Ist es zu früh, für ein neues Familienmitglied

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  • Ist es zu früh, für ein neues Familienmitglied Beitrag #1
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SonneMondSterne

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Hallo, ich habe am 14.11. unser 17,5 jährige Lilly einschläfern lassen müssen. Unser jüngster, erwachen mit 25 Jahren, hing extrem an unserer Lilly. Lilly hatte ein Plattenepithelkarzinom und ich habe wegen meines Sohnes 4 Wochen alles versucht, das wir uns noch verabschieden können. Ich hätte sie wahrscheinlich etwas eher gehen lassen müssen.... Unser Sohn wohnt nicht mehr zu Hause, ist aber jedes Wochenende hier. Mir fehlt Lilly natürlich auch, es fällt mir aber schwer, ohne Tier zu sein. Das streicheln, wenn sie auf dem Schoß saß, mit ihr Reden, Nase stupsen...ihr wisst was ich meine. Ich würde schon gerne eine neue Katze in unser Leben lassen. Sozusagen, als Palliativplatz. Für mich kommt kein junges Tier mehr in Frage. Ehrlicherweise habe ich mich aus schon umgeschaut. Bis auf unseren Ältesten (von drei Jungs) weiß noch keiner das ich so schnell eine Neue nehmen würde. Sie wissen zwar alle, das ich nochmal Katzen möchte, doch habe ich dann auch immer gesagt, jetzt noch nicht, es muss erstmal etwas Zeit vergehen. Das sagte ich, weil ich denke, dass man das so erwartet... Viele Wenns und Abers. Muss ich mir schäbig vorkommen unser Lilly gegenüber, dass ich so schnell an eine Neue denke... Ich bin hin und her gerissen. Es gibt so viele alte Katzen, die Plätze suchen. Was sagt ihr?
 
  • Ist es zu früh, für ein neues Familienmitglied Beitrag #2
Hör auf dein Bauchgefühl!
Wenn es sich richtig anfühlt tu es und schenk einer Samtpfote ein liebevolles Zuhause!
Ich denke da gibt es kein richtig und kein falsch.

Als ich meinen Hund damals gehen lassen musste, habe ich mir viel Zeit gelassen, Jahre.
Das war aber eine reine vernunpftsentscheidung, da ich kurz nach Ausbildungsende hin zum Berufsstart mir auch die Zeit gefehlt hätte.

Bei meiner Katze war das anders. Mein Herz war leer so wie auch die Wohnung.
Dann kam ein Zufall zum nächsten. Ich entdeckte den kleinen Drops, mein Bachgefühl und mein Herz haben JA gesagt.
Bis zum Einzug vergingen ca. zwei Monate und es war die beste Entscheidung meines Lebens und Kimmi begleitet mich schon bald 20.
 
  • Ist es zu früh, für ein neues Familienmitglied Beitrag #3
Ich denke, dass nur Du selber entscheiden kannst, ob und wann Du ein neues Tier bei Dir aufnehmen kannst.

Nun weiß nicht, wie alt Du bist, doch, da Du Dich für eine schon ältere Katze entschieden hasst, würde ich nicht gleich die nächst (beste ) Katze nehmen, sondern schon eine suchen, die auch in Deine Umgebung passt, den richtigen Charakter hat und sich gut bei Dir einleben kann.

Ich wünsche Dir viel Freude mit der neuen Katze.
 
  • Ist es zu früh, für ein neues Familienmitglied Beitrag #4
Danke ihr beiden. Ja ich bin mitte 50. Ich möchte aber schon auch auf die Gefühle des Jüngsten Rücksicht nehmen und werde also warten. Werde natürlich auch nicht die nächst Beste nehmen. Die Chemie muss stimmen. Wie gesagt geht geht es mir auch darum kranken Katzen noch einen schönen Lebensabend zu geben. Es gibt wahrscheinlich viele Tiere im Tierschutz, deren Besitzer die Versorgung nicht mehr gelingt. Sei es aus Zeit Gründen, weil die Pflege intensiver wird oder aus Geld mangel. Das spielt natürlich schon eine Rolle. Für unsere Lilly habe ich in 6 Wochen Tausend Euro ausgegeben. Das ist schon ziemlich viel, aber ich habe was für den Fall angespart, dass sie mal krank wird.
 
  • Ist es zu früh, für ein neues Familienmitglied Beitrag #5
Ich mach mich jetzt wohl unbeliebt aber bitte verarbeite erstmal den Tod von Lilly bevor du einen Ersatz für Lilly in Haus holst. Ein neues Tier wird deine Trauer nicht nehmen, dich höchstens davon ablenken aber das hat nichts mit Verarbeitung zu tun.

Als unser Zwergkaninchen an Ostern gestorben ist haben wir erstmal 2 Jahre getrauert und heute noch vermisse ich den kleinen Scheißer
 
  • Ist es zu früh, für ein neues Familienmitglied Beitrag #6
Da schließe ich mich Zhenwu an.....der Verlust sollte verarbeitet werden,wie lange muss aber jeder selber herausfinden. Schlimm fand ich vor einiger Zeit was eine Bekannte getan hatte und dafür hab ich kein Verständnis. Alten, kranken Hund hatte sie wegen der "Umstände" und Kosten morgens einschläfern lassen , ging dann zu Mittag und danach hat sie sich den Ersatzhund geholt.
 
  • Ist es zu früh, für ein neues Familienmitglied Beitrag #7
Leben die anderen Kinder denn noch bei dir oder sind sie alle bereits ausgezogen?

Vor 6 Jahren musste unser Hund eingeschläfert werden, er hatte bösartigen Krebs an der Milz, die auch schon in die Leber gestreut hatte.
Damals hatte ich Glück.
Als es ihm plötzlich richtig schlecht ging, hatte ich da zufällig den 1. Tag Urlaub. Hab ihn, meine Mutter und meine Schwester mit meinem Auto in die Tierklinik gefahren.
Ohne Urlaub, hätte ich mich nicht verabschieden können. Ich hätte es niemals rechtzeitig von Köln zurück nach Duisburg geschafft.


Meine Eltern haben jedenfalls genau das getan.
Nach ca. 2 oder 3 Wochen verkündeten sie uns, dass kommendes Wochenende ein neuer Hund einziehen wird.
Zeit zum trauern nahmen sie sich nicht, sie sagten selber, dass sie die Trauer nicht ertragen, sie ständig weinen müssen und sie deswegen einen neuen holen, das sagten sie uns, nachdem wir Geschwister ihnen sagten, dass wir es zu früh finden.

Rebecca, Kevin und ich waren zu dem Zeit Punkt älter als dein ältester Sohn und wohnten auch nicht mehr in der selben Wohnung wie unsere Eltern, aber wir hatten da noch eigene Wohnungen im selben Haus.

Boris hatten wir mit 12 Wochen bekommen, er wurde 13 Jahre alt.
Die Entscheidung unserer Eltern einen neuen Hund zu holen, fanden wir Geschwister nicht in Ordnung. Wir trafen uns zu der Zeit öfters allein in irgendeiner Wohnung, weg von unseren Eltern und tauschten uns darüber aus, mein Bruder wollte uns älteren Schwestern auch überreden, den Einzug des neuen zu verhindern....
Für uns ging es einfach nicht. Es war zu früh für uns alle drei.


Als Buddy dann einzog, blieb es für uns auch weiterhin lange nicht in Ordnung.
Wir behandelten ihn natürlich freundlich, aber ich für mich, kann es bis heute nicht verstehen, dass sie so schnell einfach einen neuen geholt hatten.

Auch wenn die Kinder erwachsen sind, das Tier nicht mehr jeden Tag gesehen haben, weil man ausgezogen ist. Es gab die Jahre gemeinsam mit diesem Tier tagein und tagaus dennoch und trotz des auszugs gehört das Tier mit zu einem.
Es ist dann nicht, daß Tier der Eltern, sondern es bleibt dennoch auch das Tier der Kinder.

Was richtig, richtig schlimm ist, finde ich zumindest.
Die Bilder von Boris, die einst in der alten Wohnung hängten... sind nun alle im Keller in Kisten verschwunden.
Nicht erst seit kurzem, sondern seit Jahren.

Es ist natürlich deine Entscheidung ob du dir neue Katzen holst.
Nur wir Kinder, wir hätten uns gewünscht, dass unsere Eltern mit uns darüber gesprochen hätten, auf unsere Gefühle, auf unsere Trauer um unseren aller Hund Rücksicht genommen hätten, statt einfach über unser Befinden hinweg zu gehen und ihres vor unseres zu stellen.

Rede mit deinen Kindern.
Alles andere ist nicht fair.


Liebe Grüße
 
  • Ist es zu früh, für ein neues Familienmitglied Beitrag #8
Ja das hab ich auch im Kopf, das ich Rücksicht nehme. Deshalb habe ich schon geschrieben, das ich warten werde. Ich denke ich verdränge den Schmerz noch. Richtig weinen konnte ich noch nicht. Ich lasse diese Gefühle nicht mehr zu, seid einem traumatischen Tod in der Familie
 
  • Ist es zu früh, für ein neues Familienmitglied Beitrag #9
Jeder geht mit der Trauer anders um. Als ich meinen Ferdl (siehe Bild) einschläfern lassen musste, habe ich nur bei der Einschläferung geweint, und danach war's gut. Ich hab alles von ihm weggeräumt, und dann war es eigentlich nur Erleichterung. Meine neuen Katzen kamen 4 Wochen später.

Bei meiner Lilly (ja, auch eine Lilly), die ich im September gehen lassen musste (mit 20 1/2), war es anders. Da hab ich einen ganzen Tag fast nur geweint. Aber danach war's eigentlich auch gut.

Nimm Rücksicht, ok, aber warte nicht zu lang, sondern hör auch auf DEIN Herz, denn es geht auch um Dich!
 
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