Ich bin zu 70% behindert. Leider wird dies aber im schönen Hessen nicht dazu führen, dass man Vergünstigungen bei Konzerten etc. bekommt.
Das habe ich in meinem Kreis nur sehr selten gelesen. Die sind hier nicht so kulant.
Ich krieg nicht mal Steuerermäßigungen. Das gibt es laut Aussage des Finanzamtes nur bei Merkzeichen H.
Meine Behinderung wurde auch nicht vom Arbeitsamt, sondern direkt vom Versorgungsamt festgestellt. Dieses sitzt in Fulda und ist hier die höhere Instanz.
Eine Behinderung durch das Arbeitsamt hingegen muss erst vom Versorgungsamt m.W. bestätigt werden.
Man ist auch nicht nach 6 Monaten verpflichtet seine Behinderung bei einem Arbeitgeber anzugeben. Man muss seine Behinderung nur angeben, wenn diese eine Gefahr darstellt.
Z.B. man hat Epilepsie und arbeitet als Friseur oder Dachdecker, was wohl kein normalergescheiter Arbeitgeber zulassen würde.
Freilich hat man durch eine Schwerbehinderung auf der Arbeitsstelle auch gewisse Sonderrechte, wie mehr Urlaub etc.
Der besondere Kündigungsschutz führt häufig dazu, dass man nicht eingestellt wird.
Allerdings muss ich einen Grund angeben, warum ich die Ausbildung verloren habe.
Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
In einer Ausbildung zur MTA genießt man auch leider keinen Kündigungsschutz.
Ein Mieterschutzbund kostet im Jahr 50 Euro und macht nichts, außer beraten. Dies ist rausgeschmießenes Geld.
Mich durch Gesetzestexte durchwühlen kann ich prima alleine. Das mach ich eh öfters wegen meinem Handicap.
Nur mal ne kleine Info:
Quelle:
http://www.myhandicap.de/job-ausbildung-behinderung/ausbildungplatz-chancen-jugendliche-handicap/
Ich finde diese Zahlen enorm hoch und es Zeigt, das es genug Chancen auf einen Ausbildungsplatz gibt. Man muss es nur wollen.
Ich mache gerade meine zweite Ausbilung, trotz meiner Krankheit.
Lass dich z.b. zur Kita-Helferin ausbilden. Da dürfen sogar Behinderte Menschen, mit Kuss HAND!, arbeiten.
Und ich kenne auch genug Behinderte Menschen, die in anerkannten Berufen arbeiten und ihr eigenes Leben leben und Finanziell abgesichert sind.
Man muss es nur wollen.
Das Thema Inklusion ist ja heiss im kommen und wird immer präsenter. Also, nicht nase in Sand stecken.
Nur mal ne kleine Info: Ich habe bereits eine Maßnahme gemacht.
Keiner der Teilnehmer wurde in eine Ausbildung vermittelt. Ich durfte da nur umsonst schaffen und habe auch dort den Einstieg in die bekannte schwarze Seite von Frankfurt gefunden, um es umschrieben auszudrücken, da Ü18. Dein Optimismus zeigt mir auch, dass du dich nicht wirklich mit dem Arbeitsamt auskennst.
Zumal geht das nicht auf meine Aussage ein. Ich sagte es besteht eine 10%-Chance, dass du nicht in eine Ausbildung kommst, die in den Niedriglohnsektor führt.
Und wieso sollte ich mir mit einer mittleren Reife den Hintern für eine lausige Kita-Helferinnen-Ausbildung aufreißen, noch dazu, wenn ich jetzt, momentan, hier und heute Abitur mache?
Ich denke, eine Kita-Helferinnen-Ausbildung ist etwas unter meinem Niveau. Nicht mal die Kita-Ausbildung kommt auch nur annähernd an den Standard der MTA-Ausbildung ran.
Zudem muss ich mich nicht wegen meiner Ausbildung in irgendwelche Miniverdienst-Helferberufe ohne oder mit nur schlechten Weiterbildungsmöglichkeiten reinzwängen lassen.
Da können die auch die Anforderungen hochschrauben, sie bieten zu wenig. Das kann die Politik auch ruhig spüren.
Nieder mit den niederen Ausbildungsberufen, die zu viel fordern und nachher richtig in Shit-Happens-Dramen führen.
Ich habe eine Ausbildung gewollt. Danke, dass du mich hier als faul/als nicht arbeitswillig hinstellst.
Jetzt wird Franzi böse.
Wende dich bitte an die Uniklinik Frankfurt, beschwer dich dort bei der Behindertenabteilung (die es dort extra gibt für Mitarbeiter) und verlange, dass ich meine Ausbildung zu Ende machen darf und dann reden wir über solche Kommentare weiter. Ich finde das hier mehr als unpassend sowas zu behaupten.
Kannst mir ja auch mal verraten, wie gleichzeitig in eine Ausbildung gehen soll, wenn ich Vollzeit Schule habe. Das macht kein Betrieb!
Ich fühle mich gerade etwas tangiert, da hier Aussagen über mich getroffen werden, die dem bekannten RTL-Darstellungen entsprechen.
Faul, kein Bock, blöd. So fühle ich mich gerade hingestellt. Kommt mal von eurem RTL-Vorstellungen weg. Ich bin weder depressiv, noch am heulen, noch in einer Nullbockphase. Ich bin realistisch und gebe sachliche Sätze. Autisten sind nicht emotional. Sie kalkulieren.