einen neuen Zugelegt, welcher das komplette gegenteil von ihr ist. ;) Nicht jeder Hund ist gleich, nicht jeder brauch gleich viel Bewegung..
Und ich kann dir aus Erfahrung sagen - das ein Berner sehr, sehr viel Bewegung brauch, ist dies nicht möglich, sollten viele Kopfsachen gemacht werden. Es sind schlaue Tierchen, die Förderung und Bewegung brauchen. Kann man ihnen das nicht bieten, sollte man sich keinen Anschaffen. Nur weil man einen großen Garten zur Verfügung hat, hat man kein perfektes Berner zuhause.
Man muss auch Konsequent sein, wenn du ihn nur mit leckerlies handtiert bekommst, würde ich mit den Leckerlies schnellstens aufhören und mit der STIMME fördern!
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #4
So wie sich das jetzt anhört für mich, ist diesem jungen Hund wirklich oft nur langweilig. Er weiß natürlich sehr wohl, dass du eher unsicher bist und wenig Chance hast, also macht er das bei dir. Hunde merken die Unsicherheit.

Mich interessiert also auch erst mal, was ihr mit ihm macht? Er ist jung, braucht Auslastung. Geistig wie körperlich. Du schreibst, du kommst nach Hause und schleichst dich so unbeschadet wie möglich ins Haus. Später, wenn du noch einmal wohin gehst, traust du dich kaum an ihm vorbei. Und was passiert dazwischen? Dieses 'zwischen nach Hause kommen und abends noch einkaufen etc' gibt es bei mir auch. Aber da gehe ich eben mit dem Hund spazieren, lasse sie baden, fahre Fahrrad, treffe mich mit ihren Hundefreunden, gehe zur Hundeschule, mache Dummyarbeit, lasse sie Lerckerli suchen und und und.

Die brauchen nun mal Beschäftigung und Anschluss. Ein !junger! Hund, der sowieso schon die meiste Zeit von seinen Menschen getrennt sein muss und dann nicht richtig ausgelastet wird.... dafür verhält er sich mehr wie normal.

Und bitte bitte bitte....schlag dir das mit dem im Genick packen und runter drücken wieder aus dem Kopf. Eine Rudelstellung habt ihr nicht. Die gibt es im eigenen Wolfsrudel, ja. Aber ihr seid schon mal keine Wölfe und das ist wirklich Quatsch. Du musst mit Konsequenz und positiver Bestärkung da ran. Selbstsicher sein und so deinem Hund Sicherheit bieten.
Aber lass das Strafen weg, damit erreichst du nichts. Außer, dass dein Hund versunsichert wird.

Deswegen - dein Mann ist in meinen Augen KEIN Rudelführer - allein schon, weil es das nicht gibt für mich. Der Hund hat eher Schiss vor ihm, und das ist sicher nicht positiv. Vor einem Rudelführer im Wolfsrudel hat man nicht Angst. Auf den kann man sich verlassen, er ist konsequent, klar und sicher. Aber nicht angsteinflößend
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #5
Dem ist stinklangweilig. Und aus Langeweile hat er es sich zur Aufgabe gemacht euch zu maßregeln, wenn ihr heim kommt und wenn ihr wieder gehen wollt. Der hat Flausen im Kopf, das ist alles.

Und bitte lass das mit dem in Genick packen und runterdrücken. So erzieht man keine Hunde.
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #6
Ich kann irgendwie nicht glauben dass ein "Fordern" oder "Beschäftigen" damit zu tun hat, dass er mich immer so anpöbelt. Wieso macht er das bei meinem Mann nicht oder bei meiner Tochter? Sie ist ja noch schwächer als ich. Das muss ja was mit mir persönlich zu tun haben?!!?
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #7
Bei deiner Tochter macht er es doch ebenfalls, wie du oben geschrieben hast.

Zu deinem Mann: der Hund hat vermutlich Angst vor ihm, hätte ich auch, wenn mich andauernd jemand anschimpft.
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #8
ja er sekkiert sie aber auf sie hüpfen usw tut er nicht bei ihr... und ich bin trotzdem der meinung dass man eine gewisse strengheit ausstrahlen muss um einem hund herr zu werden... Schlagen ist ein absolutes no go aber der hund sollte wissen was ok ist und was nicht
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #9
Und bitte bitte bitte....schlag dir das mit dem im Genick packen und runter drücken wieder aus dem Kopf. Eine Rudelstellung habt ihr nicht. Die gibt es im eigenen Wolfsrudel, ja. Aber ihr seid schon mal keine Wölfe und das ist wirklich Quatsch. Du musst mit Konsequenz und positiver Bestärkung da ran. Selbstsicher sein und so deinem Hund Sicherheit bieten.
Aber lass das Strafen weg, damit erreichst du nichts. Außer, dass dein Hund versunsichert wird.

Deswegen - dein Mann ist in meinen Augen KEIN Rudelführer - allein schon, weil es das nicht gibt für mich. Der Hund hat eher Schiss vor ihm, und das ist sicher nicht positiv. Vor einem Rudelführer im Wolfsrudel hat man nicht Angst. Auf den kann man sich verlassen, er ist konsequent, klar und sicher. Aber nicht angsteinflößend

Der Bitte kann ich mich nur anschließen.
Und selbst in einem Wolfsrudel gibt es kein "ich werf' dich um, das heißt ich bin stärker und bin dein Boss!". Dass sich ein Hund/Wolf hinlegt, ist eine Geste der Unterwerfung die gegeben, aber niemals aktiv eingefordert werden kann. Wenn du deinen Hund umschmeißt, wird er das entweder als Spiel sehen oder aber Angst bekommen und das Vertrauen in dich verlieren. Letzteres kann augenscheinlich vielleicht dazu führen, dass der Hund "besser hört" (sieht man bei deinem Mann), aber mit einem "Rudelführer" hat das absolut nichts zutun und für den Hund ist das einfach nur eine schlimme Situation (das sind dann auch die Hunde, die irgendwann aus Angst und Verzweifelung ernsthaft zubeißen... und dann war es ja der "böse" Hund, der doch augenscheinlich "so gut gehört hat")

Ein guter Hundeführer gibt dem Hund Sicherheit. Damit verdient man sich die Position des "Anführers".
So läuft es übrigens auch im Wolfsrudel.

Bitte fangt an euren Hund seinen Bedürfnissen entsprechend zu halten. Lastet ihn aus, geistig und körperlich (denn für mich bedeutet sein Verhalten auch eindeutig: "Ich bin ein junger Hund und laaaangweilie mich!!) und gebt ihm mit liebevoller Konsequenz die Sicherheit, die er braucht.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

ja er sekkiert sie aber auf sie hüpfen usw tut er nicht bei ihr... und ich bin trotzdem der meinung dass man eine gewisse strengheit ausstrahlen muss um einem hund herr zu werden... Schlagen ist ein absolutes no go aber der hund sollte wissen was ok ist und was nicht

"Strengheit ausstrahlen".. ja.. das schon. Allerdings in dem man in seinen Entscheidungen und dem Verhalten konsequent ist.
Das hat absolut rein gar nichts mit körperlicher Größe oder Stärke zu tun! Man muss einen Hund auch nicht "bestrafen". Konsequent sein heißt NICHT seinen Willen auf biegen und brechen durchzusetzen, sondern ihn konsequent zu halten!
Schickt man den Hund vom Sofa und er sitzt wenige Minuten später wieder drauf, dann heißt Konsequenz NICHT den Hund nun körperlich zu "unterwerfen" (was man aktiv gar nicht kann), sondern seine Meinung beizubehalten und ihn erneut runter zu schicken.

Das gibt dem Hund Sicherheit und das ist es, was ein "Rudelführer" ausmacht.

Ihn zu bestrafen, vor allem körperlich, führt nur zu Angst (oder er nimmt es nicht ernst und sieht es als Spiel).
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #10
Grüß dich,

Hunde ordnen sich dem unter, der Souveränität ausstrahlt und nicht derjenige, der am stärksten ist. Sie bevorzugen ruhige Anführer, die "wissen was sie tun".
Ein Anführer, der sich ständig behaupten muss, andere "kontrollieren" muss oder aus Hundesicht massregelt, ist kein guter, stabiler Anführer.

Beschäftigung und Auslastung hat in meinen Augen schon sehr viel damit zu tun. Wenn man sich mit dem Hund beschäftigt, baut man eine Bindung auf und Vertrauen - die Grundlage in einer Hund-Mensch Partnerschaft.
Zudem wird der Hund müde und ein müder, ausgelasteter Hund ist ein glücklicher Hund.

Ohne die Sicherheit der Bindung an den Menschen hat dieser abhängige Hund ständig eine Fluchttendenz und gerät in einen Kreislauf aus Angst und Aggression. Nur eine sichere Bindung ermöglicht es dem Hund, sich positiv mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen.Eine sichere Bindung stellt somit die Basis des Zusammenlebens und jeder Arbeit mit dem Hund dar.

Quelle:

Wie beschäftigst du dich denn mit dem Hund? Macht ihr gemeinsam Zerrspiele, Futterspiele, Suchspiele...?
Ich würde wohl an deiner Stelle folgendes tun:

1) Den Hund körperlich auslasten - natürlich der Rasse und Kondition des Hundes entsprechend
2) Bindung und Vertrauen aufbauen
3) Geistige Auslastung reinbringen
4) Die Erziehung auf positiven Merkmalen aufbauen (über Futter, Beute, Clicker etc.)



LG Foss
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #11
Die erste Frage ist, wie lange der Hund alleine ist, wie viele Stunden am Tag muss er von euch räumlich getrennt sein (z.B. weil ihr auf der Arbeit seit, oder im Haus und er alleine im Garten ist)?

Hunde sind Rudeltiere und die Zeit des Alleinseins sollte in keinem Fall eine Grenze von höchstens 8 Stunden am Tag überschreiten.

Zweitens, Hunde wollen beschäftigt werden. Ein Garten reicht zum Erkunden und Erleben bei weitem nicht aus für einen jungen Hund und ersetzt nicht die täglichen Spaziergänge auf denen er sein Revier erkunden kann und Kontakt zu anderen Hunden hat.
Zur Auslastung gehört neben körperlicher Bewegung auch eine geistige "Ausbildung" (Suchspiele, Hundesport, Kommandotraining etc).
Ich denke ein junger, aktiver Hund braucht etwa 1-3 Stunden geistige und körperliche Auslastung täglich. Neben der Erziehung und Gesunderhaltung fördert dies zudem auch noch die Bindung zwischen Mensch und Hund (und macht Spaß, wofür hat man sonst schließlich einen Hund, wenn man nicht auch Zeit mit ihm verbringen will?).

Ich denke also eurem Hund fehlt die Erfüllung diverser Grundbedürfnisse wie Hundekontakt, Spaziergänge und geistige Auslastung.
Statt dessen kann er seine Zeit öde und einsam im Hof verbringen, da ist es doch klar, dass er euch nicht weitergehen lassen will wenn ihr mal für einen kurzen Moment an ihm vorbeigeht (wenn ihr Pech habt kann sich sowas auch zu einer richtigen Verhaltensstörung auswachsen, oder sogar in Aggression umschlagen wenn der Frustlevel irgendwann zu hoch ist).

Theorien von Unterwerfung, Nackenschütteln oder gewaltsamem Auf-den-Rücken-drehen gelten übrigens als veraltet, Hunde tun Dinge wie den anderen am Nacken schütteln oder auf den Rücken werfen nur wenn sie die Absicht haben den anderen zu verletzten oder zu töten. Mit solchen Methoden kann man das ganze Vertrauen eines Hundes zerstören und wenn sich der Hund schon beim bloßen Anblick deines Mannes hinwirft dann denke ich ebenfalls, dass er Angst vor ihm haben wird (auch Angst kann übrigens leicht in Aggression umschlagen.

Aus meiner Sicht ist also der einzige Rat wie ihr euer Problem mit dem Verhalten eures Hundes lösen könnte die Haltung insgesamt zu verbessern (nach den Gesichtspunkten die ja auch schon alle anderen hier im Thread genannt haben ;)).
Im Grunde ahnst du ja auch schon, dass es daran hapert, sonst hättest du im Eingangspost nicht geschrieben:
Folgendes, auf das Risiko, dass ihr mich jetzt mit Ratschlägen wie ich geh zu wenig mit dem Hund raus bombardierts probier ichs trotzdem
Dein Hund braucht dich und wäre sicher sehr froh, wenn du mehr mit ihm unternimmst ;)
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #12
Eine aus meiner Gassigehgruppe ist Hundeführerin. Und sie macht genau das mit ihren Hunden, wenn sie nicht gehorchen, nämlich zwingen zum Hinlegen.
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #13
Eine aus meiner Gassigehgruppe ist Hundeführerin. Und sie macht genau das mit ihren Hunden, wenn sie nicht gehorchen, nämlich zwingen zum Hinlegen.

denk ich mir. mich wundert grad dass ich die einzige auf der Welt war die das angewendet hat :shock:
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #14
Und das mit dem "Rudelführer" sein und die Rangordnung innerhalb der Familie, dh, der Hund muss immer der Letzte in der Rangordnung im Rudel Familie sein, hab ich auch noch so gelernt.
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #15
Eine aus meiner Gassigehgruppe ist Hundeführerin. Und sie macht genau das mit ihren Hunden, wenn sie nicht gehorchen, nämlich zwingen zum Hinlegen.
Deshalb ist es nur leider nicht richtig.

Und auch die Rangordnungstheorien sind schon längst (!) überholt.
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #16
Na, aber es IST doch so, dass es in einem Wolfsrudel immer eine Hierarchie gibt, eine Rangordnung, die das gesellschaftliche GEfüge im Rudel regelt. Und eine Familie mit Hund ist nunmal ein Mini-Wolfsrudel, in dem das Herrchen oder das Frauchen in der Regel der Alpha-Wolf ist. Sobald der Hund merkt, dass der Alpha-Wolf nicht konsequent genug seine Führung ausübt, glaubt er sich selber überlegen und dann gibt es Probleme wie Nicht-Gehorchen oder sogar Aggressionen.

Nun, so hat man es mir mein Lebtag erzählt. Und so wird es auch unter allen meinen Bekannten hier gehandhabt.
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #17
Wie ich es wohl geschafft habe meine beiden großen Hunde zu erziehen (und ich will mal meinen, dass ich das ganz gut hinbekommen habe ;)), obwohl sie nie auf den Rücken gedreht wurden, vor mir die Treppe rauf und durch die Türe gehen und auf Sofa und Bett liegen dürfen. Sie bekommen sogar mal Essen vom Tisch.. sogar mal ihr Fressen, bevor wir essen! Und das, obwohl ich körperlich definitiv unterlegen bin. :eusa_shhh:

Wie Kompass schon schrieb: Solche Methoden gelten als überholt. Es ist heutzutage einfach viel mehr bekannt, vor allem was das wirkliche Rudelverhalten angeht. Ein "Rudelführer" wird man, in dem man den Hunden Sicherheit gibt und nicht, in dem man sie einschüchtert.

Elkecita... lies doch nochmal den Absatz über Konsequenz, den ich geschrieben habe.

Konsequent sein heißt NICHT seinen Willen auf biegen und brechen durchzusetzen, sondern ihn konsequent zu halten!
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #18
Deshalb ist es nur leider nicht richtig.

Und auch die Rangordnungstheorien sind schon längst (!) überholt.

Danke!!! Nur weil eine selbsternannte Hundeführerin das so macht, ist es nicht richtig.
Hunde erzieht man nicht mit Gewalt, nicht mit Unterdrückung und Deckelung. Was passiert, wenn man das macht, erkennt man sehr gut an meiner jetzigen Hündin. Die wurde nämlich ihr ganzes Leben so "erzogen" und ist deswegen eine keifende, schreiende Heulboje, die null Frustrationstoleranz hat, die aus Angst auch nach vorne geht und im Ernstfall zubeißen würde! Die lernt, seitdem sie bei mir ist, dass es auch Erziehung mit rein positiver Bestärkung gibt.
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #19
Na, aber es IST doch so, dass es in einem Wolfsrudel immer eine Hierarchie gibt, eine Rangordnung, die das gesellschaftliche GEfüge im Rudel regelt. Und eine Familie mit Hund ist nunmal ein Mini-Wolfsrudel, in dem das Herrchen oder das Frauchen in der Regel der Alpha-Wolf ist. Sobald der Hund merkt, dass der Alpha-Wolf nicht konsequent genug seine Führung ausübt, glaubt er sich selber überlegen und dann gibt es Probleme wie Nicht-Gehorchen oder sogar Aggressionen.

Nun, so hat man es mir mein Lebtag erzählt. Und so wird es auch unter allen meinen Bekannten hier gehandhabt.

Ein Wolfsrudel ist eine "Familie", Elterntiere + Jungtiere; die Hunde übernehmen verschiedene Aufgaben und sicher gibt es auch einen eher 'starken' Part und Hunde die weniger zu melden haben. Aber es ist NICHT so, dass es einen starken Herrscher gibt und dann alphabetisch geordnet 'rangniedrige' Hunde. Vergiss das Alphazeugs.

Und eine Familie ist KEIN Mini-Wolfsrudel, niemals. Das entbehrt doch jede Logik - ein Wolfsrudel ohne Wölfe, ein Rudel ohne Verwandte?

Zumal du doch nicht ernsthaft glaubst, dass jeder Hund gern der Alpha wäre, oder?

In Spanien scheint man Hunde noch wie in den 70ern zu erziehen... schade.
 
  • 1 Jahre alter Berner "attackiert" mich Beitrag #20
Hab ich Syn. Aber wenn ich meinem Hund draussen im Freien noch Tausende Male sage, er soll kein Aas aufnehmen und es ihm Tausende Male aus der Schnauze ziehe und ihn an die Leine nehme, wird er beim Tausendunersten Male das verfaulte Kaninchen wieder aufnehmen.
Und wenn ich meinem Hund zum Hundertsten Male sage, er soll nicht der Katze hinterherrennen, ihn mit "NO" anhalte und ihn höflich weit weg von der Katze ziehe, den wird er beim Hundertersten Male, wo er die Katze sieht, dieser wieder hinterherrennen (schwanzwedelnd und spieleauffordernd, das ja, aber die Katze mag das halt definitiv nicht).

Und so kann ich die Reihe fortsetzen.
 
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