Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever

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Sonja-Balu

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Hallo,
Ich bin seit Anfang des Jahres in einer neuen Beziehung. Mein Freund hatte mit seiner Ex zusammen einen Labrador-Retriever. Der Rüde ist drei Jahre alt. Bisher wurde nie wirklich auf Erziehung geachtet. Er hat immer im Bett mit geschlafen und macht was er möchte und hat immer etwas vom Tisch bekommen.

Kurz zu seinem Wesen:
Er ist ein total lieber Hund der im Grunde niemandem etwas böses möchte. Er ist manchmal total unruhig, klebt meinem Freund IMMER am Po, egal obs in der Früh ins Bad geht,da merkt man schon, dass er gar nicht möchte aber er quält sich trotzdem von seinem Platz auf um ins Bad zu gehen und sich zwischen die Füße von meinem Freund zu setzen.
Der Hund kann auch nicht alleine bleiben. Er ist immer dabei,in der Arbeit,im Büro, wenn man ihn alleine lässt, bellt er alles zusammen,was geht,was nicht unbedingt erfreulich für die Nachbarn ist.
Er bellt immer,wenn jemand die Auffahrt rauf kommt, wenn es klingelt, wenn wir beim Spaziergang jemandem begegnen, andere Hunde, die in deren Gärten sind werden auch von unserem Hund angebellt und sein Kamm stellt sich auf. Allerdings versteht er sich mit den Hunden,wenn sie außerhalb deren Gärten sind, total gut. Sie spielen und toben und alles passt,aber kaum sind sie hinter Zaun und Gartentor wird der Kamm aufgestellt und gebellt bis zum bitteren Ende...
Wenn ich mit ihm alleine bin, hört er mir aufs Wort. Es gibt nur ein Problem, wenn ich ihm nach dem Gassi gehen die Pfoten abwischen möchte, beißt er mich und wird richtig böse...ich weiß nicht, woran das liegt,ob es Dominanzverhalten ist und wie ich dem entgegenwirken kann.
Auch wenn mein Freund da ist,hört er kaum auf mich...teilweise auch nicht mal auf ihn.
Mein Freund möchte auch, dass er besser erzogen ist,allerdings fehlt ihm die Konsequenz. Ich bin konsequenter...ich hab es auch geschafft,dass er nicht mehr am Tisch bettelt und im Bett schläft er auch nicht mehr...aber es gibt noch so viel "Arbeit" mit ihm...habt ihr irgendwelche Vorschläge, wie man das angehen kann? Irgendwelche gute Ratgeber, Bücher, Erziehungsmethoden, etc?
Ich danke euch schon mal im Voraus...
 
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  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #2
Ich würde euch zu einer Hundeschule/Trainer raten. Da sind so einige Probleme, die ihr aufarbeiten möchtet und ich denke mit einem Trainer habt ihr es bei der Vielzahl deutlich einfacher.

Dass dein Freund mitzieht wäre aber wichtig, nicht zuletzt weil es sein Hund ist. Solltet ihr euch trennen, würde der Hund vermutlich ja bei ihm bleiben, da wäre es schlecht, wenn der Hund nur dich ernst nimmt... Ich verstehe ehrlich gesagt gar nicht, wie man so mit einem Hund zusammenleben kann und das seit drei Jahren. Ist nicht böse gemeint, aber so ein Benehmen als Dauerzustand wär mir zu anstrengend.:lol: Als erstes würde ich das hinterherlaufen im Haus unterbinden und den Hund immer wieder auf seinen Platz schicken, bis es dem Hund zu doof wird. Habt ihr das mal probiert? Kennt er das Kommado "Körbchen" (oder ein vergleichbares) und geht er dann dort auf Befehl auch hin? Kennt der Hund generell Kommandos und wenn ja hört auf sie?
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #3
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Hundeschule hatte mein Freund am Anfang versucht,aber im Laufe der Zeit waren es zu viele Hunde und zu wenig Erfolg. Aber ich denke auch,dass Hundeschule auf jeden Fall ein Thema sein sollte...
Ja mein Freund zieht schon mit,aber es gibt ein paar Dinge,die ihn nicht stören,wie z.b. dass er permanent überall dabei sein muss...das findet er süß.
Er hört auf Kommandos,wenn er möchte...und auch nur so lange er möchte...und auch nicht von jedem.
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #4
Wir hatten am Anfang einen Privattrainer, der zu uns Hause kam. Vom Prinzip her war das super, sie hat sich den Hund angeguckt, wie er zu Hause drauf ist, wie er auf Veränderung reagiert usw. Ich denke, eine Hundeschule mit vielen anderen Leuten und Hunden, also sehr viel Ablenkung, ist nicht für jeden Hund etwas. Ich würde es auf jeden Fall nochmal probieren.

Urgs, das nachrennen findet er süß? Ich bekomm nen Anfall dabei.:lol: Außerdem ist das oft Kontrolle oder Unsicherheit/Angst, dass er allein gelassen wird. Für den Hund ist das jedenfalls meistens nichts gutes, sondern mit negativen Gefühlen verbunden. Außer Hund freut sich über einen bevorstehenden Gassigang und läuft plötzlich in der Wohnung artig bei Fuß. :mrgreen: Meiner hat das am Anfang auch gemacht, es war n Stückchen Arbeit ihm das abzugewöhnen, aber irgendwann ging es mit Konsequenz und Belohnung. (Ich hab ihn immer auf die Couch geschickt und "Bleib" gesagt und bin bei offener Tür ausgegangen, erst nur in den Flur, dann ins Bad, in die Küche usw. Halt immer weiter und länger weg. Wenn er nachkam, bin ich mit ihm zurückgegangen, hab ihn wieder auf die Couch geschickt und bin gegangen. Wenn er auf der Couch geblieben ist bis ich wieder da war, gabs Wurst.)

Ich persönlich finde, dass ein Hund auch nicht auf "jeden" hören muss. Auf Fremde sowieso nicht, aber meine hören auch nicht auf meine Eltern oder so, obwohl sie die ja regelmäßig sehen.
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #5
Hallo Choupette, danke auch dir für die schnelle Antwort.
Ja über so einen persönlichen Hundetrainer haben wir auch schon nachgedacht...
Ja mich nervt das Nachrennen auch total. Vor allem,wenn man dann in der Früh sich im Bad fertig macht zu zweit ist es noch ok,aber dann noch mit Hund, wirds echt eng. Ja ich denke ich muss das meinem Freund irgendwie klarmachen,dass er dagegen was machen muss...

Aber was am allerschlimmsten ist, was mich auch enorm belastet ist immer die Situation, wenn ich ihm die Pfoten abtrocknen möchte. Gerade eben erst hat er mich wieder gebissen. Ich möchte mich von einem Tier nicht so einschränken/einschüchtern lassen. Aber in so einem Moment wird er so böse, sodass ich richtig Angst bekomme. Seltsamerweise lässt er sich von jedem die Pfoten abtrocknen, nur mich beißt er jedes Mal. Ich bin echt am Ende, ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Ich hab ihm noch nie weh getan,geschlagen oder ähnliches. Aber das mit den Pfoten abwischen ist ein riesen Problem, wie gesagt,nur bei mir...
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #6
Hey,

ganz dringend einen guten Trainer suchen und zum Pfotenabwischen:

Lass es sein.
Bevor ihr da nicht vernünftig anfangt zu trainieren ist es mehr als kontraproduktiv, wenn er immer wieder erlebt wie toll das bei dir klappt und du immer mehr Angst vor ihm bekommst.

Das bringt so rein gar nichts und schadet nur.

Zum Nachlaufen:

Erklär deinem Freund doch mal, dass dieses Nachlaufen nicht "nett" ist, sondern im Prinzip aussagt:

"Mensch, ich traue es dir nicht mal zu allein aufs Klo zu gehen- deine Inkompetenz zwingt mich dazu dich zu beaufsichtigen."

Das ist ein Blickwinkel, der das dann nicht mehr "süß" wirken lässt;)
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #7
velleicht kannst du ihm beibringrn, dass er sich selbst die füße abwischt? unser hund rubbelt sich auch erst mal an der fußmatte ab bevor er in die wohnung geht... aber wir haben nen ganz kleinen, da isses vielleicht einfacher. wenn er draußen machm kacken oder pischern gescharrt hat, haben wir das belohnt und irgendwann das kommando "füße putzen" eingeführt. dann wenn wir vom gassi gehen nach hause kamen haben wir mit den fingern auf der fußmatte gekratzt und füße putzen gesagt. hat er ziemlich schnell kapiert was er da machen soll.

das nachlaufen solltest du unterbinden, das ist stress pur für den hund. kann man spielerisch anfangen indem er in einem zimmer warten muss während man im anderen was versteckt, muss aber aufgebaut werden. am anfang kann man einfach mal ausm blickfeld verschwinden aber im selben raum bleiben. danach die räume wechseln, dann mal ne türe schließen, rgendwnn kurz die wohnung verlassen. meiner hat auch drei monate gebraucht bis er endlich zur ruhe kam und nicht mehr ständog hinterher dackeln musste
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #8
@Midoriyuki: Ich verstehe es nicht,woher auf einmal der "Hass" vom Hund mir gegenüber kommt. Ich hab ihm anfangs die Pfoten abgewischt 1-2 mal und da gab es überhaupt keine Probleme. Plötzlich das eine Mal hat es angefangen,dass er nach mir geschnappt hat und zugebissen hat. Frage mich einfach nur,was plötzlich anders war. Jetzt wenn ich es trotzdem versuche merkt man schon, dass er den Kopf duckt, als ob er Angst vor mir hätte, obwohl ich ihm noch nie etwas getan habe.

Die Erklärung wegen dem Hinterher laufen hat wohl gefruchtet. Mein Freund schickt ihn auf seinen Platz, manchmal vergisst er es auch, aber es klappt... :) danke dafür.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@louiss: das mit dem selber Füße abwischen ist an sich ne coole Idee,allerdings würde er das nicht machen. Es fehlt an sich schon mal an den Grundregeln wie 'sitz' und 'platz' oder beifuß gehen. Er hört nur dann,wenn er möchte...und das ist nicht oft...
Ja das mit dem warten lassen machen wir schon immer mal...dass das Zeit braucht hab ich mir gedacht. Danke für die Antwort.
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #9
Es würde ja schon reichen, wenn er sich z.B. irgendwo was eingetreten hat oder vertreten hat und du dann dummerweise ein Schmerzauslöser warst (unabsichtlich) natürlich.
Vielleicht hat er sich das jetzt einfach sehr nachhaltig gemerkt.

Bei starken negativen Reizen reicht teilweise eine einmalige Gelegenheit um ein ein dauerhaftes Abwehrverhalten auszulösen.
(Kinder, die einmal auf eine heiße Herdplatte gefasst haben tun das selten nochmal;))

Schön, dass das erstmal hilft beim Freund:p
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #10
Der Hund ist ja erst drei, da ist noch nicht Hopfen und Malz für mehrere Kommandos verloren.:mrgreen:

Ich würde jetzt erst einmal die für euch wichtigsten Kommandos aufbauen, die euch das Leben erleichtern und auch Sicherheit für den Hund (z.B. im Straßenverkehr) bedeuten, und danach mit Spaßkommandos oder eben nützlichen Kommandos anfangen. Vielleicht bietet der Hund ja auch irgendwas von selber an, das man weiter "einüben" kann und man kann ihn so mit ganz tollen Leckerchen zum Mitmachen motivieren. Die kapieren ja doch recht schnell, wenn es etwas fressbares für sie gibt.
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #11
Kommandos aufbauen? Wie macht man das am Besten mit einem dreijährigen Hund,der seinen eigenen Kopf hat? Der hört keinen Millimeter. Das ist teilweise so haareraufend. Ich möchte z. B. nicht, dass er in die Küche geht, wenn ich koche, eigentlich möchte ich, dass er gar nicht in die Küche geht, auch wenn die Tür offen ist. Gerade eben habe ich gekocht und ihn vor die Tür geschickt. Er macht zwar sitz, aber auch nur so lange er möchte....dann kommt er in die Küche rein. Ich möchte ihn aber auch nicht zustopfen mit Leckerlies, wenn er dann mal liegt. Oh man ich glaub da muss man von Null auf damit anfangen...
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #12
Kommandos aufbauen? Wie macht man das am Besten mit einem dreijährigen Hund,der seinen eigenen Kopf hat? Der hört keinen Millimeter. Das ist teilweise so haareraufend. Ich möchte z. B. nicht, dass er in die Küche geht, wenn ich koche, eigentlich möchte ich, dass er gar nicht in die Küche geht, auch wenn die Tür offen ist. Gerade eben habe ich gekocht und ihn vor die Tür geschickt. Er macht zwar sitz, aber auch nur so lange er möchte....dann kommt er in die Küche rein. Ich möchte ihn aber auch nicht zustopfen mit Leckerlies, wenn er dann mal liegt. Oh man ich glaub da muss man von Null auf damit anfangen...
Raus schicken, raus schicken und nochmals raus schicken. Schon beim ersten ansatz, wenn er aufsteht, ihm gar nicht die möglichkeit geben, das er in die Küche kommt.
Da musst du einen langen atem haben, die nächste Zeit, und nicht nachgeben. Nicht ein einziges mal.
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #13
Vor allem das mit dem "nicht nachgeben" kann ich nur unterschreiben!:mrgreen:

Das mit der Küche find ich aber auch schwer, vor allem wenn du kochst, das riecht ja auch gut. Das heißt natürlich nicht, dass du das nicht versuchen solltest, aber vielleicht ist es - wenn es gar nicht klappt - sinnvoll das Kommando "Platz" oder "Körbchen" (oder wie auch immer du das nennst) erstmal zu festigen ohne dass es nach Braten riecht.:lol:
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #14
@Knopfstern: Ja soweit hab ich das auch immer gemacht. Hab ihn immer und immer rausgeschickt. Wenn dann mein Freund in die Küche geht huscht er mit ihm rein und hofft, dass es nicht auffällt,dass er mit in der Küche ist...

@Choupette: Ja das glaub ich, dass es nicht leicht ist,wenn es lecker nach Essen riecht...wenn ich die Küchentür zu mache und er ist unbeabsichtigt im Wohnzimmer, dann geht er auf das Sofa, auf das er eben auf nicht darf... ufz....das ist echt ein langer,langer weg....vor allem was kann man machen,wenn man 'sitz' zu ihm sagt und er macht es partout nicht? Kann man da irgendwie 'nachhelfen' ohne ihm weh zu tun, oder muss man einfach die Prozedur mit sitz und Leckerli durchziehen?
Vielen Dank für eure Antworten...
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #15
mein hund hat die ersten drei jahre sehr selten "sitz" gemacht, und wenn wir draußen waren auch nie "platz". ich hab dann das kommando "bleib" (an einer stelle verharren) und "zurück" (hinter mir bleiben) eingeführt und damit kamen wir beide klar. hab dann raus gefunden, dass es ihm draußen entweder zu kalt war, oder er gar nicht wusste, dass er die kommandos auch draußen ausführen soll/kann. hatte ihn dann an ein handtuch gewöhnt was ich immer dabei hatte, er wusste dann wo das handtuch ist, ist sein platz, fand er ganz toll :)

in welchen situationen soll er sitz machen? warum macht er es nicht? und was macht er statt dessen? für einen hund, der noch nicht gelernt hat auf kommandos zu hören sind "sitz" und "platz" und "bei fuß" nicht gerade die einfachsten kommandos, aus hundesicht machen die keinen sinn.

für den anfang würde ich auch einfach mal kucken was der hund von selbst anbietet und das belohnen, dann habt ihr alle ein erfolgserlebnis. der hund ist ja nicht dumm, er wird nur erst mal verstehen müssen was ihr von ihm wollt. dass es sich lohnt und es sinn macht auf euch zu hören und zwar jedes mal.

außerdem kommts auch immer drauf an wie der hund ausgelastet ist. mit ihm zu üben, dass er an einer bestimmten stelle bleiben soll ist sicher einfacher wenn er einen ausgedehnten spaziergang hinter sich hat. wenn du den rückruf üben möchtest, ist es besser wenn er hungrig ist. wenn du mit der hm üben möchtest, dass er nichts vom boden frisst ist es besser wenn er satt ist, wenn du üben möchtest, dass er bei fuß geht, bzw an lockerer leine ist es besser wenn er alle aufgestaute energir losgeworden ist (zum bsp über mehrere wochen ca. 2-3 stunden freilauf am stück) usw.

wegen dem küchenproblem. statt ihn ständig rauszuschicken machts vielleicht meht sinn, seinen platz attraktiver zu gestalten. zum bsp erstmal nen ausgedehnten spaziergang, damit er müde ist, dann direkt vor die küchentür einen platz zuweisen damit du ihn im auge hast, zum bsp n handtuch hinlegen und statt ihn normal zu füttern, gibst du ihm nen gefüllten kong wo er sich sein fressen rausarbeiten muss (das sind nur ein paar von vielen möglichkeitrn, man muss immer kucken was man für einen hund hat). wenn du nen kontrollfreak hast ist es erstmal einfacher seinen korb so zu platzieren, dass er euch im auge hat, das erleichtert ihm irgendwo zu bleiben, wenn er euch zumindest sehen kann.

vielleicht machts auch bei eurem hund sinn, ihn an ein handtuch zu gewöhnen, was ihr bei offener tür immer vor den raum legt wo ihr euch gerade aufhaltet, bis ihr das problem mit der komtrollsucht im griff habt. du musst ja dann auch nix sagen, nach ein paar mal reicht es wenn du ihn ankuckst und aufs handtuch zeigst, das ist sehr viel weniger anstrengend.
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #16
@Knopfstern: Ja soweit hab ich das auch immer gemacht. Hab ihn immer und immer rausgeschickt. Wenn dann mein Freund in die Küche geht huscht er mit ihm rein und hofft, dass es nicht auffällt,dass er mit in der Küche ist...
Wenn du das schon weisst, das der Hund mit deinem Freund in die Küche kommt, dann musst du vorher einwirken.
Du merkst das ja, wenn dein Freund kommt und kannst dann schon gucken und schon vorher wenn er dann auch schon im Anmarsch ist, sagen"nein".
Bei sämtlichen Sturen Hunden, welche ich hier hatte, hat das auf anhieb geklappt. ;)
Und da waren einige schlimmere Bei, als eurer. :mrgreen:

Will sagen, du musst schon vor deinem Hund reagieren, ehe er überhaupt reagiert und auf doofe Ideen kommt.
Du wirst das wirklich Konsequent machen und dein Freund muss mit ziehen.
Wenn er nicht mitzieht, hat das meiner Ansicht nach, eh keinen grossen Sinn. Da kämpft man dann gegen Windmühlen. :?
 
  • Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever Beitrag #17
vor allem was kann man machen,wenn man 'sitz' zu ihm sagt und er macht es partout nicht? Kann man da irgendwie 'nachhelfen' ohne ihm weh zu tun, oder muss man einfach die Prozedur mit sitz und Leckerli durchziehen?
Man kann ein Leckerchen knapp über den Kopf halten und soweit mit der Hand zurückgehen, dass er sich hinsetzt. Manche hüpfen dann aber hoch und wollen das Leckerchen oder sie gehen einfach einen Schritt zurück. Musst du mal testen. Bei anderen hilft es, wenn man leicht auf den Po fasst. Oder wenn er sich einfach so hinsetzt gibst du in der gleichen Sekunde das Kommando "Sitz" und belohnst ihn. Schau mal, was für euch passt.

Mein Dackel sitzt auch nicht so gern, wir haben inzwischen einen Kompromiss gefunden und er kann sich beim Kommando "Sitz" aussuchen ob er sitzt oder sich hinlegt. Meistens wählt er das zweite. "Platz" kennt er dann aber auch als hinlegen (ausschließlich).

Dass dein Freund mitzieht ist wirklich wichtig. Wenn der Hund auf die Couch will und dein Freund lässt ihn, während er es bei dir nicht darf, entscheidet sich der Hund natürlich für das, was er will. Da stehst du auf verlorenem Posten. Wobei ich hier auch sagen muss: Es ist der Hund deines Freundes und dein Freund meint, dass der Hund auf die (seine? oder wohnt ihr zusammen?) Couch darf, also würde ich meine Kraft und Zeit in andere Kommandos stecken.

Ich habe ein bisschen den Eindruck, dass du für den Anfang zu viel möchtest. Find ich nicht schlimm, ich hab mir das alles auch viel einfacher vorgestellt und vor allem wollte ich natürlich, dass der Hund die Kommandos, die ich wirklich wichtig finde, schnell und zuverlässig lernt. Den Zahn zieht dir aber gerade dein Hund, wie mir damals meiner. Du kannst einem Hund nicht logisch erklären, was er machen soll und für den Hund bist du als Mensch erstmal total seltsam, wenn du mit Leckerli vor ihm stehst und irgendwelche Wörter brabbelst. Man muss auch ein bisschen die richtige Körperhaltung und -sprache finden und das müssen wir Menschen genauso lernen, wie Hunde lernen müssen, was wir meinen. Das ist auch bei den Hunden ganz unterschiedlich. Ich hab zwei zu Hause, die unterschiedlicher nicht sein können. Mein Dackel reagiert eher auf gesprochene Kommandos, gern auch mal ein bisschen lauter, während mein Windhund supersensibel auf Körpersprache reagiert und auf Handzeichen. (Vielleicht versteht sie auch einfach nur kein Deutsch.:mrgreen:) Es dauert, bis man das richtige Maß findet und das ist teilweise echt frustrierend, nervig (vor allem wenn man es eilig hat oder Dritte im Spiel sind, die durch das Nicht-hören "belästigt" werden - sowas ist mir total unangenehm), und man zweifelt auch mal an sich.

Mir wurde hier am Anfang mal das Buch "Am anderen Ende der Leine" oder so ähnlich empfohlen. Das kostet um die 10 Euro und ist eigentlich ziemlich lohnenswert zu lesen, wenn auch eeetwas langatmig.

Vielleicht magst du dich erstmal ein bisschen einlesen, bevor du mit der Erziehung loslegst. Es ist schließlich auch für den Hund verwirrend, wenn er nicht begreift, was er machen soll. Und: Wenn du irgendwann den Eindruck hast, dass ein Kommando zu abgenudelt ist, weil es zu oft nicht geklappt hat und der Hund jetzt denkt, er muss das alles nur jedes dritte Mal machen, dann wechsel das Wort nachdem du den Dreh raus hast einfach aus und sei konsequent.:)
 
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Hunde-Erziehung, dreijähriger Labrador-Retriever

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