Papas Liebling

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  • Papas Liebling Beitrag #1
SoylentGreen

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Hi,
ich bin Papas Liebling. Nun eigentlich eher das Sorgenkind oder wie ich mich fühle: Der Parasit.

Meine Situation ist aktuell nicht ganz einfach. Ich habe nicht viel Geld, mache eine Ausbildung und meine Eltern unterstützen mich finanziell. Nun habe ich es doch geschafft mich bei den Eltern meines Freundes zu verschulden, die wollen das Geld, was sie uns gegeben haben nämlich wieder zurück.
Na ja und dann sind da noch meine Eltern, die mich glücklich mit ihren Moneten bewerfen. Mein Freund witzelt stets: "Mama, ich brauche Geld für eine Packung Kaugummis" - "Reichen dir 100€?"
Ich brauche 50 Euro und kriege stattdessen 150 Euro von ihnen und schaffe es dennoch nicht genug Geld zu haben.
Meine Mutter hat mich sogar gefragt, ob sie mir noch mehr im Monat überweisen sollen.

Das alles frustiert mich und macht mich zugleich wütend und traurig. Ich bin ein echter Blutsauger. Ich komme mir bei jedem "Geschenke"-Event so dumm vor... denn eigentlich gebe ich ihnen da ja gerade nur ihr Geld in Geschenkform zurück. Ich bin daher inzwischen zu einem regelrechten Weihnachtsmuffel geworden... ich kann das Zusammensein gar nicht mehr richtig genießen, weil meine Gedanken nur darum kreisen, dass ich ihnen da gerade von ihrem Geld ein Geschenk gekauft habe. Und andersherum fließen ihre Geldgeschenke quasi postwendend in meine Fixkosten... ich habe nie wirklich etwas davon, das wissen sie aber nicht...
Ich fühle mich wie der letzte Assi, wenn ich anrufen muss, weil ich einfach kein Geld mehr habe.
Warum hat man mich zu einem derartigen Verschwender und Schnäppchenverachter erzogen? Warum bin ich nicht fähig meine Knete zusammen zu halten? Und warum passiert mir jeder blöde Fehler, der mich dann hunderte Euronen kostet? (Ich denke da nur an die blöde Wohnung, in der ich nun hause, die offenkundig enorm Heizkosten produziert, obwohls hier trotzdem arschkalt ist)

Meine Eltern trösten mich stets mit dem Satz "So haben wir doch auch mal angefangen..."
Das hilft mir nicht. Ich bin und bleibe ein Parasit. Aber ein dankbarer... mit schlechtem Gewissen...
 
  • Papas Liebling Beitrag #2
Tja... wenn du der Meinung bist das du nicht mit Geld umgehen kannst, dann lern es.

Rechne aus was du ausgeben MUSST. Lippenstift und co. zählen hierbei nicht als überlebenswichtig, ich meine Miete, Lebensmittel, Strom, Wasser, Tiere. Dann was du verdienst. Das Minus gleichst du aus und was noch plus drauf ist teilst du 50:50.
Das eine aufs Sparkonto das andere verprasste.

Ich komme mit 600€ aus und habe dabei; meine Miete, Strom, Wasser, mein Handy, meine Tiere (16 Stück), meine Versicherungen, mein Bausparvertrag + 100€ auf ein extra Konto für meine Tiere und mein Auto UND dann hab ich immer noch extra Puffer um mir selber was zu gönnen. Keine Ahnung vielleicht wurde ich sparsam erzogen oder so, aber in Sachen finanzen hatte ich noch nie Probleme.

Und so schwierig ist das nicht.
1. Überblick bekommen; WAS gibst du WANN und WESWEGEN aus.
2. Was davon ist zum Überleben wirklich wichtig?
3. Was von dem nicht wichtigen, war dementsprechend unnötig

Und dann eben zusammenreißen und das Geld anlegen. Oder ein Sparkonto einrichten auf dem feste was eingezahlt wird,
 
  • Papas Liebling Beitrag #3
*hust* Mit 600,- hätte ich z.B. gerade mal die Kaltmiete abgedeckt...Und wenn ich nicht irre geht das Geld eh bereits nur für die Fixkosten drauf? Wobei ich da wirklich mal haarkleine eine Aufstellung machen würde.

Bei manchen "Kleinigkeiten" verzettelt man sich gern mal und manchmal helfen schon Kleinigkeiten um bestimmte Löcher etwas zu verkleinern.

Wenn ihr Probleme damit habt die Wohnung warm zu behalten würde ich das Lüften nochmal überprüfen, Isoliermaterial hinter die Heizkörper, Fensterdichtungen überprüfen usw. usf. und ggfs. vllt. auch den Strom/Gasanbieter wechseln (außer ihr heizt mit Öl):p

Energiekosten zu senken ist allerdings immer echt schwierig.

Hab auch knapp 1 1/2 Jahre in einer Wohnung gelebt in der man den Frost von der Wand kratzen und die Wasserhähne täglich laufen lassen musste damit nichts einfriert und man heizt sich wirklich dumm und dämlich:/

Was dein schlechtes Gewissen betrifft: Kann ich verstehen.
Gibt ne Menge Dinge, die einem ein doch besseres Gefühl vermitteln als finanzielle Abhängigkeit...
 
  • Papas Liebling Beitrag #4
*hust* Mit 600,- hätte ich z.B. gerade mal die Kaltmiete abgedeckt...Und wenn ich nicht irre geht das Geld eh bereits nur für die Fixkosten drauf?


Ich brauch fast nichts. ;)
Ich gehe nicht gerne Shoppen oder aus. Ich freue mich wenn ich meinen Tieren was leisten kann und zwischendrin mir mal ein Buch kaufen kann. Dennoch hatte ich damals (das war mit 600€ meine Arbeitslosenzeit) immer noch um die 100€, die ich einfach nur für mich allein hatte, nachdem ich alles andere abgezahlt habe und mit 100€ nur für sich kann man nun wirklich was anfangen. Meistens hab ichs aber gespart und mich wie Dagobert Duck über mein Kontostand gefreut. :lol:
 
  • Papas Liebling Beitrag #5
Ich hab zwar noch keine eigene Wohnung, wollte zwar mal ne Aufstellung (Kosten - Ausgaben) machen, aber irgendwie hab ich dann die Hälfte vergessen und es dann wieder gelassen (sollte ich vll. mal wieder angehen).

Momentan hab ich so 600 Euros (nach Abzügen!), am Juli bin ich aber mit der Ausbildung fertig und hab dann natürlich bissi mehr, das meiste spare ich trotzdem und ich hätte auch ohne meine Eltern (also wenn ich ne Wohnung bräuchte) sicher noch was über. Ausgaben hab so wirklich nur meine Tiere (Futter/Tierarzt) und Handy (selten über 20 Euro im Monat).
Aktuell bekommen meine Eltern noch Kindergeld für mir, also diesen Monat noch. Meine "Sonderwünsche" (Schoki, Knabberzeug etc.) muss ich bezahlen (meist gehen wir Samstags zusammen einkaufen und rechnen dann anschließend ab), das Futter von meinen Tieren zahle ich seit 6 Jahren und den TA sowieso.

Ich halte die Idee, von Smoothie, eine Auslistung zu machen, gar nicht für so verkehrt. Vielleicht stellst du dann selbst fest: Das und das ist überflüssig, kann ich mir sparen.
Ich denke, dass ich das auch wieder am Juli machen werde. Einfach um einen Plan zu haben, ob mit "richtigem" Geld eine eigene Wohnung in 1, 2 Jahren möglich ist.

@Mido: Du hast doch aber auch ein Haus oder irre ich mich da? Dafür wären 600 Euro ja wieder günstig. Es kommt ja auch drauf an, wo man wohnt und welche Ansprüche man hat. Hier bei uns sind die Wohnungen recht günstig, 50 km weiter (in Frankfurt) kostet ne Wohnung in selber Größe doppelt so viel. Ich hab hier in Kleinanzeigen schon ne 60 qm Wohnung für 400 Euro kalt gesehen, da zahlt man in Großstädten deutlich mehr.
 
  • Papas Liebling Beitrag #6
Off-Topic
@Mido: Du hast doch aber auch ein Haus oder irre ich mich da? Dafür wären 600 Euro ja wieder günstig. Es kommt ja auch drauf an, wo man wohnt und welche Ansprüche man hat. Hier bei uns sind die Wohnungen recht günstig, 50 km weiter (in Frankfurt) kostet ne Wohnung in selber Größe doppelt so viel. Ich hab hier in Kleinanzeigen schon ne 60 qm Wohnung für 400 Euro kalt gesehen, da zahlt man in Großstädten deutlich mehr.

Die Gesamtmiete vom Haus sind 1200,- kalt;) Hab ja "nur" die Hälfte:)


Man verkalkuliert sich einfach relativ schnell, wenn man keine konkrete Liste hat, das stimmt schon.
Bei vielen Dingen hat man aber auch einfach das Problem, dass da Kosten auftreten, die man vorher im ganzen Leben noch nicht bedacht hat.

Müllgebühren z.B.:mrgreen:

Ich persönlich versuche übrigens möglichst wenig mit EC-Karte o.ä. zu bezahlen...das verleitet nur unnötig zu Spontankäufen usw.

Also Karte zuhause lassen, fixe Bargeldbeträge pro Woche einplanen und dann ab dafür.
Hilft mir zumindest sehr:p
 
  • Papas Liebling Beitrag #7
Off-Topic
Mit Karte kaufe ich nur größere Sachen oder zahle mal beim TA mit Karte, wenn ich zu wenig Geld dabei hab. Das letzte größere war mein Laptop letztes Jahr, kein Spontankauf (dafür bin ich zu sparsam, alle größeren Anschaffungen wollen gut überlegt sein :mrgreen:), wenn ich mir nicht 1x im Monat (manchmal mehr, kommt darauf an, wie hoch die TA kosten sind) Geld auf der Bank holen würde, wüsste ich wahrscheinlich nicht mal meine PIN auswendig :lol:
 
  • Papas Liebling Beitrag #8
Off-Topic
Hab ne Zeit lang fast alles mit Karte bezahlt...war nicht gut:D
 
  • Papas Liebling Beitrag #9
Ich denke, es bringt schon, wenn man ein Haushaltsbuch führt, um genauen Überblick über alle Ausgaben zu haben. Das habe ich mal gemacht, als es wirklich sehr knapp war und ich über ein paar Monate genau kalkulieren musste. Ich hab allerdings früh gelernt, mit Geld umzugehen. Das ist aber auch irgendwie Übungssache.

Damals bin ich mit 18 ausgezogen und die ersten Monate hats gar nicht hingehauen ;) Ich konnte allerdings meine Eltern nicht nach Geld fragen, da musste ich halt irgendwie durch. Die Not machts dann, man lernts irgendwie.
 
  • Papas Liebling Beitrag #10
Eine Aufstellung bzw. sogar ein Haushaltsbuch halte ich auch für eine gute Idee. Viele Dinge fallen einem gar nicht auf, wenn man sie sich nicht mal deutlich vor Augen führt.

Damals bin ich mit 18 ausgezogen und die ersten Monate hats gar nicht hingehauen ;) Ich konnte allerdings meine Eltern nicht nach Geld fragen, da musste ich halt irgendwie durch. Die Not machts dann, man lernts irgendwie.
So ähnlich war´s bei mir auch. Mit 20 ausgezogen, meine Eltern fanden das nicht sonderlich gut und deshalb konnte ich auch aus Prinzip nicht fragen wenn´s knapp wurde anfangs.
@SoylentGreen: Vielleicht kannst du das auch mit deinen Eltern absprechen? Dass sie dir einfach mal 2 oder 3 Monate nichts geben, selbst wenn du fragen solltest? Manchmal hilft es ja auch sich selbst unter Druck zu setzen ;).

Also Karte zuhause lassen, fixe Bargeldbeträge pro Woche einplanen und dann ab dafür.
Hilft mir zumindest sehr:p
Ebenfalls ein guter Tipp und handhabe ich ähnlich. Alle zwei Wochen muss ich eh Geld abheben um unsere Fleischlieferung in bar zu bezahlen und hebe dann einen entsprechenden Betrag ab, der auch für den normalen Einkauf und fürs Tanken etc. reicht.
 
  • Papas Liebling Beitrag #11
Danke für eure Antworten.
Leider ist alles ein wenig komplizierter als es auf den ersten Blick scheint.

Zum einen bin ich auf das Geld meiner Eltern angewiesen, ich kann von meinem Gehalt meine Kosten nicht decken - Heißt Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Handy/Telefon/TV/Internet, Essen/Trinken, Putzmittel und Pflegeprodukte (wobei wir hier von einer Creme, die ich brauche damit mir nach dem Duschen nicht das Gesicht aus dem Kopf fällt (Habe wohl leichte Wasserallergie? Keine Ahnung...), Klopapier und Shampoo sprechen).
Wobei wir hierbei durchaus schon möglichst günstige Alternativen gewählt haben. Gas- und Stromanbieter sind bereits gewechselt, hoffentlich wird es nun besser.
Zudem sprechen wir hier nicht von 3,50€ Schulden, sondern von über 1000€ - rein für Dinge, die wir dringend brauchen (Auto, Strom, Gas - da sind die Tage ein paar saftige Rechnungen eingeflogen...). Die können wir ohne Zusatzgeld in 3 Jahren nicht abbezahlen.

Zum anderen kommt hinzu, dass mein Freund depressiv ist. Leider ist ein Psychodoktorbesuch so schief gelaufen, dass ich ihn da wohl nie wieder hinkriege... Das heißt auf gut deutsch: Es wird hier öfter Geld für Spontanentscheidungen ausgegeben, so unwirtschaftlich sie auch sind. Ich habe zumindestens das Gefühl, dass es meinem Freund dadurch ein bisschen besser geht. Sei es ein Besuch bei den Freunden am Wochenende (die wohnen leider eine gute Strecke entfernt...) oder einfach mal für seine Hobbies - die er grundsätzlich gar nicht ausüben kann, weil uns das Geld dafür fehlt.
Zudem ist er arbeitslos und kaum zu motivieren, auch aufgrund einiger körperlichen Beschwerden. Ich hoffe, dass seine Eltern ihn bei einer neuen Ausbildung unterstützen, ich gebe jedenfalls mein bestes ihn dazu zu ermuntern.

Die Wohnung könnte ich wechseln: Ich habe aber kein Geld um mir schon wieder einen Umzug zu leisten und wohne eigentlich schon recht günstig. Wohnungen hier sind teuer, gerade mit so einer guten Anbinung zum Zugverkehr, auf den ich angewiesen bin.

Mein Freund und ich haben uns bereits zusammengesetzt und schauen, woran wir sparen können bzw. was wir nicht dringend brauchen. In diesem Zuge haben wir die Heizung abgestellt, ich habe meine Reitbeteiligung aufgegeben und nehme nichts mehr zu Essen zur Arbeit mit. Da wir die letzten Monate häufiger bei Fastfoodketten waren, haben wir uns auch hier darauf geeinigt höchstens ein mal im Monat hinzugehen, wenn überhaupt. Zudem haben wir die Besuche bei Freunden gekürzt, der Weg ist einfach zu weit. Es steht nur noch eine Kündigung bei einem Fitnessstudio und meinem Reitverein aus. Wobei ich hier noch auf meine Krankenkasse oder meinen Arbeitgeber hoffe, die mir zumindestens das Fitnessstudio mitfinanzieren, ich leide ziemlich unter Rückenproblemen.
Um ehrlich zu sein, kann ich meinen Freund verstehen, wenn er sagt, dass das Leben sinnlos ist. Ich kann hier auch wirklich nichts mehr argumentieren, was unser aktuelles Leben lebenswert macht und ihn lediglich darauf vertrösten, dass es besser wird, wenn ich meine Ausbildung abgeschlossen habe, wir uns da nun eben durchbeißen müssen.

Ach so meine aktuellen Versuche einen Nebenjob zu bekommen, habe ich außer Acht gelassen... ich hoffe das funktioniert irgendwie...
 
  • Papas Liebling Beitrag #12
Darf ich fragen warum du ausgezogen bist? Offensichtlich verwöhnen dich deine Eltern und scheuen nicht besonders vielen Kosten. Auf Miete und dem ganzen Gedöns hättest du verzichten können, wärst du dageblieben (oder zumindest wäre die Beteildigung wesentlich geringer gewesen). Wenn du nach dem zusammenzug mit deinem Freund ein, naja nicht sorgloses aber wenigstens ein leben hättest führen können mit dem der Lebensunterhalt gedeckt ist, aber als Schulden- Päärchen immer mehr Schulden anhäufen? Das hätte man mit etwas rechnen doch vorab erahnen können oder? Das sollen keine Vorwürfe sein, ich hab in der Ausbildung auch keine Wohnung finanzieren können, aber bevor ich Schulden mache bleib ich doch einfach die paar Jährchen noch bei den Eltern. :eusa_think:
 
  • Papas Liebling Beitrag #13
Zwei Möglichkeiten:
-Auf eigenen Beinen stehen sowohl mit den positiven als auch den negativen Konsequenzen die das mit sich bringt.
-Kind bleiben und genießen dass man solche Eltern hat.
 
  • Papas Liebling Beitrag #14
Ich bin ausgezogen, weil ich eine Berufsausbildung abgeschlossen und eine Stelle in einem anderen Bundesland angenommen habe. Mein Freund hatte sich dort auch eine gute Stelle gesucht und wir kamen soweit ganz ok über die Runden. Wir wollten unser eigenes Leben beginnen.
Für mich kristallisierte sich dann heraus, dass ich diesen Beruf nicht weiter ausüben will. Die Gründe dafür sind vielfältig. Daher habe ich eine neue Ausbildung begonnen. Für meinen Freund stand fest, er geht diesen Weg mit mir. Wir sind dann schließlich für meine Ausbildung zusammen umgezogen, er hat auch seinen Job dafür aufgegeben. Die Alternative zum Zusammenleben wäre gewesen, dass er zurück nach Süddeutschland zu seinen Eltern und ich nach Norddeutschland zu meinen Eltern gehe - für uns beide unvorstellbar, nachdem wir bereits 2 Jahre miteinander gelebt hatten. Zudem will ich einfach nicht zurück zu meinen Eltern. Unsere Beziehung hat sich erheblich gebessert seit ich nicht mehr daheim wohne, außerdem habe ich nicht umsonst gleich das Bundesland gewechselt, wieder im alten Zuhause zu wohnen, könnte alte Verhaltensmuster wieder einführen.
 
  • Papas Liebling Beitrag #15
Also in meinem Kopf sieht das gerade ganz anders aus als was ihr schreibt... Fakt ist, dass ein Mensch einen gewissen Betrag an Geld zum Leben braucht. Wie viel das ist, ist natürlich von sehr vielen Faktoren abhängig wie zum Beispiel auch von den lokalen Mietpreisen. Gründe, dass man von Zuhause ausziehen muss, gibt es auch immer.
Also, es ist ganz normal, dass nach der schule Studium oder Ausbildung ansteht. Und da hat man meistens selbst nicht genug Geld zum Leben. Das wird hier geregelt, indem man entweder einen Anspruch auf einen gewissen Betrag Bafög hat, oder (bzw. Und) einen rechtlichen Anspruch auf Unterhalt von den eigenen Eltern.
Der Bafög höchstsatz liegt über 600€,soweit ich das richtig im Kopf habe und mit Glück bekommt man dazu noch sein Kindergeld.
Verdienen die Eltern "ausreichend", müssen sie eben selbst dem Kind Unterhalt bezahlen. Natürlich entsprechend weniger, falls die Kinder einen gewissen Anteil Bafög erhalten oder selbst in der Ausbildung etwas verdienen.

Und dieses Geld braucht man nunmal und ich habe auch noch keinen jammern hören, dass der arme Staat ihm jeden Monat 300€ schenkt (von Bafög muss man ja mit etwas Geschick nur die Hälfte zurück zahlen).

Klar, man kann sparsam sein und alles, aber es gibt kosten, um die man nunmal nicht rum kommt.

Soylent, habt ihr denn mal eine Aufstellung über die notwendigen Ausgaben gemacht? Denn ganz ehrlich: deine Eltern haben es (?), klärt ganz rational, wie viel Geld du sicher brauchst (und ein gewisser Puffer muss da dabei sein) und frage ggf danach, die Differenz, die dir zu diesem Betrag fehlt, regelmäßig zu bekommen. Sieh es mal anders: mit 150€ kommen deine Eltern ziemlich günstig weg, der volle Unterhalt für einen Studenten (also nehmen wir kein weiteres Einkommen an) wäre deutlich mehr ;).

Und dazu kommt, dass du ordentlich haushalten kannst, wenn du den Hauch einer Chance hast, dass das Geld überhaupt für den Monat reicht! Wenn du überspitzt gesagt nicht mal deine Miete bezahlen kannst von dem, was dir zur Verfügung steht, wie sollst du da überhaupt sinnvoll sparen können, Schulden kommen doch eh...
 
  • Papas Liebling Beitrag #16
Da hast du was missverstanden, Calimero. Es sind nicht nur 150€ die meine Eltern mir monatlich zukommen lassen. Da sie "es" haben, steht mir kein Bafög zu.

Eine Aufstellung unserer monatlichen Kosten gibt es. Darunter fallen bisher Miete, Strom, Gas, Versicherungen, Handy, Telefon, TV, Internet, Auto abbezahlen, Fitnessstudio, Reitbeteiligung, ein Zeitschriftenabo. Ich hoffe jetzt nichts vergessen zu haben. Dann bleiben uns noch 500€ für alles andere. Für Nahrung, Putzmittel, Drogerieprodukte, Viecher und hin und wieder mal ein Spontankauf gehen ca. 200€ im Monat für uns beide raus.
Dann habe ich einen recht langen Weg zur Arbeit mit dem Auto und wir fahren zum einkaufen, nicht regelmäßig fahren wir auch mal zum Fitnessstudio, besuchen Freunde und ich fahre zum Reiten. Dafür rechne ich mit ca. 40€ in der Woche. Ergibt 160€ im Monat.
Aktuell rauche ich für 40€. Bleiben 90€ übrig von denen wir vielleicht mal in ne Bar gehen oder uns irgendwas gönnen können.

Verkalkuliere ich mich hier mal oder habe Zusatzkosten wie mal eine teure Stromendabrechnung, der Jahresbeitrag im Reitverein fällig ist oder das Auto meines Freundes (meines finanzieren meine Eltern) hat ein Wehwehchen, habe ich offensichtlich ein Problem...

Meine freie Kalkulation schwankt natürlich. Es passiert genauso, dass wir mal weniger fahren, wie es auch passiert, dass wir mal für mehr fahren oder für essen etc. Mal mehr und mal weniger ausgegeben wird, man braucht ja schließlich nicht ständig z.b Geschirrspülmittel.

Mit meinen vorgeschlagenen Änderungen, inklusive die Kosten fürs rauchen zu halbieren könnten wir ca. 70-100€ im Monat sparen. Bzw. Haben natürlich ein langfristiges Ersparnis was die heiz- und stromkosten angeht.
 
  • Papas Liebling Beitrag #17
Ich muss dir ehrlich sagen, dass ich dich nicht verstehen kann.
Ich wäre froh, wenn ich so einen Vater hätte. Bei uns ist es so, dass sich unsere Mutter das ganze Leben lang den Hintern aufgerissen hat für mich, meine Schwester und meinen Bruder und mein werter Herr Vater um jeden Cent Unterhalt pfeitscht, der mir eigentlich zum Leben zusteht. Wir haben nun wenigstens das Glück, dass unsere Mutter einigermaßenn gut verdient. Ich weiß nicht, wie es wäre, wenn meine Mama nur Verkäuferin gewesen wäre. Trotzdem habe ich mir an Weihnachten auch schon anhören dürfen, dass ich von ihrem Geld Geschenke kaufe.
Sie hat viel für uns finanziell ermöglicht, war aber zwischenzeitlich auch recht angebrochen davon. Mit Nebenjob sieht es bei mir genauso schlecht aus. Ich habe mit Mühe und Not was gefunden wo ich wenigstens auf 200 Euro komme (da die Bedingungen so schlecht sind) und schleife noch ein chronisch krankes Tier mit durch, zu dem ich ja nun auch nicht sagen kann: Ich gehe nicht mehr zum Tierarzt, weil ich kein Geld habe.
Ich habe mich letztendlich mit meiner Schwester zusammen geschlossen, mit der ich in einer WG wohne. Das ging ganz gut. Allein hätte ich den Auszug nicht auf die Reihe bekommen finanziell.

Ich kann deshalb nur wiederholen was hier jemand schrieb. Ich persönlich würde ganz allein erst ausziehen, wenn ich ein Nettoeinkommen von mindestens 2000 Euro hätte oder eben 25 wäre und ich dann Zuschüsse vom Amt bekomme.
An sich steht dir das Geld aber zu. Deshalb kannst du es auch ruhigen Gewissens nehmen.
Wenn du aber mit deinem Freund zusammen leben willst, dann musst du eben ein bisschen kürzer treten.
Wobei du mir bezüglich Freund auch leid tust.

Ich finde, auch wenn jemand psychisch krank ist gibt es nur eine Wahl: Entweder die Sache wird angepackt und therapiert oder er geht arbeiten. Von diesem dahin dümpeln ist doch niemandem geholfen. Das hätte ich meinem Freund auch klipp und klar gesagt. Denn wie es scheint geht das bei ihm schon länger. Und wenn er Freunde besuchen kann, dann wäre es auch möglich ein paar Stündchen zu arbeiten. Gut, dazu mag ich mir kein Urteil bilden. Aber ich hoffe, du verstehst was ich meine. Den Entschluss gerade bei psychischen Erkrankungen zu warten bis es irgendwann von allein besser wird halte ich für fatal. Denn, je länger man keiner geregelten Sache nachgeht, umso mehr versumpft man.
 
  • Papas Liebling Beitrag #18
Ich persönlich würde ganz allein erst ausziehen, wenn ich ein Nettoeinkommen von mindestens 2000 Euro hätte oder eben 25 wäre und ich dann Zuschüsse vom Amt bekomme.

Dann könnten viele Berufsgruppen ja gar nicht ausziehen. (Man denke an Frisöre, Einzelhandelskaufleute etc, auch die etwas besser verdienden Berufsgruppen verdienen doch keine 2000€ netto, meine Freundin ist gelernte Industriekauffrau und verdient 2500€ brutto! Man muss ganz schön viel brutto verdienen um auf 2000€ netto rauszukommen :shock:).

Ich würde mir in euere fixe Kosten einfach einen Beitrag zum sparen, erstmal nur rein Hypthetisch einrechnen, damit ihr solche Hämmer zur Not selber bezahlen könnt. (Wobei man ja auch z.B. Jahresendabrechnungen in Raten bezahlen kann, muss man sich halt drum kümmern. ) und dann eben schauen wieviel Geld ihr dann für alles braucht.

Hast du mal geschaut, ob du evlt. Anspruch auf Wohngeld oder sonstige Zuschüsse vom Amt hast?

Du schreibst auch von unwirtschaftlichen Spontanentscheidungen, ich kann verstehen, dass du/ihr das macht, weil es deinem Freund gut tut, aber hart gesagt: Wenns finanziell nicht drin ist, ist es finanziell nicht drin. Und ist ja auch irgendwie ein Teufelskreis, wenn dann das Geld für was anderes fehlt und man es sich wieder von den Eltern holen muss, wo du dich dann wieder schlecht fühlst.
 
  • Papas Liebling Beitrag #19
Off-Topic
2000€ netto? :lol: am besten noch ungelernt :roll:


Also nach Abzug der ganzen Fixkosten habt ihr noch 500€ und kommt nicht über die Runden? Wie schafft es irgendein Student nicht zu verhungern? Ich habe eine schulische Ausbildung gemacht, Schülerbafög ist der Höchstsatz nochmal geringer.
Warum braucht man 2 Autos? Sowas ist für mich einfach unnötiger Luxus
 
  • Papas Liebling Beitrag #20
Off-Topic
Off-Topic
2000€ netto? :lol: am besten noch ungelernt :roll:
Das halte ich jetzt auch mal für sehr utopisch :lol:. Ich habe Industriekauffrau gelernt und außerdem BWL studiert, aber ich hab sicherlich nicht mit einem Netto-Verdienst von 2.000 € gestartet :shock:.
 
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