Die Fahrt zum Tierarzt

Diskutiere Die Fahrt zum Tierarzt im Katzen Gesundheit Forum im Bereich Katzen Forum; Also ich weiß schon, dass es recht normal ist, wenn Katzen eine Autofahrt als sehr stressig finden und irgendwie scheint man da auch nicht...
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #1
Barcelos

Barcelos

Beiträge
4.381
Punkte Reaktionen
47
Also ich weiß schon, dass es recht normal ist, wenn Katzen eine Autofahrt als sehr stressig finden und irgendwie scheint man da auch nicht wirklich viel machen zu können, aber gibt es wirklich rein gar nichts was ich tun kann, um meiner Katze diese Prozedur ein wenig zu erleichtern?

Wir waren gestern mit Tigris zum impfen und es war der Horror. Klar, das Gejammer, Gejaule, Geschreie, das machen ja viele Katzen, da müssen die Ohren eben durch, aber wir waren noch keine 5 km gefahren, da hatte sie schon in die Transportbox gepinkelt. Kurz vorm TA hat sie dann noch ein Häufchen reingesetzt. Auf dem Rückweg wieder gepinkelt und nach ungefähr der Hälfte des Rückweges fing sie total an zu hecheln. Ich hatte echt Sorge, dass sie völlig zusammenbricht, es hörte sich schlimm an.

Die Transportbox an sich ist es nicht (klar findet sie es nicht toll eingesperrt zu sein, aber das geht noch), auch das Auto ist an sich okay, so lang es eben nicht läuft. Also laufender Motor geht auch noch, aber das Fahren, da hört dann alles auf. Wir hatten sie ja unterwegs kurz aus der Transportbox gelassen um diese zu säubern (soll ja nicht 35 Minuten in ihrem Gepinkel hocken müssen) und da lief der Motor auch, da lief Tigris ganz neugierig und ruhig durchs Auto.
Ich weiß also nicht genau, ob es nur das Fahren ist oder aber die Kombination aus Transportbox und Fahren.

Kann ich denn wirklich gar nichts machen um ihr solche Fahrten zu erleichtern? Sie muss ja schließlich ab und an zum TA. Ich bin schon am überlegen, ob ich zukünftig nicht zu dem näheren TA fahren soll mit ihr, aber da ist das Problem, dass ich überhaupt kein Vertrauen zu dem habe und dort einfach nicht hin will.
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #2
Hallo,
wenn die Katzen extrem unter Panikattacken leiden, sollte man vielleicht darüber nachdenken,
ob ein Beruhigungsmittel für Katzen bei der Autofahrt zum Einsatz kommen sollte.

Die Verwendung solche Mittel sind natürlich umstritten ,neben Mitteln zur Sedierung ,gibt es auch solche,
die Glückshormone und die Ausschüttung des Botenstoffes Serotonin anregen,
oder auch andere Wirkstoffe durch die das Tier seine Angst vergisst.

Neben Medikamente,die von einem Tierarzt verschrieben werden müßen,
gibt es natürlich auch solche, die man auch im Zoohandel , oder in der Apotheke frei verkäuflich bekommen kann,
hier unterscheiden sich rein natürlich, pflanzliche und pharmazeutisch,künstliche Produkte.

Ich denke aber, Beruhigungsmittel für Katzen
sollte man nur dann angewendet werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

Fritz.
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #3
Meine Katzen machen durchweg Terror und genau wie Deine, wird sich in der Transportbox gelöst, im günstigsten Fall noch obendrüber gekotzt.
Nicht schön, aber so ist es eben. Augen zu und durch.
Die Katze die ich in Deutschland hatte, konnte ich in keine Transportbox stecken. Da drehte sie völlig durch. Bei ihr ging es nur mit Geschirr und Leine und ich brauchte einen Fahrer. Ich mit ihr auf der Rückbank (welche abgedeckt war mit einer alten Decke, da Katze grundsätzlich anfing zu kotzen und zu pinkeln) und dann halt Augen zu und durch.
Vielleicht wäre Geschirr und Leine eine Alternative?
Ein paar meiner Katzen finden es beruhigend, wenn meine Hand in der Box ist (hab eine Box, mit kleiner Öffnung oben, grad genug zum Hand durchstecken), ein paar wollen einfach in Ruhe leiden, manche finden es beruhigender, wenn noch eine Decke drüber ist und sie nichts sehen können.
Durchprobieren....
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #4
Was mir noch einfällt: ein Handtuch über die Transportbox legen. Wie Du ja erkannt hast: das Fahren ist das Problem. Nämlich die wahnsinnig schnell wechselnden Lichtreflexe. Natürlich wird sie sich auch dann nicht in ihrer Box bequem schlafen legen, aber bei Lilly wurde es dadurch zumindest ein klein bißchen besser.
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #5
Medikamente wollte ich ihr deshalb echt nicht geben. Deshalb frag ich hier ja nach Tricks. Auch der TA meinte, dass er das mit Medikamenten nur im allergrößten Notfall unterstützen würde.

Hexe, versteh mich nicht falsch. Es ist mir egal, wenn sie ihre Transportbox bestückt (okay, für sie find ich es dann unangenehm, aber für mich ist das egal, nicht atmen und gut ist), ich bin gestern nur leicht panisch geworden als sie so extrem anfing zu hecheln. Da hab ich mir dann Sorgen gemacht.
Aber ich werde mich mal durch Deine Tipps durchprobieren (hoffentlich erst in einem Jahr zur nächsten Impfung), außer Geschirr.

Ach die Lichtreflexe sind daran Schuld, Audrey? Und ich Depp habe immer extra kein Handtuch über die Transportbox gelegt, weil ich dachte, dass es dadurch für sie noch schlimmer werden würde,weil sie dann ja gar nicht sehen würde, was mit ihr passiert. :eusa_doh:
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #6
... hab ich mal irgendwo gelesen, und fand ich sehr einleuchtend. Und wie gesagt, bei Lilly hilft's definitiv. Seitdem ich das mach ging nix mehr daneben (die hat sich auf unserer ersten Fahrt nämlich auch durch sämtliche Körperöffnungen entleert...), seitdem ist nur noch Geschrei. Und falls doch mal wieder was daneben geht hab ich jetzt immer sowas https://www.amazon.de/gp/product/B00OUSSV2M/ref=oh_aui_detailpage_o04_s00 in den Boxen.
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #7
Wir haben eine Holzkiste die rundum geschlossen ist, bis auf oben, beim Deckel da ist rundum ein Spalt, von ca.2 Cm. Ansonsten ist sie geschlossen. Das war die beste Idee, die mein Mann hatte., denn nun sind die Fahrten zum TA fast ein Kinderspiel. Die Katzen sehen nichts, liegen auf ihrer Decke in einer fast abgedunkelten Kiste....tja und es ist ruhig. Der Tierarzt hat uns gelobt und gemeint, das wäre die beste Transportkiste, die er gesehen hat. Den Katzen tut es gut....

LG
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #8
So ne Einlage ist ne gute Idee, so was lege ich mir direkt mal zu.

Dr. Watson, ist das was selbst gebautes oder gekauftes? Hast Du mal ein Bild davon? Meine Vorstellungskraft ist nicht gerade die Beste.
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #9
Huhu Barcelos,
da hab´ ich noch gar nicht drüber nachgedacht, WARUM die Katzen auf dem Weg zum TA so durchdrehen...
Bei unseren/meinen war/ist das durchgehend auch so - wir haben die Transportboxen immer schon einige Tage vorher ins Wohnzimmer gestellt, die werden dann auch immer gern besucht - nur leider meist von den Kandidaten, die dann genau nicht zum Ta müssen ;)
Netty und Poldi sind da kein Thema, die pflückt man und packt sie da rein - die Dinah kriegt man gar nicht erst gepackt, also wenn die das nächste Mal zum TA muss (sie war bisher einmal da und hat die gesamte Praxis zerlegt :shock: im wahrsten Sinne des Wortes! :roll:), weiß ich noch nicht, wie ich das (jetzt ja allein) anstellen soll...
Was die eigentliche Fahrt betrifft (es sind maximal 5 Minuten) - da wird das gesamte Auto zusammengebrüllt. Uriniert oder gekotet oder gekotzt hat zum Glück tatsächlich bisher noch keiner - vielleicht war die Fahrzeit zu kurz - aber es wird gejault und geweint und gejammert vom Feinsten. Wir sind immer zu zweit gefahren - die Beifahrerin saß dann hinten zwischen den Transporttaschen und hat die Katzen gekrault - das hat die aber nur peripher interessiert... Und dann auch in der TA-Praxis im Wartezimmer - es wird immer gejammert vom Feinsten (da ist die Fahrt und somit ja auch die Lichtreflexe vorbei - aber dafür sind dann da natürlich andere Gerüche, Hundegebell, Mäusegeruch, Kaninchengeruch etc...)

Beim nächsten TA-Besuch werde ich auch mal versuchen, die Transporttaschen abzudecken - mal gucken, ob das was bringt...

LG seven
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #10
Abgesehen von den Lichtreflexen:

Richtig dicke und weiche Unterlagen rein packen. Also nicht nur ein bisschen, sondern richtig.
Die Fortbewegung im Auto macht Hunde und Katzen quasi seekrank, weil sie mit ihrem Gleichgewichtssinn überhaupt nicht einschätzen können was da gerade passiert.
Dicke Unterlagen helfen möglichst "weiche" Bewegungen zu schaffen und kein größeres Gerumpel o.ä. wobei die Tiere ja auch gern mal zur Seite umkippen oder zumindest sehr wackelig stehen.
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #11
Das mit den Decken/Handtüchern über die Boxen kann ich bestätigen, dass es hilft.
Ich transportiere öfter mal Katzen und die sind in abgedeckten Behältnissen deutlich ruhiger.
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #12
wir haben die Transportboxen immer schon einige Tage vorher ins Wohnzimmer gestellt, die werden dann auch immer gern besucht - nur leider meist von den Kandidaten, die dann genau nicht zum Ta müssen ;)

:lol: Ich stell die Tasche für Ferdl hin - Lilly sitzt drin! Die ist aber auch so eine Kandidatin, die man nur pflücken und einpacken muß. Bei Ferdl war's so wie bei Deiner Dinah - ich mein, ich wollte ihn zum Einschläfern (!!) bringen, aber ich hab ihn (den todkranken, total abgemagerten Kater mit großem Blutverlust!) nur eingetütet bekommen, weil meine Katzensitterin zu mir gekommen ist - allein hätt ich das selbst in dem Fall nicht geschafft!

Dafür war Ferdl immer ganz ruhig, wenn er mal eingetütet war - und Lilly ist dann die Drama-Queen! Da wird sekündlich gequäkt, und im Wartezimmer lachen sich immer alle kaputt, weil sie lauter miaut, als jeder Hund bellt :lol:

Auf die Idee mit der Unterlage hat mich übrigens meine TÄ gebracht, die sowas immer direkt in die Box gelegt hat - und wie ich dann meine beiden neuen abgeholt hab dachte ich mir, daß ich das doch auch selber irgendwie kaufen kann ;)
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #13
Okay, bei der nächsten Fahrt gibt es dann eine Decke über die Transportbox und ne schöne dicke Schicht Unterlagen in die Transportbox. Das ist definitiv einen Versuch wert.

Beim TA selbst, also auch im Wartezimmer, ist Tigris total ruhig. Natürlich nicht total entspannt, aber da hört man von ihr keinen Mucks, es sei denn, mein Freund oder ich kommen grad von der Rezeption oder Toilette oder sonstwo zurück, da kommt dann das von ihr übliche Begrüßungsmiau, aber sonst nada.
Sie leidet wirklich so extrem, wenn das Auto sich bewegt, das ist ihr einziges Problem, auch wenn das ganze andere Drumherum natürlich nicht zu ihren Lieblingsbeschäftigungen zählt.
 
  • Die Fahrt zum Tierarzt Beitrag #14
Wir haben hier drei solcher Exemplare, was wirklich gut hilft ist abdunkeln das sie nix mehr sehen, dann kommt ab und an bei unseren ein leises mau aber das war es.

Sie werden bereits abgedunkelt sobald sie in der Box sind.
 
Thema:

Die Fahrt zum Tierarzt

Die Fahrt zum Tierarzt - Ähnliche Themen

Haben wir ein Pinkelproblem?: Hallo, zunächst einmal, bin ich mir nicht sicher, ob wir es hier wirklich mit Urin zu tun haben. Das klingt nun blöd, aber es riecht wirklich kaum...
Frisch erblindete Katze - andere beiden Katzen fauchen: Hallo an alle! Ich warne vor: Es wird ein längerer Beitrag, weil mir das Thema wichtig ist, weil mir die Tiere wichtig sind. Bevor ich zu meiner...
Magendrehung und allerlei Vorerkrankungen: Hallo an alle im Forum 😔... Bin neu hier und habe in meinem Profil ein bisschen was von mir geschrieben. Ich habe eine sehr schwere Zeit hinter...
Hat jemand eine Idee? Die Verzweiflung ist nah: Guten Abend, ich hätte da mal eine Frage und bin dem verzweifeln nicht weit entfernt. Vorab, zu meinem Problem. Ich habe letztes Jahr zu meinen 2...
Autophobie - Hund scheut vorm Autofahren: Seit 9 Tagen bin ich stolze Besitzerin einer 18 Wochen alten Stabij-Hündin. Sie ist im Prinzip für ihr Alter ein wunderbarer Hund. Sie frisst gut...

Neueste Beiträge

Oben