Streit in einer bestehenden Männergruppe

Diskutiere Streit in einer bestehenden Männergruppe im Degu Verhalten Forum im Bereich Degu Forum; Ich benötige einen Rat. Wir haben vor etwa 4-5 Monaten eine Degu-Gruppe (4 Männchen) übernommen. Und wieder damals gesagt, dass die Tiere etwa 2,5...
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KikiRondell

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Ich benötige einen Rat. Wir haben vor etwa 4-5 Monaten eine Degu-Gruppe (4 Männchen) übernommen. Und wieder damals gesagt, dass die Tiere etwa 2,5 Jahre alt sind. Alle vier saßen gemeinsam in einem zu kleinen Terrarium, sodass wir ihnen ein neues Zuhause gebaut haben (1,80 x 1,50 x 60 mit 4 Ebenen).
Wir schätzen die Degus allerdings älter, da der größte (und vermutlich auch der Chef) bereits seit 1 Monat langsam beginnt grau zu werden.
Seit 3 Tagen gibt es Streit zwischen zwei Tieren. Anfangs waren es ‚nur‘ Showkämpfe, dies ging über 2 Tage konstant. Beide standen auf einem Häuschen und schubsten sich gegenseitig runter. Keiner wollte sich zurückziehen. Dies steigerte sich immer weiter bis zur Verfolgung und endete im Knäuel. Hier mussten wir eingreifen.
Als beide kurz voneinander abließen, haben wir sie getrennt und untersucht. Beide haben Blessuren, Bisswunden und Kratzer. Sie scheinen sich stark behagt zu haben, jedoch sind es keine tiefen Fleischwunden. Dennoch ist deutlich zu erkennen, dass die Angriffe Richtung Kopf/ Kehle gehen. Beide Tiere waren sichtlich erschöpft. Wir haben sie innerhalb des Käfigs getrennt, jeder hatte zwei Etagen mit einem anderen Mitglied der Gruppe. Den Rest des Tages haben beide in einem Häuschen (einer ganz oben, der andere ganz unten auf der Etage) verbracht. Wir haben jedoch schnell wieder alles aufgemacht, sodass die anderen beiden Unbeteiligten herumlaufen können.
Da ich nun viel im Internet recherchiert habe, habe ich sehr viel Angst davor gehabt, dass die beiden in der Nacht auf Leben und Tod streiten. Ich habe sie in der Nacht deshalb wieder getrennt voneinander gehalten und heute Morgen gesehen, dass sie beim ersten aufeinandertreffen gleich wieder aufeinander losgehen. (Ich bin mir leider auch nicht ganz sicher, von wem der Streit ausgeht, da sie alle die gleiche Farbe haben. Daher bin ich im unklaren darüber, ob ich den Jäger oder den gejagten separiert habe.)

Meine Fragen:
- Haben wir zu früh eingegriffen?
- wie stark sollen Verletzungen sein, damit ein Eingreifen gerechtfertigt ist? (Die Verletzungen sind stark bzw. deutlich, allerdings nicht lebensbedrohend.) hätten wir das aushalten können? Oder steigern sie sich dann einfach weiter?
- wie verfahren wir weiter?
- kann ich die Gruppe wieder zusammenführen?
 
  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #2
Hi,
nun zum Herbst hin mit seinen kürzer werdenden Tagen, berichten vermehrt auch Halter nicht-pubertärer Gruppen von Rangkämpfen.

Persönlich kenne ich das "HERBSTELN" von meinen Degugruppen überhaupt nicht und deshalb - und auch aufrgund einiger Umfragen über die Betroffenheit - bin ich sicher, dass das mit der Jahreszeit und dadurch bedingten kleinen hormonellen Umstellungen nur ein ganz kleines Zünglein an der Waage ist (Zumal ganzjährig Hilferufe kommen).

Sozusagen ein Tropfe, der das Fass zum Überlaufe bringt, wenn sowieo etwas wackelig/instabil ist in der Gruppe oder dazu noch ein ganz bestimmter Auslöser da ist.
Solche Auslöser können (auch jenseits der hormonell unruhigen Pubertät die bis gut 1,5-2 J geht) sein (bitte lesen und selber überlegen, was hier mit zutreffen könnte):

- REVIER: Veränderungen am Käfig (alles auf einmal geputzt zB und damit fehlen die Markierungen auf denen ihre Rangordnug gilt),

- REVIER: Auslauf (bzw eher "hauruckhinundher-zwangs-ausauf" anstelle eines Auslaufs am Käfig .... oder der mutige Ansatz, dass mehrere Degugruppen hintereinander einen Auslauf benutzen (dumme Idee wg des Revieranspruchs)

- KRANK/KRÄFTEVERHÄLTNIS: ein Degu wird schwächer/erkrankt. Oder auch andersherum: ein lange krankes Tier wird endlich behandelt und wird dadurch stärker und lässt sich nicht mehr alles gefallen. Kontrollierst und notierst Du das Gewicht Deiner Degus, fressen alle ungehindert - magst Du mal ein Foto von allen einstellen auf denen man das Fell um die Augen und mäulchen etc auch gut sieht - vor allem, da Du meinst, einer würde nun grau (das ist gar kein so deutliches/typisches Alterszeichen bei Degus)?

- HORMONE/BRENNNESSEL: viele Halter haben die Beobachtung gemacht, dass die Fütterung von Brennnesseln (vermutlich über eine Erhöhung des Testosteronspiegels im Blut übr wirksame Bestandteile die auch medizinisch eingesetzt werden und auf die dafür empfängliche Degus möglicherweise feiner reagieren als andere Tiere) die Unruhe zumindest in Männchengruppen sichtbar innerhalb weniger Stunden. Schau mal Dein Futter und die Leckerlis durch. Gab es hier vielleicht auch Änderungen?

- ANDERE DEGUS IN SICHT (eine Vergesellschaftung wird versucht und man sieht sich am Trenngitter - aber auch ei mehreren Gruppen: Käfige werden zu nah gestellt, Trennbretter nicht ordentlich gebaut)

- FUTTERKNAPPHEIT: die Gereizheit steigt deutlich wenn Knappheiten auftreten. Degus brauchen stets ein gutes Angebot an reinem blätrigen Pflanzenfutter. Sie verdauen /verstoffwechseln schnell und das ist lebensnotwenidig für sie - und führt zu harter Konkurrenz bei vielen. Ebenso: Futter an mehreren Stellen verteilt im Käfig anbieten, nicht im Napf. Zumindest nicht nur in einem Napf. Und auch Spiele meiden, indenen 4 Degus sich um einen Karton mit Leckerlis streiten. Damit legt man nur Feuer , denn für die Tiere ist es kein Spiel sonern ziemlich ernst, wenn nicht jeder in Ruhe an sein Leckerli kann.

- ANDERE KNAPPHEITEN: Bei mehreren Tieren gibt es gerade um Laufräder sehr gerne mal Streit. Unbedingt ernst nehmen und rechtzeiteig mehrere anbieten.

Dazu kochen diese Streits eben oft in Gruppen hoch, die an sich schon in rücksichtlisen VGs ziemlich zusammengezwungen wurden (oder wo einer zwar recht schnell beigegeben hat - aber sich sichtlich immer etwas unwohl fühlt ind er Runde). Das sind dann Gruppen die bei dem kleinen Anlass und jeden Herbst aneinandergeraten. Leider ein trauriges Phänomen der Degu-Heimtierhaltung, da nur ein kleiner Teil der Halter bereit ist, hier mehrere passende Gruppen vorzuhalten, um immer bei ernstem Bedarf etwas ändern zu können.

Wegen letzterem eben nun auch die letzte Frage: Wenn die Tiere aus eher traurigen Verhältnissen kamen, ist vermutlich nicht bekannt, ob sie bisher immer gut zusammengelebt haben ohne ernstere Streits ? Und wie lange sie schon so zusammen leben - oder ob noch relativ frisch jemand dazukam.
Weil es hier auch immer mal erstaunliche Wendungen selbst bei Degus gibt, die schon länger zusammen sind: Kennst Du Dich mit der Geschelchtsbestimmung aus und hast Du das Geschlehct mal kontrolliert?
Auf Deine Fragen antworte ich gleich so gut es geht.
 
  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #3
Wann man trennt ist eine Sache, die immer sehr schwer blind aus der Ferne zu Beschreiben ist. Je besser man seine Tiere kennt, desto leichter wird es, aber das hilft einem am Anfang nun gar nichts.
Dazu wirst Du sicher auch gelesen haben, dass es hier sehr unterschiedliche Philosophien gibt: Von "bloß nicht trennen" und lieber in Kauf nehmen, dass die Degus mit völlig aufgerissenem Rücken vielleicht doch sich wieder einkriegen - oder eben dann doch halbtot oder ganz tot herausgenommen werden können, aber dann weiß man wenigstens, dass man nun nicht "zu früh" dran war .
Bis hin zu eben etwas umsichtigeren, das einzelne Tier wertschätzenden Ratgebern, die dann schon etwas früher den Grad des Abwägens erreichen, wann welches Eingreifen nötig ist.

Wichtig zu wissen ist: Es gibt gar niht DIE Weisheit und den Weg. Und deshlab darf(und muss aus ethischen Gründen mE auch!) man sehr wohl früher eingreifen. Aber dazu später mehr, ds ist schon ein Roman.
Einige sehr einfache Regeln für das Eigreifen findest Du in der Mitte dieses Links :
Er kann Dir auch beim Wieder -Vergesellschaften helfen (denn ich lese etwas mit Erschrecken,d ass Du die oben+unten in "Häuschen" eingesperrt hast? Wie sieht denn Dein Käfig aus, hast Du keine Volletagen? Die braucht man in der Deguhaltung unter mehreren Aspekten: Lauffläche maximieren, Sicherheit, Gelenke hiten nicht vorzeitig verschleißen - und last not least: kuzre oder längere Trennungen oder Wiedervergsellschaftungen. Dein Käfig klingt toll von der Größe - eventuell musst Du etwas nachrüsten mit Volletagen die nur jeweils kleine CDhüllengroße Aufgänge haben. Damit kannst Du gut auch spontan mal abtrennen für eine Nacht. Oder eben auch wenn man eine Etage putzt ohne Helfer ;-) Schau mal hier unter Haltungsbedingungen sind auch Dateien mit bIldern für geeignete Degukäfige.
 
  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #4
...
Seit 3 Tagen gibt es Streit zwischen zwei Tieren. Anfangs waren es ‚nur‘ Showkämpfe, dies ging über 2 Tage konstant. Beide standen auf einem Häuschen und schubsten sich gegenseitig runter. Keiner wollte sich zurückziehen. Dies steigerte sich immer weiter bis zur Verfolgung und endete im Knäuel. Hier mussten wir eingreifen.
Als beide kurz voneinander abließen, haben wir sie getrennt und untersucht. Beide haben Blessuren, Bisswunden und Kratzer. Sie scheinen sich stark behagt zu haben, jedoch sind es keine tiefen Fleischwunden. Dennoch ist deutlich zu erkennen, dass die Angriffe Richtung Kopf/ Kehle gehen. Beide Tiere waren sichtlich erschöpft. Wir haben sie innerhalb des Käfigs getrennt, jeder hatte zwei Etagen mit einem anderen Mitglied der Gruppe. Den Rest des Tages haben beide in einem Häuschen (einer ganz oben, der andere ganz unten auf der Etage) verbracht. Wir haben jedoch schnell wieder alles aufgemacht, sodass die anderen beiden Unbeteiligten herumlaufen können.
Da ich nun viel im Internet recherchiert habe, habe ich sehr viel Angst davor gehabt, dass die beiden in der Nacht auf Leben und Tod streiten. Ich habe sie in der Nacht deshalb wieder getrennt voneinander gehalten und heute Morgen gesehen, dass sie beim ersten aufeinandertreffen gleich wieder aufeinander losgehen. (Ich bin mir leider auch nicht ganz sicher, von wem der Streit ausgeht, da sie alle die gleiche Farbe haben. Daher bin ich im unklaren darüber, ob ich den Jäger oder den gejagten separiert habe.)

Meine Fragen:
- Haben wir zu früh eingegriffen?
- wie stark sollen Verletzungen sein, damit ein Eingreifen gerechtfertigt ist? (Die Verletzungen sind stark bzw. deutlich, allerdings nicht lebensbedrohend.) hätten wir das aushalten können? Oder steigern sie sich dann einfach weiter?
- wie verfahren wir weiter?
- kann ich die Gruppe wieder zusammen
Nein, ich hätte auch längst eingegriffen. In der ersten Antwort habe ich Dir sehr viele Möglichkeiten und Fragen aufgezeigt: bitte lies sie gründlich , überleg - und sprich hier gerne darüber. Auch wenn man dadurch nicht immer ewtas am "jetzt" ändern kann, ist es doch wihctig, eine Idee zu bekommen, WARUM eine zuvor anscheinend friedliche Gruppe sich nun streitet. ZB damit man Auslöser künftig meidet.
Oder kranke Degus behandelt . Oder einzelne Weibchen aus solchen Gruppen entfernt usw.

Wenn Degus schon so sichtbar aneinander geraten, versuche ich das schon früher zu entzerren: Wärmedosen und viel Futter anbieten (und eben versuchen zu verstehen, worum es ihnen ging falls man hier etwas noch ändern kann).
Persönlich habe ich entgegen der be Facebook gelehrten breiteren Meinung ganz gute Erfahrungen gemacht, richtig heftige Kämpfe (wir sprechen nicht von etwas Schubsen oder kurzem Jagen (!!!Unterschied ist wichtig) bei dem sichtbar alles gut emotional im Rahmen ist sondern richtiger Wütigkeit in Richtung Vertreibens-Jagen oder dem Versuhc, zu Beissen) gar nicht hochkochen zu lassen, um zu verhindern, dass sie einander dann so bekämpfen, dass man richtig trennen muss. Dazu setze ich dann einfach den Unruhestifter je nach Heftigkeit für ein paar Stunden oder aber auch mal die Nacht oder etwas mehr auf eine andere Etage und sperre gutab. Und lasse sie dann unter guter Aufsicht auf einer Etage wiederzusammen die weitgehend leer ist, so dass ich da gut Zugriff habe und sie sich nicht gleich Verletzen, sollten die Kämpfe dann unvermindert heftig gleich weitergehen (wie bei Dir).

Meine Erfahrung (auch über Halter die ich beraten habe, denn cih selber habe zum Glück eben realtiv selten Ärger in Gruppen, weil ich hier viele Rücksichten auf Eigenheiten/Kompatibilitäten nehme und mehrere Gruppen halte) mit diesem rechtzeitigen Eingreifen - längst bevor ein wütendes Gekugel losgeht - ist gut:
Gar nicht so selten hat man sich längst wieder beruhigt und kommt zusammen als nichts war. Und es flammt auch nicht mehr zwingend auf ("weil man es ja nicht hätte klären können" wie die FB-Logik besagt. Es lässt sich a) nicht alles klären schon gar nicht im glühenden Zorn und b) muss gar nicht immer alles geklärt werden, wenn es nichts Tieferes ist, sndern nur ein dummes Aufflammen von Ärger).
Oder es tobt unvermindert weiter. Dann hat man auch nichts verloren/verschlechtert mit dem Versuch, des "Beruhigens-durch-nicht-sehen"/Runterkommenkönnens.

Ein Versuch ist es also auf jeden Fall wert (aber eben eher etwas früher als bei Dir - und trotzdem gibt es hier eben keine auf alle passenden allgemeingültigen Aussagen).
Auch dass Du versucht hast, sie nach einer Trennung wieder zusammenzulassen ist ok, ABER eben nur unter sehr guter Aufsicht. Gib aber darauf acht, dass sie sich nnicht durch Abstürzen oder Fall auf Kanten veretzen können. Dass Du überall mit Handschuhen und einer Plastikschüssel oder einer Kehrschaufel gut dazwischengehen kannst. UND: Lass die Degus mit so etwas nicht alleine, denn Du sperrst sie ja zusammen ein. Der Unterlegene kann nicht raus und wie Du gelesen hast, kann es durchaus truarig enden.

Eine weitere Version des Eingreifens bzw der Versuch, ob sich dann alles etwas beruhigt ist: Verkleinere das Gehege versuchsweise temporär ZB auf 1 auf eine mittlere Etage in der nur noch wenig steht, damit Platz ist zum Bewegen. ZB einige Weidenbrücken als Häuschen - manche mahcen gar nichts mehr rein - andere lassen das Laufrad wenn das nicht gezielt zum Streit oder pansiche weggerenne führt. Das ist aber nur ok, wenn Du die ganze Zeit bei ihnen bleiben kannst zum Eingreifen! Es gibt Grupen, die sich mit weniger Platz tatsächlich wieder beruhigen. Hier muss man sich begegenen - evl soielt mit auch das Kleinstrevierbilden bei einigen Gruppen bei unseren Etagenkäfigen mit eine Rolle und damit ist dieser Punkt raus ... wer weiß.
Ich selber mag die Methode nicht so - aber sie hat durchaus schon bei enigen geklappt. Wird auf dieser Etage erbittert gekämpft und die Enge verschärft das Problem nur, weil einer nicht weg kann dann bitte umgehend abbrechen.

Wenn alles bei Euch gerade nicht klappt, sei getröstet:
Viele Halter müssen trennen und dann versuchen wieder zu vergesellschaften bei Degus. Das gehört leider oft dazu (ind er Natur bleiben die Gruppen auch nicht stabil - die Fluktuation ist aus verschiedenen Gründen recht hoch), also nicht zu lange warten bis etwas richtig Ernstes passiert. Kehlbisse - aber auch so fortgesetzte Bisse - und andauerndes Jagen sind definitve Trennungsgründe. Davor liegt aber noch ein großer "Graubereich" den man nicht so leicht beschreiben kann.

Im Zweifel wohlüberlegt den Unruhestifter abtrennen. Wunden gut versorgen. Ein Trenngitter bauen (siehe obige Links). Beide Käfighälften mit allem benötigten austtaten (Laufrad, Häsuchen, Futter wasser, höhlen, sandbad...). Und ganz entspannt die Zeit für Euch arbeiten lassen, beobachten, wie es am Trenngitter läuft - und sich dann nach enigen Wochen mit Friede überlegen, welche Methode der Zusammenführung man für diese Gruppe als erstes probieren möchte.

Wie sieht es denn jetzt bei Dir aus inzwischen - ist alles wieder gut und ich bewahre den Roman hier einfach auf zum Velrinken für jemand andern (würde ich Dir ja wünschen :) ) - oder geht das pausenlos und heftig weiter ?
 
  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #5
Hallo SaSch,

vielen lieben Dank für deine Antwort, ich werden auf viele Dinge nochmal eingehen müssen bzw. werde dir (und allen weiteren Lesen) dazu wohl noch weitere Fragen stellen.
Denn ich wir sind ja nun erst seit kurzem Degu-Halter.

- Wir haben die Gruppe im Mai übernommen mit einen viel zu kleinen Terrarium und dürftiger Einrichtung. Da habe ich schon die ersten Möbel und bessere Laufräder gekauft und teilweise eingebaut. Damals wurde uns gesagt, dass die Tiere etwa 2,5 Jahre alt sind. Ich selbst kannte den Laden seit gut 1 Jahr und kann sagen, dass sich an der Gruppe und ihrer Konstellation nichts geändert hat.

Vielmehr Infos habe ich aber auch nicht bekommen. Insgesamt sahen auch alle etwas ramponiert aus. 3 von 4 fehlt ein Stück vom Schwanz, 2 habe einen Cut im Ohr und einer hatte eine Glatze auf dem Rücken. Der Vorbesitzer hat erklärt, dass das von einem Kampf stammt.
Ich habe dann auch alle 4 tun TA gebracht, die Ärztin hat aber keine Auffälligkeiten festgestellt. Sie hat sie auch nach Parasiten untersucht und keine feststellen können.

Wir haben dann nach Informationen von einem Tierschutzverein zusammengetragen und nach Inspiration bzw. einer Aufbauanleitung für einen großen Käfig in Infoforen gesucht. Den konnten sie dann im Juni beziehen. Seither verlief auch alles gut. Sie haben sich gut eingewöhnt und konnten sich auch gut an uns gewöhnen. Die einzelnen Ebenen können durch Durchgänge (17x17 cm) erreicht werden. Bislang war das soziale Miteinander sehr gut, selbstverständlich habe ich ein paar von diesen Showkämpfen gesehen, bspw. Das von mir beigefügte Video. Das ist von Tag 1 als es losging. So in der Art habe ich das schon einige Male erlebt und beobachtet. Es hat sich aber alles immer schnell geklärt und es ist Ruhe eingekehrt.
Glücklicherweise konnte ich in dieser Woche Zuhause arbeiten und war so zur Stelle. Das Video habe ich noch meinem Partner geschickt und gesagt ‚Guck mal die prügeln sich schon seit 2 Std‘ und wir mussten beide schmunzeln weil das sonst noch nie so lang ging. Das zweite Video ist vom zweiten Tag, da ging es ja weiter und deshalb habe ich auch dieses Video gemacht, mit den Worten: ‚Heute geht’s sogar weiter!‘
Von der Eskalation habe ich kein Video gemacht, sondern lieber eingegriffen. Ich fühle mich durch deine Worte auch bestellt darin diesen Schritt getan zu haben.
Sie haben sich plötzlich und lautlos ineinander verknäult. Als sie kurz voneinander abließen konnte ich sie durch eine Korkröhre trennen, einer hat sich auch gleich darin versteckt. Ich kann leider daher auch nicht sagen, wer wen angegriffen hat, genau wie an den Tagen zuvor. Beide sind immer wieder aktiv aufeinander zugegangen.

Diesen Moment habe ich zur Trennung genutzt und den anderen in die Transportbox gesetzt. Anschließend habe ich beide untersucht und die Wunden mit Octenisept gereinigt. Es sind Abschürfungen und Bisse am Oberkörper und Gesicht/Kinn. Jedoch keine klaffenden Wunden mit enormen Blutverlust. Ich habe an zwei Stellen noch Antisept draufgetupft und beide getrennt.
- die o.g. Aussparung in der Mitte habe ich abgedeckt. Ich habe niemanden im Häuschen eingesperrt. Sie haben insgesamt 3 Häuser von denen sie Zwei (das eine ganz oben und das andere ganz unten) auch zum Schlafen nutzen. Derjenige der oben bzw. unten war hat in dem entsprechen Häuschen gelegen und geschlafen. Beide waren ja total erschöpft von den ständigen Kämpfen.

Normalerweise lieben sie es morgens auf den unteren beiden Etagen in der Sonne zu liegen. Also habe ich heute morgen die Barrikade entfernt und wollte sehen, was passiert. Leider sind sie gleich aufeinander los. Da ich dir habe Zeit daneben saß habe ich gleich etwas Heu auf sie geworfen und sie haben voneinander abgelassen. Den Angreifer habe ich entfernt und ihn nach oben gesetzt. Den Durchgang in der Mitte wieder mit einer großen Schüssel verdeckt. Leider ging anschließend für mich ins Büro, sodass ich diese Konstellation nun beibehalten habe.

Stand jetzt ist einer der neutralen Degus nach oben gegangen, weil er unbedingt zum Laufrad muss (er ist der Sportler der Gruppe). Der Angreifer von heute morgen lahmt jetzt mit dem rechten Vorderbein. Insgesamt ist aber nichts weiter passiert. Ich werde sie mir morgen beide nochmal genauer ansehen und anschließend entscheiden ob und mit wem der beiden ich zum Tierarzt gehe. Würde dazu dann entsprechend ein Update geben mit Evtl. Rückfragen und auch Fotos von den einzelnen Degus beifügen)

Wir haben heute dann nach der Arbeit schnell vorsorglich zwei Trenngitter gebastelt mit denen wir im Notfall (d.h. temporäre Trennung bzw. Wieder -Vergesellschaftung) lieber in der Vertikalen trennen können mit dem Gitter, sodass sie sich sehen und riechen können, statt mit der großen Schüssel die Ebenen in der Horizontalen zu trennen.

Aktuell ist meine Gruppe nun in 2 / 2 aufgeteilt. Ich möchte morgen beide zur Begutachtung rausholen und anschließend auf der jeweils anderen Seite wieder aussetzen. Allerdings möchte ich dann das gebaute Trenngitter verwenden und ihr Verhalten beobachten.
 

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  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #6
Ich habe den von dir beigefügten Ratgeber nun studiert und möchte auch lieber kein Risiko eingehen und mich an der Anleitung entsprechend verhalten. Beide sind noch immer außerhalb der Sichtweite des anderen, das d er Käfig noch immer in der Mitte abgetrennt wurde.
Wir haben zwei Trenngitter angefertigt (Doppelt hätte besser) sodass sie sich auch nicht durchs Gitter bekriegen könnten. Ich möchte lieber mittelfristig trennen. Dazu muss ich baulich etwas verändern, dass würde ich jetzt am WE durchführen.

Leider traue ich es uns und den beiden Rivalen es gerade nicht zu, dass spontan noch einmal gütlich lösen zu können. Dann lieber mit Strategie.

Dazu jedoch noch ein paar Fragen:

1) Ist es sinnvoll während der Zeit der Trennung beide immer wieder die Seiten tauschen zu lassen, sodass sich der Geruch von beiden überall befindet und sie sich besser an den anderen gewöhnen?

2) Wie verfahren ich mit den anderen beiden neutralen Degus? Ich habe Angst, dass ich durch eine räumliche Trennung in 2/2 eine Spaltung der Gruppe nur weiter provoziere?

3) ist es besser alle passenden Konstellation (also natürlich nicht die Kontrahenten gemeinsam setzen) miteinander zu tauschen, sodass keiner alleine sein muss?
 

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  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #7
Fehlersuche:

Ich bin nun nochmal alles durchgegangen und bin noch immer ein wenig ratlos.

Die Gruppe scheint dauerhaft miteinander gelebt zu haben (auch auf engstem Raum). Durch den neuen Käfig erschien mir die Gruppe sogar entspannter. Sie können nun einfacher sich aus dem Weg gehen und jeden Stand ausreichend Platz zur Verfügung. Normale kleine Streitigkeiten gab es eure beschrieben.

Nach Umzug haben alle 4 auch gut zugelegt, teilweise 30 gr. Sodass ich etwas sorgsamer mit dem Futter umgegangen bin. Ich auch nichts Auffälliges am Allgemeinzustand des einzelnen erkennen. Alle sind vital, neugierig und aktiv. Sie haben sogar noch in den ersten zwei Tagen des Streits miteinander abends / morgens gekuschelt.

Ich versuche auch alle möglichen Unruheherde vorab aufzuschließen: der Käfig wird nie in einer Hau-Ruck-Aktion gesäubert, nur einzelne Etagen im Wechsel. Etwas altes Einstreu wird immer übernommen. Essen gibt es auch an verschiedenen Orten, die unteren Etagen bestehen fast ausschließlich aus Heu und Knabber-Überstreu.

Einzig und allein die ‚Diät‘ nachdem sie über 4 Monate im Schlaraffenland gelebt haben. Aber auch in den letzten Tagen war immer genug Futter da. Ich bin wirklich ratlos.

Es ist nun auch spät. Im Käfig herrscht Ruhe, einzig der Läufer dreht noch seine Runden alle anderen schlafen. Die beiden Streithähne fressen und zeigen sich gelegentlich, bleiben aber überwiegend zurückgezogen im Haus. Insgesamt sind alle aber gestresst, sie mögen auch nicht mal mehr gerne an die Schiebetür zur Hand kommen.

Mir ist das wichtigste, dass alle zur Ruhe kommen können und das bei guter Gesundheit. Ich melde mich morgen nach dem Gesundheitscheck.
 
  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #8
Gesundheitscheck:
Heute Vormittag waren alle noch ganz aufgeregt. ‚El Chapo‘ (der größte der 4er Gruppe und meiner Meinung nach der Chef) Ist aufgeregt im Gehege rumgerannt und hat gekreischt. Wir haben viele ‚Möbel‘ entfernt um besseren Zugriff zu haben, nachdem die Barrikade im 2te Stock entfernt wurde. Die Gruppe hat sich über die vier Ebenen verteilt. Dabei ist mir aufgefallen, das ‚Mr.Monk‘ gezielt nach ‚Glatze‘ (Das sind die beiden Streithammel) gesucht hat. Glatze war derjenige der die letzten zwei Tage unten gewohnt hat. Er ist direkt auf ihn zu und beide haben sich kurz umtänzelt und sind gleich wieder aneinandergeraten. Wir haben sie sofort getrennt und haben beide genau inspiziert.

Anbei Mr.Monk und seine Blessuren. Wie vermutet ist es nicht allzu schlimm. Keine tiefen Wunden, zu sehen. Er hinkt zwar vorne rechts noch etwas, aber benutzt seine Pfote zum Essen und abstützen, springt und klettert herum, allerdings vorsichtig und etwas weniger als sonst.
 

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  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #9
‚Glatze‘ hat ähnliche Wunden. Sein Kinn ist aufgeschlagen und eine Wunde ab der Vorderpfote. Er frisst und läuft rum, ist aber insgesamt matter / erschöpfter als sonst.

Standpunkt jetzt würde ich ihnen den Stress eines TA-Besuchs ersparen wollen.
 

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  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #10
Wir haben das Trenngitter nochmal angepasst und setzen es nun ein.

Wir werden ‚Mr.Monk‘ nach unten setzen, während die anderen drei oben sind. Ob das dauerhaft so bleibt, bzw. ob einer der beiden neutralen Degus - El Chapo und Shorty - noch dazukommt halte ich für möglich. Ein kleines Laufrad, dass in die unteren Etagen passt habe ich bereits bestellt, da die Etagen oben 55 und 45 cm hoch sind unten jeweils 35 cm.

Erstes Fazit: beide Kontrahenten haben ihre Bereiche und das Gitter inspiziert. Sie waren sich beide gleichzeitig auf der getrennten Etage, dabei blieb es ruhig. Ob sie sich ggf. Gegenseitig gar nicht richtig wahrgenommen haben kann ich nicht sagen. Mr. Monk ist jedenfalls unruhig und fiept nach den anderen. Die Begrenzung scheint ihn deutlich zu nerven, da er nicht zu den anderen gelangen kann und so versucht er das Hindernis irgendwie zu überwinden (aktuell versucht er sich darunter zu graben und knabbert am Rahmen). Ich hoffe, dass alles standhält.
Die drei oben leben in der heilen Welt. Putzen sich, laufen im Rad, futtern. Alles geschieht unter wachsamen Blicken von mir und meinem Freund.
 

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  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #11
Liebe Kiki,
Deine 4 haben das ganz große Los mit Dir gezogen: einen von Größe und Einrictung her wunderbaren Käfig, Du machst alles super und entwickelst alles permanent weiter.
Auch das doppelte Trenngitter hast Du sehr schnell gebaut und es sieht gut aus!
Und Deine Jungs sind herzallerliebst - so Hübsche sieht man leider immer seltener .

Einen Degu mit grauem Fell am Kopf habe ich auf den Bildern hier gar nicht erkennen können - wohl aber einen, der um die Augen herum und an den Füßchen kein Fell mehr hat. Und deutlich sine Kniegelenke schont beim sitzen (eine Alterserscheinung - die aber auch bei jüngeren Degus bereits bei beginnender Arthrose uä zu beobachten ist).
Den meinst Du aber nicht, denn ich sehe ihn nicht kämpfen?
Hierzu: natürlich kann so etwas immer auch Milben oder Pilz sein und bei nackten Pfötchen muss man auch immer die Zähne kompetent untersuchen lassen (aber hier ist das mehr als die übliche "Mäulchenwischstelle" ) - aber sehr typisch ist das gerade bei Degus wegen der oben angesprochenen Sozialproblematik: Sozialstress. Oft für die Halter nicht mal beobachtbar - es wird dan klar, wenn man jemanden länger begleitet, dann stirbt ein Tier aus so einer Gruppe und dann werden die Pfötchen nicht mehr selber gerupft. Das um die Augen da bin ich mir von den Fällen her noch nicht sicher: es kann sen, dass e stressbedingt ausfällt. Es kann sein, dass ein Mitdegu den DA unangemessen viel putzt (so wie die nackte Stelle am Rücken, die ihr zu Beginn hattet - wenn das oben am Rücken mit intakter Haut und nicht hinten mit Narben war, dann ist das eben auch eine Kuschelstelle (hatte ich auch schon bei einem Zweierteam, das zuvor in einem Aquarium gelebt hatte - es war nach wenigen Wochen in einem normal großen Käfig mitviel Nage und Grab-, Zerstör-, Umgestalt-Möglichkeiten (die beiden waren überdurchschittlich aktiv) bei mir dann verschwunden). Aber immer im Auge behalten klar. Huckt sich da jemand viel oder geht das Nackte nach unten, dann unbedingt zum TA , dann ist es auf jeden Fall Augenausfluss bzw Parasiten .

Auf dem Bild Nummer 4 der ersten Serie würde ich sogar vorsichtig sagen, dass beide Degus die Links sitzen gesundeitlich oder tatsächlich älter sein könnte als die anderen beiden. Aber bei degus ist eine wirkliche Altersbestimmung nach den ersten beiden LJ nicht wirklich möglich - es gibt auch Senioren die noch aussehen wie 2-3 Jährige und andersrum 4Jährige, die durch geneitik uo Haltung schon sehr sehr alt sind oder zumindest wirken.

Dass sie bei Dir zugenommen haben muss übriges nicht zwienged etwas mit ungesunder Fütterung oder einem Zuviel zu tu haben - es kann durchaus auch Entspannung und Wohlbefinden in den letzten Monaten sein - UND viele Degus fangen JETZT zum Herbst an, mehr Hunger zu haben und nehmen über den Winter hin zwischen ~ 10-40g zu.

Wichtig ist aber eine gesunde, artgerechte Fütterung: Trocken ist die Basis 1-2 große Blätter-Blüten-Kräutermixe mit gut 20 Arten/Sorten drin. Dazu gutes Heu ( das Schwarzwaldheu von Hansemanns ist in allen Nagerkreisen sehr beliebt - und achtet auch sehr auf Wiesen ohne die giftige Herbstzeitlose, was die Fütterung deutlich entspannt). Und 1-3x die Woche eine gute Ölsaatenmischung (oder sehr Ölsaatenreiche Saatenmischung mit vielen sehr kleinen duftenden Saaten, die reich an Vitamin E, Omega 3 Fettsäuren uvam sid) - gut verstreut als ob Du einen Acker von Hand einsäen willst über mehrere Etagen. Damit ist man beschäftigt über Tage und man muss das dann nict Löffelweise exakt abmessen. Und dazu wäre selber gesammeltes blättriges Grün - wie das oben erwähnte Gras aber mehr Arrten wäre gut - optimal, da Degus in ihrer Heimat durchaus in/nach den Regenzeiten frisches Grün fressen und nur notgedrungen auch Trockenzeiten aushalten können. Wenn Du unsicher bist beim sammeln, helfen wir Dir hier in der Facebookgruppe auch weiter (liebe Admins, wenn nicht erwünscht, dann gerne löschen. Es ist eine reine Freizeitgruppe von Deguhaltern - ohne Gebühren, Zucht oder anderen Verkauf dahinter).
Gerade ganzjährig gut mit gesammeltem Frifu und parallel gutem Pflanzenmix mit wenig Saaten und wenig Leckerlis gefütterte Degus können auch so "gesunde Rundungen" erreichen nach einer Umstellungsphase, vermutlich da dies optimal für ihre Darmflora und Zähne ist .
Nicht dick, aber eben auch nicht so dass man vermutet, es sind Zahnpatienten. Das ist aber nichts Schlechtes mMn - solange genug Platz vorhanden ist und der Degu mobil, aktiv und nicht dick-aussheend ist. Für ein gutes Gefühl hier lohnt ein Blick auf Filme von Degus in ihrer Heimat. Die sehen auch anders aus, als auf mancher Heimtierseite (Schön auch hier ab Monute 12:49 - Arte - Wildes Chile - kennst Du es? Mit mehr Ruhe später sonst mal anschauen ) . Also: eventuell etwas umstellen, gesund füttern und die Kleinen am Grün selber bedienen lassen. Aber auf keinen Fall eben das Grunfutter - und schon gar nicht jetzt in der kritischen Phase zum Winter zu rationieren, das gibt Stress . Nur Leckerlis sollten es wenig sein.

Noch kurz Kleinigkeiten was mir von den Bildern aufgefallen ist:
den Wassernapf würde ich unbdeingt auf ein kleines Tischchen/Halbetage stellen - da wirst Du ja auch ohne Streit nicht glücklich mit, wenn der da im Streu steht.

Diese mit brauner Rinde beklebten Kleintiermöbel sind grenzwertig geeignet: es sind extrem viele an zwei seiten spietze Nägel darin verarbeitet und Degus nagen ja gerne : also alle Tage immer mal mit der Hand über das Braun drücken, ob sich da nicht Spitzen zu tasten sind (mit Kneifzange leicht entfernbar)
Oberste Etagen- udn da eben Möbel wie das wo sich auf Film 1 drauf gestritte wird sind extrem beliebte Aussichts- , Liege, verweilflächen: HIer unbedingt mehr dieser Fläche bieten als das kleine Häuschen vom Film (große Korkröhre / größeres Häuschen / aufgehängte Weidenbrücke oä

Richtig schön finde ich die Gestaltung der nicht zu hoch aufgehängten verschlungenen Äste mit den absichernden Röhren und Brücken durnte ( Bild 3 der ersten Serie) ! Das werde ich mir (zumindest für meine Nicht-Senioren) mal merken. Etwas dicker hätte ich diese Äste gerne, da mir Sicherheit extrem wichtig ist - aber insgesamt finde ich das sehr gelungen und die Degus dürften es lieben :)
 
  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #12
...

Dazu jedoch noch ein paar Fragen:

1) Ist es sinnvoll während der Zeit der Trennung beide immer wieder die Seiten tauschen zu lassen, sodass sich der Geruch von beiden überall befindet und sie sich besser an den anderen gewöhnen?

2) Wie verfahren ich mit den anderen beiden neutralen Degus? Ich habe Angst, dass ich durch eine räumliche Trennung in 2/2 eine Spaltung der Gruppe nur weiter provoziere?

3) ist es besser alle passenden Konstellation (also natürlich nicht die Kontrahenten gemeinsam setzen) miteinander zu tauschen, sodass keiner alleine sein muss
Hm.... Ich habe gerade gesehen, dass Du den Beitrag noch woanders gepostet hast.
Was ja völlig ok ist, denn Du brauchtest schnell Hilfe und oft dauert es überall, bis sich überhaupt mal jemand meldet, der etwas raten kann. Da sehe ich nun auch Bilder, auf denen ich erkennen kann, was Du mit dem Grau um das Auge meinst (erstaunlich! Aber kann es sein,d ass es auf den Ankunftsbildern viel stärker ist als jetzt - sich also zurückbildet?) . Denn eine normale Alterungserscheinung ist das so nicht - das fiel mir gestern Abend ja direkt auf im Text - da hätte ich noch auh eher auf um die Barthaare/Nase herum getippt.

Da eine gut VG- und vielelicht auch Krankheitsbegleitung sehr zeitaufwändig für beide Seiten sein kann - und Du dort jetzt auch innerhalb kürzester Zeit sogar am Samstagmorgen ungewöhnlich rasche+viel gute Ansprechpartner bekommen hast (möglicherweise auch wegen unseres Austauschs hier) - würde ich mich uns allen zuliebe hier etwas zurückziehen.

Das ist nicht böse gemeint, aber einmal schaffe ich es derzeit gar nicht, dann so sorgfältig parallel zu lesen, abzuwägen und zu antworten wie man es in Deinem Fall machen sollte. Und für Dich ist es entlastend da Du nicht doppelt lesen und antwortenmusst - zumal es durchaus Ratschläge geben wird, die sich in Teilen zB bei der Zusammenführung widersprechen werden.
Von daher denke ich, dass es in Deinem Sinne ist und es heißt definitiv nicht, dass wir beide uns nicht hier oder woanders wieder sehr gerne (weiter oder zu anderen themen) schreiben können!

Als Letztes:
Ich habt ds heute nochmal probiert, aber im ganzen Käfig. Hätte ich so nicht gemacht - siehe oben. Sondern auf begrenzterem Raum wie einer Etage .
Heißt nicht, dass es dann geklappt hätte!
Ich lege Dir das nur SEHR ans Herz für weitere Schriette:
1) nun erstmal keine Versuche mehr
2) wenn die Zeit für eine Zusammenführung kommt dann so wie in dem einen markierten Abschnitt hier (bzw dann och dem "Link im LInk"/Klick) .
Eine Etage, frei, Eingreifsutensilien und -Möglichkeiten.

(Persönlich bin ich auch immer mehr Fan davon, gerade bei den Jungs eher eine unbekannte Etage zu nehmen weil die Degus sich dann gar nicht mehr um "meins " streiten - neutral - auf der die Degus bei Gelingen dann längre Zeit bleiben können also besser nicht die Badewanne .... das gilt im deutschsprachigen Raum jedoch offiziell derzeit leider als ungeeignet, auch wenn nicht wenige auch hierzulande genau so vg. Tja, wie oben gesagt: es gibt nicht "die" Methode. Ich stelle das nur mal hier rein, um zu erinnern, dass es wie gestern eingangs gesagt, sehr viele Mögichkeiten der VG gibt und oft muss man sehr viel Überlgen , ändern, abwägen. Da ist es gut, sich von "nie-immer"-Dogmen zu verabschieden, denn Degus (und ihre Halter - die spielen da nämlcih auch mit rein!) sind sehr unterschiedlich - und ebenso muss man mit Bauchgefühl seine VG-Varianten anpassen, sollte es nicht völlig easy beim ersten Mal per Standardmethode klappen oder andere Bedenken dafür sprechen).

Zu Deinen Fragen
1) Wenn das ohne gruppengefährdenden Stress bei der mehrköpfigen Partei geht: unbedingt!
Wenn die 3 die jetzt zusammen sind, cool miteinander bleiben, dann jetzt direkt jeden Abend Sandbäder und ähnliche Gerüche tauschen und in ein paar Tagen sogar die Seiten im 5-7 Tagesrhythmus. Damit entwöhnen sie sich gar nicht so sehr voneinander und der Gruppengeruch beibt ihnen vertraut und der Geruch des/der anderen entfällt als "Aufregergrund"

2+3) Du hast sie ja jetzt 3:1 sitzen, richtig? Da es leider durch solche Vorfälle auch dazu kommen kann, das in einem üblen Dominoeffekt die Restgruppe sich auch weiter aufspaltet, bin ich da sehr behutsam mit. Ich rate nie dazu, Tiere "pendeln" zu lassen. Und wenn da eine Dreierrestgruppe ist, die sich versteht auch ohne Tier4, dann würde ich da nicht weiter dran rühren. Natürlich wissen wir nicht sicher, ob der nicht jetzt einzeln Sitzende überhaupt der Aggressor war und ihn ncht vielmehr sein direkter Kontrahent permanent davor gereizt hat und ihm seine Rechte streitig gemacht hat. Nur deutet zumindest einiges darauf hin, dass es nu so passt, wenn er seine beiden verbliebenen Kumpel nicht auch angreift die nächsten Tage.
Und dazu ist mE die Sehnsucht nach Kontakt eines Einzelenen am Tag der Zusammenführung - und die Tatsache, dass er dann nicht schon Chef eines Zweierteams ist und damit auf einen anderen Chef eines Zweierteams stößt eher förderlich für das Gelingen einer Re-VG/ VG (also 3:1 chanchenreicher als 2:2 ) . Aber in der praxis kommt einfach viel auf die CHaraktere und Umstände an.
Dass ihre zerrupften Körperchen anzeigen, dass sie früher schon ernsten Stress miteinander im kleinen Terra im Zoohandel hatten, lässt vielleicht hoffen, dass sie das nun auch wieder hinkriegen . Aber ich tendiere auch deshalb dazu: UNbedingt auf nur einer Etage vg - und klappt das : LASSEN . nicht zu schnell 2 Etage ... noch noch viel länger eher nicht 4 geben.

Liebe Grüße, ich schaue gelegentlich natürlich und lese gespannt mit
und hier sind alle Daumen und Pfötchen gedrückt
Sabine
 
  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #13
P.S.: Thema TA. Wenn das mit PLZ 1 stimmt, sieht es da oben überwiegend trübe aus weiter ab von Berlin - kümmere Dich rechtzeitig und lasse Dir möglichst gute Adressen empfehlen. Man sollte wissen, wo man für was hinkann .
 
  • Streit in einer bestehenden Männergruppe Beitrag #14
Vergessen, hier auf meinem Zettel steht: Sandbad raus ...(bei Wunden). Hast Du aber auch vielelicht gemacht oder ich habe es überlesen.
Und: Tiefere Bisse im Zweifel immer zum TA bringen wg Antibiotikum , da Degubisse auch für sie selber hochinfektiös sind und sich durch die rasche Wundschließung gerne mal Abszesse bilden (und am Mäulchen muss oft auch, noch frisch, genäht werden wenn es da hängt). Bei so was wie jetzt auch gerne mal in der kommenden Zeit mit dem Finger abtasten, ob da unterm Fell "Hubbel" sind, die da nicht hingehören. So, jetzt aber fertig. :)
 
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