Rennmäuse haben allerdings so gar keine Skrupel irgendwo hinunter zu springen. Mit einer Umrandung (wenn sie höher ist als die auf den Hinterbeinen stehende Maus) erhöht sich die Springwahrscheinlichkeit eher noch.
Die Heimat der Mongolen ist eine flache Steppe. Dort gibt es keinen Grund irgendwo hinunter zu springen oder nicht und deswegen haben die Tiere nicht "gelernt" (natürlich mein ich Evolution und eine genetische Änderung), dass es Tiefen gibt, die gefährlich sind.
Farbmäuse haben das (-genetisch-) gelernt. Hausmäuse mussten/müssen viel klettern, zB auf ein Kellerregal um sich zu ernähren. Eine Maus die runter gesprungen ist und nicht überlebt hat, konnte keine Nachkommen mehr zeugen und hat ihr genetisches Material nicht weiter gegeben.
Die Hausmäuse mit Sprunghemmung hatten demnach einen Vorteil.
Um nochmal auf die Rennmäuse zurück zu kommen *gg*: Die Tierchen stellen sich immer mal auf die Hinterbeine, um zu schauen. In der flachen Steppe können sie so Feinde vom Land gut und zeitig erkennen. Dieses Verhalten ist für Rennmäuse überlebenswichtig (nochmal zum Vergleich, Hausmäuse huschen durch Ecken und Löcher und schützen sich so) und wenn man die Sicht nimmt - durch eine Umrandung - irritiert das die Tiere, weil sie keine Sicht mehr haben und jederzeit ein Landraubtier unentdeckt auftauchen könnte. Daher haben sie eher den Drang auf oder über den Rand zu springen um wieder gucken zu können.
(Jemand hatte hier mal von einem Auslauf mit hoher Umrandung erzählt, da ist wohl niemand gesprungen. Andere springen und hopsen bei jeder Gelegenheit in die Freiheit.)
Renner sollten also bitte niemals auf einer Mäuseburg gehalten werden. Da kann man außerdem nur sehr schlecht genug Buddelmöglichkeiten zur Verfügung stellen.
HSH-Jenny hat glaube ich von einer Freundin gesprochen und nicht von einer Maus
lg Okapi