Viele offene Fragen nach Einzug

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Summerdream

Summerdream

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Schönen guten Abend,

Bin ja schon ne Weile angemeldet und die Entscheidungsphase wurde ja auch hier im Forum beschrieben, jedoch nun die späte zu Wortmeldung aufgrund vom Genießen,beobachten und kennenlernen der neuen Mitbewohner.<br />

Zu unserer Geschichte:

Im November war es endlich soweit und unsere beiden Grauen zogen bei uns ein.
Wie wir es wünschten hatten waren es keine jungen Tiere sondern ausgewachsene Graue im Alter von 18(Moritz) und 20 Jahren (Rieke). Uns war bewusst wie alt diese Tiere werden und es sollte für beide das letzte Zuhause werden. (Immerhin weiß man nie wie alt man selber wird und sie können immerhin ein stattliches Alter erreichen)

Meine alte Voliere hatten wir vergrößert und entschieden jedoch schon am Anfang das sie das komplette Zimmer erhalten. Nach einiger Eingewöhnungszeit steht sie zwar noch, jedoch haben sie den ganzen Tag das ganze Zimmer für sich. ( auch Aufgrund dessen weil sie es geschafft hatten selbst die Teile kaputt zu bekommen, welche von einen Kumpel (Metallbau) angefertigt wurden, is aber eh besser so :cool: [emoji14])

Nun ist es so das Rieke sehr auf Männer bezogen ist...sie, im Falle das mein Partner nicht zu Hause ist, auf den Arm etc. zu bekommen, ist ein Wunder.

Auch auffällig ist, dass sie wohl kaum was mit ihrem Moritz am Hut hat. Teilweise kommt es mir eher vor als flüchtet sie regelrecht vor ihm. Sie ist so sehr auf meinen Partner bezogen, dass sie sich alles von ihm gefallen lässt und auch ihre Streicheleinheiten einfordert. (Kann sie quasi mit beiden Händen umschließen :eek:)
An manchen Tagen kann man die beiden beobachten wie er seine Rieke füttert, jedoch nur wenn er vor Eifersucht? mit auf die Schulter von meinem Partner springt und sie mal nicht abhaut oder er sie durch hacken verjagt.

Durch diese Beobachtungen denke ich, dass die beiden zwar seit Jahren zusammenleben jedoch wenn überhaupt vergesellschaftet sind.

Versuche durch Clickertraining sie ein wenig zueinander finden zu lassen scheiterten bis jetzt, wobei nun Moritz auch seit 2 Wochen vermehrt einfach einmal, bevorzugt meinen Partner, beißt.

In dem Falle versuchen wir keinen Laut von uns zu geben und ihn danach zu ignorieren und ihn in sein Zimmer zu schaffen. ( Was wäre das beste in dieser Situation?)

Auch mich versuchte er letzte Woche zu beißen, dank Pullover erfolgreich jedoch nicht so schlimm, jedoch durch meine Reaktion mit heruntersegeln von ihm auf den Boden. :(
Ich versuchte vorher in dem Moment Rieke auf den Arm zu locken, entschied mich jedoch durch ihre Abwehrhaltung dagegen. Moritz saß daneben deshalb wollte ich ihn als erstes ins Zimmer zu tragen, er zeigte keinerlei Drohgebärden, weshalb ich darauf auch nicht gefasst war das er mich kurz darauf biss. (Bekam sie an dem Abend nicht auf die Hand und schlief im Wohnzimmer, da ich sie dort nicht ohne Aufsicht lassen wollte)

Bisher waren die seltenen Momente des Zubeißens (...ca. 3 mal seit Einzug und nur ganz am Anfang) definitiv unsere Schuld, jedoch nun ohne wirklich das er uns das zeigt vorher, vermehrt (allein letzten 2 Wochen insg. 4 mal.
Gestern und heute durfte mein Partner das gleiche erleben, Moritz wollte wie immer auf die Hand steigen bzw. heute saß er schon drauf und biss ohne Vorwarnung zu (bei ihm leider blutig und immer wenn Rieke in unmittelbarer Umgebung war)

Kann es sein das er eigentlich frustriert ist, dass Rieke ihm teilweise keines Blickes würdigt, bzw. das er einfach nur eifersüchtig ist auf sie und den Umgang mit meinen Partner?

Werde morgen einen Termin bei einen vogelkundigen Arzt hier in Rostock machen um die beiden durchchecken zu lassen, habe durch die Vorgeschichte, welche ich vom vorherigen Besitzer gehört habe ziemlich Bedenken.

Beispiel:
Als wir ihm die Vögel abgekauft bat er uns, dass wir seine tgl. Gewohnheit ihnen zum Frühstück ein viertel Stück Knoppers geben sollen, da er das auch vom Erstbesitzer so übernommen hatte. Gleich nach Umzug gab es kein Stück mehr!!!
Auch meinte er ,dass wohl Moritz in den vielen Jahren ihn ein paar mal in die Wange gebissen hat, das aber gar nicht mehr vorkam. (bin durch die Vorfälle richtig ängstlich und hab schon irgendwie Ängste das mir das auch mal passiert)

Jetzt im Nachhinein weiß ich nicht was ich wie glauben soll von dem oh so glücklichen Paar was noch nie krank war...aber ich alles blind geglaubt habe ich ja eh nicht.

Jedoch sehe ich hier zwei Graue ,welche tagsüber nie wirklich was miteinander machen und wenn Versuche da sind Rieke vor Moritz abhaut bzw er sie verjagt. ( ein hoch auf ein live webcam) Wie passt das füttern jedoch dann darein?

So das war ziemlich viel, aber fühle mich ein wenig mies...(hatte bisher alles so gut geklappt: clickertraining , Handling etc.)

Was meint ihr wir bekommen wir das wieder in den Griff, vllt. doch krank oder zeigen sie nun doch ihr wahres Gesicht?<br
Lg Maria
 
  • Viele offene Fragen nach Einzug Beitrag #2
Hier noch als Nachtrag ein paar Fotos :

r2.jpg alle beide zusammen

r1.jpg was ist das für eine Position? Macht er sowohl zu rieke, aber wie hier auch vor uns

r3.jpg typisches Kuscheln von Rieke

img20150413_230526.jpg Moritz

r5.jpg Beweis für gegenseitig füttern
 
  • Viele offene Fragen nach Einzug Beitrag #3
Hallo Maria,

ich vermute mal, Rieke war eine Handaufzucht, die sich später ihren ersten Besitzer als Partner auserkoren hat. Wisst ihr, ob sie dort als Einzelvogel gehalten wurde?

Bei den zweiten Besitzern wird sie sich aufgrund ihrer frühen Fehlprägung, die nie korrigiert wurde, wiederum den Mann als Partner erwählt haben. Diese Besitzer waren mit der Situation sicherlich überfordert bzw. haben sich nicht über eine erfolgreiche Verpaarungsmethode informiert und alles so laufen lassen. Scheinbar ist das Verhalten der beiden Papas ja noch so halbwegs erträglich. Es gibt auch fehlgeprägte Papas, die dich nicht im gleichen Raum dulden würden.

Für euch wird es nun natürlich schwer, denn ihr müsst gegen lebenslange Gewohnheiten angehen. Aber ich bin froh, dass die beiden Grauen bei euch gelandet sind, denn ihr seid offenbar bereit Zeit und Mühe zu investieren, um den Süßen ein schönes Leben bei euch zu bereiten.

Als erste Maßnahme schlage ich vor, keinen der beiden Papas auf euren Schultern sitzen zu lassen. Wer höher sitzt, ist der Boss. Und auf der menschlichen Schulter ist die Augenhöhe eines Papas über der des Menschen. Das Beißen ist in diesem Fall ein Dominanzverhalten. Ihr solltet aber die Chefs in eurem Zuhause bleiben. Sobald einer Anstalten macht, auf die Schulter zu klettern oder zu fliegen, nehmt ihn sofort runter und haltet in auf dem Arm weit unter eurer Augenhöhe. Nicht wegsetzen und ignorieren, sondern deutlich machen, dass ihr ihn gerne bei euch habt, aber nicht auf der Schulter oder dem Kopf.

Moritz scheint eher eine Naturbrut zu sein und das papageientypische Sozialverhalten gelernt zu haben. Selbstverständlich sieht er deinen Mann als Konkurrenten um die einzig verfügbare Frau. Und zwar als den Konkurrenten, der bei ihr Erfolg hat. Besonders sympathisch wird er ihm deswegen nicht sein. So würde ich sein Beißen interpretieren.

Die zweite Maßnahme wird schon schwieriger.

Dein Mann sollte sich möglichst rar machen. Ist das Vogelzimmer euer Wohnzimmer, in dem ihr euch nach Feierabend aufhaltet? Dann habt ihr hoffentlich noch eine Alternative? Auf jeden Fall solltet ihr beide nicht mehr mit Rieke kuscheln, auch wenn sie zunächst darunter leiden wird, und es euch fast das Herz zerreißt.

Aber auf diese Weise hätte Rieke eine Chance, sich nach vielen Jahren doch noch ihrem artgleichen Partner zuzuwenden. Richtig glücklich ist sie ja mit deinem Mann auch nicht. Er kann sie nicht richtig kraulen, er kann sie nicht füttern, er verbringt nicht den ganzen Tag mit ihr, er spricht nicht ihre Sprache und er hat auch noch eine andere Frau. All diese Faktoren sind sehr frustrierend für sie.

Ich wünsche euch und den beiden Grauen viel Glück, Geduld und Erfolg!
 
  • Viele offene Fragen nach Einzug Beitrag #4
Hallo Mariama

erst einmal danke für die ausführliche Antwort.

Zu den Begebenheiten hier:
Die Vögel haben zwar noch! eine Voliere, jedoch ist sie nur noch bis zum Umbau vorhanden und steht in einem eigenem nur für die Vögel vorgesehenen Zimmer.
Dadurch kam ich ja auf die Idee eine Kamera zu installieren um sie zu jedem Zeitpunkt egal von wo beobachten zu können [emoji12]

Hierbei sieht man halt deutlich, dass sie tagsüber wenn wir nicht zu Hause sind, an sich nie was miteinander unternehmen, eher jeder seinen eigenen Weg geht. (Moritz sitzt hierbei auf der offenen Volierentür während Rieke auf einem Ast soweit wie möglich weg sitzt)

Zu deinen Tipps:

Da ich Rieke kaum händeln kann wird es echt schwer, vor allen weil ich vermute das sie (wie beim letzten Badetag) sich immer mehr am Bauch rupft, wenn mein Mann nicht da ist.
Wie kann ich sie dazu bewegen evtl. Ein anderes Verhalten zu bekommen? Im Gegensatz zu Moritz reagiert sie bei mir mit dem Klickertraining fast gar nicht (einzige ist Nicken auf Befehl, da es das erste war was Moritz konnte um sich an den Klicker zu gewöhnen)

Wir werden nächste Woche ja eh sehen was passiert wenn mein Gutsten nicht da ist, da er auf Klassenfahrt ist. Jedoch finde ich es traurig wenn ich nur Moritz mit ins Wohnzimmer nehmen kann und sie nicht da sie ja nicht alleine kommt bzw. Sehr selten sich tragen lässt.

Hier ne Idee wie ich sie ausser das sie Leckerli nimmt dazulegen kann mehr vertrauen zu mir zu finden?

Lg Maria
 
  • Viele offene Fragen nach Einzug Beitrag #5
Hallo Maria,

ich fürchte, euer Problem wird sich nicht mit größerem Vertrauen von Rieke dir gegenüber lösen lassen. Die beste Lösung wäre, wenn dein Mann und du sich bis auf die unbedingt notwendigen Maßnahmen wie Futtergabe und Säuberung des Zimmers völlig zurückzieht und die beiden Vögel sich selbst überlasst. So besteht eine Chance, dass Rieke sich doch noch ihrem Moritz zuwendet und ihn irgendwann als Partner annimmt.

Eine Garantie gibt es dafür natürlich nach der langen Zeit der Fehlprägung nicht, aber einen Versuch wäre es m.E. wert. Die Anfänge des Rupfens sprechen schon für große Frustration. Kein Wunder, sie hat ja nun schon zum zweiten mal ihren menschlichen Partner verloren.

An eurer Stelle würde ich diesen Versuch unternehmen und parallel dazu noch mal die Vorbesitzer genau befragen. Wohnte dort im Haushalt auch eine Frau oder waren die Vögel mit dem Mann allein? Hat sich die Frau überhaupt mit den Vögeln beschäftigt, und wie hat Rieke auf sie reagiert?

Je mehr ihr über das Vorleben wisst, desto besser könnt ihr euch Gedanken machen, falls eine Verpaarung doch absolut nicht funktionieren sollte.
 
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