- Kollege belastet mich Beitrag #1
Amber
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Hi,
hab leider ein Problem mit einem Arbeitskollegen. Komme damit nicht mehr zurecht.
Ich arbeite im Zentralsteri. Wir bekommen das benutzte Op-Besteck wie Scheren, Nadelhalter u.s.w. und machen die wieder sauber und steril für die nächste anstehende Operation.
Jedenfalls hab ich ein paar Kollegen die sich bei mir gerne mal ausreden, mal private sorgen, häufig wie mies unsere Arbeitsbedingungen sind...
Ein Arbeitskollege macht das leider immer, immer dann, wenn wir beide alleine sind.
In den letzten Wochen war ich öfter mit ihm auf der Unreinen Seite.
Also da, wo das Op-Besteck noch richtig blutig ist und wo wir das halt auf die Beladewagen geben und die Waschmaschinen starten (sieht etwas wie bei einer Spülmaschiene aus, wo man Gläser, Teller und sowas auch aufladet).
Ich finde es nicht schlimm, wenn andere sich bei mir mal ihren Kummer von der Seele quatschen und ich bin auch eigentlich sehr geduldig, nur wenn man nahezu die kompletten 5 Tage immer nur anhören muss wie mies das, wie mies jenes ist und das ständig... ich kann nicht mehr.
Gestern war ich alleine auf der besagten Unreinen Seite und es kamen viele Instrumente, die ich erstmal auseinander bauen muss und diejenigen mit Holräumen, auf spezielle Laden aufstecken musste. Sowas nimmt Zeit in Anspruch, wenn das dann auch noch Instrumenten-Sets von mehreren Ops sind, wo ein Set 20 Teile zum auseinander bauen und anschließen haben, ist man eigentlich froh, wenn noch jemand rüber kommt und mit hilft.
Gestern wollten mir die Kollegen von der Reinen Seite (da wo die Instrumente dann sauber aus der Waschmaschine kommen, kontroliert, gepflegt, verpackt und in den Sterilisator gegeben werden), dann den Kollegen, der oft so negativ ist, als Hilfe rüber schicken.
Hatte mehrmals nett abgelehnt, weil es einerseits für mich alleine noch machbar war und andererseits ich mich selbst schützen wollte, denn dass er sich beschweren wird, ist immer so und mich zieht es aber auch extremst runter, weil ich selbst auch eigentlich ständig ungute Gedanken habe (ist in Behandlung).
Dass ich keine Hilfe brauchte, glaubten sie mir nicht. Erst als ich aus Angst wütend wurde, hatte ich meine Ruhe.
Heute war er drüben und bat mich aber der Schichtleitung zu sagen, dass er gerne Unterstützung hätte und weil die Schichtleitung nicht auf die Unreine Seite geht und ich dann wieder hätte rüber zu ihm gehen müssen, weil nur ich in Frage käme, bin ich krank nach Hause gefahren, weil mich das Psychisch noch kaputter macht...
Ich hab schon paar mal versucht andere nett zu bitten, ihren ärger oder sorgen nicht andauernd bei mir zu lassen.
Kann mich nicht so richtig abgrenzen und so sehr ich auch jedes mal versuchte zu erklären, dass ich mich nicht gut abgrenzen kann, selber depri bin, dass ich es nicht böse meine oder böse deswegen auf sie bin (ist ehrlich nicht so, bin nicht sauer), reagieren die Leute leider jedes mal verletzt, viele sind dann auch noch richtig wütend auf mich... ☹
Der Kollege hat auch ein Handicap und ich glaube nicht, dass er das mit Absicht macht oder so.
Möchte ihn nicht verletzen, denn eigentlich vertraut er sich mir ja nur an, kann zwar selber an der Arbeitssituation nichts ändern, außer es in Teambesprechungungen anzusprechen, aber ich kann einfach nicht mehr.
Mein Hirn ist schon voll mit den depri-Gedanken und dem seine ladet er noch mit drauf...
Hab auch schon überlegt es einfach der Leitung zu sagen, allerdings weiß ich auch, dass die Leitung den Namen sagt, wenn man fragt, wer sich über einen beschwert hat und mich hat es jedes mal dann verletzt, wenn der jenige direkt zur Leitung gegangen ist, anstatt erstmal mit mir zu reden...
Irgendwie ist alles mies. Hattet ihr sowas schon mal und was hat euch geholfen?
Tut mir leid, dass das so lang geworden ist, es belastet mich nur leider sehr.
Liebe Grüße
Amber
hab leider ein Problem mit einem Arbeitskollegen. Komme damit nicht mehr zurecht.
Ich arbeite im Zentralsteri. Wir bekommen das benutzte Op-Besteck wie Scheren, Nadelhalter u.s.w. und machen die wieder sauber und steril für die nächste anstehende Operation.
Jedenfalls hab ich ein paar Kollegen die sich bei mir gerne mal ausreden, mal private sorgen, häufig wie mies unsere Arbeitsbedingungen sind...
Ein Arbeitskollege macht das leider immer, immer dann, wenn wir beide alleine sind.
In den letzten Wochen war ich öfter mit ihm auf der Unreinen Seite.
Also da, wo das Op-Besteck noch richtig blutig ist und wo wir das halt auf die Beladewagen geben und die Waschmaschinen starten (sieht etwas wie bei einer Spülmaschiene aus, wo man Gläser, Teller und sowas auch aufladet).
Ich finde es nicht schlimm, wenn andere sich bei mir mal ihren Kummer von der Seele quatschen und ich bin auch eigentlich sehr geduldig, nur wenn man nahezu die kompletten 5 Tage immer nur anhören muss wie mies das, wie mies jenes ist und das ständig... ich kann nicht mehr.
Gestern war ich alleine auf der besagten Unreinen Seite und es kamen viele Instrumente, die ich erstmal auseinander bauen muss und diejenigen mit Holräumen, auf spezielle Laden aufstecken musste. Sowas nimmt Zeit in Anspruch, wenn das dann auch noch Instrumenten-Sets von mehreren Ops sind, wo ein Set 20 Teile zum auseinander bauen und anschließen haben, ist man eigentlich froh, wenn noch jemand rüber kommt und mit hilft.
Gestern wollten mir die Kollegen von der Reinen Seite (da wo die Instrumente dann sauber aus der Waschmaschine kommen, kontroliert, gepflegt, verpackt und in den Sterilisator gegeben werden), dann den Kollegen, der oft so negativ ist, als Hilfe rüber schicken.
Hatte mehrmals nett abgelehnt, weil es einerseits für mich alleine noch machbar war und andererseits ich mich selbst schützen wollte, denn dass er sich beschweren wird, ist immer so und mich zieht es aber auch extremst runter, weil ich selbst auch eigentlich ständig ungute Gedanken habe (ist in Behandlung).
Dass ich keine Hilfe brauchte, glaubten sie mir nicht. Erst als ich aus Angst wütend wurde, hatte ich meine Ruhe.
Heute war er drüben und bat mich aber der Schichtleitung zu sagen, dass er gerne Unterstützung hätte und weil die Schichtleitung nicht auf die Unreine Seite geht und ich dann wieder hätte rüber zu ihm gehen müssen, weil nur ich in Frage käme, bin ich krank nach Hause gefahren, weil mich das Psychisch noch kaputter macht...
Ich hab schon paar mal versucht andere nett zu bitten, ihren ärger oder sorgen nicht andauernd bei mir zu lassen.
Kann mich nicht so richtig abgrenzen und so sehr ich auch jedes mal versuchte zu erklären, dass ich mich nicht gut abgrenzen kann, selber depri bin, dass ich es nicht böse meine oder böse deswegen auf sie bin (ist ehrlich nicht so, bin nicht sauer), reagieren die Leute leider jedes mal verletzt, viele sind dann auch noch richtig wütend auf mich... ☹
Der Kollege hat auch ein Handicap und ich glaube nicht, dass er das mit Absicht macht oder so.
Möchte ihn nicht verletzen, denn eigentlich vertraut er sich mir ja nur an, kann zwar selber an der Arbeitssituation nichts ändern, außer es in Teambesprechungungen anzusprechen, aber ich kann einfach nicht mehr.
Mein Hirn ist schon voll mit den depri-Gedanken und dem seine ladet er noch mit drauf...
Hab auch schon überlegt es einfach der Leitung zu sagen, allerdings weiß ich auch, dass die Leitung den Namen sagt, wenn man fragt, wer sich über einen beschwert hat und mich hat es jedes mal dann verletzt, wenn der jenige direkt zur Leitung gegangen ist, anstatt erstmal mit mir zu reden...
Irgendwie ist alles mies. Hattet ihr sowas schon mal und was hat euch geholfen?
Tut mir leid, dass das so lang geworden ist, es belastet mich nur leider sehr.
Liebe Grüße
Amber