Oh, die ist aber hübsch-hässlich
Es handelt sich um eine Schildzecke (der Wahrscheinlichkeit nach um Ixodes ricinus - den Holzbock), der Größe nach denke ich es handelt sich um ein adultes Tier (und dabei würde ich wiederum auf ein Männchen tippen, bei einem vollgesogenen Weibchen ist das Größenverhältnis von Schild zu Körper noch extremer da sie sich so doll vollsaugen können).
Zecken haben mehrere Larvenstadien und saugen in jedem Stadium einmal Blut, sie sind ziemlich temperaturempfindlich und mögen es am liebsten mittelwarm und feucht (hauptsächlich verbreiten sie sich im Frühjahr um den Monat Mai rum und im Herbst um den September). Viele fürchten eine Zecke könnte in der Wohnung abfallen und sich dann dort vermehren, dies passiert aber in aller Regel nicht, da Zecken es fecht mögen und in vollgesogemem Stadium ziemlich empfindlich gegenüber Austrocknung sind. In der Wohnung sterben sie deswegen meistens ziemlich schnell wenn sie sich nach dem Saugen einfach fallenlassen.
Um zu saugen bohren sie sich mit ihren Mundwerkzeugen in die Haut. Einen "Kopf" - wie so oft angenommen - haben Zecken in dem Sinne eigentlich nicht. Das was man am vorderen Ende erkennt sind wirklich nur die Mundwerkzeuge, ein richtiges Gehirn haben sie auch nicht, ihre Nerven zur Informationsverarbeitung liegen größtenteils auf ihrem Hinterleib.
Demnach ist der "Kopf" vor dem immer gewarnt wird er müsste auf jeden Fall mit entfernt werden im Grunde harmlos. Reißt man der Zecke ihre Mundwerkzeuge ab stribt sie...und aus den Mundwerkzeugen kann auch keine neue Zecke heranwachsen

Immer besser die Zecke im Ganzen entfernen, aber wenn sie doch mal abreißt ist es in der Regel halb so wild, die Reste der Mundwerkzeuge wachsen genau so wieder aus der Haut heraus wie es ein Holzsplitter tun würde.
Zecken sind dennoch gefürchtet, weil sie können Krankheiten übertragen, allerdings muss man sich um seine Katze nicht zu viele Sorgen machen, da Katzen die gefürchtete Borreliose nicht bekommen können.
Es gibt jede Menge Möglichkeiten eine Zecke zu entfernen, mit speziellen Zeckenzangen, - haken, oder -karten, man kann auch eine normale Pinzette nehmen, oder die Finger - da muss jeder sehen womit er am besten zurechtkommt (ich zerquetsche die Dinger immer mit den Fingern, habe aber z.B. neulich meinem Hund erfolgreich eine Zecke entfernt mit Hilfe des Karabinerhakens von der Leine

).
Beim Rausmachen ist es am besten einfach langsam nach hinten zu ziehen (manchmal wird drehen empfohlen, aber Zecken haben kein Gewinde vorne, man kann also einfach ziehen

).
Nach dem Entfernen kann man die Stelle beobachten, ob sie irgendwie anschwillt oder sich entzündet - dann würde ich einen Tierarzt draufgucken. In den meisten Fällen bleiben Zeckenbisse bei Hunden und Katzen aber ohne Folge.
Es gibt allerlei Vorbeugungsmaßnahmen gegen Zecken. Wenn du im Forum etwas rumsuchst findest du sicher so einige Threads und Erfahrungsberichte zu dem Thema von Naturmitteln wie Kokosöl bis hin zu chemischen Spot-Ons vom Tierarzt.
Meine Erfahrung ist, dass letztendlich all diese Mittel nicht taugen und die Zecken trotzdem beißen, ich schaue deswegen regelmäßig ob mein Hund welche hat nach dem Spaziergang und entferne diese dann - für mich ist das die gründlichste Methode.
Dieses Jahr scheinen recht viele unterwegs zu sein, aber wir hatten auch einen milden Winter.
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So, ich hoffe dir hat der kleine Zecken-Exkurs gefallen und hast jetzt vielleicht weniger Angst vor dem nächsten Befall - der leider mit ziemlicher Sicherheit kommen wird wenn deine Katze ein Freigänger ist - alles halb so wild
