Neuer Hund wirkt gelangweilt (oder überfordert?), möchte aber weder spielen, noch "knobeln"

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Liara

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Neuer Hund wirkt gelangweilt (oder überfordert?), möchte aber weder spielen, noch "knobeln"

Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier, lese aber schon seit einiger Zeit den ein oder anderen Beitrag mit - tolles Forum!

Ich habe seit einer Woche eine 2 jährige Hündin (Schäferhundmischling) aus dem Tierheim und ihr Verhalten hat sich nach 6 Tagen bei uns vom heiteren Himmel total verändert.
Auf Spaziergängen hat sie sich bisher alle paar Meter zu mir umgeschaut, ob ich noch da bin und hat fast gar nicht an der Leine gezogen. Seit gestern Mittag zieht sie plötzlich wie verrückt und springt energisch Richtung vorbei fahrender Autos. Sie schaut sich auch nur noch selten zu mir um. Meine Überlegungen gingen von "Was hab ich falsch gemacht?", über "Vielleicht fühlt sie sich nun sicherer und braucht meinen Schutz nicht mehr", bis letztlich zu "sie ist vielleicht einfach unterfordert und/oder überfordert" (aber kann sie nach einer Woche neuer Eindrücke wirklich unterfordert sein? Oder sie reagiert aus Überforderung so, da weiß ich aber auch keine Lösung, wie ich sie dazu bekomme, dass sie entspannt ist. Ich hab auch damit gerechnet, dass ich ihr ganz viel Zeit zum Eingewöhnen geben muss, bis ich sie geistig fordern kann). Ausprobieren schadet ja nicht, dachte ich, und holte ein Hütchen hervor, unter dem ich ein Leckerei versteckte. Sie wusste überhaupt nichts damit anzufangen, hat das Hütchen einmal verschoben und sich dann desinteressiert umgedreht. Wenig später habe ich einen neuen Versuch gestartet und war ganz aus dem Häuschen, als sie das Hütchen mit der Schnauze hoch hob - aber zu früh gefreut, sie hat nur das Hütchen zu ihrem Platz verschleppt und darauf herum gekaut :lol: Heute habe ich ganz langsam eine Übung aufgebaut, indem ich Leckerlies in Papier eingeschlagen habe. Sie war sogar recht erfolgreich und wurde dafür natürlich freudig gelobt.
Ich bin etwas hilflos, denn einerseits wirkt sie so ruhelos (was ich verstehen könnte, da sie erst so kurz bei uns ist), andererseits scheint sie total unterfordert.
Ich weiß nicht, wie ich mich nun beim Spazierengehen verhalten soll. In aufregenden Situationen lässt sie sich natürlich auch nicht abrufen, das haben wir logischerweise noch nicht trainiert. Aber sie kann doch nicht bei jedem Auto, das vorbei fährt, wie von der Tarantel gestochen auf die Straße stürmen wollen :Stock: Die Kleine ist mein erster eigener Hund und ich habe natürlich Angst, etwas falsch zu machen. Heute scheint sie besonders gestresst zu sein, sie hechelt z.B. wenn ich ihr zu nahe komme. Und das obwohl sie eben erst mit Begeisterung Leckerchen aus der Papprolle ausgepackt hat. Ich bin verzweifelt und mache mir schon selbst Vorwürfe :(

Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass die ärmste mit Würmern zu uns kam, was ihren Stresspegel sicher auch nochmal oben hält.
Und: Die Maus hat noch nie ein Haus von innen gesehen und sie hat große Angst vorm Treppen runter laufen, weshalb wir sie mit einem speziellen Tragegeschirr herunter tragen müssen. Würden wir sie lassen, würde sie wahrscheinlich lieber in die Wohnung machen als raus zu gehen:( Das stresst sie also noch zusätzlich jedes Mal vorm Gassigehen. Nur wie gesagt, die ersten 6 Tage hat sie alles sehr souverän gemeistert und plötzlich verhält sie sich ganz anders...

Ich hoffe sehr, dass ihr ein paar Tipps aus Erfahrung für mich habt, damit sich die Kleine bei uns wohl fühlen kann.

Liebste Grüße
Maja

Edit: Seit ich den Beitrag geschrieben habe, zeigt meine Hündin ein Stresssymptom nach dem anderen, weshalb ich nun wohl mit Sicherheit sagen kann, dass Stress der Grund für ihr Verhalten ist. Aber was soll ich tun, damit sie zur Ruhe kommt?
Abgesehen von dem Spielversuch mit Hütchen und Papier, beschränken sich unsere Aktivitäten auf schlafen, fressen, spazieren, kuscheln.
Ich kann es nicht mit ansehen, wie sie die ganze Zeit hechelnd neben mir liegt und sich nicht beruhigen kann :(
 
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Hallo


Da scheint ja mächtig viel im Argen zu sein bei deiner Kleinen, liebe Maja. Ne Eingewöhnungszeit braucht sie sicherlich. Ich bin halt eine Person die immer mit ganz viel Liebe, Aufmerksamkeit aber auch mit Strenge und Konsequenz bei einem Tier arbeitet. Es muss ja die Richtung kennen. Falls du so ganrihct weiter kommst, hast du dir schon mal überlegt in ne Hundeschule zu gehen? Lasste uch aber noch Zeit, die brauchst du und sicherlich auch sie.

LG
 
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wenn der hund gestresst ist, würde ich in der wohnung darauf achten, den hund erstmal in ruhe zu lassen. immer darauf achten, situationen zu schaffen wo der hund zu dir kommt und nicht du zu ihm, so kann er selbst entscheiden und ist nicht gezwungen eine situation zu ertragen für die er nicht bereit ist. das kann ein halbes jahr dauern, bis der hund sich richtig zu hause fühlt.

draußen an die leine nehmen und vorausschauend gassi gehen. siehst du ein auto gehst du zwischen hund und auto was dem hund signalisiert, dass du dich drum kümmerst und das nicht seine aufgabe ist. außerdem leine kurz nehmen, da hast du mehr kontrolle über den hund, ne hundeschule wäre sicher angebracht. frei laufen lassen nur wo es sicher ist und auch nur wenn du weißt, dass er auf dein rufen kommt.
 
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