Bellen und knurren

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  • Bellen und knurren Beitrag #1
Secret1995

Secret1995

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Hallo,
Wir haben seit vier Tagen eine kleine 1½ jährige Dackel/Yorkshire-Terrier Dame. Ein super lieber Hund der sehr fröhlich ist und super hört.
Leider bellt und knurrt sie immer wenn im Hausflur Geräusche sind und beim spielen mit anderen Hunden ist sie auch konstant laut am bellen.
Nicht aggressiv oder sowas sondern wirkt eher irgendwie eher fröhlich, so mit schwanz wedeln und rennen und allem.

Uns wurde jetzt gesagt das wir der kleinen das abgewöhnen sollen also das zumindest ruhe ist wenn sie mit dem anderen Hund aus dem im Garten spielt. Und auch das bellen und knurren wenn sie draußen Geräusche hört.

Hat vielleicht jemand einen Tipp wie wir das schaffen?

Lg
Sarah und Flummi
 
  • Bellen und knurren Beitrag #2
Hallo und willkommen im Forum,

ich vermute mal aus deinen Aussagen heraus, dass sie euer erster Hund ist bzw., dass ihr nicht allzu viel Erfahrung mit Hunden habt. Nicht böse gemeint!

Vier Tage sind keine Zeitspanne nach der man beurteilen kann, wie gut oder schlecht ein Hund hört, da sich ja noch gar keine gefestigte Mensch-Hund-Beziehung aufgebaut hat. Je schneller ein neuer Hund damit ist anzukommen und sich zu arrangieren (manche brauchen ein paar Tage, andere Wochen), desto schneller merkt man dann auch, was überhaupt wirklich funktioniert und was nicht. ;-) Verlasst euch also bitte nicht auf euren "fröhlichen, super hörenden Hund", sondern setzt von Anfang an klare Regeln und Grenzen, trainiert Kommandos, die ihr im Alltag braucht usw.

Des Weiteren beschäftigt euch mal grundlegend mit hündischer Kommunikation. Warum bellen Hunde? Welche Arten von Bellen gibt es? Warum wedeln Hunde mit dem Schwanz und woran sehe ich was genau - im Zusammenspiel mit Körperhaltung, Schwanzhaltung, Lautäußerung etc. - das zu bedeuten hat? Da muss man auf Feinheiten achten und gewisse Unterschiede bzw. Reaktionsmuster kennen um beurteilen zu können, wie genau eine Situation gerade zu bewerten ist.

Bellen/Wuffen und Knurren bei Geräuschen in Revierumgebung heißt zunächst einmal, dass eure Hündin alarmiert ist. Ob sie der Meinung ist, dass sie die Reviergrenzen abstecken muss oder ob sie eher verunsichert ist, kann ich auf Basis reiner Beschreibungen nicht beurteilen.

Anbellen von Artgenossen verbunden mit Hinterher/Nebenherrennen kann auch unterschiedliche Gründe haben. Vielleicht möchte sie die anderen Hunden stoppen, weil sie die Bewegung kontrollieren will oder sie möchte sich die anderen Hunde damit vom Leib halten, weil es sie verunsichert, wenn die um sie herum wuseln. Oder, oder, oder. Auch hier kann ich nur Vermutungen aufstellen, wenn ich es nicht live gesehen habe.

Grundsätzlich wäre wichtig, dass ihr von Anfang an klar macht, dass sie nichts alleine regeln muss, sondern ihr alles im Griff habt. Gerade bei Hunden kleiner Größe ist das ein wichtiges Thema vor allem auch bei Artgenossenbegegnungen.

Im Haus sollte der Hund feste Ruheplätze haben, auf die er sich schicken lässt und dann auch dort bleibt. Gerade am Anfang sollte man darauf achten, dass der Hund sich nicht permanent vordrängelt bei Besuch, immer gleich mit auf die Couch/das Bett hüpft usw., sondern dass das entweder Tabuzonen oder von euch kontrollierte "Premiumzonen" mit limitiertem Zugang sind. Auch Futter sollte von euch rationiert werden, nicht frei zur Verfügung stehen. Nicht jedes Anstupsen mit Streichen belohnt werden etc. pp (die Liste ist lang XD)

Und draußen ist es zwar schön, wenn ein junger Hund sich austoben kann, aber nicht jeder andere Hund muss unbedingt begrüßt werden oder gar "bespielt" (miteinander spielen, machen eh nur Hunde die sich gut kennen und einander vertrauen - das ganze Gerenne/Gerempel und Getue auf der Hundewiese ist reines Posen und Standpunkte klar machen "ich bin schneller als du" o.Ä.) werden. Gerade kleine Hunde sollten auch eher mit anderen kleinen Hunden spielen - egal wie nett der Labbi oder die Dogge auch sein mag - wenn es sich um unbekannte Hunde handelt, die man nicht wirklich jeden Tag trifft. Und man sollte als Halter sehr genau sehen, wann es dem Hund zu viel wird und ihn dann aus der Situation rausnehmen (nicht hochnehmen! Anleinen und weggehen!), damit der Hund weiß, dass ihr ihn beschützt und er nicht alleine klar kommen muss.

Ich könnte dazu jetzt seitenweise referieren, hilft aber nichts, da ich nicht vor Ort bin und die Situationen nicht live sehe. Es gibt viele Faktoren die da reinspielen. Deshalb sei euch einfach nochmal gesagt: nach vier Tagen kann man noch gar nicht beurteilen wie gut was bei dem Hund wirklich - auch unter Stress und Ablenkung - funktioniert und lernt euren Hund zu lesen und setzt ihm klare Grenzen und Regeln! (wenn ihr da alleine nicht weiterkommt oder euch Bücher/Videos etc. nicht (genug) helfen, dann sucht euch eine gute Hundeschule oder einen Trainer - nicht weil ihr einen Problemhund habt, sondern weil ihr keinen Problemhund wollt ;-) Finde es immer schade, dass die Leute sich erst helfen lassen, wenn das Chaos schon da ist, dabei kann manchmal Anleitung zu richtigen Schritten etc. schon von vorneherein verhindern das iwas zum Problem wird)
 
  • Bellen und knurren Beitrag #3
Hi,

Oh... das selbe Problem hatte ich anfangs auch. Mit der Zeit hat sich das Ganze dann gelegt.
 
  • Bellen und knurren Beitrag #4
Hallo,
besonders junge Hunde mögen gerne spielen , besonders mit Altersgenossen ,
hier gibt es unterschiedliche Situationen , bei denen Hunde bellen.
Häufig wird hier das Bellen zur Spielaufforderung eingesetzt ,
oder auch bei Unsicherheit .
Bellen in der Wohnung ist meist eine Warnung und ein Abwehrverhalten,
wenn Fremde zu nahe kommen , bei manchen Hunden , ist dieses Verhalten stark ausgeprägt ,
anderen Hunderassen, mit weniger Wachtrieb , reagieren weniger bei Eindringlingen .

Wenn Hunde sich aufregen und auf Geräusche im Treppenhaus mit bellen reagieren,
kann dieses aber auch durch Gewöhnung dann nachlassen , wenn der Hund damit vertraut ist
und vielleicht auch die Nachbarn kennt .

Bei Hunden kann man , mehr , oder weniger unerwünschte Verhaltensweisen unterdrücken,
wenn man diese ständig dabei stört.
Sowohl beim Spielen , wie auch das verbellen in der Wohnung, kann man dem Hund abrewöhnen,
wenn er jedes Mahl daran gehindert wird sich so zu verhalten.

Wenn Du Dich mit der Erzreihung von Hunden länger befasst , wirst Du erkennen,
welche Methode der Erziehung bei Deinem Hund erfolgreich einsetzbar ist .

Allerdings ist die Mischung von Terrier und Teckel recht eigenständig
und wahrscheinlich nicht besonders leicht erziehbar .

Fritz
 
  • Bellen und knurren Beitrag #5
wie auch das verbellen in der Wohnung, kann man dem Hund abrewöhnen,
wenn er jedes Mahl daran gehindert wird sich so zu verhalten.

Reine Symptombekämpfung würde ich beim Bellen in der Wohnung wegen Geräuschen nicht in Betracht ziehen.
Warum bellt oder wuffelt der Hund - weil ihm die Geräusche nicht geheuer sind oder er Eindringlinge los werden will. In jedem Fall sind die Geräusche für den Hund negativ belegt. Das unangenehme Gefühl bleibt, auch wenn der Hund "lernt", nicht mehr anzugeben. Für den Mensch ist dann das Problem gelöst, für den Hund bleibt die Situation aber bescheiden.
Besser ist es in meinen Augen, die Emotion des Hundes umzuwandeln .. "Schönfärben" könnte man das nennen .. dazu muss man einfach vor dem Hund die Geräusche mitbekommen und ihn SOFORT loben und belohnen, wenn er nicht angibt. Klappt mit der Zeit immer besser (ist man zu langsam, einfach ignorieren, solang der Hund sich nicht reinsteigert) und irgendwann ist ein Geräusch im Gang für den Hund nicht mehr unangenehm, sondern ein Grund zur Freude.

Bellen und Spielknurren gehören je nach Hund auch einfach zum Spiel dazu. Ich würde da nichts abgewöhnen zu versuchen. Genauso wie ich meinem Hund auch erlaube, beim Zerrspiel Spielknurren zu zeigen. Der Vergleich hinkt zwar etwas, aber man kann solche Lautäusserungen auch mit dem Lachen von Kindern während eines Spiels vergleichen. Das würde man den Kindern auch nicht verbieten.

Anders ist es, wenn der Hund beim Anblick von anderen Hunden sofort ins Bellen kommt - oder wenn er im Spiel vor lauter Aufregung überdreht und deshalb bellt. Dann sollte man aber nicht das Bellen verbieten, sondern die Situation so anpassen (u.a. durch Training), dass der Hund nicht ins überdrehen gleitet.
Wichtig ist zu wissen: Bellen ist nicht gleich bellen, knurren nicht gleich knurren. Man muss die Sprache des Hundes deuten können, um seine Emotionen zu lesen, Dann kann man das Verhalten einordnen und entscheiden, ob man eingreifen sollte oder nicht.
 
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