Die Wasserwerte kann man ziemlich einfach beeinflussen. Umkehrosmoseanlage und passendes Aufhärtesalz, und ruckzuck lässt sich jeder beliebige Wunschwert einstellen. Was ist daran schwer?
Das Problem sind die Anschaffungskosten und der Platz für die Unterbringung der Anlage
Ich würde zu einem 80cm Becken raten, das ist noch klein genug um in jeden Haushalt zu passen, man kann von der Größe her aber schon einiges damit anfangen.
Eure Wasserwerte erfahrt ihr auf der Homepage eures örtlichen Wasserwerkes, falls da nichts steht kann man die aber sicher am Telefon erfragen.
und das Aqua war immer schnell wieder total dreckig... sicher hab ich so ziemlich alles falsch gemacht.
Tatsächlich ist "Überpflege" aber auch ein typischer Anfängerfehler. Es ist ganz normal, dass sich in den Ecken Mulm sammelt und das ist bis zu einem gewissen Grad auch nicht schlimm, da sich darin viele nützliche Bakterien befinden.
Meiner Erfahrung nach ist allgemein weniger oft mehr, um so länger ich Aquarien hatte um so "unprofessioneller" wurde das Equipment. Statt teurem E-Heim Außenfilter gab es nur noch einen Hamburger Mattenfilter, statt Aquarienkies und Nährstoffschicht habe ich schlichten Quarzsand als Bodengrund genommen, die Bio-CO2 Anlage funktionierte selbstgebastelt genauso gut, auf Wasseraufbereiter und Co kann man verzichten (statt dessen kann aber ein vernünftiges Wassertest-Set Sinn machen).
Es ist auch immer die Frage, ob man eine sich einen Minimalaufwand ohne große Kosten wünscht (ich kenne Guppybecken die seit Jahren einwandfrei laufen ohne das viel dran gemacht wird (oder vielleicht gerade deswegen)), oder ob man bereit ist viel Geld und Zeit in das Hobby zu stecken, weil man vielleicht von ganz bestimmten Fischen oder Pflanzen träumt die entsprechend anspruchsvoll in der Pflege sind.
Nicht selten wünschen sich Anfänger bunte, aktive Fische die nicht zu anspruchsvoll in der Haltung sind, häufig sind sie dann mit lebendgebärenden Zahnkarpfen (Mollys, Platys, Guppys...etc) nicht schlecht beraten. Für einen mittelgroßen Schwarm Lebendgebährende empfinde ich 60 Liter allerdings als zu klein, da würde ich nicht unter 110Litern (80cm Länge) gehen. In einem 60cm Becken ließe sich aber ein schönes Artenbecken für einen Kampffisch einrichten, diese mögen es allerdings gerne dicht bepflanzt und sind meist ausgesprochen schwimmfaul und vestecken sich gern, das ist für Anfänger vielleicht etwas enttäuschend, ansonsten sind sie aber auch relativ leicht zu halten.
Hast du denn ansonsten schon Fische gesehen, die dich interessieren würden?
mal ganz ab davon, dass die meisten Arten nicht "funktionieren"
Also wenn man seine Pflanzen loswerden möchte, dann leisten da die meisten Antennenwelse gute Arbeit. Verkauft werden sie zwar mit dem Argument sie würden die Scheiben putzen, aber wodrin sie wirklich gut sind ist das Verputzen des Pflanzen-Salats im Aquarium (wenn man nicht gerade nur ungenießbare Arten hat) :lol: