12 Tage mit dem neuen Hundewelpen

Diskutiere 12 Tage mit dem neuen Hundewelpen im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo sorry das ich mich nicht mehr gemeldet habe, aber seit der kleine da ist ist für nichts mehr Zeit.....für garnichts ! Fazit der ersten 12...
  • 12 Tage mit dem neuen Hundewelpen Beitrag #1
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Ascension

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Hallo
sorry das ich mich nicht mehr gemeldet habe, aber seit der kleine da ist ist für nichts mehr Zeit.....für garnichts !
Fazit der ersten 12 Tage :
Wo soll ich anfangen, die Betitelung " kleiner süßer Hund " trifft hier wohl nur auf das äußere Erscheinungsbind zu ,
vom Verhalten her würde ich ihm eher den Titel " Tasmanischer Teufel oder Satansbraten" geben.
1. Stubenrein .bisher alle Versuche kläglich gescheitert, was wir hier in den letzten 12 Tagen an Zewa
gebraucht haben das brauchen wir normal nur in 2 Monaten.
Jegliche Art von guten Ratschlägen sei es aus dem Internet oder der Züchterin sind bis jetzt fehl geschlagen, der pisst und kackt wie es ihm gefällt.
2 Verhalten:
bei meiner Frau und mir gibt es aktuell keinen Finger oder Zeh mehr der nicht von kleinen Bisswunden übersäht ist , auch am Arm und am Bein sind
Spuren wo man meinen könnte ich hätte in einem Dornenbusch übernachtet. ...alternativ wie empfohlen , ignoriert er Kauspielzeug das man im anbietet.
Er frisst alles was im vor´s Maul kommt, an ein normales Gassi gehen ist derzeit nicht im Traum daran zu denken
Von Steine über Zigarettenkippen oder kleinen Ästchen , Blätter alles wird gefressen, .....wir sind derzeit mehr am Boden um ihm das Zeug aus dem Maul zu holen
als im aufrechten Gang.....ich meine mit 62 Jahren bückt man sich jetzt auch nicht mehr so wie vor 40 Jahren.
Draußen macht er nichts er hebt sich alles für die Wohnung auf, Gardinen , Klamotten Teppiche es wird alles zerfetzt.

4. nicht normal:
mir ist vor ein paar tagen etwas Essig auf den Boden getropft, das hat der aufgeschleckt, genauso wie Basilikum, der ist ganz Geil auf das Kraut.
Im Internet seht das die weder Essig noch Basilikum mögen.
Was ich besonders Ekelerregend finde ist, das er seine Hinterlassenschaft frisst wenn man nicht schnell genug ist, und dann will er zum schmusen kommen..uuuhhäääh Pfui Teufel 🤢

5. Wie geht es uns...........ist ja auch wichtig:
nun,.. da ich Diabetiker bin haben sich meine Werte in den letzten 12 Tagen merklich verschlechtert, meine totgeglaubte Neurodermitis ist wieder ausgebrochen
Ich habe meine Frau noch nie so oft weinen sehen wie in den letzten 12 Tagen weil sie nervlich an Ende ist.
Keine Ahnung wie das weitergehen soll , meine Frau und ich sind nervlich und körperlich nach 12 Tagen am Boden.

Erkenntnisse:
Ehrlich gesagt , wenn uns jemand vor dem Kauf , also Züchter o.ä. darüber aufgeklärt hätte was es bedeutet einen Hundewelpen groß zu ziehen hätten wir mit
Sicherheit keinen Hund gekauft.
Man richtet sich natürlich in erster Linie an das was man so im Internet liest oder von " Rütter " Filmen kennt, aber das trifft bei weitem nicht auf jeden Hund zu,
und das wird hier eindeutig verschwiegen .Da wundert man sich dann daß das was man da alles im Vorfeld gelesen und gesehen hat plötzlich doch nicht funktioniert.
Jetzt wird mir auch klar warum so viel Leute ihre Welpen nach kurzer Zeit wieder zum Kauf anbieten, .....die eigene Erfahrung ist hier selbstredend.
Der Hund kann nichts dafür das ist schon klar, der ist wie er ist, aber das beim Kauf so vieles verschwiegen wird ist auch im Sinne und zum Wohle des Hundes grob fahrlässig von den Verkäufern.

Wir werden jetzt mal weiter sehen was passiert, er ist jetzt in der 10 Woche, ab der 12ten Woche soll sich ja angeblich etwas in puncto Weiterentwicklung tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 12 Tage mit dem neuen Hundewelpen Beitrag #2
Hey

Ich will euch nicht zu nahe treten. Aber so ganz seriös scheint die Aufzucht bei der "Züchterin" wohl nicht gewesen zu sein, wenn das mit der Stubenreinheit so wie bei euch läuft. Wenn er gar nichts draussen macht, fehlt die Gewöhnung ans Draussenmachen ja komplett und das fängt in dar Zucht an. Genauso sollte ein Welpe nicht seine Haufen fressen (ausser ihr füttert die bunten Ringe voller Geschmacksvertärker).

Da ihr auf dem Zahnfleisch zu gehen scheint: sucht euch noch heute eine Trainerin, die euch unterstützt, die Situation vor Ort anschaut und komplett auf eure Situation gemünzte Ratschläge gibt. Im Idealfall schafft ihr über Management (Welpengitter etc.) eine sogenannte Ja-Umgebung, die euch drei mal aufatmen lässt. Und dann geht es Schritt für Schritt weiter.
 
  • 12 Tage mit dem neuen Hundewelpen Beitrag #3
Dir hat man einen völlig falsch aufgezogenen und gestörten Hund angedreht und das war ein Vermehrer und kein Züchter. Hund und Geld zurück.
 
  • 12 Tage mit dem neuen Hundewelpen Beitrag #4
Ehrlich gesagt , wenn uns jemand vor dem Kauf , also Züchter o.ä. darüber aufgeklärt hätte was es bedeutet einen Hundewelpen groß zu ziehen hätten wir mit
Sicherheit keinen Hund gekauft.
Man richtet sich natürlich in erster Linie an das was man so im Internet liest oder von " Rütter " Filmen kennt, aber das trifft bei weitem nicht auf jeden Hund zu,
und das wird hier eindeutig verschwiegen .Da wundert man sich dann daß das was man da alles im Vorfeld gelesen und gesehen hat plötzlich doch nicht funktioniert.
Jetzt wird mir auch klar warum so viel Leute ihre Welpen nach kurzer Zeit wieder zum Kauf anbieten, .....die eigene Erfahrung ist hier selbstredend.
Ein ordentlicher Züchter hätte euch darüber aufgeklärt, dass ein Welpe extrem anstrengend sein kann.
Ein ordentlicher Züchter hätte bei seinen Welpen schon die Grundzüge der Stubenreinheit trainiert.
Ein ordentlicher Züchter hätte bei seinen Welpen auch schon die Grundzüge der Beißhemmung trainiert, bzw. hätte ordentlich sozialisierte Hunde, die ihn dabei unterstützen.
Einen ordentlichen Züchter könnte man jederzeit anrufen und um Rat fragen und zur Not den Welpen auch für eine Auszeit oder komplett zurück geben.

Das alles bekommt man bei einem ordentlichen Züchter. Wer allerdings einen Mischling von einem Vermehrer kauft, bekommt das halt nicht oder nur zum Teil. 🤷‍♀️

Ich habe zwei Welpen von zwei verschiedenen Züchtern bekommen und in einer anderen Gewichtsklasse als eurer Kleiner, und hier sah keiner aus als wäre er in einen Rosenbusch gefallen. Okay, Stubenreinheit beim 1. Welpen war eine langwierige Sache aber da hatten wir auch über Wochen Schnee, -15° und eiskalten Ostwind.

Aus meiner persönlichen Erfahrung geben nur solche Leute die Welpen schnell wieder ab, die mit völlig verklärten Vorstellungen da ran gegangen sind. Ein Welpe ist kein Regenbogen pupsendes Plüschtier, dass nach 3 Tagen stubenrein ist, nach 10 Tagen "Sitz" und "Platz" beherrscht und nach 14 Tagen ein Buch über den Sinn des Lebens schreibt.
Das ist ein Baby, dass bellt, fiept, frisst, pinkelt, kackt und die Welt erkunden will. Je nach Charakter des Hundes sind das einfach kleine tasmanische Teufel, die mit einer Arroganz durchs Leben gehen. Mein zweiter Hund war so ein arroganter, tasmanischer Teufel, der in den ersten Wochen nur niedlich war wenn er geschlafen hat. Aber hey, das ist ein Welpe, die müssen so sein.

Wir werden jetzt mal weiter sehen was passiert, er ist jetzt in der 10 Woche, ab der 12ten Woche soll sich ja angeblich etwas in puncto Weiterentwicklung tun.
Ja, gibt es. Sie werden selbstständiger, noch neugieriger und selbstbewusster. Mit 4 Monaten könnte eine Spookyphase eintreten, wo plötzlich Leute, Autos, Mülltonne, Bäume oder Kieselsteine angebellt werden. Und danach gibt es die Pubertät, dann die lustige Zeit zwischen 1 und 2 Jahren, wo sich die paar Gehirnzellen nochmal neu sortieren und hey, manche Hunde führen auch noch eine zweite Pubertät ein, so mit 2 bis 2,5 Jahren, es kann auch nochmal eine Unsicherheitsphase kommen, wo man seinen eigenen Hund nicht mehr erkennt.

Aber so mit 3 bis 4 sind sie dann fertig........ vielleicht. 🤣

So, das klingt jetzt alles total negativ aber es ist die Realität.

Ihr habt zwei Möglichkeiten - entweder den Hund zurück an den Vermehrer geben, wobei ich nicht glaube, dass der den Hund zurück nimmt oder halt den Hund privat verkaufen.

Oder ihr beißt die Zähne zusammen, sucht euch einen vernünftigen Trainer und kämpft euch da durch. 💪
Ich kenne euren Alltag nicht, weiß nicht wie viel der Hund schläft, was ihr sonst so macht, deswegen ist es da jetzt schwierig Vorschläge zu machen. Sowas sollte man vor Ort sehen.
 
  • 12 Tage mit dem neuen Hundewelpen Beitrag #5
Danke
Das was mich so fertig macht, das ich dem kleinen auf Schritt und Tritt hinterher zu rennen muss weil man ja nicht weiß wann das große oder kleine Geschäft kommt, also " Big Brother is watching you " so zusagen.
Wir heben ihn auch sofort auf und setzen ihn auf sein Hundeklo wo er ja normalerweise machen sollte, so wird es jedenfalls empfohlen.
Auch das ganze drum herum mit den Leckerlis und Loben übern Schelln König machen wir.
Es macht einem vor allem geistig extrem müde ihm den ganzen Tag auf Schritt und Tritt zu folgen.
das was positiv ist, das er mit seinen 10 Wochen schon durchschläft.
Wir reißen jetzt schon sowas wie Verzweiflungswitze : Gestern sage ich zu meiner Frau " er wirkt jetzt so brav und ruhig seit er vom Tierpräparator zurück ist "
....ist natürlich gemein, und ich schäme mich auch dafür, aber manchmal gibt es Situationen da bringt man sowas aus Verzweiflung
Ach ja Welpenpads zerreißt er besonders gerne
 
  • 12 Tage mit dem neuen Hundewelpen Beitrag #6
Okay, etwas kann ich doch schon empfehlen. Nimm bitte alle Welpenpads und wirf sie weg!

Ihr habt da einen Hund, ein Hund verrichtet seine Geschäfte draußen. Wie soll der Hund stubenrein werden wenn ihr wollt, dass er drinnen macht?

Dann hört auf ihm ständig nach zu laufen. Das stresst euch, das stresst aber auch euren Hund ganz extrem.

Dann fangt das Stubenreinheitstraining neu an.
Sobald der Hund aufwacht - raus.
Sobald der Hund gefressen hat - raus.
Wenn er wach ist und Blödsinn macht, müsst ihr schauen wie lange er durchhält bis er laufen lässt. Bei meinem zweiten Welpen waren das 15 Minuten. Also 15 Minuten gespielt und dann hat er laufen lassen. Also bin ich nach 10 Minuten Spiel mit ihm raus.
Draußen wird ruhig (!) gelobt wenn er macht. Drinnen wird kommentarlos weg gewischt.

Und dann geht mit dem Hund raus, sucht euch ein Stück ruhige Wiese und setzt euch einfach mal hin. Beobachtet die Grashalme, die Gänseblümchen, die Vögelchen, die Leute, die vorbei laufen - macht aber sonst gar nichts an diesem Ort. Einfach ruhig hinsetzen und die Welt anschauen. Und wenn er dabei Gras oder Gänseblümchen frisst, frisst er sie halt. Meiner fand Gänseblümchen total lecker. 🤣
 
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