- TOM - mein Sonnenprinz R.I.P. Beitrag #1
Tompina
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TOM
*10.08.2007 +09.12.2019
He was my North, my South, my East and West,
My working week and my Sunday rest,
My noon, my midnight, my talk, my song;
I thought that love would last forever: I was wrong.
The stars are not wanted now; put out every one,
Pack up the moon and dismantle the sun,
Pour away the ocean and sweep up the wood;
For nothing now can ever come to any good.
("Funeral Blues" - W.H.Auden)
4138 Tage warst du an meiner Seite. 4138 Tage und nur für 5 Nächte waren wir insgesamt getrennt.
Das ist über ein Drittel meines bisherigen Lebens. Das ist eine kleine Ewigkeit.
Vielleicht fällt es mir auch deshalb so unendlich schwer zu begreifen, dass du weg bist.
Weg. Für immer.
Du warst mein Sonnenprinz. Mein Licht in der Dunkelheit.
Mein Anker. Mein Seelenclown.
Ich kann mich an keinen einzigen Tag erinnern, an dem du mal schlechte Laune hattest.
Das gab es nicht. Nie.
Du hast jeden Tag angelächelt. Du hast jeden Tag mit einem Strahlen im Gesicht erlebt.
Es gab nichts, was dich hätte in deiner Positivität erschüttern können. Nichts.
Und auch deshalb, reißt du ein Loch in mein Leben, das ich momentan noch gar nicht wirklich begreifen kann.
Genau deshalb hast du deine Todesprognose über 3 Jahre überlebt.
Genau deshalb weinen gerade selbst Menschen um dich, die dich nur einmal kennen gelernt haben.
Überall, wo du warst, war Sonne. War Leben. War Lachen.
Bis zum Schluss.
Wir wussten, dass ohne Chemo irgendwann wieder ein Tumor in dir wachsen würde.
Wir wussten es. Und doch war es so einfach zu vergessen, wenn man dich gesehen hat.
"Hallo, hier bin ich. Was kostet die Welt?"
Ich glaube so bist du schon zur Welt gekommen. Grinsend. Schwanzwedelnd. Küsse verteilend.
Und der Krebs konnte dich mal kreuzweise. Drei Jahre lang.
Dafür kam er jetzt mit aller Wucht zurück.
Dir ging es so schnell, so schlecht, dass ich genau wusste, was auf uns zukam,
als die Tierärztin den Ultraschallkopf auf deinen Bauch hielt.
Wir wussten es alle.
Wenn dein Tierarzt einfach nur stumm den Kopf schüttelt und weint,
dann ist alles gesagt.
Dann braucht es keine weiteren Worte.
Dank starker Schmerzmittel und deiner unglaublichen Kraft und Lebensfreude,
konnten wir in Ruhe Abschied nehmen.
Ein paar Tage letzte Male sammeln.
Momente ganz bewusst erleben.
Zusammen sein. Rund um die Uhr.
Du hast durchgehalten. Für mich.
Und dafür liebe ich dich noch mehr, als ich es ohnehin schon tue.
Du warst da. Hast meine Tränen weggeküsst.
Hast mich getröstet.
Warst trotz Schmerzen noch albern um mir ein Lächeln abzuringen.
Warst einfach wie immer meine Sonne. Mein Leben. Mein Lachen.
Niemals konnte und kann ich dir das zurück geben, was du mir Zeit deines Lebens geschenkt hast.
Niemals. Dazu ist all das viel zu einzigartig und wertvoll.
Aber ich konnte dich wenigstens in Würde gehen lassen.
Zuhause. Auf deinem Lieblingsplatz.
Und du wärst nicht du, wenn du nicht selbst in dieser Situation noch Küsschen verteilt hättest.
Völlig entspannt. Im Hier und Jetzt.
Du hast mein Leben verlassen, wie du es betreten hast.
Mit einem Blick aus bernsteinfarbenen Augen.
Einem Blick in meine Seele.
Nichts wird mehr sein wie es war. Niemals.
Ich weiß, dass ich lernen werde ohne dich zu sein. Irgendwie.
Ich weiß, dass die Erde sich weiter dreht, auch wenn ich sie am liebsten anhalten würde.
Ich weiß, dass du auf mich warten wirst. Zusammen mit Giotto.
Trotzdem wird nichts mehr sein wie es war. Niemals.
Du warst meine Sonne. Mein Leben. Mein Lachen.
Und du fehlst. So sehr.
Ich liebe dich mein Puddelino. Mein Tomtom. Meine Knubbelnase.
Mein Sonnenprinz. Mein Strahlemann. Mein Seelenclown.
Ich liebe dich.
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