Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel?

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  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #21
Das hat nichts mit dem Internet zu tun. Das TSchG regelt ganz klar, wer der Verantwortliche ist. Mal ganz ehrlich, schau dir doch mal die Preise im Zoohandel an. Da soll noch ein aufwendiger Beratungsaufwand drin enthalten sein? Ich glaube nicht. Da müssten die Preise deutlich höher sein. Was meiner Meinung nach noch andere positive Effekte hätte.

Klar sollte der Verkäufer sein Produkt kennen. Er ist aber in erster Linie Verkäufer und nicht Berater. Willst du eine Beratung mit einem gewissen Qualitätsanspruch, dann zahle auch dafür.
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel?

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  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #22
Das hat nichts mit dem Internet zu tun. Das TSchG regelt ganz klar, wer der Verantwortliche ist. Mal ganz ehrlich, schau dir doch mal die Preise im Zoohandel an. Da soll noch ein aufwendiger Beratungsaufwand drin enthalten sein? Ich glaube nicht. Da müssten die Preise deutlich höher sein. Was meiner Meinung nach noch andere positive Effekte hätte.

Klar sollte der Verkäufer sein Produkt kennen. Er ist aber in erster Linie Verkäufer und nicht Berater. Willst du eine Beratung mit einem gewissen Qualitätsanspruch, dann zahle auch dafür.

ich glaube jetzt hast Du mich missverstanden, ich meinte mit dem Internet die Tatsache, dass sich mittlerweile jeder sehr genau, schnell und kostenfrei über die richtige Haltung einer jeden Tierart eingehend informieren kann und dieses auch tun sollte, wenn er sich ein Tier anschafft. Ich gebe Dir also in sofern Recht, wenn Du sagst, es wäre zu einfach sich auf den Informationsgehalt des Verkäufers zu verlassen. Das zu wissen brauch ich kein Tierschutzgesetz, sondern eigentlich nur gesunden Menschenverstand. Dennoch gehört für mich zum Verkauf auch Beratung, das ist meines Erachtens teil des Berufes, so wie es zu Job des Koches gehört zu würzen. Aber natürlich gibt es auch immer schlechte Verkäufer und zu denen zähl ich eben diese die nicht beraten können, weil ihnen das Wissen fehlt. Und deshalb und auch generell liegt die Verantwortung für die richtige Haltung in erster Linie beim Käufer. Entbindet den Verkäufer für mich aber nicht aus der Pflicht sein "Produkt und dessen Bedürfnisse" zu kennen
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #23
Dennoch gehört für mich zum Verkauf auch Beratung, das ist meines Erachtens teil des Berufes
Da übersteigt deine Erwartungshaltung die Realität.
Aber natürlich gibt es auch immer schlechte Verkäufer und zu denen zähl ich eben diese die nicht beraten können, weil ihnen das Wissen fehlt.
Das macht Sie nicht zu schlechten Verkäufern. Du erhälst dann bloß nicht was du erwartest. Weil du, wie ich meine, zu viel erwartest.
Entbindet den Verkäufer für mich aber nicht aus der Pflicht sein "Produkt und dessen Bedürfnisse" zu kennen
Das stimmt, die muss er insofern kennen, wie sich das Tier in seiner Obhut befindet. Das ist auch gar nicht mal die Pflicht des Verkäufers, der im Laden steht, sondern des Eigentümers. Der Verkäufer, der im Laden steht, ist aber nicht verpflichtet dieses Wissen an einen Käufer weiterzugeben. Das ist ein netter Service, mehr aber auch nicht. Genauso wenig ist der Züchter oder Verkäufer dazu verpflichtet, die artgerechte Pflege und Haltung nach dem Verkauf weiterhin zu kontrollieren oder gar sicher zu stellen.
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #24
Hab ich nicht ganz verstanden warum man die nicht trennen kann...?

Könnte man, aber dann bräuchte man ja 2 Gehege. Außerdem werden Mäuse schon vom Händler unsortiert angeliefert, sodass es dann schon zu spät wäre für eine Trennung. Da Mäuse in der Regel als Futtertiere weggehen lohnt sich eine Trennung für den Händler einfach nicht.

Auch bei uns sind sowohl die Gehege und Fütterung der Tiere besser geworden als auch die Beratung und Kaninchen und Meerschweinchen bekommt man oft kastriert und Kaninchen auch geimpft.

Daher kann ich dir nur Recht geben: Zooläden haben sich wirklich gebessert. Allerdings kostet dort der kastrierte und geimpfte Kaninchenbock eben auch 120 Euro statt 30 Euro.
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #25
Auch bei uns sind sowohl die Gehege und Fütterung der Tiere besser geworden als auch die Beratung und Kaninchen und Meerschweinchen bekommt man oft kastriert und Kaninchen auch geimpft.

Daher kann ich dir nur Recht geben: Zooläden haben sich wirklich gebessert. Allerdings kostet dort der kastrierte und geimpfte Kaninchenbock eben auch 120 Euro statt 30 Euro.

Clever.
Weiter Billigtiere aus Massenaufzuchten kaufen, nach wie vor Reingewinn wie doof haben und dann auch noch den Anstrich als supertierfreundlicher Zooladen.

Ich bin quasi unterwältigt.

Auch solche Dinge sind eine Marketingstrategie.
Würde den Händlern und Verkäufern etwas an den Tieren liegen würden sie sie nicht verkaufen.
Fertig.
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #26
Bei den Degus bin ich mir aber Beispielsweise ziemlich unsicher. Die gute Frau gab ja offen zu, dass sie hier nicht so guten Nachschub hätten, da sie die Tiere von einem kleinen Züchter beziehen würden.

KEIN seriöser(!) Züchter würde seine Tiere zum Verkauf in den Zooladen geben, da er nicht weiß was mit dem Tier geschiet, wie es gehalten wird etc..
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #27
Clever.
Weiter Billigtiere aus Massenaufzuchten kaufen, nach wie vor Reingewinn wie doof haben und dann auch noch den Anstrich als supertierfreundlicher Zooladen.
Und woher weißt du, dass diese Tiere in diesem speziellen Zoogeschäft aus einer Massenaufzucht kommen? Kennst du den Laden?
Würde den Händlern und Verkäufern etwas an den Tieren liegen würden sie sie nicht verkaufen.
Warum?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

KEIN seriöser(!) Züchter würde seine Tiere zum Verkauf in den Zooladen geben, da er nicht weiß was mit dem Tier geschiet, wie es gehalten wird etc..
Was habe ich als Züchter damit zu tun, was mit den Tieren in Zukunft geschieht? Wer oder was verpflichtet mich, mich darum zu kümmern?
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #28
Felix ich erwarte eigentlich von jedem Menschen, dass er seinen Job für den er bezahlt wird gut macht. Und Verkäufer, die keine Ahnung haben und schlecht beraten, machen es eben nicht. Das ist ja auch jedem selbst überlassen, ob und wie gut er seinen Job macht, nur bin ich eben bei denen die schlecht beraten und somit für mich unter schlechter Verkäufer fallen, raus, will sagen ich kauf dort einfach nix. Warum sollte ich meine Erwartungen auf das Niveau eines schlechten Verkäufers senken? Da es genug gute Verkäufer gibt, bleib ich lieber bei meinen hohen Erwartungen und gehe zu denen, die sie erfüllen. :) Den Schaden hab dadurch ja nicht ich, sondern der schlechte Verkäufer, der kein Geschäft mit mir macht.
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #29
Felix ich erwarte eigentlich von jedem Menschen, dass er seinen Job für den er bezahlt wird gut macht.
Der Verkäufer wird aber nicht dafür bezahlt, dass er dich in diesem Maße berät, wie du es wohl erwartest. Jedenfalls ist das nicht Gang und Gäbe in allen Zoohandlungen. Denn die Zoohandlungen sind dazu, wie bereits erwähnt, auch nicht verpflichtet. Will man diese Beratung, so muss man Läden aufsuchen, die diese anbieten und auch dazu bereit sein dafür zu bezahlen. Insofern widerspreche ich dir auch gar nicht, wenn du sagst, solche Läden seien zu meiden. Ich widerspreche nur der Aussage, dass man in Zooläden eine gute Beratung zu erwarten hat. Nein das hat man nicht. Der Verkäufer ist dazu nicht verpflichtet und der Käufer hat darauf keinen Anspruch. Eine Verpflichtung gibt es lediglich gegenüber des Käufers, dass er sich mit der Haltung und Pflege auskennen muss. Und das bereits vor dem Kauf des Tieres.
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #30
Gut ich geh natürlich nur von dem aus was ich erwarte und welche Maßstäbe ich habe um in einem Laden zu kaufen (was auch immer). Letztendlich hast Du in sofern Recht, dass ein Verkäufer natürlich keine Verpflichtung hat, alles über sein Produkt zu wissen. So gesehen liegt auch da die Verantwortung des Kunden nur in solchen Geschäften zu kaufen, wo eine gute Beratung durch einen guten Verkäufer gegeben ist. Ich denke dort wird man dann auch die Verkäufer finden, die es als selbstverständlich ansehen, sich mit dem Produkt insoweit auszukennen, dass sie den Kunden anständig beraten können.
Wer in einen Laden geht wo er beschissen beraten wird, kann sich hinterher nicht beschweren, dass er beschissen beraten wurde. Ich als Kunde hab ja die Wahl woanders hinzugehen. Es ist nur eben schade, dass es Verkäufer von Lebewesen gibt, die es nicht als selbsverständlich empfinden, den künftigen Besitzer so zu beraten, dass das Tier später einmal gut gehalten wird. Mir persönlich wäre das ein wichtiges Anliegen in diesem Job, aber klar meine Maßstäbe müssen ja nicht für jeden gelten
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #31
So gesehen liegt auch da die Verantwortung des Kunden nur in solchen Geschäften zu kaufen, wo eine gute Beratung durch einen guten Verkäufer gegeben ist.
Warum ist das eine Verantwortung des Kunden? Ich kann doch in jeden Laden gehen, wenn ich möchte. Vielleicht will ich ja gar keine Beratung.

Es ist nur eben schade, dass es Verkäufer von Lebewesen gibt, die es nicht als selbsverständlich empfinden, den künftigen Besitzer so zu beraten, dass das Tier später einmal gut gehalten wird. Mir persönlich wäre das ein wichtiges Anliegen in diesem Job, aber klar meine Maßstäbe müssen ja nicht für jeden gelten
Mir persönlich auch. Ich gehe aber nicht mit der Erwartung in einen Zooladen, dass der Verkäufer das auch so sieht. Denn er ist nun ma Verkäufer und kein Berater.
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #32
Das Problem an der ganzen Sache ist wohl auch: Woran erkenne ich einen guten Verkäufer?
Ich gebe zu, ich habe von Autos gerade mal gar keine Ahnung. Ich muss also ins Autohaus gehen und mich darauf verlassen, dass mich der Verkäufer gut berät. (Und ich gebe zu, bisher hatte ich da echt Glück und habe tolle Autos bekommen).
Ich habe von qualitativ hochwertigen Betten keine Ahnung - ich muss mich im Möbelhaus also darauf verlassen, dass ich gut beraten werde (auch hier hatten wir bisher Glück, wobei es da auch ein bisschen aufs Gewicht und das "Liegeverhalten" ankommt ;) )

Und da sind wir dann an dem Punkt, an dem sich die Geister hier scheiden ;)
Wo fängt Kompetenz an und wo hört sie auf? Und wie weit muss sie gehen?

Um beim Zooladen zu bleiben: Ein kompetenter Zooladenmitarbeiter sollte mir zumindest die Mindestmaße für ein Gehege der entsprechenden Tierart (Farbmaus/Rennmaus/Hamster/Meerie/Kaninchen/diverse Vogelarten) nennen können und auch das entsprechende Futter und ob das Tier ein Rudeltier oder ein Einzeltier ist. Soviel sollte auf jeden Fall drin sein. JEDER Verkäufer sollte zumindest Grundkenntnisse über die von ihm verkauften Produkte haben (wobei ich mich dagegen wehre, Tiere als "Produkte" zu bezeichnen)
Weitere Kenntnisse wie Vergesellschaftung, Krankheiten etc. lasse ich mal außen vor - wäre schön, wenn das ein Zooladenmitarbeiter wüsste, ist aber für mich jetzt kein Muss, denn wie Felix schon sagt, wer ein Lebewesen in sein Heim holt, der sollte sich auch anderweitig umfassend schlau machen und nicht einfach nur mit Shopping-Tasche losziehen und kaufen...
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #33
Um beim Zooladen zu bleiben: Ein kompetenter Zooladenmitarbeiter sollte mir zumindest die Mindestmaße für ein Gehege der entsprechenden Tierart (Farbmaus/Rennmaus/Hamster/Meerie/Kaninchen/diverse Vogelarten) nennen können und auch das entsprechende Futter und ob das Tier ein Rudeltier oder ein Einzeltier ist.

Aber auch hier ist wieder zu bedenken, dass es keine gesetzlichen Vorgaben zur Käfiggröße gibt. Bei den Hamstern zumindest gehts meistens auf die Empfehlung des TVT (0,5m²) zurück - das BMEL gibt kleinere Maße vor (0,3m² bei Zwerghamstern), der Tierschutzbund größere (1m²).
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #34
Warum ist das eine Verantwortung des Kunden? Ich kann doch in jeden Laden gehen, wenn ich möchte. Vielleicht will ich ja gar keine Beratung.

.
Es liegt in meiner Verantwortung als Kunde, WENN ich eine gute Beratung will, eben einen solchen Laden aufzusuchen, der das bietet. Wie erkenne ich nun eine gute Beratung?: Entweder ich informiere mich vorher im Internet über die Materie Tierhaltung, so dass ich mit einer gewissen Grundahnung schon den Laden betrete was ja heutzutage gut geht, oder frage Bekannte, Verwandte nach ihren Erfahrungen um einen solchen Laden zu finden, wenn ich, um beim Beispiel Autokauf zu bleiben, keine Ahnung habe. Wenn ich natürlich keine Beratung haben will, ist es in der Tat völlig wumpe , ob der Verkäufer Ahnung hat oder nicht, denn dann geh ich rein, kaufe was ich will und geh wieder. Und ich bleib dabei, in einem Zooladen halte ich es als Mindestvoraussetzung, dass ein Verkäufer mir sagen kann was fur Futter und welchen Platz ein Tier braucht. Denn ja dafür zahle ich auch, denn indem ich dort einkaufe, bezahle ich das Gehalt des Verkäufers, die Miete des Ladens , den Strom fürs Licht etc. Denn das alles wird durch den Kunden bezahlt der dort kauft und ja da bin ich dann tatsächlich eigen. Ist der Verkäufer gut und dazu gehört für mich, dass er mich beraten kann, wenn ich das möchte, bin ich gern bereit mein Geld dort auszugeben. Kann er es nicht wenn ich es möchte, trage ich nicht dazu bei, sein Gehalt, die Ladenmiete etc mitzufinanzieren.

Man kann es auch so sehen:im Grunde hat keiner Verantwortung: Dem Züchter kanns egal sein , wo seine Tiere landen, der Verkäufer verkauft sie ja nur, naja und der Käufer muss ich ja auch nicht beraten lassen , sondern nur kaufen. So kann jeder die Verantwortung schön abgeben. Rausreden kann sich jeder von den Dreien. Hin oder her. Gut wäre, wenn alle Drei sich bewusst wären, dass sie eben nicht nur Züchter, Verkäufer und Käufer sind, sondern es mit einem Lebewesen zu tun haben, dass es verdient hat, dass man sich mal einen Gedanken mehr darüber macht als nur es zu produzieren(Züchter) es zu verkaufen(Verkäufer) oder es irgendwie zu halten (Kunde)
Wünschenswert wäre es wenn der Züchter seine Tiere nur an Verkäufer abgäbe, von denen er weiß, dass sie ihre Kunden entsprechend beraten können, der Verkäufer weiß wie die Tiere richtig gehalten werden und es ihm auch wichtig ist, dies an die Kunden weiterzugeben und der Kunde sich an eben diese Ratschläge hält. Dann hätten alle drei genau das getan, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, wenn man mit Lebewesen Handel betreibt.
Ein Wunschtraum ich weiß
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #35
Man kann es auch so sehen:im Grunde hat keiner Verantwortung: Dem Züchter kanns egal sein , wo seine Tiere landen, der Verkäufer verkauft sie ja nur, naja und der Käufer muss ich ja auch nicht beraten lassen , sondern nur kaufen. So kann jeder die Verantwortung schön abgeben. Rausreden kann sich jeder von den Dreien.
Falsch, denn
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. - § 2, Satz 3 TierSchG

Wünschenswert wäre es wenn der Züchter seine Tiere nur an Verkäufer abgäbe, von dem er weiß, dass er seine Kunden entsprechend beraten kann, der Verkäufer weiß wie die Tiere richtig gehalten werden und es ihm auch wichtig ist, dies an die Kunden weiterzugeben und der Kunde sich an eben diese Ratschläge hält. Dann hätten alle drei genau das getan, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, wenn man mit Lebewesen Handel betreibt.
Ein Wunschtraum ich weiß
Ein Wunschtraum, weil weder Züchter noch Verkäufer diese Verpfichtungen kontrollieren oder gar garantieren können.
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #36
wenn sich jeder daran hält:
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. - § 2, Satz 3 TierSchG

ist ja alles chic, denn das Tier wird ja zumindest zeitweise von Züchter und Verkäufer betreut, also müssten per Gesetz auch diese beiden Personen über die richtigen Haltungsbedingungen informiert sein , sich daran halten und können sie an den künftigen Kunden so weitergeben und schon ist allen geholfen;)
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #37
Ich glaube wir hängen uns hier gerade etwas zu sehr daran auf, was nun die Aufgabe eines Verkäufers ist und was nicht.
Natürlich wollen wir gut beraten werden und wenn da nun so ein nichtsahnender wie ich ins Tierfachgeschäft tapst und spontan denkt "Die Degus sind ja supi über die wüsste ich gerne etwas mehr", dann ist es als Verkäufer wohl drin mir einen kurzen Vortrag über das Tier und seine Bedürfnisse abzuliefern. Dabei darf er mich dann auch gerne auf die tolle Voliere für nur so und so viel Euro aufmerksam machen, die gerade im Sonderangebot ist und den geforderten Mindestmaßen für so ein Tier entspricht - immerhin soll er ja auch was verkaufen... Wär ja auch etwas seltsam, wenn der einfach "nö" sagen würde und seiner Wege geht - das ist weder kundenfreundlich noch besonders hilfreich dabei Gewinn für das Geschäft zu machen.
Klar ist es dann meine Aufgabe, wenn ich so ein Tier dann wirklich haben will, mich eingehend über seine Bedürfnisse zu informieren.
Dennoch steht der Verkäufer ja mehr oder minder in der Pflicht mir zu verkaufen bzw anzubieten, was ich auch haben will und was tierschutzkonform ist. Er kann mir ja kein Katzenfutter anbieten, wenn ich welches für Mäuse haben wollte, jetzt mal krass gesagt. Das ist doch schon dazu verurteilt, dass ich zwei Stunden später wutentbrannt an der Ladentheke stehe und den Kram umtauschen will. Das ist doch nicht im Sinn des Geschäfts.

Habe übrigens gerade mal geguckt. Namenhafte Zooläden bieten auf ihrer Homepage sogar an in ihren Laden zu kommen und sich dort fachkompetent über z.B. Futter zu informieren.
Daher: Und wie die Beratung die Aufgabe des Verkäufers ist.
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #38
Daher: Und wie die Beratung die Aufgabe des Verkäufers ist.
Wenn der Laden das explizit anbietet, dann ist dem so.

Wie auch immer. Dem Gesetzgeber ist das alles Schnuppe, für den gibt es nur einen, der Kenntnisse haben muss.
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #39
Na ja der Gesetzgeber gibt so einiges vor, allerdings muss das ja nicht mit den Wünschen des Kunden einhergehen.
Es geht ja nicht darum, ob ich den Typen verklagen kann, wenn er mich falsch berät, sondern eher darum, ob man inzwischen in ein Zoogeschäft gehen und eine gutes, fachlich korrektes Beratungsgespräch bekommen kann oder ob ich nach wie vor falsche Geschlechter untergejubelt bekomme, völlig veraltete Informationen bekomme und mein bestellter Hamster aus dem Glaskasten gekratzt werden muss.
 
  • Zoogeschäfte doch nicht mehr so miserabel? Beitrag #40
Wenn der Laden das explizit anbietet, dann ist dem so.

Wie auch immer. Dem Gesetzgeber ist das alles Schnuppe, für den gibt es nur einen, der Kenntnisse haben muss.

Nö da sind alle in der Pflicht,die Tiere betreuen und damit auch Züchter und Verkäufer

Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. - § 2, Satz 3 TierSchG
 
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