Körpersprache und Pubertät

Diskutiere Körpersprache und Pubertät im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Ihr, ich würde gerne mal etwas mehr den Charakter meiner Hündin kennenlernen... Anfangs war sie ängstlich anderen Hunden gegenüber...
  • Körpersprache und Pubertät Beitrag #1
Bagira2007

Bagira2007

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Hallo Ihr,

ich würde gerne mal etwas mehr den Charakter meiner Hündin kennenlernen...
Anfangs war sie ängstlich anderen Hunden gegenüber, mittlerweile nur noch, wenn mehrere Hunde gleichzeitig entgegenkommen und dann meist auch nur, wenn es größere Hunde sind oder gleichgroße). Wenn ein Hund hinter uns ist, möchte sie ständig dort hin. Wenn vorne einer geht, zieht sie auch dort hin.
Wenn uns aber einer entgegen kommt, senkt sie seit einigen Wochen schon von weitem den Kopf und fixiert den Hund ziemlich. Kommt er näher, will sie dann hin. Aggressiv war sie noch nie anderen Hunden gegenüber, sie spielt immer sehr wild, meist zu wild und lässt auch in der Hundeschule in der Spielzeit nicht von den Hunden ab, die überhaupt nicht reagieren auf ihr Rumtoben.
Aber dieses Fixieren und Kopfsenken, ist das Dominanzverhalten, abchecken oder was?
Und könnt ihr mir gute Bücher zur Körpersprache von Hunden empfehlen?

Auch kommt sie grad mitten in die Ich-hör-nicht-Phase (sie ist 10 Monate). Kein Bock auf mich und lernen und hören :roll: Sie wird auch ab und zu sehr rüpelhaft, springt an mir hoch und versucht immer in den Arm zu beißen, und das fester als beim Spiel, meist, wenn wir im Garten sind und ich sie wieder rein holen möchte und sie mal wieder nicht reagiert. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich in so Situationen reagieren soll.
Oder wie ich ihr beibringen soll, etwas Bestimmtes sein zu lassen. Sie springt immer wieder in der Küche mit den Vorderpfoten auf die Anrichte (auch in Höhe des heißen Herdes), oder geht an den Mülleimer und fischt sich alles raus, oder buddelt im Garten Löcher, neuerdings bellt sie, sobald ein Nachbar in seinem Garten zu nah an den Zaun kommt (blickdicht). Immer wieder kommt mein "Neeeeein!". Oder ich versuche Ablenkung (beim Bellen). Nix! Ich bin was das angeht, sehr konsequent, aber anscheinend auf falsche Weise, finde da einfach keinen Zugang zu ihr.
Auch da freue ich mich über Buchtipps :)

Vielleicht, aber nur vielleicht, wäre der Hinweis wichtig, dass eventuell ein Galgo mit drin stecken könnte
Ich hab einfach Angst, in dieser wichtigen Phase etwas falsch zu machen und in der HuSchu lernen wir halt grad "nur" so etwas wie Leinenführigkeit, was nicht viel mit dem Miteinanderleben zu Hause zu tun hat...

Liebe Grüße!
 
  • Körpersprache und Pubertät Beitrag #2
hi, wenn sie beim bellen nicht auf ein "nein" reagiet versuch mal, mit ihr die plätze zu tauschen. schick sie rein, oder zumindest hinter dich, so dass du näher a zaun bist, du kannst auch selbst ganz nach vorne an den zaun gehen während sie hinter dir im platz warten soll. wenn sie ruhig ist, darf sie auf dein okay hin aufstehen, bzw wieder in den garten.

bellen bedeutet eigentlich "kommher-hau-ab". komm her ist an das eigene rudel gerichtet,die komlen sollen, weil hund etwas fremdes entdeckt hat und nicht weiß wie er dammit umgehen soll. hau ab ist an den fremden gerichtet und an die eigenen jungtiere, die sich verstecken sollen. wenn dein hund bellt versucht er dir was mitzuteilen, was bedeutet, dass du dich drum kümmern musst und deinem hund sagst was er tun soll. "nein" macht aus hundesicht nicht unbedingt sinn, dadurch verschwindet das fremde/die gefahr nicht. sinn macht es wenn du nach vorne gehst, denn der vordere muss sich drum kümmern, wenn du dem hund noch zusätzlich sagst, dass er ruhig warten soll, weiß er was zu tun ist und wird es tun, weil er sieht, dass du dich kümmerst.

wenn der hund rumtoben will, ist das verständlich, er ist in einem alter wo er kräfte messen muss. ich würde ein großes plüschtier oder kissen oder handtuch mit knoten nehmen worin er sich verbeißen darf, dann ist es wichtig, dass du die kontrolle drüber brkommst und ihr auf dein kommando rumbalgt. also balgen ist okay und verständlich, aber eben kontrolliert.
 
  • Körpersprache und Pubertät Beitrag #3
Auf mich wirkt das so, als wenn Dein Hund Dir ziemlich auf der Nase rumtanzt.
Ich würde mich an Deiner Stelle mal richtig durchsetzen. Also nicht schlagen, aber wenn sie mal wieder übertrieben hat, kann man den Hund auch mal im Nackenfell packen und ihm die Meinung geigen. Auch anknurren geht. Bei meiner alten Hundedame damals auf jeden Fall. So machen es auf jeden Fall Hundemütter, wenn ihr Welpe mal wieder völlig aus der Reihe tanzt. Da habe ich mir das auch abgeschaut...
 
  • Körpersprache und Pubertät Beitrag #4
@Mountana Das kannst du ja gerne machen, wenn du keinen Wert auf vertrauensbasierten Umgang mit deinem Hund legst. Eine Hündin maßregelt NICHT, indem aie die Welpen im Nacken packt und schüttelt.


@louiss
Danke! Das klingt sehr einleuchtend mit dem Bellen. Werde ixb mal so probieren. Merkt sie sich denn so auch für die Zukunft, dass sie nicht bellen braucht?

Balgen tun wir ja, dabei iat aie meist auch nicht so grob und wenn, dann breche ich das Spiel sofort ab. Aber dieses Anpöbeln macht sie ja nicht im Spiel, sondern meist, wenn ich versuche, sie zurechtzuweisen :/
 
  • Körpersprache und Pubertät Beitrag #5
Off-Topic
gut bagira das du dich auf solche Vorschläge nicht einlässt.
Wir sind keine Hunde, ins Nacken Fell packen und schütteln bringt nichts außer misstrauen


EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ansonsten bist du auf dem richtigen weg. Bleibe konsequent.
Diese phase kennt wohl jeder ^^
Wenn es dir zu heikel in der Küche wird, mal an nen Kinder Schutz Türchen gedacht? Bzw generell die Küche als tabu zone erklären?
Dein Hund fixiert, das würde ich unterbrechen. Sie soll dich an gucken, Sitz machen etc PP
Beim beißen sofort abbrechen, und beim springen ebenfalls unterbinden.

Bei mir gibt es zB keine Kontakte an der Leine, mein Hund riecht den anderen auch so und zum toben wird die Leine abgemacht
 
  • Körpersprache und Pubertät Beitrag #6
ich vermute mal, dass sie auf dauer bei geräuschen/personen die sie kennt nicht mehr bellen wird, sondern nur noch bei neuen dingen und bei hunden. bei meinem hats ca. ein jahr gedauert, dass er bei hunden die draußen am haus vorbei gehen nicht mehr wuffelt und knurrt. wenn der hund gelernt hat, dass du dich kümmerst reicht in vielen situationen ein beruhigendes nein oder ein, ist alles okay oder ein streicheln wenn sie anschlägt, dann bellt sie kurz und damit sollte es gut sein. manchmal muss ich hundibert aber doch noch hinter mir ins platz schicken, je nachdem wie stark der impuls ist.

aus reinem vergnügen erlaub ich unserem kleinen filou auch mal bellend nach vorne zu düsen, nämlich dann wenn mein freund oder gute freunde an der haustür sind. dann zischt er bellend an die tür und sobald er die personen erkennt wird aus seinem gekläffe eine art hohes miauen (weil er gleichzeitig bellen und fiepsen möchte) :mrgreen:
 
  • Körpersprache und Pubertät Beitrag #7
Dein Hund fixiert, das würde ich unterbrechen. Sie soll dich an gucken, Sitz machen etc PP
Okay....Wie erreiche ich das? Sie reagiert dann nämlich nicht auf mich. Muss dabei sagen, dass wir Kontaktaufnahme und Orientierung an mir an der Leine gerade erst in der Hundeschule angefangen haben, ohne Ablenkung klappt das (meistens) ganz gut. Aber sobald etwas in der Nähe ist, bin ich Luft....Ich nehme sie immer kürzer, spreche sie an, mache tolle Geräusche und so, aber sie interessiert sich nur für den anderen Hund....

Wenn es dir zu heikel in der Küche wird, mal an nen Kinder Schutz Türchen gedacht? Bzw generell die Küche als tabu zone erklären?
Naja mir geht es ja eben darum, nicht alles zu tabuisieren durch "Entzug" (so wie unsere Couch, die seit Wochen voll mit Stühlen steht, weil sie sie sonst gerne mal vollpinkelt, wenn sie unbeobachtet rauf geht, kann ja auch keine Dauerlösung sein, aber ich weiß nicht, wie ich das sonst lösen soll?), sondern eben durch Lernen, dass sie es nicht darf :eusa_think:

Bei mir gibt es zB keine Kontakte an der Leine, mein Hund riecht den anderen auch so und zum toben wird die Leine abgemacht
Ich bin da irgendwie nicht abgebrüht genug :D Meine Trainerin sagt auch, wenn was an der Leine passiert, bin ICH die, die das Vertrauen kaputt gemacht hat. Aber ich bin da einfach zu schissig für, z.B. freilaufende Hunde zu vergraulen oder den Besitzern zu sagen, sie sollen sie anleinen. Und von der Leine los mache ich sie nicht, dann kann ich nämlich gerne mal hinterherlaufen, wenn der andere Hundebesitzer weitergehen will :mrgreen: Dat sitzt noch nicht...Und außer Hundeschule hat sie ja sonst gar keinen Kontakt zu anderen Hunden :?




Letztens hatte ich die Chance, als sie den Nachbarn wieder angebellt hat, zum Zaun zu gehen, da hat sie direkt aufgehört zu bellen. Aber sobald ich dann wieder zu ihr ging, lief sie weg und bellte wieder.

Übrigens ist sie gerade das erste Mal läufig und hört auf einmal beim Abrufen viel besser :D Bin mal gespannt, wie sie drauf ist, wenn das vorbei ist. Im Moment gibt's nämlich kein Buddeln im Garten, Toben, Bellen...die ist wie eingeschlafen, ist mal ne gute Abwechslung, aber ich hoffe, die drei Wochen gehen schnell um :lol: Wobei, sie setzt sich jetzt an der Straße prompt hin, wenn ich Sitz sage, was sonst gerne 5-mal des Wortes bedurfte :D Aber die erste Woche ist rum und sie wacht so langsam ein bisschen auf wieder...
 
  • Körpersprache und Pubertät Beitrag #8
Hmmm... du schreibst du bist zu schissig fuer, andere Hunde fern zu halten?
Das gehoert aber zur Aufgabe von dir...:eusa_think:
Dein Hund soll dich respektieren, das was du machst respektieren und soll dich quasi als Leitfigur sehen... magst du damit vielleicht anfangen?

Du sollst natuerlich die kontakte nicht verbieten, aber nicht jeder entgegenkommende Hund ist auch freundlich.. und da muesstest du dich durchsetzen
 
  • Körpersprache und Pubertät Beitrag #9
Ja, im Ernstfall, wenn ich sehe, der kommende Hund ist nicht freundlich, würde ich das wohl tun. Aber sonst fällt mir das schwer, ja... Ich bin ein sehr zurückhaltender, ängstlicher Mensch und so aus mir rauszugehen, fremde Menschen oder Tiere anzublaffen, muss ich lernen.
 
  • Körpersprache und Pubertät Beitrag #10
Okay, das gute ist das du es dir eingestehen kannst und es lernen willst.
Hunde spueren dein wirkliches ich und ich bin mir sicher, das wenn du mehr Selbstsicherheit haben wirst, dein Hund sich mehr an dir orientieren wird, weil du der ruhige und sichere Pol fuer ihn bist.:)
 
  • Körpersprache und Pubertät Beitrag #11
Du musst ja nicht gleich jemanden anblaffen ;)
Meistens reicht es schon, wenn man sich dazwischen stellt. Also eigener Hund hinter dir, du Barriere und schickst den anderen Hund weg. Meistens reicht da schon, wenn man gut und aufrecht steht und einen Schritt auf den Hund zugeht. Das ist nicht unfreundlich und du hast niemandem etwas getan.
Und ja, ich weiß es ist manchmal etwas knifflig, den eigenen Hund hinter sich zu halten wenn der auch zu dem anderen Hund will. Das ist aber nur ein bisschen Übungssache :D

Wenn mein Hund an der Leine zieht weil er zu einem anderen Hund will geh ich an den Wegrand und stell mich vor ihn. Als Blockade. Anfangs hat er mich auch nicht beachtet und nur an mir vorbeischauen wollen, aber mit der Zeit wurde es immer besser, bis ich ihn Sitz machen lassen konnte und irgendwann sogar Leckerlies annehmen konnte. Ab da ging das dann eigentlich. Klar, man macht immer wieder Rückschritte weil mal von hinten doch ein Hund angerannt kommt oder ähnliches, aber irgendwie geht es ja immer weiter, man muss einfach nur dranbleiben :D

edit: Wenn mein Hund in der Pubertät abgedreht ist und mich anpöbeln wollte (was das beißen und hochspringen etc. ja ist), bin ich immer hart geblieben. Genau dann ist es wichtig, seinen Standpunkt durchzusetzen. Meistens bin ich dann einfach ruhig stehen geblieben, habe jegliche Spannung aus der Situation genommen (sobald du dich wehrst oder hektischer wirst "spielst" du nämlich mit ;) ). Hochspringen hieß: Stehen bleiben, Hund runterschubsen und warten, bis er sich beruhigt hat. Dann dein Kommando weiter fortsetzen.
Immer merken: Hunde in der Pubertät testen Grenzen. Klar. Aber: Du bist der Chef :D Du bist aufrecht und stark und es wird gemacht, was du sagst.
 
  • Körpersprache und Pubertät Beitrag #12
bin da auch der meinung, dass man nix sagen muss. du siehst nen anderen hund und nimmst in dem moment den hund hinter dich, bzw stellst dich vor den hund, oder führst ihn auf dern anderen seite vor dir. die etwas sensibleren hundehalter wissen sofort, dass kontakt unerwünscht ist. kommt dann halt moch drauf an, wo du spazieren gehst, würde dann nicht unbedingt auf ausgewiesenen freilaufflächen spazieren gehen ;)

wenn mein hund mich anpöbeln, beißen und an mir hochspringen würde, würde ich die leine ans halsband machen und mit verschränkten armen draufstehen bis er sich abreagiert hat. da kommt er nämlich keinen mm an mir hochgesprungen. und wenn das ne phase wäre, würde ich die leine dran lassen wenn ich zu hause bin. während der pubertät wollte unser hund wieder in die wohnung machen, da blieb die leine dran und er stand unter strengster beobachtung, sobald er anstalten machen zu pinkeln, wurde die leine geschnappt und er wurde vor die tür gesetzt.

noch etwas. wenn du am zaun bist und der hund leise hinter dir. dann ruf den hund zu dir. nicht du gehst zum hund, sondern der hund geht zu dir, und das auch nur wenn du es möchtest. er soll den nachbarn unter deiner aufsicht kennenlernen, alles was ein hund kennt macht ihm keine angst und was ihm keine angat macht muss er nicht verbellen.
 
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