Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten?

Diskutiere Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Der zweite Absatz ist richtig toll geschrieben-Respekt!
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #41
Was soll er denn "nein" "Nicht" machen. Das kann ein Hundetrainer oder ein Hundekurse (gibts im übrigen auch online für die Grundbedürfnisse auf youtube) in die Wege leiten. Aber voerst würde ich erst einmal am Verhalten von euch beiden etwas drehen. Das geht nicht - das geht wirklich nicht. Ihr habt den Hund durch eure Agression schwerstens psychisch verletzt. Da ist nichts mit "nimm mal ein Hundekeks und wir sind wieder gut". Euer verhalten muss sich verändern, ihr müsst positiver werden, und vor allem - solltet ihr eure Agressionen soweit in Griff bekommen dass ihr sie gezielt irgendwo einsetzen könnt. Kaufts euch einen Boxsack, eine Springschnur - oder schnappt euch ein Fahrrad. Und vor allem einen psychologen (der ist bis 18 zumindest in Österreich Kostenlos, sonst gibt es Dienste - für wenig Geld von der Kirche, von Vereinen - das kostet wirklich nicht die Welt und euch wird geholfen ).

Und dann könnt ihr mit euren Verhalten euren Hund erziehen. Und zwar nicht nach einem Buch anno dazumal "ich bin Rudelführer" - sondern auf Augenhöhe Euer Hund ist weder "dominant" noch eine Bestie. er Hat sich verteidigt, da würde in eurem Fall auch jeder noch so kleiner chi getan haben. Ein Hund ist ein Partner fürs Leben, er kann spass machen - er kann freude Bringen und er kann sich auch freuen wenn ihr nach Hause kommt. Er kann bei Fuss gehen (weil er bei dir sein will), er kann zurückkommen (weil er zu dir will), er kann euch die Schuhe bringen (weil er euch glücklich machen will, und süchtig ist nach eurem Lob) ihr seid wichtige Personen im Hundeleben. Aber das müsst ihr euch erst einmal verdienen und erarbeiten.

Der zweite Absatz ist richtig toll geschrieben-Respekt!
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #42
Vielen Dank für ihre Hilfe. Ich



Ich denke nicht, dass unser Hund trainiert werden muss, da er ja nicht bissig ist bzw aggressiv sondern wirklich Todesangst hatte dank uns.
Er ist ein Jack Russel Terrier Mischling, mittlerweile 5 Jahre alt. Wir gehen morgens, mittags und abends jeweils mindestens 20 Minuten mit ihm nach draußen.
Nein, ich habe jetzt keine Angst vor ihm, eher im Gegenteil, dass er mir jetzt sehr leid tut. Sogar ich bin davon traumatisiert, ich kann mir nicht einmal vorstellen wie sich mein Hund fühlt... Jedenfalls habe ich eher Angst vor meinem Vater als vor meinem Hund, da ich weiß, dass mein Hund sich nur gewehrt bzw nur verteidigt hat. Ich will nichts schön reden, da hieran auch nichts schön ist, wir sind Tierquäuler. Aber ich möchte das ändern und mein Vertrauen zwischen uns und unserem Hund aufbauen.
Wegen einer Hundeschule, gibt es hier in der Nähe eine hundetrainerin, leider haben wir finanzielle Probleme zurzeit. Ich habe meinen Vater schon drauf angesprochen aber der denkt leider wir schaffen das ohne einen. Jetzt habe ich meine Familie aufgefordert bestimmte Regeln einzuführen,wie ZB kein anschreien mehr. Für das Training hätte ich zwar schon Zeit aber da ich gerade mein Abitur mache, muss ich viel für die Schule machen. Aber ich denke, dass ich um Milos Wohl Zeit schaffen könnte.


Hallo,
ich denke, es ist immer wichtig , ein Hundeleben lang , mit seinem Hund regelmäßig zu trainieren,
völlig unabhängig von seinem Trainingsstand.

Ich bin der Ansicht ,wenn ein Hund Menschen beißt , darf man so ein Verhalten nicht akzeptieren, oder gar entschuldigen ,
sondern sollte dringend handeln und daran arbeiten , dass sich dieses Verhalten nicht wiederholt ,
es ist dabei auch völlig egal , warum der Hund gebissen hat .

Jeder Hund hat und zeigt ein bestimmtes Verhaltensmuster , wenn es für ihn darum geht , Konflikte zu bewältigen.
Doch Konflikte mit beißen zu lösen , ist kein Mittel , welches man bei einem Hund dulden kann.
Dieses darf nicht akzeptiert werden , darum ist es wichtig , mit dem Hund ein anderes, neues Verhalten zu trainieren
und dafür zu sorgen , dass der Hund anders konditioniert wird und bei Konflikten, dem Hund niemals wieder erlaubt ,
diese durch Aggression und beißen zu lösen.

Ich würde es mit einem Maulkorb versuchen und dem Hund zeigen, dass seine Bisse, nicht zum Ziel führen .
Allerdings ist es dafür notwendig , den Hund wiederholt zu provozieren ,oder den Hund in eine kritische Situationen zu versetzen,
damit man im einen anderen Weg zeigen kann, bei dem er dann auch ohne Aggressionen und beißen auskommen kann.

Fritz
 
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  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #43
Der zweite Absatz ist richtig toll geschrieben-Respekt!


Es muss eine Linie in der Hundeerziehung sein - die sich wie ein roter Faden durch das Gesamte Leben eines Hundes ziehen kann. Es hilft nichts, wenn ich beim Hund erziehungsmassnahmen geltend mache, die bereits grenzwertig sind. Was wird ein Hund machen, wenn er gross, Stark ist und möglicherweise in einem Alter drinnensteckt wo er es darauf ankommen lassen möchte. Man zieht als Mensch den kürzeren, die Hundeerziehung klappt in sich zusammen, man kann aber mit dem Roten Faden, den man eben nachschleift in der Hand zum Psychologen gehen. Der Hund tut nicht mehr das was ich will. Ich kann einem Übergewichtigen Kind die Süssigkeiten wegnehmen, ich kann es demütigen, ich kann es beleidigen. Ich möchte ja nicht, dass das Kind irgendwann mal Diabetes bekommt. Ich kann aber auch mit Liebe und Respekt an die Sache gehen, wenn das Kind versteht und vertrauen hat, ist es leichter es zu einer Schüssel Salat zu überreden und es stolz machen, wenn es weiter, länger und besser laufen kann und es mit dem Gewicht stehen bleibt und sich das alles irgendwann einmal auswachsen wird . Es kommt ja auch wieder auf mich zurück, egal ob Frust, Grant oder mit einer Lebensfreude und Stolz.
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #44
Es muss eine Linie in der Hundeerziehung sein - die sich wie ein roter Faden durch das Gesamte Leben eines Hundes ziehen kann. Es hilft nichts, wenn ich beim Hund erziehungsmassnahmen geltend mache, die bereits grenzwertig sind. Was wird ein Hund machen, wenn er gross, Stark ist und möglicherweise in einem Alter drinnensteckt wo er es darauf ankommen lassen möchte. Man zieht als Mensch den kürzeren, die Hundeerziehung klappt in sich zusammen, man kann aber mit dem Roten Faden, den man eben nachschleift in der Hand zum Psychologen gehen. Der Hund tut nicht mehr das was ich will. Ich kann einem Übergewichtigen Kind die Süssigkeiten wegnehmen, ich kann es demütigen, ich kann es beleidigen. Ich möchte ja nicht, dass das Kind irgendwann mal Diabetes bekommt. Ich kann aber auch mit Liebe und Respekt an die Sache gehen, wenn das Kind versteht und vertrauen hat, ist es leichter es zu einer Schüssel Salat zu überreden und es stolz machen, wenn es weiter, länger und besser laufen kann und es mit dem Gewicht stehen bleibt und sich das alles irgendwann einmal auswachsen wird . Es kommt ja auch wieder auf mich zurück, egal ob Frust, Grant oder mit einer Lebensfreude und Stolz.

Ich verstehe was du meinst- und ja, es lässt sich prima auf unsere Kids übertragen.
Wobei Cyrian niemals nicht Salat essen würde- liegt aber am "Vorbild" Mama :D
Ich hoffe inständig, dass die TE nicht diese,sorry, SCHWACHSINNS Idee aufgreift, den Hund absichtlich SO zu provozieren, dass er beißen will, um ihn sann SO zu DEMÜTIGEN, dass er sich aus Verzweiflung aufgibt.
Schlimmer geht immer, man muss sich nur um 6:45 im Tierforum rumtreiben.
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #45
Ich verstehe was du meinst- und ja, es lässt sich prima auf unsere Kids übertragen.
Wobei Cyrian niemals nicht Salat essen würde- liegt aber am "Vorbild" Mama :D
Ich hoffe inständig, dass die TE nicht diese,sorry, SCHWACHSINNS Idee aufgreift, den Hund absichtlich SO zu provozieren, dass er beißen will, um ihn sann SO zu DEMÜTIGEN, dass er sich aus Verzweiflung aufgibt.
Schlimmer geht immer, man muss sich nur um 6:45 im Tierforum rumtreiben.


Das funktioniert nicht nur bei Kindern - sondern bei allen Lebewesen. Sie lieben und leben die aufmerksamkeit. Sonst gäbe es kein "auf den Boden knallendes Kind bei den Süssigkeiten bei der xyz Kassa" - es will etwas erreichen, es will aufmerksamkeit. Und ohne Regeln geht im Leben eben gar nichts...

Erinnere mich an einen Hundepsychologen der meinte meine Masinos Damals an ihre Hemmschwelle zu bekommen. Dummerweise haben die nicht gewusst auf was er hinaus will. Die Tiere waren einfach zu gutmütig und haben Schläge, tritte etc ertragen Solche Tests gibt es heute gar nicht mehr - das ist reine Tierquälerei. (ging damals um Maulkorbverpflichtung - und für diese Riesenhunde gab es damals noch "keinen" - nix von der Stange und von Sonderanfertigung reden wir gar nicht - war nicht vorhanden) Weil sie von klein auf wussten, dass ein Mensch nie ein böses Lebewesen sein kann - waren ja auch "Flaschenkinder" - aufgezogen ab der 5Lebenswoche durch Menschen . Und aufgrund ihrer Grösse und Mächtigkeit sie auch verletzen können. Dazu braucht es bei solchen Molossern auch gar keine Zähne sondern einfach nur eine Unachtsamkeit. Und wir haben sie nie im Leben enttäuscht, wir haben sie geliebt wie Kinder - und das waren sie ja auch - Flaschen "kinder" - die von Menschen aufgezogen wurden und auch so geprägt wurden.
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #46
Ich bin der Ansicht ,wenn ein Hund Menschen beißt , darf man so ein Verhalten nicht akzeptieren, oder gar entschuldigen ,sondern sollte dringend handeln und daran arbeiten , dass sich dieses Verhalten nicht wiederholt ,
es ist dabei auch völlig egal , warum der Hund gebissen hat .

Jeder Hund hat und zeigt ein bestimmtes Verhaltensmuster , wenn es für ihn darum geht , Konflikte zu bewältigen.
Doch Konflikte mit beißen zu lösen , ist kein Mittel , welches man bei einem Hund dulden kann.
Dieses darf nicht akzeptiert werden , darum ist es wichtig , mit dem Hund ein anderes, neues Verhalten zu trainieren und dafür zu sorgen , dass der Hund anders konditioniert wird und bei Konflikten, dem Hund niemals wieder erlaubt ,diese durch Aggression und beißen zu lösen.

Ich würde es mit einem Maulkorb versuchen und dem Hund zeigen, dass seine Bisse, nicht zum Ziel führen .
Allerdings ist es dafür notwendig , den Hund wiederholt zu provozieren ,oder den Hund in eine kritische Situationen zu versetzen,damit man im einen anderen Weg zeigen kann, bei dem er dann auch ohne Aggressionen und beißen auskommen kann.

Liebe/r TE und an alle da draußen, die ähnliche Probleme mit ihrem Hund haben, BITTE überlest die von mir oben zitierten Worte und nehmt sie euch NICHT als Beispiel oder Anleitung zur Lösung der Situation!

Diese Ansicht ist einfach nur fatal und zeigt wie arrogant sich der Mensch in vielen Fällen über andere Lebewesen erhebt, weil er ihnen abspricht und verbietet in der Kommunikation mit ihm auf Mittel zurück zu greifen, die vollkommen legitim sind in bestimmten Situationen.

Hunde sind keine Roboter, die stoisch jeglichen Mist zu ertragen haben, den Mensch mit ihnen macht! Und auch wenn die meisten Hunde tatsächlich zu "stoisch Aushaltenden" werden über die Zeit, in der sie falsch behandelt oder gar misshandelt werden, rechtfertigt das in keiner Weise die Erwartungshaltung, das genau das das einzig richtige ist, was Hund tun kann!

Liebe/r TE, anhand deiner Reaktionen hat man ja schon sehr deutlich gesehen, dass du erkannt hast, was schief gelaufen ist und wo das Problem liegt! Das ist sehr wichtig und der erste große Schritt in die richtige Richtung! Lass dich von Anmerkungen wie denen von A-Fritz bitte nicht unnötig aus dem Konzept bringen und arbeite an dem Weg weiter, den du schon eingeschlagen hast!

Wichtig wäre für euch, dass ihr euch irgendwie die Grundlagen eines respektvollen und vertrauensvollen Umgangs aneignet. Vielleicht kannst du ja mal Hundetrainer in deiner Umgebung kontaktieren, welche Möglichkeiten es vielleicht gibt, das über Ratenzahlung zu lösen oder Ähnliches. Ich weiß, die Wahrscheinlichkeit ist eher gering, aber wenn du die Situation schilderst, dann schrillen sicher auch bei anderen erfahrenen Hundeleuten die Alarmglocken und vielleicht findest du jemand, der dir trotz wenig Geld zumindest anleitend und beobachtend zur Seite stehen kann vor Ort!

Natürlich könnte ich jetzt hier ein bisschen ausholen und Ansätze liefern. Aber ohne den Hund und euch vor Ort erlebt zu haben, kann da viel schief gehen. Das Problem ist einfach zu tiefgreifend und da muss man von null auf was neu aufbauen. Das ist schwer per Textanleitung ohne persönlichen Kontakt.
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #47
Hallo,
ich bin immer bereit , mich mit anderen Methoden bei der Erziehung zu befassen ,
doch kann ich hier ,bei Euch, jedoch keine realistische Vorgehensweise erkennen.
Der Vergleich mit Kindern , mag ja manchmal auch bei der Hundeerziehung zutreffen ,
doch ist die Umsetzung, nicht immer 1 zu 1 möglich .

Es ist auch illusorisch, Hunden ein Recht auf das Beißen ihrer Menschen ,
als Form eines Kommunikationsmittel in bestimmten Situationen zu gestatten .

So eine Denkweise , ist völliger Quatsch und die Umsetzung auch höchst gefährlich !!


Hier geht es um einen Jack Russell Terrier , welches von seiner Anlage her , eine Rasse ist ,
deren Wesen, oder Charakter für die Jagt auf Füchse , Dachse , oder Schwarzwild selektiert wurde.
Wobei besonders auf besondere Eigenschaften, wie Härte und Durchsetzungsfähigkeit
Wert gelegt wurde.

Wenn hier so ein Hund, im mittleren Alter , seinen aggressives Verhalten, gegen seine Halter richtet,
dann wird solches , wohl nicht aus Angst geschehen , sondern eher seinem durchsetzungsstarken
und mutigen Wesen entsprechen.
Allerdings , muß wohl einiges bei der Sozialisierung dieses Hundes falsch gelaufen sein ,
da diese Hunde im Normalfall ihre Menschen verteidigen und auch gut erziehbar sind .
Ich habe die Vermutung , bei seiner Erziehung wurde nicht auf eine nötige konsequente Form geachtet,
man hat ihm vieles durchgehen lassen und es hat auch nicht gelernt ,
die nötigen Regeln einzuhalten, welches gerade bei solchen Hunden besonders wichtig ist.

Jetzt ist es sehr schwer , aber nicht unmöglich , diesem Hund auch noch die notwendigen Regeln
und Verhaltensformen bei zu bringen.
Nur wäre dafür entscheidend und wichtig, dass sich auch das Verhalten seiner Besitzer ändert
und zukünftig bei diesem Hund, nichts mehr durchgehen läßt .

Fritz
 
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  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #48
Aber doch gewiss nicht, indem der Hund bis aufs Blut gereizt wird und zum Beißen aufgestachelt wird 😱😱, das kann doch nicht Dein Ernst sein. So eine Vorgehensweise ist im höchsten Maße unverantwortlich, fahrlässig, gefährlich und für das Vertrauensverhältnis zwischen Halter und Tier absolut tödlich. So schaffst Du nur ein verängstigtes und in die Ecke getriebenes Geschöpf.
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #49
Es ist auch illusorisch, Hunden ein Recht auf das Beißen ihrer Menschen ,
als Form eines Kommunikationsmittel in bestimmten Situationen zu gestatten .

Jetzt ist es sehr schwer , aber nicht unmöglich , diesem Hund auch noch die notwendigen Regeln
und Verhaltensformen bei zu bringen.
Nur wäre dafür entscheidend und wichtig, dass sich auch das Verhalten seiner Besitzer ändert

Dabei gebe ich dir sogar recht!
Dennoch ist dabei ua nicht die Lösung, den Hund wissentlich, ohne kompetente beistehende Personen, zu reizen, bis die Situation erneut eskaliert.

Wenn die Besitzer beherrschter gewesen wären und mehr oder überhaupt Ahnung von der Materie hätten, wäre es sicherlich gar nicht erst zu dem Vorfall gekommen.
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #50
Ein Beispiel an die TE für dieses Reizen (wo NICHT das Beibringen von "demütigen" beigebracht wird, ihr habt sicher noch andere Vertrauensbaustellen):

Mein Sohn muss immer alles akurat so haben, wie es in "seine Welt" passt (aufgrund anderer Punkte).
Wenn man beispielsweise ein wenig anders handelt, bricht alles zusammen- je nachdem wie er grad drauf ist, haut er dann gegen Gegenstände, haut sich selber, kreischt extrem lang oä
Der Grund ist keine Agression oder Trotz, was sicher derjenige geglaubt hat, der uns nicht kennt bzw unsere Beiträge nicht verfolgt.
Es ist einfach Angst, er weiss sich dann (wie dein Hund) nicht anders zu helfen und
Sowohl wir als auch andere (Logo, Frühförder), bringen ihm grade sanft bei, dass es ok ist, mal etwas anders zu machen und switschen dann wieder auf seins um.

Nu muss man da ziemlich um die Ecke denken, aber vielleicht verstehst du was ich meine :)
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #51
Vergessen!
Natürlich soll und muss ein Hund/Tier dennoch kommunikativ sein, in solchen Situationen. Es lieht aber am Menschen dieses lesen zu können.
Eben so, wie jeder Hund auch Antenen dafür hat, wann der Mensch auf Exodus steht.
Beispiel der Hund, der die Couch gefetzt hat und bei Besitzer erscheinen auf 5cm Tiefe über den Boden robbt.
Die spüren wenn der Mensch nicht amüsiert ist. Dafür muß ich keinen Hund in Todesangst versetzen.
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #52
Hundefreundin, ist dein Sohn ein Aspi?
Habe es nicht verfolgt.
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #53
Ein Lebewesen in die Enge zu treiben, ihm gegenüber bedrohlich und handgreiflich zu werden in der Erwartungshaltung, dass das unkommentiert hingenommen wird, weil der Mensch "über ihm steht", hat mit Erziehung und Verhaltensregeln in keiner Weise etwas zu tun. Punkt.

Ein Hund sollte so gehalten werden, dass kommunikative Maßnahmen, wie beißen gar nicht von Nöten sind. Und darum geht es hier! Nicht um das "Erlauben von Beißverhalten". Ein bisschen reflektiert und genau sollte man die zahlreichen ähnliche Beiträge schon lesen und nicht etwas hineininterpretieren, was gar nicht da steht!
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #54
Aber doch gewiss nicht, indem der Hund bis aufs Blut gereizt wird und zum Beißen aufgestachelt wird 😱😱, das kann doch nicht Dein Ernst sein. So eine Vorgehensweise ist im höchsten Maße unverantwortlich, fahrlässig, gefährlich und für das Vertrauensverhältnis zwischen Halter und Tier absolut tödlich. So schaffst Du nur ein verängstigtes und in die Ecke getriebenes Geschöpf.

Hallo,
es ist nun mal so, man kann bei Hunden nur eine Verhaltensänderung erzielen,
so lange diese , ein solches Verhalten auch zeigen .
Allerdings sollte man beim Training mit Bedacht vorgehen und muß bei solche Übungen
mit Einfühlungsvermögen , den nötigen Grat der Aufregung finden , welcher den Hund nicht überfordert .

Schwerer wird es immer dann, ein Verhalten zu ändern , wenn Hunde dieses schon lange
mit großem Erfolg anwenden konnten.

Aber, es hilft immer nur die Konfrontation , das Ausweichen bringt keinen Verhaltenswechsel .

Hier gibt es wohl einen Unterschied zur Erziehung von Kindern ,
bei denen man auf eine Einsicht hoffen kann ,
besonders weil Kinder auch älter und reifer werden können.

Fritz.
 
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  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #55
Hundefreundin, ist dein Sohn ein Aspi?
Habe es nicht verfolgt.

Bisher haben wir "nur" die Diagnose VED, verbale Entwicklungsdyspraxie, aber ich werde heute das Thema mal ansprechen, da wir Eltern schon sehr lang den Verdacht haben.
Heute Morgen zb hab ich ihm sein neues Kommunikationsbuch in den Kiga mitgegeben und weil er es da behält (ist langfristig für den Kiga) ist er da echt halb zusammen gebrochen..
Seine Erzieherin (die er dann für den I Status auch vehält) ist total toll für ihn da, sagt ihm immer, dass sie ihm hilft, für ihn da ist in solchen Situationen, aber es ist alles schwer.
Das weiss man ja auch vorher und kann ssgen, man lässt es.
Aber im Leben kommt immer neues und unser Weg ist eben "gut behütet neues LANGSAM kennen lernen".
So trägt er jetzt mit fast 4 noch 24h Windel, weil er ohne dieses Teil Panikattacken bekommt.
Aber das würde hier viel zu weit gehen :)
Wenn du magst, schreib mich am besten per pn an.
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #56
Liebe TS,

bitte ignoriere A-Fritz einfach. Dieser Ratschlag ist einfach nur fatal. Einen Hund so lange zu reizen bis er ausflippt um ihn dann mit Gewalt zu "beruhigen", ist nur eines, und zwar armseelig und falsch. Der Tipp wäre bei einem 50 Kg Rottweiler nicht gekommen aber wenn man nur kleine Hund hat - Mini-Aussie - oder wie hier ein Jack Russell, da kann man das ja nmachen. Nicht!! Da hat jemand zu viel Milan gesehen und hält den Herren für einen Guru, und nicht, was er eigentlich ist, ein Tierquäler. 😒

Du bist auf dem richtigen Weg, ihr müsst an euch arbeiten. Euer Hund ist ja nicht per se aggressiv gegen euch, das war eine Ausnahmesituation von beiden Seiten. Dass er da auf sein letztes Mittel zurück greift wenn ihr alles vorher ignoriert oder sogar bestraft habt, ist kein Wunder aber die Einsicht ist ja da.

Ich kannte einen Goldie, der genau nach diesem System - Hund muss alles stoisch über sich ergehen lassen - erzogen wurde. Der Hund wurde wie der letzte Dreck behandelt, ständig wurde die volle Futterschüssel ohne alles weg genommen und teilweise erst Stunden später wieder gegeben, er wurde an Ohren und Schwanz gezogen und jedes BEschwichtigungssignal wurde ignoriert oder sogar bestraft. Das Ergebnis war dann, dass der Hund mit 4 Jahren das Kind so böse ins Gesicht gebissen hat, dass es in die Klinik musste. Er wusste sich nicht mehr anders zu helfen, beschwichtigen wurde immer ignoriert, Knurren war böse und wurde bestraft also ist er direkt zum Beißen übergegangen.

Ein Hund kommuniziert so viel bevor er beißt und diese Kommunikation muss einfach erlaubt und beachtet werden. Da gehört auch knurren, wuffen udn grummeln dazu, das ist Kommunikation, was soll er sonst machen? Whatsapp schreiben? Geht nicht.

Bitte lass dich nicht dazu herab, das Thema mit Gewalt anzugehen. Ein Jack Russell fliegt dir höchstens um die Ohren aber der wird nicht aufgeben.
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #57
Ich persönlich halte nichts von diesem "nur das nicht" und "den kannst du vergessen", oder "der liebe Rütter mit der Klimperbox".

Es sind alles Beispiele die man hernehmen kann aber nicht muss. Jeder für sich kann jedoch aus diesem ganzen Konvolut an "Hundeführern" - "Hundeflüsterern" und "Hundeverstehern" ein paar Sachen herauspflücken - die bei seinem Hund funktionieren (könnten) - sie nachgewiesen auch funktionieren und mit denen auch der Hundeführer Leben kann. Nicht jeder hat einen Milan Hund, der die Symptomatiken von Folge 1 bis 399 auslebt. Nicht jeder Hund ist ein Rütterhund - dem man die KLingelbox nachwerfen muss weil er sonst "Irgendjemanden Frisst". Ich schaue mir folgen an, und bin dann immer sehr froh und glücklich, dass meine Hunde keinen Berserkermodus haben, zwar nicht die hellsten im Universum sind - aber dafür glücklich. Bin mir sicher, dass Labi einen Milan wahrscheinlich labradorisiert hätte, dh. den Schlaps in den Mund gesteckt bis er total entspannt ist. Der mag nämlich keine Hektischen Menschen... Yogi - Labi halt.

Wenn ich meinem Labi die Leberwurstpastete vor die Nase halte - folgt der auch wie eine 1 - wie eine 1 plus sogar. Habe ich wie sonst immer keine Hundekekse mit - folgt er komischerweise auch (er kriegt dann zu Hause ein zweites/drittes oder 4tes Frühstück). Aber ich mache es davon nicht abhängig, dass ich Schweissgebadet dastehe, in dem Moment wenn ich den Hund abhänge und plötzlich in die Leere Tasche greife und nichts mithabe..Für meinen Hund gilt aber - dem geht das Lob über alles. für ein Lob lässt der sogar die Wiener würstchen liegen die mir beim einräumen runtergefallen sind. der mag lieber geknuddelt und gedrückt werden - Fressen liegt bei ihm als zweitwichtigste Beschäftigung an.

Dass man einen, seit mehreren Monaten in der Handtasche getragenen Miniyorkie nicht mit einem rumänischen Strassenhund ala "CUjo" vergleichen kann ist auch gleich. EIn Eck ab - werden wohl beide haben - agressiv müssen jedoch beide nicht sein, sondern nur jeder für sich etwas eigen mit einem durchaus eingeschränktem Horizont.
 
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  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #58
Hallo,
ich finde es schade, wenn hier nur kritisiert wird , oder berichtet wird,
was bei meiner Erziehungsmethode nicht gut sein soll,
doch niemand macht einen Vorschlag , wie es anders, besser oder richtig gehen kann .

Hundeerziehung ist natürlich immer ein gesamt Paket und sollte sich mit allen Lebensbereichen
bei einem Pflegling befassen .
Auch die Ursache der Aggression bei Hunden kann sehr unterschiedlich sein .

Was soll man machen , wenn ,wie in diesem Fall , bei dem Terrier , der Streit durch Futter ausgelöst wurde
und der Hund mit Aggression und Angriff reagiert , wenn er von seinen Besitzern zurechtgewiesen wird ?

Ich denke, natürlich ist nachträglich das Beschimpfen, oder Bestrafen , niemals sinnvoll ,
doch sollte ein Hund darauf eigentlich mit Beschwichtigung , Rückzug , oder Unterwerfung reagieren ,
aber niemals mit Aggression, Angriff , oder gar mit dem Beißen seiner Halter .

Also, was kann man am besten machen , damit dieser Hund zukünftig
nicht noch einmal mit Aggressionen auf seine Besitzer reagiert ?

Oder soll , man dieses Verhalten akzeptieren ?

Fritz.
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #59
6:30 im Tierforum, hätts wissen müssen.
In diesem Fall wurde er nicht zurecht gewiesen, sondern mit dem Tode bedroht und darum geht es hier- das du den Hund beibringen willst, DIESES ÜBER SICH ERGEHEN ZU LASSEN.

Wenn jemand mit einer Pistole auf dich zielt, dann bleib du mal stehen!
Und ja nicht schlagen!!
 
  • Vom eigenen Hund gebissen- ist die Erziehung noch zu retten? Beitrag #60
@A-Fritz: Du kennst schon den Unterschied zwischen einer gerechtfertigten - meinetwegen auch körperlichen (groß machen, aufstampfen, leichtes Rempeln) - Zurechtweisung (kurz, prägnant, meinetwegen auch akustisch laut) und einem sinnlosen, gewaltsamen Übergriff, der den Hund einfach nur vollkommen verstört und verängstigt?

Hast du die Situationsbeschreibung der TE überhaupt gelesen?

Hund klaut Steak. Okay, das ist doof, ja. Wenn das Steak schon geschluckt ist, Minuten vergangen sind, dann macht es KEINEN Sinn überhaupt was zu machen, da der Hund, das nur mit Glück überhaupt noch mit dem Steakfressen verknüpft. Hundeerziehung ist Timing pur. Falsches Timing. Falsches Ergebnis. Egal ob man Leckerlis wirft oder dem Hund eine knallt!

Zwei Personen haben auf den Hund eingeschrien, sind ihm laut und aggressiv nahe gekommen. Der Hund hat sich zurück gezogen, sich geduckt, beschwichtigt. Trotzdem (!) wurde er gepackt, auf den Boden gedrückt, geschüttelt. Und DANN hat er gebissen. Das ist Angstaggression, keine Ressourcenaggression oder Futteraggression. Wäre es dem Hund um die dämlichen Steaks gegangen, dann hätte er sich die Teile vom Teller geholt während die TE neben ihm stand und hätte ihr gepflegt in den Arm gebissen, wenn sie versucht hätte ihm die Steaks wegzunehmen. So war es aber NICHT!

Es wird hier zu nichts geraten in Bezug auf die Situation, weil es an der Situation mit Erziehung und Verhaltensregeln für den Hund nichts zu ändern gibt. Die Menschen müssen lernen in solchen Situationen so zu reagieren und agieren, dass der Hund versteht, was er falsch gemacht hat. Mit deinen seltsamen Maulkorb-Haudrauf-Methoden ist keinem geholfen. Weder dem Hund, noch den Menschen.

Ich weiß gar nicht wie du auf die Idee kommst, dass ein Hund der durch Frustration und Resignation das Beißen "abtrainiert" bekommen hat, zuverlässig seine Zähne bei sich behält. Ich habe solche Hunde im Tierheimalltag kennen gelernt. Unberechenbarer geht nicht! Oftmals fehlt jegliches Vorverhalten und plötzlich beißt der Hund doch, weil er eben genau in dieser Situation nicht resigniert, wie er es "gelernt" hat. Da sind mir Hunde lieber, die mich fletschend und knurrend stellen und sämtliche Paletten der Körpersprache zeigen bevor sie mir am Arm hängen, dann kann ICH nämlich entsprechend reagieren und agieren und kann mein Verhalten so anpassen, dass es gar nicht zum Beißen kommt.

Ich kann der TE als Tipp noch mitgeben sich einfach mal ausführlich und bei verschiedenen Quellen über Hundeverhalten und Kommunikation von Hunden untereinander beschäftigen soll. Ich selber habe vier Hunde und habe das jeden Tag in live und Farbe. Da lernt man das meiste. Nämlich, dass Timing alles ist. Das souveräne Führer niemals völlig austicken. Das der Chef nicht der ist, der am lautesten brüllt, die dicksten Eier hat oder am härtesten durchgreift, sondern der der in jeglichen Situationen die Ruhe behält, kurze, klare Ansagen macht und oh Wunder in vielen Situationen sogar der ist, der nachgibt, weil es sich gar nicht lohnt bei Kleinigkeiten großes Theater vom Zaun zu brechen. Trotzdem ist völlig klar, wer der Chef ist. Auch dem mit den dicksten Eiern und dem der am lautesten brüllt.
 
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