- Snowy-ein Hamster erzählt... Beitrag #1
Tompina
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Hallo zusammen!
Ich heiße Snowy und bin ein Albino-Goldhamster, mein Alter weiß keiner so genau und ich möchte im Namen aller Kleintiere ein kurzes Wort an euch Menschen richten!
Ich wurde sehr wahrscheinlich bei einem sogenannten „Züchter“ geboren und mit wenigen Wochen an eine Zoohandlung verkauft, dort wartete ich tagelang in einem winzigen Glaskasten zusammen mit meinen Geschwistern auf einen Käufer. Irgendwann war es soweit, ich wurde mit groben Händen aus dem Kasten gefischt und in eine kleine, dunkle Pappkiste gesteckt. Ich hatte furchtbare Angst, aber das schien niemanden zu interessieren.
Plötzlich war es wieder hell und ich fand mich in einem schuhkartongroßen Gitterkäfig ausgestattet mit hässlichen Plastikrohren und einem Gitterlaufrad, von dem ich noch nicht wusste was ich damit anfangen sollte, wieder. Eine Schicht staubiges Katzenstreu machte mir das Laufen schwer, die harten Brocken taten meinen Füßchen weh, aber keiner war da der mir helfen konnte. Einmal am Tag bekam ich ein Schälchen mit Körnern, ansonsten bekam ich von meinen Besitzern nichts zu sehen. Ich konnte mich in meinem Käfig kaum bewegen, das Plastik splitterte wenn ich daran nagte, aber zum Glück ist mir nie was Schlimmeres passiert. Erst als ich verstand, wozu das Laufrad da war, nahm das Unglück seinen Lauf.
Eines Tages blieb ich mit meinen Füßen im Laufrad hängen und konnte mich nicht wieder selbst befreien. So saß ich lange Zeit. Alles tat mir weh und ich hatte Angst. Irgendwann kam dann doch jemand, aber anstatt mich vorsichtig zu befreien und zum Tierarzt zu fahren, wurde solange an mir herumgerissen bis beide Hinterbeine offen gebrochen waren und sie sich so aus dem Laufrad lösen ließen. Ohne sich weiter um mich zu kümmern, wurde ich wieder in mein Gefängnis gesetzt. Katzenstreu klebte an meinen Wunden, alles entzündete sich, es eiterte und ich hatte schrecklich Schmerzen, aber niemand kümmerte sich. Erst nach Wochen, als ich schon vollkommen geschwächt und dem Tod näher als dem Leben war, wurde ich gerettet. Eine Frau holte mich aus meinem Gefängnis und brachte mich in mein jetziges Zuhause.
Hier wurde ich erstmal aufgepäppelt mit viel Liebe und Geduld und schon nach ein paar Tagen ging es mir viel besser. Inzwischen sind die Wunden fast komplett verheilt, allerdings werden meine Beine verkrüppelt bleiben, aber das stört mich nicht wirklich. Jetzt habe ich einen großen Käfig, Etagen zum klettern, Heu und Papier zum Nester bauen, Holzstreu zum Buddeln, ein Sandbad zur Fellpflege, ich bekomme Körnerfutter, aber zusätzlich natürlich viel Frischfutter und auch tierisches Eiweiß in Form von Mehlwürmern, meiner Leibspeise! Mein neues Frauchen spricht immer leise und liebvoll mit mir, von ihr lasse ich mir alles gefallen! Ich liebe es auf der Hand herumgetragen zu werden und Käsestückchen gefüttert zu bekommen!
Mein Leben hat sich doch noch zum Guten gewendet und dafür bin ich sehr dankbar!
Aber im Namen all meiner tierischen Genossen, die irgendwo da draußen in winzigen Käfigen mit falscher Einstreu und falschem Futter ein trauriges Dasein fristen, bitte ich Sie alle, DENKT NACH BEVOR IHR EUCH FÜR EIN TIER ENTSCHEIDET!
Auch ein noch so kleiner Hamster hat ein Recht auf Platz, Liebe, Ansprache und ein artgerechtes Leben, das seinen Bedürfnissen entspricht! Verschenkt uns nicht einfach an irgendwelche Kinder, wo wir spätesten nach zwei Wochen in einer Ecke stehen und sich keiner mehr für uns interessiert! Wir (all die vielen Nager und Kaninchen) sind keine Kuscheltiere, keine Puppenersatz, wir sind kleine selbstständige Lebewesen, die sich mit genug Geduld und Liebe trotzdem mal anfassen lassen! Vorraussetzung ist natürlich, dass wir so respektiert werden, wie wir sind! Wir brauchen Platz, d.h. die handelsüblichen „Gefängnisse“ sind höchstens Übergangslösungen! Man kann soviel selber bauen, da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt! Wir wollen artgerecht ernährt werden, handelsübliche Futtermischungen sind höchstens Nahrungsergänzung oder Leckerlis, viel besser ist Gemüse und Obst, getrocknete Kräuter etc., je nachdem was wir am liebsten mögen, informieren Sie sich!
Und zum Schluss, ein Tier aus dem Tierschutz ist immer die beste Lösung! Zoohandlungen, selbsternannte Züchter und auch diverse Privatpersonen wollen meistens nur eins: Geld machen! Die Bedürfnisse der Tiere sind zweitrangig! Die Beratung ist schlecht bis hin zu gnadenlos falsch!!! INFORMIEREN SIE SICH RICHTIG! (Tierschutzvereine, Extraseiten im Internet, Infobroschüren des deutschen Tierschutzbundes usw.)
Ich hoffe ich konnte Sie zum Nachdenken anregen und Sie werden einem meiner vielen Leidensgenossen ein neues, liebevolles Zuhause schenken!
Herzlichste Grüße
Ihr Snowy
Ich heiße Snowy und bin ein Albino-Goldhamster, mein Alter weiß keiner so genau und ich möchte im Namen aller Kleintiere ein kurzes Wort an euch Menschen richten!
Ich wurde sehr wahrscheinlich bei einem sogenannten „Züchter“ geboren und mit wenigen Wochen an eine Zoohandlung verkauft, dort wartete ich tagelang in einem winzigen Glaskasten zusammen mit meinen Geschwistern auf einen Käufer. Irgendwann war es soweit, ich wurde mit groben Händen aus dem Kasten gefischt und in eine kleine, dunkle Pappkiste gesteckt. Ich hatte furchtbare Angst, aber das schien niemanden zu interessieren.
Plötzlich war es wieder hell und ich fand mich in einem schuhkartongroßen Gitterkäfig ausgestattet mit hässlichen Plastikrohren und einem Gitterlaufrad, von dem ich noch nicht wusste was ich damit anfangen sollte, wieder. Eine Schicht staubiges Katzenstreu machte mir das Laufen schwer, die harten Brocken taten meinen Füßchen weh, aber keiner war da der mir helfen konnte. Einmal am Tag bekam ich ein Schälchen mit Körnern, ansonsten bekam ich von meinen Besitzern nichts zu sehen. Ich konnte mich in meinem Käfig kaum bewegen, das Plastik splitterte wenn ich daran nagte, aber zum Glück ist mir nie was Schlimmeres passiert. Erst als ich verstand, wozu das Laufrad da war, nahm das Unglück seinen Lauf.
Eines Tages blieb ich mit meinen Füßen im Laufrad hängen und konnte mich nicht wieder selbst befreien. So saß ich lange Zeit. Alles tat mir weh und ich hatte Angst. Irgendwann kam dann doch jemand, aber anstatt mich vorsichtig zu befreien und zum Tierarzt zu fahren, wurde solange an mir herumgerissen bis beide Hinterbeine offen gebrochen waren und sie sich so aus dem Laufrad lösen ließen. Ohne sich weiter um mich zu kümmern, wurde ich wieder in mein Gefängnis gesetzt. Katzenstreu klebte an meinen Wunden, alles entzündete sich, es eiterte und ich hatte schrecklich Schmerzen, aber niemand kümmerte sich. Erst nach Wochen, als ich schon vollkommen geschwächt und dem Tod näher als dem Leben war, wurde ich gerettet. Eine Frau holte mich aus meinem Gefängnis und brachte mich in mein jetziges Zuhause.
Hier wurde ich erstmal aufgepäppelt mit viel Liebe und Geduld und schon nach ein paar Tagen ging es mir viel besser. Inzwischen sind die Wunden fast komplett verheilt, allerdings werden meine Beine verkrüppelt bleiben, aber das stört mich nicht wirklich. Jetzt habe ich einen großen Käfig, Etagen zum klettern, Heu und Papier zum Nester bauen, Holzstreu zum Buddeln, ein Sandbad zur Fellpflege, ich bekomme Körnerfutter, aber zusätzlich natürlich viel Frischfutter und auch tierisches Eiweiß in Form von Mehlwürmern, meiner Leibspeise! Mein neues Frauchen spricht immer leise und liebvoll mit mir, von ihr lasse ich mir alles gefallen! Ich liebe es auf der Hand herumgetragen zu werden und Käsestückchen gefüttert zu bekommen!
Mein Leben hat sich doch noch zum Guten gewendet und dafür bin ich sehr dankbar!
Aber im Namen all meiner tierischen Genossen, die irgendwo da draußen in winzigen Käfigen mit falscher Einstreu und falschem Futter ein trauriges Dasein fristen, bitte ich Sie alle, DENKT NACH BEVOR IHR EUCH FÜR EIN TIER ENTSCHEIDET!
Auch ein noch so kleiner Hamster hat ein Recht auf Platz, Liebe, Ansprache und ein artgerechtes Leben, das seinen Bedürfnissen entspricht! Verschenkt uns nicht einfach an irgendwelche Kinder, wo wir spätesten nach zwei Wochen in einer Ecke stehen und sich keiner mehr für uns interessiert! Wir (all die vielen Nager und Kaninchen) sind keine Kuscheltiere, keine Puppenersatz, wir sind kleine selbstständige Lebewesen, die sich mit genug Geduld und Liebe trotzdem mal anfassen lassen! Vorraussetzung ist natürlich, dass wir so respektiert werden, wie wir sind! Wir brauchen Platz, d.h. die handelsüblichen „Gefängnisse“ sind höchstens Übergangslösungen! Man kann soviel selber bauen, da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt! Wir wollen artgerecht ernährt werden, handelsübliche Futtermischungen sind höchstens Nahrungsergänzung oder Leckerlis, viel besser ist Gemüse und Obst, getrocknete Kräuter etc., je nachdem was wir am liebsten mögen, informieren Sie sich!
Und zum Schluss, ein Tier aus dem Tierschutz ist immer die beste Lösung! Zoohandlungen, selbsternannte Züchter und auch diverse Privatpersonen wollen meistens nur eins: Geld machen! Die Bedürfnisse der Tiere sind zweitrangig! Die Beratung ist schlecht bis hin zu gnadenlos falsch!!! INFORMIEREN SIE SICH RICHTIG! (Tierschutzvereine, Extraseiten im Internet, Infobroschüren des deutschen Tierschutzbundes usw.)
Ich hoffe ich konnte Sie zum Nachdenken anregen und Sie werden einem meiner vielen Leidensgenossen ein neues, liebevolles Zuhause schenken!
Herzlichste Grüße
Ihr Snowy