Hallo Sarah,
ich versuche jetzt auch mal, deine Fragen zu beantworten:
Du kannst praktisch jedes Material verwenden, aufpassen solltest du aber bei Fichtenholz, das keinesfalls harzen darf (Fichtenharz ist giftig für Hamster).
2.) Könnte ich Holz auch lasieren (oder wie das heißt), so das ich es abwischen kann?
und 4.) Könnte ich das Holz auch anmalen? Wenn ja, gibt es was, was man dewegen beachten muss?
Ja, kannst du. Verwende dafür Sabberlack, den du in jedem Baumarkt oder ab nächste Woche wieder günstig bei Aldi Süd bekommen kannst.
Du erkennst Sabberlack an der Norm EN 71-3, die Bezeichnung ist offiziell "für Kinderspielzeug geeignet", und der Lack hat ein Logo in Form eines Schaukelpferdes oder einer Eisenbahn. Der Umweltengel bedeutet
nicht daß es sich um Sabberlack handelt, auch wenn das manchmal behauptet wird, der einzihe verlässliche Hinweis ist die Norm.
3.) Wie klein müssen die Gitter sein, damit der Hamster nicht durchkann?
Da hat Merle ja schon die Antwort gegeben. Wenn du Volierengitter kaufst, hast du kein Problem (gibt's beschichtet in grün oder schwarz und verzinkt).
5.) Wie dick muss man in einen Kfig Streu einstreuen?
Das hängt vom Hamster und dem Käfig ab. Meine Hamster haben bisher sogar ihre Buddelkiste links liegen lassen, aber deshalb würde ich sie nicht abschaffen.
Das Streu sollte wenigstens so dick sein, daß der Hamster weich landet, wenn er doch mal von der Ebene drüber runterplumpst, selbst wenn er nicht buddeln mag. Natürlich wird der Hamster u.U. ordentlich "rumräumen", und wenn dann die Buddelkiste zu niedrig ist, geht schon mal ordentlich was daneben.
6.) Wo ist es besser den Käfig öffnen zu können? Oben oder vorne - oder beides?
Auch das kommt darauf an, wie hoch dein Käfig ist. Mein Käfig ist über die volle Breite und fast die ganze Höhe (mit Ausnahme der Buddelkiste) zu öffnen, damit habe ich leichten Zugang zu allen Ecken, das erleichtert das Säubern. Den Deckel könnte ich zwar abnehmen, hab das aber bisher noch nie getan, weil ich es nicht brauchte.
Für den Hamster ist es auf jeden Fall angenehmer, wenn du ihn von vorne rausnehmen kannst bzw. wenn er auf dich zukommen kann.
7.)Muss ich auf irgendetwas besonders achten?
Aus eigener Erfahrung würde ich für eine Befestigungsmöglichkeit für das WodentWheel achten (wenn du eins hast): Wenn der Hamster heftig radelt, kann der Metallfuß schon mal scheppern, manchmal "wandert" es sogar über die Ebene. Ich habe den Fuß mit Kabelbindern und Draht am Gitter bzw. an den Eckpfosten befestigt.
Außerdem sollten die Ebenen, wenn du mehrere einziehst, so versetzt sein, daß der Hamster nicht komplett von oben nach unten fallen kann, falls er mal abstürzt.
8.) Ist es schwer einen Käfig selbst zu bauen?:uups:
Das hängt ganz davon ab, welche Erfahrungen du mitbringst und welche Ansprüche du stellst.
Am besten machst du vorher eine Zeichnung, wie du es dir vorstellst, und schaust im Baumarkt, was du alles brauchst. Einen Holzquader aus Kanthölzern zu bauen, ihn teils mit HDF/MDF/beschichtete Spanplatte/Plexiglas (Buddelkiste), teils mit Volierendraht zu verkleiden ist nicht schwer. Was du auf jeden Fall zuhause haben solltest ist:
eine Einhandsäge
ein Metermaß
Holzleim
Stuhlwinkel (um die Kanthölzer rechtwinklig zu verbinden; das ist leichter als vorzubohren und sie mit langen Schrauben zu verbinden)
jede Menge kurzer Schrauben (es soll ja nichts durchstehen, damit sich der Hamster nicht verletzen kann)
Scharniere für die Tür
Häckchen mit Ösen zum Verschließen der Tür (am besten mindestens 2, eins oben, eins unten)
und natürlich Volierendraht, Kanthölzer für das Grundgerüst und HDF bzw. MDF (hochdichte bzw. mitteldichte Faserplatte, ist sehr leicht selbst zu bearbeiten) oder beschichtete Spanplatte (das alles kannst du dir im Baumarkt bereits passend zuschneiden lassen) für die Buddelkiste und den Boden, evtl. auch für den Deckel (der dürfte einfacher anzubringen bzw. einfach aufzunageln sein, als auch den Deckel mit Volierendraht zu verkleiden). Für die Ebenen kannst du diese Materialien ebenfalls verwenden, es geht aber auch Pappelsperrholz, da Hamster doch recht leicht sind.
Meinen Eigenbau habe ich alleine an einem Nachmittag zusammengeschraubt. Wenn du noch jemand zum Helfen/Halten hast, ist es sicher nicht allzu schwer.
Viel Spaß beim Bauen!
Chipi