- Die ersten Schritte mit mit dem Klicker Beitrag #1
DyingDream
- Beiträge
- 12.892
- Punkte Reaktionen
- 2
Weil ich grade einer Bekannten so schön eine 'Kurzfassung' vom Klickern schrieb und diese doch etwas länger wurde, mag ich mir diese selbst auch hier festhalten.
Vielleicht kann ja auch jemand anderes hier im Forum etwas damit anfangen...
--
Ich mach mal die Kurzfassung von dem wie ich es lernte...
1. Spielchen mit zwei Menschen:
Person 1 legt irgendeinen Gegenstand irgendwo hin. Setzt sich mit dem Klicker in den Raum und Person 2 kommt. Aufgabe ist nun, dass Person 2 den Gegenstand nur mit Hilfe des Klickers finden soll. Es wird also immer dann geklickt, wenn Person 2 in die Richtung des Gegenstandes schaut oder sich darauf zu bewegt.
Am besten danach noch mal tauschen, damit man beides mal erlebt hat. ^^
2. Wieder mit zwei Menschen und dazu ein Ball.
Person 1 lässt den Ball fallen und Person 2 muss genau in dem Moment klicken, wenn der Ball auf dem Boden aufkommt.
(So viel zu den 'Trockenübungen')
Weiter geht es mit dem Hund zusammen.
3. Vollen Futternapf schnappen und die Hauptmahlzeit per Hand füttern. Prinzip: Klick-Futter-Klick-Futter-Klick-Futter-Klick-Futter-... etc.
Im weiteren Verlauf kann man dann schon an die Tricks rangehen. Hier gibt es nun mit dem Klicker zwei verschiedene Möglichkeiten.
A) Ohne Ziel klickern: Bedeutet: Der Hund zeigt ein Verhalten, was man festigen möchte. Bietet der Hund also von sich aus ein Verhalten/einen Trick an ohne das der Mensch was machte kann man dieses klickern und damit festigen.
Streckt sich der Hund zum Beispiel nach dem Aufstehen, ist der Klicker schon in der Hand und es wird geklickt sobald der Hund sich streckt. Der Hund weiß dann also, dass er grade etwas macht, was sein Menschlein toll findet. Dazu kann man dann sein Kommando geben und das Verhalten wieder klickern.
Je nach Hund streckt der Hund sich jetzt also recht schnell auch nur auf das Kommando (ohne vorher eine Stunde geschlafen haben.
)
B) Mit Ziel klickern: Man weiß also was man vom Hund möchte und arbeitet dabei dann auch häufig mit Hilfsmitteln.
Nehmen wir wieder das 'strecken' das Beispiel: Mit der einen Hand bewegen wir den Hund ohne Kommando ins Platz, während ein Finger unter dem Bauch des Hundes ist. Der Hund 'verbeugt' sich nun also, was wieder beklickert wird. Dazu das Kommando und die Hand unter dem Bauch verschwindet und das vordere Handzeichen mit der Zeit genauso. (Gibt natürlich noch andere Möglichkeiten dem Hund die Verbeugung beizubringen.)
4. Beklickert wird zu Beginn neuer Sachen immer jeder kleine Schritt. Anfangs wird also schon geklickt, wenn der Kopf in die gewünschte Richtung geht, usw.
Funktioniert etwas noch nicht so gut, geht man zwei Schritte zurück, damit der Hund wieder ein Erfolgserlebnis bekommt. (Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig klickern und lieber einen Schritt langsamer als zu schnell vorwärts schreiten.)
5. Ein *klick* ist stehts das Versprechen auf eine Belohnung. Anfangs erfolgt die Belohnung recht schnell nach dem Klick aber später wird auch dieses in die Länge gezogen. (Klickt man jetzt aber mal im falschen Moment bleibt es bei dem Versprechen zur Belohnung.
)
6. Der *klick* bedeutet für den Hund "richtig" - ist also stets eine Bestätigung für ein Verhalten.
7. Bevor eine Übung nicht halbwegs funktioniert wird auf ein Kommando noch verzichtet. Führt der Hund - das was er grade soll - relativ zuverlässig mit Hilfsmitteln aus, wird das Kommando eingeführt.
Beispiel Verbeugung: Kommando geben. 2 Sekunden warten, dann mit Körpersprache 'helfen'. Klick und Leckerli. Und noch mal das Ganze. 20 Wiederholungen und dann mal 5 Sekunden warten, bevor die Hilfe kommt.
Hilfen dann natürlich auch langsam abbauen.
8. Macht ein Hund etwas ganz toll oder ihr beendet eine Übung freut sich der Hund über einen 'Jackpott' (dieses ist ein besonders tolles Leckerli oder aber gleich eina Handvoll vom Futter).
9. Nicht länger als 10 Minuten am Stück mit dem Hund 'arbeiten'. Spätestens dann muss eine kurze Pause für den Hund sein, damit er verarbeitet, was er da grade gemacht hat.
10. Lernt der Hund ein neues Kommando bitte keine weiteren dazwischen schieben. Mach da lieber eine Übung, dann eine Pause, dann die nächste Übung. Kann der Hund dann die einzelnen Übungen können diese auch nacheinander erfolgen. Aber viel zu leicht will man als Mensch alles durcheinander machen, wodurch der Hund dann Kommandos durcheinander bringt, die er noch nicht so gut kann.
--
Und dumdidum... Als wichtigste Übung für Dogdance finde ich eigentlich den "Handtouch", der auch eine gute Übung für den Hund ist.
Hocke ich dich also mit etwas Geduld vor deinen Hund. Klicker in die eine Hand. Leckerlies in Reichweite (bitte nur in menschlicher Reichweite.
)
Mache deine Hand etwas 'interessant' und halte diese 4-5 cm vor die Schnauze deines Hundes. Berührt er diese - sofort *klick*+Leckerli. Und gleich noch mal und noch mal und noch mal.
Klappt das schon gut, kommt das Kommando dazu.
Dann wird die Position der Hand verändert. Mal die linke, mal die rechte. Mal ist die Hand etwas neben dem Hund, dann so, dass er den Kopf nach unten nehmen muss, dann nach oben, dann stehst oder sitzt du mal, dann gehst du mal 3 Schritte und der Hund soll deiner Hand folgen, usw.
Ziel dieser Übung ist es, dass der Hund am Ende sich auf deine Hand fixiert und du ihn konzentriert führen kannst. Da reicht dann am Ende, wenn die Hand einen Kreis in der Luft macht und der Hund folgt dieser und macht dabei selbst einen Kreis.
Oder auch den Slalom durch die Beine kann ein Hund sehr gut per 'Handtouch' erlernen.
Im weiteren Verlauf erfolgt der Touch dann bei anderen Gegenständen. Hiermit kann man den Hund am Ende dazu bringen Bälle, Spielzeugautos vor sich her zu rollen oder kleine Teppiche auszurollen oder auch ganz praktisch die Tür zu schließen usw.
--
*poing*
...ich und meine 'Kurzfassungen'. *augen verdreh*
Ich mach jetzt aber lieber mal einen Punkt und sage: Bei Fragen bitte fragen. ^^
~§~
Vielleicht kann ja auch jemand anderes hier im Forum etwas damit anfangen...
--
Ich mach mal die Kurzfassung von dem wie ich es lernte...
1. Spielchen mit zwei Menschen:
Person 1 legt irgendeinen Gegenstand irgendwo hin. Setzt sich mit dem Klicker in den Raum und Person 2 kommt. Aufgabe ist nun, dass Person 2 den Gegenstand nur mit Hilfe des Klickers finden soll. Es wird also immer dann geklickt, wenn Person 2 in die Richtung des Gegenstandes schaut oder sich darauf zu bewegt.
Am besten danach noch mal tauschen, damit man beides mal erlebt hat. ^^
2. Wieder mit zwei Menschen und dazu ein Ball.
Person 1 lässt den Ball fallen und Person 2 muss genau in dem Moment klicken, wenn der Ball auf dem Boden aufkommt.
(So viel zu den 'Trockenübungen')
Weiter geht es mit dem Hund zusammen.
3. Vollen Futternapf schnappen und die Hauptmahlzeit per Hand füttern. Prinzip: Klick-Futter-Klick-Futter-Klick-Futter-Klick-Futter-... etc.
Im weiteren Verlauf kann man dann schon an die Tricks rangehen. Hier gibt es nun mit dem Klicker zwei verschiedene Möglichkeiten.
A) Ohne Ziel klickern: Bedeutet: Der Hund zeigt ein Verhalten, was man festigen möchte. Bietet der Hund also von sich aus ein Verhalten/einen Trick an ohne das der Mensch was machte kann man dieses klickern und damit festigen.
Streckt sich der Hund zum Beispiel nach dem Aufstehen, ist der Klicker schon in der Hand und es wird geklickt sobald der Hund sich streckt. Der Hund weiß dann also, dass er grade etwas macht, was sein Menschlein toll findet. Dazu kann man dann sein Kommando geben und das Verhalten wieder klickern.
Je nach Hund streckt der Hund sich jetzt also recht schnell auch nur auf das Kommando (ohne vorher eine Stunde geschlafen haben.
B) Mit Ziel klickern: Man weiß also was man vom Hund möchte und arbeitet dabei dann auch häufig mit Hilfsmitteln.
Nehmen wir wieder das 'strecken' das Beispiel: Mit der einen Hand bewegen wir den Hund ohne Kommando ins Platz, während ein Finger unter dem Bauch des Hundes ist. Der Hund 'verbeugt' sich nun also, was wieder beklickert wird. Dazu das Kommando und die Hand unter dem Bauch verschwindet und das vordere Handzeichen mit der Zeit genauso. (Gibt natürlich noch andere Möglichkeiten dem Hund die Verbeugung beizubringen.)
4. Beklickert wird zu Beginn neuer Sachen immer jeder kleine Schritt. Anfangs wird also schon geklickt, wenn der Kopf in die gewünschte Richtung geht, usw.
Funktioniert etwas noch nicht so gut, geht man zwei Schritte zurück, damit der Hund wieder ein Erfolgserlebnis bekommt. (Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig klickern und lieber einen Schritt langsamer als zu schnell vorwärts schreiten.)
5. Ein *klick* ist stehts das Versprechen auf eine Belohnung. Anfangs erfolgt die Belohnung recht schnell nach dem Klick aber später wird auch dieses in die Länge gezogen. (Klickt man jetzt aber mal im falschen Moment bleibt es bei dem Versprechen zur Belohnung.
6. Der *klick* bedeutet für den Hund "richtig" - ist also stets eine Bestätigung für ein Verhalten.
7. Bevor eine Übung nicht halbwegs funktioniert wird auf ein Kommando noch verzichtet. Führt der Hund - das was er grade soll - relativ zuverlässig mit Hilfsmitteln aus, wird das Kommando eingeführt.
Beispiel Verbeugung: Kommando geben. 2 Sekunden warten, dann mit Körpersprache 'helfen'. Klick und Leckerli. Und noch mal das Ganze. 20 Wiederholungen und dann mal 5 Sekunden warten, bevor die Hilfe kommt.
Hilfen dann natürlich auch langsam abbauen.
8. Macht ein Hund etwas ganz toll oder ihr beendet eine Übung freut sich der Hund über einen 'Jackpott' (dieses ist ein besonders tolles Leckerli oder aber gleich eina Handvoll vom Futter).
9. Nicht länger als 10 Minuten am Stück mit dem Hund 'arbeiten'. Spätestens dann muss eine kurze Pause für den Hund sein, damit er verarbeitet, was er da grade gemacht hat.
10. Lernt der Hund ein neues Kommando bitte keine weiteren dazwischen schieben. Mach da lieber eine Übung, dann eine Pause, dann die nächste Übung. Kann der Hund dann die einzelnen Übungen können diese auch nacheinander erfolgen. Aber viel zu leicht will man als Mensch alles durcheinander machen, wodurch der Hund dann Kommandos durcheinander bringt, die er noch nicht so gut kann.
--
Und dumdidum... Als wichtigste Übung für Dogdance finde ich eigentlich den "Handtouch", der auch eine gute Übung für den Hund ist.
Hocke ich dich also mit etwas Geduld vor deinen Hund. Klicker in die eine Hand. Leckerlies in Reichweite (bitte nur in menschlicher Reichweite.
Mache deine Hand etwas 'interessant' und halte diese 4-5 cm vor die Schnauze deines Hundes. Berührt er diese - sofort *klick*+Leckerli. Und gleich noch mal und noch mal und noch mal.
Klappt das schon gut, kommt das Kommando dazu.
Dann wird die Position der Hand verändert. Mal die linke, mal die rechte. Mal ist die Hand etwas neben dem Hund, dann so, dass er den Kopf nach unten nehmen muss, dann nach oben, dann stehst oder sitzt du mal, dann gehst du mal 3 Schritte und der Hund soll deiner Hand folgen, usw.
Ziel dieser Übung ist es, dass der Hund am Ende sich auf deine Hand fixiert und du ihn konzentriert führen kannst. Da reicht dann am Ende, wenn die Hand einen Kreis in der Luft macht und der Hund folgt dieser und macht dabei selbst einen Kreis.
Oder auch den Slalom durch die Beine kann ein Hund sehr gut per 'Handtouch' erlernen.
Im weiteren Verlauf erfolgt der Touch dann bei anderen Gegenständen. Hiermit kann man den Hund am Ende dazu bringen Bälle, Spielzeugautos vor sich her zu rollen oder kleine Teppiche auszurollen oder auch ganz praktisch die Tür zu schließen usw.
--
*poing*
...ich und meine 'Kurzfassungen'. *augen verdreh*
Ich mach jetzt aber lieber mal einen Punkt und sage: Bei Fragen bitte fragen. ^^
~§~