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Diskutiere Vitakraft im Sonstige Haustier & Tiere Forum Forum im Bereich Tiere Allgemein; Ich wollte mal Kanninchenstangen zum in Kafig hängen Kaufen.Ich kam dann aus dem Laden und hab gesehen das da so kleine Würmchen oder was das war...
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  • Vitakraft Beitrag #21
Ich wollte mal Kanninchenstangen zum in Kafig hängen Kaufen.Ich kam dann aus dem Laden und hab gesehen das da so kleine Würmchen oder was das war gegrabelt sind ich hab die dinger sofort zurückggeben und die Kassirerin meinte das sei ofters schon vorgekommen die Kamen auch von Vitakraft!!!
 
  • Vitakraft Beitrag #22
Irgendwie hab ich gerade ein Déjà-vu, wenn ich das hier lese...
Vor Jahren war mal eine ähnliche Massenprotestaktion in der Degucommunity, als das damalige Futter angeboten wurde, das viel Trockenobst enthielt.
Zwar wurde das damals nach viel Druck dann letztlich geändert, aber wenn ich ehrlich bin, gelernt haben sie nichts daraus. Bei der letzen Futtermischungsänderung wurde dem Futter dann noch zusätzliche Extrudate und noch mehr Pellets beigefügt...

Was die Geschichte um den Zucker angeht, da wäre es eben schön, wenn man denen von Vitakraft mal auf den Zahn fühlen könnte. Ihr werded da abgewimmelt mit billigen Ausreden bezüglich Karies (ja, wer keine Ahnung hat sucht erst mal die Analogie zu uns Menschen... das ist wohl denen ihre Überlegung), dabei ist das ja durchaus nicht das Hauptproblem, aber dazu später. Andererseits ist die Geschichte mit dem Zucker auch komplizierter, denn Zucker ist ein Kohlenhydrat und Kohlenhydrate sind grundsätzlich wichtig für den tierischen Organismus, aber es kommt eben auf die Form an, in der er aufgenommen wird. Vereinfacht gesagt kann man die Kohlenhydrate aufteilen in Einfachzucker, die Mehrfach-und Vielfachzucker, die aus vielen Einfachzuckern bestehen.
Während der Rohr- oder Haushaltzucker (also das, was wir gewöhnlich als Zucker bezeichnen) nur aus zwei solchen Einfachzuckern besteht, besteht die Stärke, welche im Getreide vorhanden ist aus vielen solchen Einfachzuckern. Diese müssen im Darm abgebaut werden, da sie nur als Einfachzucker die Darmwand passieren und dem Körper zugeführt werden können. Bei der Stärke ist es ausserdem so, dass ein Teil schon im Mund vorverdaut und in Zucker umgewandelt wird (viele kennen da bestimmt den Versuch mit dem Brot, das man lange im Mund behält und plötzlich leicht süsslich wird... das ist genau dieser Umwandlungsprozess ;) ).
Das Problem ist, dass dieser Zucker oder diese vorverdaute Stärke im Darm Nahrung liefern können für krank machende Mikroorganismen, die sich dann schnell und massiv ausbreiten können und den Darm beeinträchtigen und das Tier ernsthaft schädigen können. Dieses Problem besteht vor allem, wenn die Tiere nicht auf diese Nahrung eingestellt sind und die Mikroorganismen im Darm auf eine andere Nahrung abgestimmt sind. Gerade bei Kräuter- und Grasfresser wie Chinchillas, Degus, Kaninchen und Meerschweinchen es sind, besteht ein Grossteil der Nahrung aus zellulosehaltiger Kost, doch auch die Zellulose ist ein Kohlenhydrat und besteht aus solchen Einfachzuckern, bloss sind diese in einer solchen Struktur angeordnet, dass sie für die Tiere praktisch unverdaulich sind. Sie brauchen daher Bakterien, welche die Zellulose für sie umwandeln. Ein guter Teil dieser Nährstoffe nehmen die Tiere dann mit ihrem Kot wieder auf. Da diese aber von den Bakterien umgewandelt werden, haben sie eine andere Wirkung auf die Darmflora, da sie selber den schlechten Mikroorganismen nicht als Nahrung dienen können.
Dazu kommt natürlich, dass nicht nur die Art, wie die Kohlenhydrate (Zucker, Stärke, Invertzucker/Inulin oder eben Zellulose) abgebaut wird, eine Rolle spielt, sondern auch die Menge. Beispielsweise fressen Degus durchaus kleinere Mengen an Sämereien und müssen daher damit auch umgehen können, bei wildlebenden Meerschweinchen und Chinchillas sind diese Mengen um einiges geringer, wiederum andere Arten fressen gar keine Sämereien. Wie es bei Wildkaninchen aussieht, weiss ich allerdings ehrlich gesagt nicht. Mit deren Ernährung konnte ich mich bislang noch nicht beschäftigen.
Und Mäuse, Ratten, Hamster und Co. fressen wiederum grössere Mengen an Sämereien.

...ach ja, noch etwas sollte man bedenken. Die Form, in der Getreide und Zucker von den Futtermittelherstellern beigefügt werden, sind keinesfalls natürlich. In der Natur bekommen die Tiere diese nämlich oft nur mit Verpackung. Die Sämereien sind mit schwer verdaulichen Spelzen verpackt, welche entweder erst weggeschält oder aber mit dem Korn mitgefressen werden müssen. Im ersteren Fall ist das körperliche Betätigung, im zweiten Fall fressen sie zwangsläufig schwer verdaubare Ballaststoffe zu den energiereichen Körner dazu und diese wirken sich wiederum positiv auf den Darm aus und wirken einer Verfettung entgegen. Dazu kommt noch, das Wildsämereien allesamt kleiner sind, als die hochgezüchteten Kulturgetreide. Das bedeutet, dass in der Wildnis ein Nager viel mehr Samen suchen und Energie verbrauchen muss, als das mit normalem Getreide der Fall ist.

LG Phyll
 
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