- Homöopathie bei Tieren – hat wer Erfahrungen? Beitrag #21
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Auch wenn homöopathische Mittel keinen nachweisbaren Wirkstoff enthalten, so darf man die Macht des Placebos dennoch nicht unterschätzen. Und es folgen auch Placebo-Effekte bestimmten Regeln, der Effekt wird zum Beispiel stärker je "größer" die Intervention dem Patienten erscheint. Ist ein Medikament besonders teuer, wird besonders intensiv angepriesen, oder ist die Anwendung besonders aufwendig (zum Beispiel bei Scheinoperationen) wird ihm vom Patienten eine größere Wirkung zugeschrieben (der Einzelhandel nutzt übrigens den "Placebo-Regeln" ganz ähnliche Strategien um uns alle dazu zu bringen ihre wahnsinnig tollen und unverzichtbaren Produkte zu kaufen :lol
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Letztendlich hat natürlich auch jede "richtige" medizinische Anwendung einen Placebo-Effekt, egal ob Wirkstoff oder nicht, in vielen Gesundheitsangelegenheiten kann der Placebo sogar wichtiger und effektiver für die Genesung sein, als viele der zugeführten Medikamente (grob gesagt, wer gesund werden will, der wird auch schneller gesund, als jemand der sich ohnehin ins Grab wünscht). Außerdem gibt es Studien die darauf hindeuten, dass es sogar einen positiven Nutzen gibt, wenn die Patienten wissen, dass sie nur Placebos einnehmen.
Die Wirkung darf man also absolut nicht unterschätzen und wenn Heilpraktiker den Glauben (oder auch nur die Placebos selbst) in vielen Fällen besser verkaufen als Hausärzte (vielleicht weil sie sich mehr Zeit nehmen und so auch psychisch stärken), dann kann man ihnen ihren Nutzen nicht einfach absprechen, völlig unabhängig davon, ob Globuli nun einen Wirkstoff besitzen oder nicht. Wir sind eben doch keine bio-chemischen Roboter denen nur der richtige Zusatzstoff zugeführt werden muss, damit wir wieder funktionieren.
Noch etwas zur Eingangsfrage:
Mein alter Rüde fing in seinen letzten 1-2 Lebensjahren irgendwann an nachts in der Wohnung zu wandern. Scheinbar ziellos und immer von einem Zimmer ins andere, als würde er etwas suchen, oder hätte vergessen was er eigentlich wollte. Senile Bettflucht - ja sowas gibt es auch bei Hunden und nach dem das über 2-3 Monate so ging waren wir ganz schön genervt von dem nächtlichen Getrappse.
Wir waren dann (übrigens auf Empfehlung meiner Tierärztin :lol
bei einer Tierheilpraktikerin. Die war als Person durchaus faszinierend, aber ich musste mir ein Kichern dann doch verkneifen, als sie eine Wünschelrute über den Hund hielt und irgendwelche "Kanäle" öffnete.
Was soll ich sagen, er ist danach nie wieder nachts planlos durch die Gegend gelaufen, ihr könnt euch vorstellen wie ich geguckt habe :shock::shock::shock:
Meine jetzige Hündin ist erst eineinhalb und sehr ängstlich, ich überlege schon, ob ich mir auch mal zu der THP gehe, vielleicht kann sie ja ihre Angst auch "wegzaubern", zumindest hat man in solchen Angelegenheiten nicht viel zu verlieren (außer dem Geld natürlich, aber da ist man in Gesundheitsfragen ja eh nie auf der sicheren Seite).
Letztendlich hat natürlich auch jede "richtige" medizinische Anwendung einen Placebo-Effekt, egal ob Wirkstoff oder nicht, in vielen Gesundheitsangelegenheiten kann der Placebo sogar wichtiger und effektiver für die Genesung sein, als viele der zugeführten Medikamente (grob gesagt, wer gesund werden will, der wird auch schneller gesund, als jemand der sich ohnehin ins Grab wünscht). Außerdem gibt es Studien die darauf hindeuten, dass es sogar einen positiven Nutzen gibt, wenn die Patienten wissen, dass sie nur Placebos einnehmen.
Die Wirkung darf man also absolut nicht unterschätzen und wenn Heilpraktiker den Glauben (oder auch nur die Placebos selbst) in vielen Fällen besser verkaufen als Hausärzte (vielleicht weil sie sich mehr Zeit nehmen und so auch psychisch stärken), dann kann man ihnen ihren Nutzen nicht einfach absprechen, völlig unabhängig davon, ob Globuli nun einen Wirkstoff besitzen oder nicht. Wir sind eben doch keine bio-chemischen Roboter denen nur der richtige Zusatzstoff zugeführt werden muss, damit wir wieder funktionieren.
Aber ist das so? Es gibt doch genügend Medikamente am Markt für die die Datenlage vor Einführung eher mittelmäßig ist. Unter anderem Orphan-Medikamente (Medikamente für seltene Erkrankungen, zum Beispiel für die Krebsbehandlung) besitzen doch vor Markteinführung kaum einen in einer größeren Studie nachgewiesenen Nutzen :eusa_think:Wo hast du diese Standard-Sätze der Homöopathie-Gegner denn aufgefasst?
Dann bräuchte man pro Wirkstoff für chem. Medikamente ja auch nur eine Studie. :roll:
Warum gibt es aber immer mehrere bei den Medikamenten?
Noch etwas zur Eingangsfrage:
Mein alter Rüde fing in seinen letzten 1-2 Lebensjahren irgendwann an nachts in der Wohnung zu wandern. Scheinbar ziellos und immer von einem Zimmer ins andere, als würde er etwas suchen, oder hätte vergessen was er eigentlich wollte. Senile Bettflucht - ja sowas gibt es auch bei Hunden und nach dem das über 2-3 Monate so ging waren wir ganz schön genervt von dem nächtlichen Getrappse.
Wir waren dann (übrigens auf Empfehlung meiner Tierärztin :lol
Was soll ich sagen, er ist danach nie wieder nachts planlos durch die Gegend gelaufen, ihr könnt euch vorstellen wie ich geguckt habe :shock::shock::shock:
Meine jetzige Hündin ist erst eineinhalb und sehr ängstlich, ich überlege schon, ob ich mir auch mal zu der THP gehe, vielleicht kann sie ja ihre Angst auch "wegzaubern", zumindest hat man in solchen Angelegenheiten nicht viel zu verlieren (außer dem Geld natürlich, aber da ist man in Gesundheitsfragen ja eh nie auf der sicheren Seite).
