hab so pech mit TA

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mel77

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ich bin so traurig und frustriert. ich hatte mir letzes jahr 2 wellis zugelegt und offensichtlich sehr viel pech mit tierärzten.
ein halbes jahr nach dem einzug der kleinen, musste ich zum tierarzt.
charly wollte nicht mehr fressen, war aufgeplustert und hat nur geschlafen.
der tierarzt hatte ihn kurz angeschaut, war jedoch nicht fähig, während der behandlung ihm schon mal was zu geben. ich solle das zuhause selber machen.
auch war die behandlung an sich sehr lieblos. ist ja nur ein vogel. :evil: er drückte mir ein paar tropfen in die hand und fertig.nicht mal eine spritze mitbekommen um ihm das zu geben.
warum hat er es ihm denn nicht gleich geben können?
warum 2 mal die strapatzen mit der hand?
warum nicht ehrlich sein und sagen, dass es nichts mehr bringen würde? denn einen tag später verschlechterte sich der zustand rapide und er starb.

ein halbes jahr später:
vor 3 tagen das selbe spiel. pepe sitzt nun aufgeplustert auf der stange, tut als ob er fressen würde, hat jedoch nur die körner "geschält", hatte durchfall und schlief die ganze zeit. ich rief den vom vogelzüchter empfohlenen tierarzt an, welcher vogelkundig wäre und bekam die antwort:
"wir nehmen keine neukunden mehr auf, sowieso nicht, wenn sie nicht ortsansässige wären!!!"hallo?? ich wollte doch nicht dauergast werden, ich wollte nur einen kurzen blick auf den kleinen, eine gescheide behandlung und medikamente.

nun musste ich wieder zu einem anderen tierartz, welchen ich nicht kannte. dieser war zwar behutsamer als der letzte aber das fachwissen zum brechen. "der vogel ist nicht fett", "der hals ist in ordnung", "durchfallspuren am hintern sieht man keine", "also geben wir ihm mal...., das ist gut gegen durchfall".:shock:
einen tag später, ich gab ihm die medikamente, kaufte ein rotlicht, lies ihn in ruhe, auch hat er gefressen und getrunken...jedoch ist über nacht alles wieder schlimmer geworden.
ich rief in der tierklinik an...keiner da. jedoch eine rufnummer für notfälle.
morgens 6 uhr rief ich da an. eine verschlafene, angekotzte frauenstimme, sehr mürrisch und natürlich bereitwillig; wie ihre laune, den vogel anzuschauen.
"er ist nur ein wellensittich, da kann man eh nichts machen, wär zu stressig für ihn wenn man röntgen würde, soll warten bis montag und zu meinem tierarzt gehen. aber wenn es sein muss, können sie gern um 10.30 uhr kommen, wär das ok für sie?"
HALLOOOOO????????
notdienst und dann 4 stunden warten, bis sie ausgeschlafen hat?
Um 11 Uhr gabs eine notdienststunde in der tierklinik, welche sie vertrat.

da ging ich dann auch hin. natürlich ebenfalls sehr liebevoll empfangen, da es ein so schöner sonniger sonntagmittag war und man natürlich gern andere dinge gemacht hätte, als nach so einem dummen vogel zu schauen.:(
wenigstens war dieser vogelkundig, hat einen kotabstrich gemacht und ihm 2 spritzen gegeben. viel gefragt und vor allem erklärt was er tat. er vermutete einen pilzinfekt.
Pepe war total abgemagert. "ihr vogel ist sehr sehr krank.:shock::("
ich solle ihn mit nach hause nehmen, mit rotlicht bestrahlen, ihm eine flüssigkeit mit einer spritze geben (welche er mir mitgegeben hätte)...
ab zur kasse...schnell ins eiscafé.
bei der rechnungserstellung kollabierte der piepmatz und fiel auf den käfigboden. ich brach in tränen aus. der tierarzt meinte, ich solle ihn in der klinik lassen, sie würden ihn hier bestrahlen und ich solle morgen um 10 Uhr anrufen, wegen dem laborbefund.
wir stellten dann das käfig in einen raum, wo er das rotlich anschaltete.
ich durfte nicht mal mehr einen blick auf ihn werfen, da er mich mehr oder weniger aus der praxis schob. obwohl er mir noch sagte, er sei sehr sehr krank.
Ich fuhr heulend nach Hause, da dieser Anblick und die Gesamtsituation überhaupt schrecklich war. der kleine kerl da allein und schwer krank und ich durfte mich nicht mal mehr von ihm verabschieden. :(:(:(:(

warum sind tierärzte so? warum meine? warum lauf ich nur an idioten hin!!
der eine grob und kein Ppan,
der andere behutsam und kein plan,
der nächste will uns nicht,
die andere schläft lieber
und der letzte schiebt einen aus der paxis.
sind tiere für sie wirklich NUR ARBEIT?
kein mitleid, kein mitgefühl? :087:

ich mach mir solche sorgen und hab angst morgen anzurufen und mir eine schlechte nachricht abzuholen. und ich hab solch ein schlechtes gewissen, dass ich in dem moment nicht ruppiger war um dem arzt meine meinung zu sagen. ich fühl mich so grässlich und ausgelutscht und hab seit 40 stunden nicht geschlafen.
ich liebe meine vögel und will sie nicht verlieren.

es tut mir so leid, ich musste mir das von der seele schreiben, vielleicht versteht ihr es ja.
 
  • hab so pech mit TA Beitrag #2
Ach Mensch, das ist ja wirklich sch***...
:056:

Ich drücke dir und Pepe jedenfalls beide Daumen. Hoffentlich schafft er es!
Du Arme, gerade diese Ungewissheit, das ist wirklich schlimm.

Verstehen kann ich dich nur zu gut. Leider ist es für mache Leute unverständlich das man so ein Vögelchen genauso liebgewinnen kann wie ein anderes Tier. Und bitte mach dir keine Vorwürfe. Du kannst wirklich am wenigsten für diese Situation. Was hätte ruppig werden schon gebracht? Das hätte dir nur noch mehr Nerven gekostet und letztendlich würde es für Pepe auch nicht anders aussehen deswegen.
Wenigstens ist er jetzt bei einem anscheinend vogelkundigem TA. Auch wenn dieser was Kundenfreundlichkeit angeht anscheinend nicht so der Hit ist, wenigstens wird Pepe jetzt richtig behandelt und nicht nur mit Vitamintropfen...

Zu dem Verhalten der anderen TÄ´s kann ich wirklich nur den Kopf schütteln... ich meine, man kann keinem TA einen Vorwurf machen weil er keine besondere Ahnung von Ziervögeln hat, da diese im Studium kaum vorkommen wenn man nicht die entsprechenden Wahlfächer nimmt, Praktikumsstellen aussucht, sich danach weiter fortbildet, etc, (ich studiere selber Tiermedizin) aber was ich so schlimm finde ist das es viele TÄ´s nicht zugeben. Mein Gott, man bricht sich doch wirklich keinen Zacken aus der Krone wenn man an einen Kollegen überweist der davon eventuell mehr Ahnung hat :evil: (wenn der Kunde unzufrieden ist weil sein Tier absolut falsch behandelt wurde kommt er ja auch nicht wieder).
Und zu der Einstellung "ist ja nur ein Vogel" no comment... :silence:

Andererseits, ich denke als TA muss man eine gewisse Distanz halten. Man kann nicht um jedes Tier trauern. Mitgefühl ja, aber ich denke wenn man als TA mit jedem Patienten bzw Patientenbesitzer "mitleidet" geht man früher oder später selbst daran kaputt. Sich für jedes Tier einsetzen, auch wenn es ein Notfall Sonntags morgen oder nachts um 3 ist, selbstverständlich. Aber davon begeistert sein... naja ich denke das kann man schlecht verlangen.
Wenn am Sonntag ein Notfall kommt ist das, nun ja, Arbeit... Darauf sollte man zwar als TA eingestellt sein, aber das man Sonntags lieber im Eiscafe sitzen möchte als in der Praxis, ist imho auch verständlich. Was natürlich kein Grund ist nicht zu erscheinen oder das Tier so schnell wie möglich "abzuarbeiten". Und zumindestens hat sich der letzte TA ja für die Behandlung Zeit genommen, dir alles erklärt, obwohl es Sonntag und Notdienst war.

Naja, lange Rede kurzer Sinn, ich hoffe wirklich das Pepe wieder gesund wird und das du einen TA findest bei dem du dich wirklich gut aufgehoben fühlst!
 
  • hab so pech mit TA Beitrag #3
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen.Offensichtlich bist Du wohl wirklich an falsche Tä.geraten.So etwas unverschämtes!!!Ich könnte mich furchtbar aufregen,wenn man so was lesen muss,dass man keinen Ta.findet der einen Vogel behandelt.Ein Vogel bringt natürlich nicht so viel Geld ein,denken wohl die meisten Tä.Echt schrecklich!!:( :( :(
Viele Grüsse
birgit
 
  • hab so pech mit TA Beitrag #4
das ist ja schräklich also ich hab einen klasse ta nur hab ich nen hund mit nen vogel war ich da noch nie aber meinem ta sind die tiere wichtiger wie geld den kann man sogar nachts aus dem bett klingeln ( was auch schon vorkam) und wegen ged muss man ihn errinnern das er doch mal bitte ne rechnung schreibt. also da hab ich nen klasse fang gemacht zwar muss ich da ne 3/4 stunde mit auto hinfahren aber das lohnt sich obwohl ich hier um de ecke das tierheim berlin hab aber da sind die tierärtzte nur aufs geld aus und hängen dem tier krankheiten an die es nie hatte.

ich drück die daumen das es deinem welli bald wieder besser geht

lieb egrüße steffi
 
  • hab so pech mit TA Beitrag #5
Ich kann nachempfinden, wie du dich fühlst! :eusa_wall:
Wir haben seit fast 15 Jahren Wellensiitiche. Sie sind für uns wie Menschen und genauso sollten sie behandelt werden, mit Respekt, Liebe, Rücksicht. Sie haben es nicht verdient, so abgefertigt zu werden. :eusa_snooty:
Drei haben uns leider verlassen. Sie waren alle drei sehr krank. Mit Matti waren wir oft beim Tierarzt. Sie bekam immer nur Spritzen, aber die halfen ihr nicht. Ich habe gebetet, dass sie ohne TA den Weg zur Regenbrücke findet. Sie ist in meiner Hand von uns gegangen.
Sie hinterließ ihren kleinen grünen Pims, der Jahre später das gleiche Schicksal erleiden sollte. Wir sind nicht mit ihm zum TA gegangen. Kein einziges Mal. Die Tortour haben wir ihm lieber erspart. Zudem war er nicht so handzahm und flüchtete vor fremden Menschen. Er konnte kaum noch fliegen, fraß nicht und fror. Zuletzt lag er in meiner Hand und ich dachte, er stirbt. Tatsächlich ging er in der Nacht friedlich.
Zurück blieb unsere kleine Ivy. Sie war oft kränklich, aber nie ernsthaft. Sie kennt keinen TA. Ihre Krallen schneide ich selbst, seit wir sie haben. Zum Glück lässt sie sich leicht greifen und liebt Löwenzahnsamen :roll:
Ivy war acht, als sie das erste Mal Single wurde. Wir holten Phrusi. Der Züchter hätte die Kleine uns fast nicht gegeben - der Altersunterschied. Ivy blühte auf, liebte ihr Baby abgöttisch. Phrusi war ein Traum: Der erste Wellensittich, der sich superleicht greifen ließ, kraulen, stundenlang auf dem Finger sitzen, sehr anhänglich. Jeden Morgen wollte sie in die Hand und schmusen. Wir dachten alle, die nächste , die geht, sei Ivy.
Wir irrten uns. Phrusi war ein halbes Jahr, als sie immer dicker und ruhiger wurde. Wir bemerkten es viel zu spät; entschuldigten wir ihre Veränderung doch mit der Anpassung an die wesentlich ältere Ivy. Etwa ein Jahr war Phrusi, als sie die gleichen Symptome wie die anderen beiden zeigte. Es war zu spät für den TA. Sie bekam Krampfanfälle, kuschelte noch in meiner Hand. Ihre Lebensgeister verließen sie auf dem Weg zu ihrer Ivy.

Ivy ist nun 11 und kennt keinen TA. Sie wird hoffentlich auch nie zu einem müssen. Die Aufregung wäre wohl zu viel für sie. Sie hat ab und zu Durchblutungsstörungen am rechten Bein. Das dauert dann ein paar Tage.
Ich musste leider die Erfahrung machen, dass die aufgesuchten TÄ so kleines Wesen als nicht behandelnswert sehen. "Ist ja nur ein Vogel". Ich liebe meine Vögel. Sie haben sehr unterschiedliche Charaktere und einen starken Willen.
Das Problem ist sicher, dass es bei einem so kleinen Wesen nicht besonders viele Möglichkeiten der Behandlung gibt. Operationen, Röntgen usw. schon mal ausgeschlossen.
So weit wie möglich werde ich Ivy nicht zum TA bringen. Zu viel Stress. Sie ist ja auch nicht mehr die Jüngste und noch recht fit... Ich hoffe, dass sie eines Tages in ferner Zukunft ohne TA ihre letzte Reise antreten kann.

Aber gerade bei jüngeren Vögeln, ist ein Gang zum TA sicher angebracht, vor allem sollte dieser vogelkundig sein! Das ist selten.. Ich kenne mich in der Tiermedizin nicht aus, aber bisher habe ich leider noch keine andere Behandlung als Spritzen kennen gelernt...

Wir haben ja jetzt einen Welpen. Die TÄ ist immer zu erreichen, um jede Uhrzeit und als unser Kleiner neulich von einer Wespe gestochen wurde, gingen wir sofort zu ihr, und kamen ohne Termin auch gleich dran! :clap:
Mit unseren Wellis waren wir bei einem anderen TA, da waren die Wartezeiten länger.

Es war gut, dass du den TA gewechselt hast. Lieber länger fahren und zumindest eine vogelkundige Behandlung, wenn auch keine "menschenfreundliche".


Ich wünsche dir und Pepe alles, alles Gute, starke Nerven und viiiel Glück!


Hast du heute angerufen?
 
  • hab so pech mit TA Beitrag #6
Das Problem ist sicher, dass es bei einem so kleinen Wesen nicht besonders viele Möglichkeiten der Behandlung gibt. Operationen, Röntgen usw. schon mal ausgeschlossen.

Das stimmt so nicht. Röntgendiagnostik ist sogar sehr wichtig und gebräuchlich in der Ziervogelmedizin. Und auch OP´s sind in bestimmten Fällen durchaus möglich.
Das Problem ist leider das die wenigsten Tierärzte wirklich Ahnung von Ziervögeln haben. Und bei nicht-vogelkundigen TÄ´s ist die Standartbehandlung leider meistens Antibiotikaspritze und Vitamintropfen...
 
  • hab so pech mit TA Beitrag #7
Was sagt der Ta.?
 
  • hab so pech mit TA Beitrag #8
vielen dank für eure nachrichten. ich habe mich sehr gefreut, heute morgen schon von euch etwas lesen zu dürfen. Vielen Dank!!!!

ich habe heute morgen in der tierklinik angerufen und die schlechte nachricht erhalten, dass pepe schon gestern abend gestorben sei.
die laborwerte sagen er hatte Megabakterien.
es sei sehr ansteckend und ich solle lucie (habe ich nach charlys tod für pepe geholt) beobachten.
ihr 3 monate apfelessig verdünnt mit wasser geben.
ich habe jedoch viel im internet darüber gelesen, dass man das nicht tun soll.
ich mag nicht schon wieder was falsch machen und noch einen verlieren.
im moment geht es ihr den umständen entsprechend.
sie hat kein durchfall, sie schält nicht die körner und sie ist nicht aufgeplustert. jedoch frisst und trällert sie seit gestern nicht mehr.
der arzt meinte, sie würde trauern und das würde ca. 4 tage dauern.
soll ich jetzt zusehen, wie sie 4 tage nicht frisst?
kann ich irgendetwas tun, ausser mit ihr sprechen und versuchen sie zu beschäftigten?
soll ich ihr den apfelessig geben, oder ist das doch schlecht?
wie lange soll ich warten, bis ich ihr einen neuen partner bringen kann?
nicht nur wegen der trauer, sondern auch wegen der megabakterien. ich weiß ja nicht, ob sie sich angesteckt hat...ob da noch was kommt oder ob sie wirklich nichts davon abbekommen hat.

dann wollte ich allgemein fragen, wie es um das kolloidales silber steht.
es würde bakterien sehr gut abtöten (an mir selber schon probiert) und es hat keine nebenwirkungen.

vielen dank schon mal für antworten und hilfestellungen.
lg Melly
 
Zuletzt bearbeitet:
  • hab so pech mit TA Beitrag #9
Das tut mir aber leid,um Deinen Welli!!:(
 
  • hab so pech mit TA Beitrag #10
es tut mir leid mit deinem welli aber leider kann ich dir nicht helfen da ich keine ahnung von vögeln haben :(
 
  • hab so pech mit TA Beitrag #11
Das tut mir leid! :(

Die Megabakteien sind echt die Pest. Mittlerweile sind viele Großzuchten verseucht und viele Wellis gelangen schon mit Megabakterien in den Zooladen. Das Schlimme ist ja auch das die so hinterhältig sind, viel sieht man ja nicht, ausser das der Welli immer mehr abnimmt, aber auch das fällt kaum auf wenn man den Vogel täglich sieht.

Die arme Lucie :(
Wellis können trauern, das stimmt absolut. Einer meiner Wellis hat nach dem Tod seines Partners wochenlang (!) nicht gezwitschert, und er war nicht krank.
Vielleicht kannst du Lucie mit Kolbenhirse oder sonst etwas was sie besonders gerne man zum fressen überreden? Musik anmachen? Lenkt ab, regt zum mitzwitschern an...
Trotzdem, ich denke nicht das sie sich verhungern lässt.

Wird Lucie jetzt auf Megabakterien untersucht? Normalerweise sieht man die ganz gut in einer Kotuntersuchung und/oder im Kropfabstrich. Nur scheiden infizierte Wellis nicht immer die Bakterien (bzw. Pilz, der name Mega"bakterien" ist irreführend) nicht immer aus, sondern schubweise. Deshalb sollte die Untersuchung nach ein paar Wochen wiederholt werden wenn beim ersten mal nichts gefunden wird.
Achte auf unverdaute Körner im Kot, Erbrechen und grünlichem Durchfall, das können Anzeichen für eine Infektion sein.
Ansteckend ist die Krankheit hauptsächlich beim direkten Kontakt durch Schnäbeln oder Partnerfüttern.

Zu Apfelessig scheiden sich die Geister. Der Pilz bewirkt eine Alkalinisierung des Verdauungstraktes (deshalb auch die unverdauten Körner, wegen fehlender Säure im Magen), von daher ist eine Ansäuerung des Trinkwassers eigentlich sinnvoll. Ausserdem mag er kein saures Milieu. In machen Fachbüchern wird Ansäuerung des Trinkwassers bei Megabakteriose auch ausdrücklich empfohlen. Dosis etwa einen Esslöffel auf einen halben Liter, auch nicht übertreiben.
Bei Lucie ist aber ja nicht sicher ob sie sich überhaupt angesteckt hat. ich denke vorsichtig dosiert ist Essig im Wasser auch bei nicht-infizierten Vögeln nicht schädlich, aber festlegen will ich mich da auch nicht.
Was ich an deiner Stelle auf jeden Fall machen würde ist eine Lot/Kropfuntersuchung bei Lucie machen lassen, um abzuklären ob sie infiziert ist oder nicht.

Richtig heilbar sind Megabakterien derzeit nicht. Es gibt zwar ein Medikament (Amphotericin B) das nach langer Behandlung (mindestens 4 Wochen) die Megabakterien bis unter die Nachweisgrenze zurückdrängt, aber geheilt ist der Vogel trotzdem nicht, der Pilz kann jederzeit wiederkommen.

Zu kollidalem Silber kann ich leider nichts sagen :102:
Aber wie gesagt, Megabakterien sind keine Bakterien, sondern "komische" Hefepilze (komisch in dem Sinn das sie sich nicht wie andere Pilze im Labor anzüchten lassen und andere Sachen, aber auf jeden Fall eher ein Pilz als eine Bakterie). Deshalb wirken antibakterielle Wirstoffe eher nicht dagegen.
Was bei Megabakterien unterstützend wirken soll (nicht nachgewiesen, aber positive Erfahrungsberichte) ist Thymiantee, sowie BirdBeneBac oder ähnliche Präparate wie PT12, die normale Darmbakterien enthalten und den Pilz eventuell teilweise verdrängen können.

Mit dem neuem Partner, imho wäre es am besten, wenn Lucie wirklich auch Megas haben sollte, einen Partner zu finden der ebenfalls infiziert ist. Man weiss zwar noch nicht 100% Wie ansteckend Megabakteien überhaupt sind (mache Vögel erkranken nie, obwohl sie ausgiebigst mit einem infizierten Partner herumschnäbeln...), aber trotzdem, sicher ist sicher. Das wird eventuell nicht so einfach sein, vielleicht mal beim nachfragen?
Ein Welli mit Megabakterien ist nicht zwingend todkrank und kann jahrelang sehr gut leben, ohne das die Krankheit ausbricht. Deshalb würde ich, wenn ich keinen zweiten infizierten Welli finden würde, auch einen gesunden Partner dazusetzen. Zwar mit einigem Bauchweh (irgendwie ist es ja so das man einen gesunden Welli der Krankheit aussetzt), aber Megas sind imho eigentlich auch keine Krankheit die lebenslange Einzelhaltung rechtfertigt.
Schwierig, schwierig...
 
  • hab so pech mit TA Beitrag #12
Das tut mir leid! :(

Medizinisch kenne ich mich so gar nicht aus. Deshalb kann ich dir auch leider nicht helfen. Aber ich würde es so machen, wie Cosili gesagt hat. Das hört sich für mich nach dem richtigen Weg an!

Alles Gute für Lucie! Ich weiß, wie Wellis trauern können. Pims war auch sehr traurig. Beschäftige dich viel mit ihr und verwöhne sie! Doch ich denke, das tust du auch ohne, dass ich es sage ;)
 
  • hab so pech mit TA Beitrag #13
Hallo allerseits,
so, nun war ich mit lucie in der tierklinik.
ich hatte doch etwas zu große sorge, dass es bei ihr auch angefangen hat. zwar hatte sie keinen durchfall, spuckte und schälte nicht die körner, aber als ich ihr den bauch streichelte, merkte ich für meinen geschmack etwas zuviel knochen und hab mir gleich einen termin machen lassen.
laut aussage des TA ist das offensichtlich normal, bei einem jungvogel (6 monate alt) und hat den kot untersucht. die laborwerte erhalte ich erst morgen (zitter, bibber). ich hoffe das beste.
sie ist wieder einigermassen fit und hat glaube ich die sache mit pepe doch überwunden.
meine jetzige sorge ist, sie trinkt das "angesäuerte Wasser" nicht.
wenn ich nach der schüssel gehe, hat sie seit sonntag nicht mehr getrunken.
der TA hat gesagt, ich soll ihr das geben. aber wenn sie gar nimmer trinkt, ist doch auch nicht gut :(
ich nahm wie vorgeschrieben 5ml apfelessig auf 600ml wasser.
ist der das zu sauer? soll ich mehr wasser nehmen?
oder doch mal mit thymiantee rangehen?

liebe grüße
melly
 
  • hab so pech mit TA Beitrag #14
Und, was sagen die Ergebnisse? *daumendrück*

Wellis trinken ja sehr wenig, kann es sein das sie vielleicht doch trinkt wenn du nicht dabei bist?
Wenn sie sonst frischkost zur Verfükung hat und das Wasser "komisch" schmeckt kann es schon sein das sie erstmal versucht ihren Durst mit dem Grünzeug zu stillen.
Vielleicht kannst du mal versuchen die "Essigdosis" etwas zu senken? Wenn sie dann das Wasser gut trinkt, langsam wieder hoch mit der Dosis. Besser als gar nicht trinken...
 
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