Ich denke ,
artgerechte Katzenhaltung, nur in der Wohnung, ist nicht möglich .
[...]
Wenn Katzen dauerhaft in einer Wohnung eingesperrt sind , entspricht dieses kaum
den Bedürfnissen dieser Tiere , die normalerweise ein großes Revier beanspruchen ,
dass mit Urin markiert wird und wo ausgedehnte Ausflüge unternehmen können .
Katzen in einem normalen Lebensraum , leben in natürlichen Familiengemeinschaften zusammen ,
wo sich auch die Reviere von Katzen und Katern überschneiden und eine Großfamilie bilden .
Tatsächlich halte ich (und da kann ich bestimmt auch für andere sprechen) die Wohnungshaltung für durchaus geeignet für Katzen. Nicht umsonst sterben Freigänger viel früher, weil sie entweder Unfälle haben oder nicht ausreichend gepflegt bzw. medizinisch versorgt werden. Allein in unserem Wohnungsblock gibt es 2 Freigänger, welche ständig struppiges Fell und Dreck an den Augen haben. Einer von beiden hat ne Narbe am Maul, was einer Hasenscharte ähnelt.
Natürlich vernachlässigt nicht jeder Besitzer mit Freigängern seine Haustiere, allerdings fällt es doch deutlich früher auf, wenn die Katze Verhaltensveränderungen, wie Schmerzen, Lahmen, Rückzug etc. zeigt. Auch andere untersuchungsbedürftige Veränderungen wie ein vermehrter Bauchumfang, Niesen, Würmer im Stuhl, Darmverschluss, ständiger Durchfall o.ä. würden viel schneller bemerkt werden.
Geschweige denn, davon dass draußen gehaltene Katzen sich eher aus dem Weg gehen, wenn sich Reviergrenzen überschneiden. Nicht selten gehen sie auch Revierkämpfe ein, verletzen sich und infizieren sich mit sonst was.
Meistens kann man da nicht wirklich von einem Rudel oder einem Zusammenschluss reden. Beobachtet habe ich das persönlich nur bei Straßenkatzen, die häufig auch miteinander verwandt sind. Selbst Katzen aus einem Haushalt gehen sich dabei aus dem Weg.
Hier eine sehr interessante Doku/Studie dazu:
Ab ca. 18min geht es um das Revierverhalten der beiden zusammenlebenden Katzen und ab 31 min geht es um Wildkatzen
Da finde ich das Familienleben unserer Wohnungskatzen durchaus besser. Sie haben nicht nur gesundheitliche Vorteile gegenüber von Freigängern, sondern haben auch eine viel engere Bindung zu uns als Besitzer, als auch gegenseitig zueinander. Sie putzen sich gegenseitig, kuscheln und spielen miteinander und mit uns und wenn man für genügend Beschäftigung sorgt, fehlt es ihnen an nichts.