Blutuntersuchung sinnvoll?

Diskutiere Blutuntersuchung sinnvoll? im Katzen Gesundheit Forum im Bereich Katzen Forum; Tigris ist heute auf den Tag genau 10 Monate bei uns (okay, erst heute abend:mrgreen:). An sich läuft ja alles gut - bis auf ihre Mäkelei bzw...
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Tigris ist heute auf den Tag genau 10 Monate bei uns (okay, erst heute abend:mrgreen:).

An sich läuft ja alles gut - bis auf ihre Mäkelei bzw. Fressorgie, wenn sie was mag - und eigentlich habe ich auch keinen Grund mir um ihre Gesundheit Sorgen zu machen, denn sie benimmt sich immer gleich. Aber dadurch, dass sie Freigängerin ist und z.B. auch ihr Geschäft draußen verrichtet, mache ich mir allgemein eben doch Gedanken wie ich eventuelle gesundheitliche Probleme erkennen könnte (ist beim Hund ja easy, verrichtet er sein Geschäft z.B. nicht oder es sieht seltsam aus, bemerke ich das ja sofort, eben weil er nicht allein draußen rumdüst).
Der Hauptgrund warum ich überhaupt auf die Idee einer Blutuntersuchung gekommen bin, ist aber tatsächlich ihr Fressverhalten.

Insofern stellt sich mir die Frage, ob eine Blutuntersuchung bei Tigris sinnvoll oder ob das total unnötige Geldverschwendung wäre.

Wenn, wollten wir das im September machen (da muss sie wegen Impfung eh zum TA) und da wäre sie ja dann höchstens 2 Jahre alt. Vielleicht ist so was bei einer ca. 2jährigen Katze eh total sinnlos, wenn nicht gerade irgendwelche Beschwerden vorliegen.:eusa_think:

Und wenn es nicht total unsinnig wäre, hätte ich da dann direkt noch ein paar Fragen dazu:

1. Ist das überhaupt in Ordnung das beim Impftermin zu machen?
2. Muss die Katze nüchtern sein für die Blutuntersuchung?
3. Was für eine Blutuntersuchung wäre sinnig? Klein? Groß? Irgendwas spezielles?
 
  • Blutuntersuchung sinnvoll? Beitrag #2
Tigris ist heute auf den Tag genau 10 Monate bei uns (okay, erst heute abend:mrgreen:).

Wenn, wollten wir das im September machen (da muss sie wegen Impfung eh zum TA) und da wäre sie ja dann höchstens 2 Jahre alt. Vielleicht ist so was bei einer ca. 2jährigen Katze eh total sinnlos, wenn nicht gerade irgendwelche Beschwerden vorliegen.:eusa_think:

Wie alt ist sie jetzt? 10 Monate oder 2 Jahre?

Aber egal, bei einer so jungen Katze, muss man doch ohne Grund noch kein Blutbild machen. Ihr Fressverhalten ist ganz normal für eine Freigängerin. Viele Katzen neigen zum Mäkeln und du weißt ja nie, ob sie nicht draußen schon Mäuse gefangen und gefressen hat oder beim Nachbarn was zum Fressen bekommen hat, bei Freigängern weiß man nie, ob die noch wirklich Hunger haben oder nicht.

Nüchtern müssen die für ein Blutbild übrigens nicht sein.
 
  • Blutuntersuchung sinnvoll? Beitrag #3
Nüchtern müssen die für ein Blutbild übrigens nicht sein.

Ich würde aber dennoch dazu raten.

Die Blutabnahme dauert etwas und erfordert, dass die Katze dabei möglichst ruhig ist und sich eben nicht dagegen wehrt. Manche Katzen haben damit aber ein Problem und dann kann es nötig sein, sie etwas zu sedieren (nicht vollkommen, dass ist hinderlich für die Blutabnahme selbst). Je nachdem wie kooperativ die Katze beim TA kann man es natürlich ohne Narkose hinbekommen. Aber für den Fall der Fälle und um zusätzlichen Stress mittels eines Zweittermins zu vermeiden würde ich persönlich nur eine nüchterne Katze zur Blutuntersuchung bringen.
 
  • Blutuntersuchung sinnvoll? Beitrag #4
Ich verstehe zwar worauf du hinaus willst, aber wie lange würdest du dann den Freigänger einsperren, damit man ihn "nüchtern" zum Tierarzt bringen kann? Reicht eine Nacht aus und glaubst du, dass der dann ruhig und kooperativ beim TA ist, wenn er raus will und nicht darf?

Kommt halt drauf an, es gibt ja auch Freigänger die nur tagsüber rausdürfen, aber bei allen anderen stelle ich es mir schwierig vor und die Sedierung für die Blutabnahme, da muss man die Katze ja normalerweise nur leicht sedieren und nicht voll in Narkose legen wie für eine OP.
 
  • Blutuntersuchung sinnvoll? Beitrag #5
8 bis 12 Stunden reicht normalerweise aus. Auch eine leichte Sedierung birgt ein Risiko und ein ordentlicher Tierarzt würde ein Tier auch nicht leicht sedieren, wenn es nicht nüchtern ist (Not-Ops jetzt mal ausgenommen). Das Risiko das sie an ihren Erbrochenen erstickt besteht bei einer Sedierung genauso, wie bei einer Vollnarkose.

Das ist eben der Punkt den man Abwegen muss. Ich kenne meine Tiere gut genug um zu wissen, dass - mit vielleicht (!) einer Ausnahme - alle eine Blutabnahme nicht über sich ergehen lassen, selbst die Kandidaten, die sonst ziemlich kooperativ beim TA sind. Und bevor ich die Katze mit dem Versuch eine Blutabnahme und dann den erneuten Termin unnötig stresse, gehe ich eben lieber auf Nummer sicher und bring sie direkt nüchtern hin für den Fall der Fälle.

Das muss man sicherlich individuell betrachten. Es gibt sicherlich auch Katzen, die eine Blutabnahme ohne weiteres mitmachen. Mir ist bisher nur noch keine begnegnet.

Gerade bei Freigang würde ich vom Gefühl her da aber ohnehin auf Nummer sicher gehen. Denn wenn Katzen einmal in Hab-Acht-Stellung sind und damit rechnen, gleich wieder in eine Box gepackt zu werden, werden sie dementsprechend vorsichtig. Wenn ich mit meiner Karli zum Beispiel beim TA, braucht sie wieder ein paar Tage, bis sie nicht mehr vor mir flieht, wenn ich durch die Wohnung laufe. Ich könnte sie ja gleich wieder in die Box packen. Bei einem Freigänger wird es sicher noch schwieriger sein, ihn dann einzufangen, wenn er auf der Hut ist.
 
  • Blutuntersuchung sinnvoll? Beitrag #6
Ich glaube, die Katzen, die eine Sedierung brauchten kann ich an einer Hand abzählen. Meistens schaffen das die Tierarztmitarbeiter ganz gut.
 
  • Blutuntersuchung sinnvoll? Beitrag #7
Hallo,
ich würde auf eine Blutuntersuchung nur zur Prophylaxe bei meiner Katze verzichten.
Denn durch die Erfahrungen bei solchen Eingriffe ist nun jeder Besuch beim TA für meine Katze zu einer Qual geworden.

Für wichtiger und sinnvoll als eine Blutuntersuchung, halte ich gerade bei Freigängern die regelmäßige Überprüfungen
und Maßnahmen gegen endo- und exogene Parasiten.

Fritz.
 
  • Blutuntersuchung sinnvoll? Beitrag #8
Ich lasse bei meinen Katzen (älter) jährlich routinemässig ein Blutbild machen. Viele Krankheiten erkennt man als Katzenbesitzer anhand von Verhaltensauffälligkeiten erst wenn sie schon weit fortgeschritten sind und es der Katze so dreckig geht dass sie es nicht mehr verbergen kann. Mäkeln kann ein Warnzeichen sein, kann natürlich aber auch andere Gründe haben.

Aktuell wurden bei meinen Katzen auf diesem Weg sowohl Pankreatitis als auch CNE erkannt. Nicht schön, aber ich kann direkt reagieren und so weitere schwere Organschäden aufhalten oder vermindern. Ebenso unerlässlich die regelmäßige Untersuchung auf FORL, das erspart den Tieren schlimme Zahnschmerzen.

Alles genannte könnte auch von keinem Tierarzt beim üblichen Check (Abhören, in Maul und Ohren schauen) überhaupt erkannt werden. Natürlich steigt statistisch die Chance auf Erkrankungen mit zunehmendem Alter. Aber das schließt Erkrankungen auch bei jüngeren Katzen leider nicht aus.
 
  • Blutuntersuchung sinnvoll? Beitrag #9
Simpat, sie ist 10 Monate bei uns und wurde damals auf höchstens ein Jahr geschätzt, also wäre sie im September dann so ca. 2 Jahre alt.

Hm, langsam tendiere ich dann doch dazu, das mit der Blutuntersuchung erstmal zu lassen. In ein paar Jahren dann vielleicht.
Dem Argument, dass ich der Katze den TA-Besuch nicht noch schlimmer erscheinen lassen muss als er eh schon ist, kann ich mich nicht entziehen.
Allerdings ist sie zwar Freigängerin, aber leicht zu kriegen, da sie sofort kommt, wenn sie uns hört oder sieht. Sie gehört auch zu den Freigängern, die nachts im Haus bleiben (normalerweise zumindest), so dass das nüchtern lassen nicht so das große Problem wäre, wenn wir morgens den ersten Termin beim TA kriegen würden. Sie länger morgends im Haus zu halten würde jedoch nicht wirklich gut funktionieren.

Mäkelig war sie ja von Anfang an (von der ersten Zeit mal abgesehen, aber sie kam so ausgehungert hier an, dass es ihr da wirklich noch egal war), ich mach mir nur deshalb nen Kopf darüber, weil ich mich frage, ob es nicht ziemlich ungesund sein kann, wenn sie ein zwei Tage kaum was frisst, weil ihr das Futter mal wieder nicht passt und dann 2 Tage wie einen Scheinendrescher, weil ihr da das Futter dann passt. Der einzige Tag, wo ich mir nie Gedanken muss, ob sie heute frisst oder nicht, ist der Donnerstag. Donnerstag ist Hühnerflügeltag und damit ist Donnerstag Tigris erklärter Lieblingstag in der Woche.

Sini, ab wann würdest Du denn eine Katze als älter bezeichnen. Du schriebst ja, dass Du es bei Deinen älteren Katzen jährlich machst. Ab welchem Alter wäre es also sinnvoll?
 
  • Blutuntersuchung sinnvoll? Beitrag #10
Ich schrieb älter weil ich nur Katzen ab 8+ aufgenommen habe. Aber ich würde auch bei jüngeren Katzen mit meiner TA sprechen inwiefern ein Blutbild sinnvoll ist und in welchem Abstand. Das rate ich dir auch.

Hier wird aus der Blutentnahme ja ein halbes Horrorszenario gemacht.
Wenn die Katze wegen der Impfung beim TA ist wird sie doch zuvor eh durchgecheckt. Für dïe Blutentnahme werden die Katzen bei meiner TA kurz in ein Handtuch gewickelt, das tut der Katze nicht weh und auch wilde Exemplare können gut fixiert werden. Die ganze Prozedur dauert nicht mal fünf Minuten und ist wahrscheinlich ähnlich unangenehm wie der Impfpieks.
 
  • Blutuntersuchung sinnvoll? Beitrag #11
Huhu!

Bei uns hieß es immer, dass Katzen ab 5/6 Jahren jährlich zum geriatrischen Blutbild kommen sollten.
Wir haben auch nie Katzen sedieren müssen. Wir hatten einen Kampftiger- der kam außerhalb der Sprechstunde, sodass wir volle Ruhe und Konzentration hatten. Alle anderen Katzen liesen sich -manchmal mehr oder weniger problemlos- alleine händeln.

Ich werd mich an die 5/6 Jahre- Grenze halten und dann damit anfangen. Dann einen regelmäßigen Check finde ich aber sinnvoll.
 
  • Blutuntersuchung sinnvoll? Beitrag #12
Aber ich würde auch bei jüngeren Katzen mit meiner TA sprechen inwiefern ein Blutbild sinnvoll ist und in welchem Abstand. Das rate ich dir auch.

Das finde ich einen guten Rat. Ich hab bei Lilly das erste Mal mit 10 Jahren eine Blutuntersuchung machen lassen - da hatte sie ein gutartiges Geschwür, das aber natürlich wegoperiert wurde, ich war also eh schon da um die Fäden ziehen zu lassen, und meinte dann also daß die TÄ doch bitte auch gleich ihr Blut untersuchen soll. Sie schaut das quiekfidele Tier an und meint nur "ich soll von DER jetzt das Blut untersuchen? Naja... wenn Sie wollen?". Ich bin hier freilich aber auch am Land, und auch wenn meine TÄ eine richtig gute ist sehen es die meisten Besitzer hier wohl anders... Lilly war übrigens ein absoluter Engel, da hat's kein Handtuch und keine helfenden Hände gebraucht, die hat sich so das Bein rasieren lassen und auch bei der Blutabnahme war sie absolut friedlich. War übrigens alles i.O. :) Die nächste Blutuntersuchung gibt's dann, wenn ich eh wieder hin muß. Nachdem meine Wohnungskatzen aber nicht geimpft werden kann das noch dauern...
 
  • Blutuntersuchung sinnvoll? Beitrag #13
Meine TÄ rät vor geplanten OPs immer zu Blutuntersuchung. Und ich wohne auch auf dem Land ;)
Da sieht man, dass Ärzte so unterschiedlich wie die Besitzer selbst sein können.

Ich arbeite beruflich mit verschiedenen Hausärzten zusammen. Da ist das übrigens genau so.
Die einen nehmen den Patienten regelmäßig, ohne dass man sie erinnern muß, Blut ab, andere stellen sich schon an wenn aus bestimmten Gründen ein BB notwendig wäre und sie das mal machen sollen.
 
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