- Tierheim-Dobermann Beitrag #1
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Fastlane
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Hallo,
Ich wende mich heute an euch mit unserem Tierheim-Notfall:
Dobermann Johnny.
Der Hund wurde vor zwei Jahren beschlagnahmt, als er zehn Monate alt war.
Von Anfang an hat er mit seiner Art beim Auslauf Probleme bereitet, da er allen gegenüber ängstlich-feindselig eingestellt war/ist.
Jedes entgegenkommende... "Etwas" wurde fixiert, und es war anfangs auch unmöglich, ihn aus dieser Fixierung zu "befreien".
Wie er dann in der Nähe der Personen, Hunde und Autos reagiert hat könnt ihr euch vorstellen:
Lautes Bellen, Stemmen in die Leine und vor allem lautes und bedrohliches Schnappen mit dem Kiefer.
Über die Zeit konnten wir ihm dies größtenteils abgewöhnen, indem wir erst mit einer sehr langen Laufleine gearbeitet haben (in sicherem, überblickbarem Gebiet) um ihm den Druck zu nehmen.
Danach wurde es deutlich besser.
Zusätzlich arbeiten wir jetzt mit einer Tube voller Nassfutter, die wir ihm bei entgegenkommenden Radfahrern/Fußgängern anbieten, um ihn gar nicht erst in diesen Fixierungszustand kommen zu lassen.
Generell können eine Tierheimmitarbeiterin und ich gefahrlos mit ihm laufen und brauchen auch die Ablenkung durch die Tube nicht mehr unbedingt.
Autos sind allerdings immer noch ein gewaltiges Problem, einmal hat er sogar in ein vorbeifahrendes Auto gebissen, als es einfach keinen Platz zum Ausweichen gab.
Und nun zu meinen eigentlichen Anliegen:
1. In letzter Zeit hat Johnny eine extreme Aversion gegen andere Hunde entwickelt, die er früher nie hatte. Woher könnte das kommen?
2. Früher war das Schnappen seines Kiefers für den Hundeführer nur ein Problem, wenn man die Leine zu kurz genommen hat. Denn dann konnte es vorkommen, dass er beim Aufbäumen anfing, nach links und recht zu laufen und man konnte unabsichtlich in die "Gefahrenzone" des Kiefers geraten. Bei den letzen zwei Spaziergängen war es aber so, dass er sich nach dem Passieren eines Hundes bzw. eines Autos umgedreht und gezielt in die Richtung meines Beins gebissen hat.
Wo kommt das her?
Besonders der zweite Punkt ist mit extrem wichtig, da ich gerade dabei bin, zwei neue "Gassigänger" an ihn heranzuführen, damit sie ihm auf sichere Art wenigstens etwas zusätzlichen Auslauf geben können.
Sollte dieses Verhalten aber weitergehen, kann ich dem Pärchen den Hund unmöglich mitgeben.
Mich hat er schon früher mal "getackert" und ich weiß wie ich darauf reagiere.
Wie es sich bei dem Pärchen verhält kann aber keiner sagen, und das Risiko dass einer der beiden verletzt wird ODER er im schlimmsten Fall den Hund loslässt können wir nicht eingehen.
Durch einen Test auf dem Hundeplatz mit in voller Kampfmontur gekleidetem Polizisten wissen wir auch, dass Johnny nicht nur jagen will, sondern definitiv angreift.
Zusätzlich habe ich die Befürchtung, dass wenn wir ihn mit Maulkorb laufen lassen, die ganze Arbeit mit der Tube zunichte gemacht wird.
Immerhin verknüpft er jetzt meistens das Auftauchen eines Passanten mit der Tube (also Futter, etwas Positivem), ist aber auch nicht aggressiv oder auffällig wenn er sie mal nicht bekommt und man einfach so vorbeigeht.
Zu den Rahmenbedingungen:
Der Hund kommt maximal vier mal pro Woche für jeweils zwei bis drei Stunden raus für einen Spaziergang. Den Rest des Tages verbringt er leider im großen Auslaufgehege.
Zu Besuchern im Tierheim selbst ist er sehr lieb, wenn auch ungestüm.
Ich wende mich heute an euch mit unserem Tierheim-Notfall:
Dobermann Johnny.
Der Hund wurde vor zwei Jahren beschlagnahmt, als er zehn Monate alt war.
Von Anfang an hat er mit seiner Art beim Auslauf Probleme bereitet, da er allen gegenüber ängstlich-feindselig eingestellt war/ist.
Jedes entgegenkommende... "Etwas" wurde fixiert, und es war anfangs auch unmöglich, ihn aus dieser Fixierung zu "befreien".
Wie er dann in der Nähe der Personen, Hunde und Autos reagiert hat könnt ihr euch vorstellen:
Lautes Bellen, Stemmen in die Leine und vor allem lautes und bedrohliches Schnappen mit dem Kiefer.
Über die Zeit konnten wir ihm dies größtenteils abgewöhnen, indem wir erst mit einer sehr langen Laufleine gearbeitet haben (in sicherem, überblickbarem Gebiet) um ihm den Druck zu nehmen.
Danach wurde es deutlich besser.
Zusätzlich arbeiten wir jetzt mit einer Tube voller Nassfutter, die wir ihm bei entgegenkommenden Radfahrern/Fußgängern anbieten, um ihn gar nicht erst in diesen Fixierungszustand kommen zu lassen.
Generell können eine Tierheimmitarbeiterin und ich gefahrlos mit ihm laufen und brauchen auch die Ablenkung durch die Tube nicht mehr unbedingt.
Autos sind allerdings immer noch ein gewaltiges Problem, einmal hat er sogar in ein vorbeifahrendes Auto gebissen, als es einfach keinen Platz zum Ausweichen gab.
Und nun zu meinen eigentlichen Anliegen:
1. In letzter Zeit hat Johnny eine extreme Aversion gegen andere Hunde entwickelt, die er früher nie hatte. Woher könnte das kommen?
2. Früher war das Schnappen seines Kiefers für den Hundeführer nur ein Problem, wenn man die Leine zu kurz genommen hat. Denn dann konnte es vorkommen, dass er beim Aufbäumen anfing, nach links und recht zu laufen und man konnte unabsichtlich in die "Gefahrenzone" des Kiefers geraten. Bei den letzen zwei Spaziergängen war es aber so, dass er sich nach dem Passieren eines Hundes bzw. eines Autos umgedreht und gezielt in die Richtung meines Beins gebissen hat.
Wo kommt das her?
Besonders der zweite Punkt ist mit extrem wichtig, da ich gerade dabei bin, zwei neue "Gassigänger" an ihn heranzuführen, damit sie ihm auf sichere Art wenigstens etwas zusätzlichen Auslauf geben können.
Sollte dieses Verhalten aber weitergehen, kann ich dem Pärchen den Hund unmöglich mitgeben.
Mich hat er schon früher mal "getackert" und ich weiß wie ich darauf reagiere.
Wie es sich bei dem Pärchen verhält kann aber keiner sagen, und das Risiko dass einer der beiden verletzt wird ODER er im schlimmsten Fall den Hund loslässt können wir nicht eingehen.
Durch einen Test auf dem Hundeplatz mit in voller Kampfmontur gekleidetem Polizisten wissen wir auch, dass Johnny nicht nur jagen will, sondern definitiv angreift.
Zusätzlich habe ich die Befürchtung, dass wenn wir ihn mit Maulkorb laufen lassen, die ganze Arbeit mit der Tube zunichte gemacht wird.
Immerhin verknüpft er jetzt meistens das Auftauchen eines Passanten mit der Tube (also Futter, etwas Positivem), ist aber auch nicht aggressiv oder auffällig wenn er sie mal nicht bekommt und man einfach so vorbeigeht.
Zu den Rahmenbedingungen:
Der Hund kommt maximal vier mal pro Woche für jeweils zwei bis drei Stunden raus für einen Spaziergang. Den Rest des Tages verbringt er leider im großen Auslaufgehege.
Zu Besuchern im Tierheim selbst ist er sehr lieb, wenn auch ungestüm.