Wobei ein Job im sozialen Bereich für Menschen mit Autismus vielleicht tatsächlich nicht ganz die richtige Wahl ist.
Im großen und Ganzen kann ich dich aber schon verstehen, es ist sehr leicht vom Arbeitsarmt in den Niedriglohnsektor gepresst zu werden (ich hab das auch so erlebt, man soll schnellstmöglich raus aus der Statistik - egal wie schlechte Chancen man am Arbeitsmarkt hat - und dann eben notfalls für 6€ die Stunde irgendwo an der Kasse stehen oder ähnliches. Angemessene Hilfe muss man vom Arbeitsamt nicht wirklich erwarten, es sei denn man hat vielleicht ultra Glück mit seinem Sachbearbeiter.)
Das die meisten Maßnahmen nicht dazu führen Menschen in anständige Arbeit zu bekommen haben wir auch schon erlebt, da geht es nur darum, dass man auch erstmal aus der Statistik raus ist und einem ja "geholfen" wurde (ich wurde zum Beispiel genötigt an einem Bewerbungstraining (Einzelunterricht!) teilzunehmen und das nicht mal 8 Wochen bevor meine Arbeitslosigkeit endete weil mein Studium begann - das hat das Arbeitsamt sicher eine schöne Stange Geld gekostet (Steuergelder selbstverständlich), aber mir z.B. mit der 200€ teuren Gebühr für meine Englisch-Aufnahmeprüfung zu helfen - Fehlanzeige, die konnte ich schön selbst bezahlen! Wieso will ich auch studieren, ich hatte doch ein "Bewerbungstraining" und damit doch jetzt das Zeug mich wieder an der nächsten Kasse zu bewerben:roll

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Ich habe also wirklich Verständis dafür, wenn du absolut pessimistisch und gefrustet bist, was deine Arbeitssituation und - aussichten angeht.
Das Abi ist sicher eine gute Sache, leider aber mittlerweile auch kein Garant mehr für einen guten Job.
Mit Behinderung hat man aber eigentlich an den Unis ganz gute Chancen - wenn du dir ein Studium denn zutraust. Allerdings denke ich du solltest einen Studiengang wählen der eher analytische Fähigkeiten erfordert, im sozialen/pädagogischen/medizinischen Feld wärst du wohl eher schlecht aufgehoben (so kommt es mir zumindest vor).