Zum Thema "Barfen"

Diskutiere Zum Thema "Barfen" im Hunde Ernährung Forum im Bereich Hunde Forum; Der unten geschriebene Artikel stammt aus der Zeitschrift: HundeWelt – Januar 2008 http://www.hunde-welt.de/dasaktuelleheft.html...
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  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #1
H

Hannelore

Guest
Der unten geschriebene Artikel stammt aus der Zeitschrift: HundeWelt – Januar 2008



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Risiken der Rohfleischfütterung (Barfen)

Rohfleischfütterung ist höchst umstritten in der Veterinärmedizin. Einige Hundehalter möchten ihren Hunden rohes Fleisch füttern, da sie meinen, dies sei die natürlichste Art der Fütterung. Rohes Fleisch beinhaltet Bakterien, manche davon sind tödlich für unsere Lieblinge. Das erste Missverständnis beruht darauf, Hunde könnten sich nicht mit Salmonellen oder Coli-Bakterien infizieren. Hunde können sehr wohl an diesen bakteriellen Infektionen erkranken und auch sterben.

Das zweite Missverständnis beruht auf den Glauben, Bakterien würden beim Einfrieren abgetötet. Durch Einfrieren werden weder Bakterien, noch sonstige Krankheitserreger unschädlich gemacht. Anhand mehrerer Tests wurde von der Tufts University School of Veterinary Medicine festgestellt, dass bei den meisten Rohfütterungen Defizite bei verschiedenen Vitaminen, und Mineralien, wie z.B Caylcium, Phosphor und essentiellen Fettsäuren vorlagen. Jungtiere, die unter Vitamin A-Mangel leiden, wachsen langsamer, bei ältere Tieren entstehen Verformungen der Knochen und Nervenleiden.

Rohes Fleisch enthält gute und schlechte Bakterien, aber es ist sicherer probiotische Enzyme zum gekochten Futter hinzuzufügen, als rohes Fleisch zu füttern.

Um Calciummangel bei Rohfleischfütterung auszugleichen, geben Hundehalter Knochen, hier besteht die Gefahr von Verdauungsproblemen bis hin zu inneren Verletzungen der Magenschleimhaut und des Darms durch Knochensplitter.
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Hatte vor 3 Monaten mit dem Barfen begonnen, doch als ich in einem befreundeten Forum las, daß in einem Jahr 3 Möpse einer Züchterin durchs Barfen verstorben sind, hab ich doch erhebliches Muffensausen bekommen und koch jetzt lieber das Fleisch ab. Sie schrieb, daß im Fleisch betahaemolysierende Streptokokken waren.
Eine höchst tödliche Kombination, beim normalen Fleischer als Hack gekauft.
thumbsdown.gif

Das höchste aller Gefühle neben FF ist tiefgerorenes , wieder aufgetautes Rindfleisch, daß zum FF als Leckerchen dazu kommt.
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #2
Hallo! Barfen oder nicht ist wohl für viele eine Grundsatzdiskussion, gerade bei der Rohfütterung hab ich den Eindruck gibts häufig nur "schwarz" oder "weiß", sprich absolute Befürworter (teilweise regelrechte Fanatiker) oder eben die totalen Gegner.

Zu Problemen mit Bakterienbelastung oder ähnlichem kann es bei Barf sowie auch bei Fertigfutter kommen (siehe Rückrufaktionen diverser Futterhersteller im letzten Jahr, etliche Todesfälle bedingt durch Nierenversagen).
So urteilen überzeugte Barfer sehr kritisch ( berechtigterweise) über die meist hohen Getreideanteile in Fertigfuttern und die Verwendung von minderwertigsten Nebenprodukten ( Hühnermehl zB wo auch Krallen, ganze Köpfe mit Schnäbeln, Gedärme usw verarbeitet werden können), schlechte Deklarationen ( halboffene) usw.
Überzeugte Fertigfütterer werden kaum darauf vertrauen Fleisch, Fleischabschnitte und Schlachtabfälle ( frischen Pansen zB) roh und in natürlicher Form zu füttern. Argumente Pro oder Contra wirds immer geben, kommt darauf an aus welchem Lager die Argumentation kommt. Da muss dann wohl oder übel jeder mit sich selber ausmachen was er seinem Hund füttern möchte.

Ich selber habe keine Bedenken meinen Hunden auch mal rohes Fleisch ,rohe Knochen oder Innereien zu füttern ( + Gemüse/ Obst + diverse Zusätze), gebe aber auch Fertigfutter.
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #3
Hallo,

ja es wird immer Pro und Contra geben.Ich habe meinen ersten Hund schon als Welpe gebarft und jetzt meinen zweiten auch..Ich mache es nach besten Wissen und Gewissen, obwohl Bobby Herz und Leberkrank ist.Ich lasse regelmäßig Blutteste machen alles in Ordnug bis jetzt.
Auch bei Feuchtfutter können Bakterien usw auftreten.Ich habe das Vetrauen in die Futtermittelindustrie eigentlich fast verloren, bis auf sehr wenige Marken und bin zum Barfen übergegangen.
Ja ich denke jeder wird seinen Standpunkt vertreten und auch Beweggründe haben daß er entwerder Barft oder mit Fertigfutter seinen Hund versorgt.
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #4
Hallöchen!

Wollte bestimmt Niemandem das Barfen vermiesen. Doch als in einem befreundeten Forum eine Mops-Züchterin schrieb, daß in einem Jahr 3 ihrer Hunde definitiv vom Barfen (betahaemolysierende Streptokokken) verstarben, hab ich doch Muffensausen bekommen.

Bin ja eigentlich aufs Barfen gekommen, nachdem ich das Buch "Katzen würden Mäuse kaufen" las. Ich mach es jetzt so, daß ich das Fleisch abkoche, das ist mir sicherer und ich mische dann frisch gemixtes Obst oder Gemüse und Flocken oder Reis dazu.
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #5
Ich kenn mich ja damit nicht aus, aber woher weiss denn die Züchterin, das die Hunde diese (betahaemolysierende Streptokokken) vom Rohfleisch bekommen haben? Können sie das nur durch rohes Fleisch bekommen?
Bevor ich angefangen habe, meine roh zu füttern habe ich ja auch einiges gelesen. Aber das habe ich noch nicht gehört. Kann das nicht vielleicht auch eine andere Ursache haben?
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #6
Ich kenn mich ja damit nicht aus, aber woher weiss denn die Züchterin, das die Hunde diese (betahaemolysierende Streptokokken) vom Rohfleisch bekommen haben? Können sie das nur durch rohes Fleisch bekommen?
Bevor ich angefangen habe, meine roh zu füttern habe ich ja auch einiges gelesen. Aber das habe ich noch nicht gehört. Kann das nicht vielleicht auch eine andere Ursache haben?

Hallöchen!

Ursache wurde auch von ihrer TÄin bestätigt.
Diese Züchterin war bis dato überzeugte Barferin und sie schrieb:

Eine höchst tödliche Kombination, beim normalen Fleischer als Hack gekauft. Diese Streptokokken wurden definitiv durch rohes Fleisch übertragen.
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #7
Hm, mich macht stutzig das bei einem Halter 3 Tiere durch diese Infektion gestorben sind. Da kommt einem doch der Gedanke das bei den Metzgern allgemein evtl was nicht ganz "rund läuft"?

Ich kenne mich mit der Problematik nicht aus, aber wären diese Erreger auch für Menschen gefährlich? Wie kommt sowas? Hygienemängel oder lagerungsbedingt vielleicht?

Wie dem auch sei, ein ganz furchtbares Erlebniss, ohne Zweifel!
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #8
Hallo,

ich komme zwar vom "Forum nebenan", von den Katzen ;) , aber da wir ja auch barfen möchte ich mich hier mal interessehalber einklinken.

Einige unserer Katzenfreunde barfen ihre Katzen auch, manche schon seit Jahren. Bisher haben wir noch nie von solchen Todesfällen oder auch Krankheitsfällen durch Barf gehört. Was aber nicht heißt, dass das nicht möglich ist.

Andererseits wurde sehr wohl schon von Todes- und schwersten Krankheitsfällen durch die Fütterung von Trockenfutter gehört. Welches auch industriell gefertigtes und "auf die Bedürfnisse unseres Lieblings abgestimmtes" Futter ist....:eusa_doh:

Was ich damit ausdrücken möchte ist, dass es immer mal wieder Ausfälle geben wird. Auch Menschen sterben jedes Jahr an Salmonellen. Jedes Jahr hört man wieder von Epidemien in Kindergärten, Altenheimen, Krankenhäusern. Keime lassen sich nunmal nicht komplett vernichten.

Ob sich allerdings durch das Barfen ein höheres Risiko ergibt als durch herkömmliche Dosen- oder Trockennahrung, das vermag ich nicht zu sagen. Allerdings kann ich es nicht glauben :uups: ....

LG
Andy
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #9
Ich habe zu diesem Thema gerade zweierlei - oder dreierlei - Gedanken:

1.) Wer weiß schon, wie viele Todesfälle durch Trockenfutter vorkommen? Vermutlich sind hier die Erkrankungen eher schleichend, hier die Gelenke, dann dort ein bissel die Nieren... - Niemand kann später erklären: Der Hund sei durch Trockenfutter gestorben! Aber wer weiß, wie die Lebenserwartung eben dieses Hundes bei Rohfleischfütterung gewesen wäre?

2.) Der Magen des Hundes hat eine viel höhere Säurekonzentration als der des Menschen. Diese extreme Säure zersetzt sicherlich die meisten Bakterien, schließlich vergraben Hunde (jedenfalls ursprünglich mal) Fleisch, das sie momentan nicht verzehren können, in der Erde und fressen es später mit Vergnügen in halb verwestem Zustand!

3.) Viele Tierärzte (jedenfalls hatte ich schon ab und an diesen Eindruck) werden gesponsort von Trockenfutterherstellern. Ob man dann wirklich Objektives zu hören bekommt? :roll:

Ich selbst (um das noch hinterher zu schicken) barfe (leider) nicht konsequent. Bei uns kommt, je nach Kassenstatus, auch mal Dosenfutter und Trockenfutter in die vielen Näpfe. Aber immer mal wieder gibt es rohes Fleisch. Auf einem Bio-Bauernhof in der Nähe bekommen die Hunde immer die Reste von der Schlachtung der Rinder, und diese Hunde sind schon sehr alt und waren bis auf Impfungen und einen Unfall noch nie beim Tierarzt!
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #10
Was mich auch irgendwie irritiert, ist die Tatsache, das man von solchen Todesfällen irgendwie noch nie gehört hat und bei dieser Züchterin dann gleich drei Hunde daran sterben. Ich habe diese(betahaemolysierende Streptokokken) jetzt mal bei Google eingegeben. Da erscheint auch irgendwie kein Zusammenhang mit rohem Fleisch.
Ich will jetzt nicht sagen, das es das nicht gibt, aber ich finde es merkwürdig.
Bei uns gibt es trotzdem weiter Fleisch :eusa_think:.
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #11
Also wenn ich meinen nicht mehr roh füttern würde, würde er mir wohl so nach und nach eingehen. Abgekochtes Fleisch hat überhaupt nichts mehr, was der Hund verwerten kann. Und Trocken- oder Nassfutter verträgt mein Hund absolut nicht.
Ich wage es auch zu bezweifeln, dass es an dem rohen Fleisch lag. Es kann immer irgendwas schief gehen, aber deshalb bin ich trotzdem für Barf ;)
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #12
Jungtiere, die unter Vitamin A-Mangel leiden, wachsen langsamer, bei ältere Tieren entstehen Verformungen der Knochen und Nervenleiden

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bezieht sich aber doch auf Dosenfutter!!!

Hunde sind viel weniger empfindlich, weil sie eben ihr Fleisch nicht ausschließlich frisch fressen.... Dann müßten sich Hunde doch auch an Knochen vergiften, die sie sorgsam vor 3 Wochen vergraben haben und sich nun daran gütlich tun :?
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #13
Aber wer weiß, wie die Lebenserwartung eben dieses Hundes bei Rohfleischfütterung gewesen wäre?

Ich denke das werden sich wohl viele fragen wenn der eigene Hund trotz gewissenhafter Fütterung ( was beim einen eben Rohfutter und beim anden Fertgfutter ist) einmal krank wird, bzw schwer krank wir oder gar früher stirbt als erwartet. Die Frage "wäre es anders gekommen wenn ich X anstatt Y gefüttert hätte..." ist sicherlich gerechtfertigt.
Ebenso wird sich diese bemitleidenswerte Mopszüchterin sicherlich fragen ob ihre Hunde noch leben würden wenn sie eben nicht roh gefüttert hätte. Schwierige Situation...
 
  • Zum Thema "Barfen" Beitrag #14
Ich denke, es gibt nicht "DIE" Fütterung. Vermutlich hat jede Art irgendwelche Vor oder Nachteile. Vielleicht sollte nicht jeder immer das, was er füttert, für das einzig Richtige halten. Ich füttere Roh, aber zwischendurch gibt es immer mal Dosenfutter und auch mal Trofu.
Das jedenfalls ist meine Meinung dazu. Aber das soll jeder machen, wie er es für Richtig hält.
 
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