Hallöchen!
Eine Katze, die faucht, wenn ihr etwas gänzlich Neues begegnet, sagt ersmal nicht mehr als: "Bleib wo du bist! Komm nicht näher!" So ein Hund riecht völlig fremd, das Kätzchen kennt sowas nicht und ihr Instinkt rät ihr, hier besser vorsichtig zu sein.
Katzen brauchen immer Zeit, um sich mit Neuem vertraut zu machen. Das geht langsam und in kleinen Schritten.
Aber...
Lass sie das einfach unter sich ausmachen da kann man nichts erzwingen.
... so würde ich es nun
nicht machen! Das kann voll in die Hose gehen!
Eben weil Katzen viel Zeit brauchen, um Neues nach und nach einzuschätzen, muss man bei der Begegnung zwischen Katze und Hund darauf achten, dass der Hund die Katze nicht bedrängt.
Hunde sind meist super neugierig und wollen das Katzentier gleich beschnuppern. Das ist ja gar nicht bös gemeint, aber die Katze fühlt sich bedrängt. Was passiert? Entweder bleibt sie sitzen, faucht und haut vielleicht dem Hund eins auf die Nase (wenn er ihr Fauchen nicht richtig deuten konnte und die Distanz nicht sofort wieder vergrößert hat), oder sie flüchtet. Meist passiert letzteres. Dann rennt naturgemäß der Hund hinterher und schon haben beide Tiere ganz was Blödes gelernt, nämlich: Die Katze: "Vor dem musst du dich in Acht nehmen!" und der Hund: "Au prima, die kann man scheuchen, das macht Spaß!" Und beim nächsten Mal scheucht er sie womöglich wieder.
Besser man achtet gut auf den Hund, dass er Distanz hält. Während dessen lässt man die Katze in ihrem eigenen Tempo die neue Situation erkunden. Wobei sie sich natürlich frei bewegen können muss, denn sie muss ja selbst eine Distanz schaffen können, bei der sie sich sicher fühlt. Gerade kleine Kätzchen sind sehr neugierig und werden langsam hingehen und dem Hund vielleicht die Pfote beschnuppern. Wenn man darauf achtet, dass der Hund "Platz" macht, ist er für die Katze noch weniger bedrohlich. Man lobt den Hund ganz doll, wenn er sich ruhig und freundlich verhält.
Auf diese Weise lernt der Hund: "Ah, Katze ist schon was Feines, mein Mensch lobt mich." (Vielleicht gibt's sogar Leckerli!) Und die Situation ist entspannt! Und die Katze lernt: "Ach, ich glaub, vor dem muss ich mich nicht fürchten." Und wenn sie sich nicht fürchtet, rennt sie auch nicht vor ihm davon und wird nicht zum Jagdobjekt.
Im Treppenhaus würde ich keine Begegnungen veranstalten. Man braucht Zeit dazu! So im Vorbeigehen geht das eher nicht gut.