Das mit der heiden Angst vor dem Herrchen kenne ich auch zur Genüge. Nur bei Tessa war das anders zu sehen, sie wurde as Hundebaby misshandelt. Ich hab sie ja erst mit ca. 6 Monaten aus einem privaten Tierheim geholt. Sie war in fast allen Bereichen extrem ängstlich, Arm heben, mit stockähnlichen Gegenständen umherlaufen, an die Vorderbeinchen fassen, oder versuchen über sie rüber zu steigen... vergeblich. Sie war mit Riesensätzen ganz ganz schnell verschwunden und lag dann zitternd in einer Ecke wo es gerade dunkel war. Wenn etwas runterfiel, und wenn es nur ein Zettel oder Schnipsel war, Tessa war wieder weg.
Sie hatte auch eine riesen Angst vor Herrchen. Er kam nach Hause... er brauchte nur die Treppe hochkommen und schwupps war Tessa wieder zitternd in einer Ecke verschwunden. Mein damaliger Mann hat es mit allem versucht, er ist sogar auf dem Bauch mit ihren Lieblingsleckerlies hingerobbt. Es half alles nichts. Er konnte mit ihr auch nicht rausgehen, sie kam ja vor lauter zittern nicht aus ihrer Ecke.
Ehrlich, mein Mann hat Tessa nie angemeckert oder hat sie bedrängt oder sonst irgend etwas mit ihr angestellt. Es hat 3 Jahre gedauert, ehe sie zu uns (also auf fast allen Ebenen)Vertrauen gefasst hat. Selbst heute noch, kommt es in einigen Situationen vor, dass sie extrem schreckhaft reagiert. Allerdings, das mit Herrchen haben wir anders hinbekommen. Er hatte dann irgendwann die Nase voll vom aufm Bauch kriechen und wir beschlossen, dass er sie nur noch kurz begrüßt und ihr ein Leckerlie hinlegt, was er vorher angesabbert hat.
Wenn er auf der Couch lag, hab ich ein paar kleine Leckerlies genommen und hab sie bei ihm versteckt. Ich hab mich dazu gesetzt, Tessa hochgehoben und hab sie suchen lassen. Irgendwann waren ihr die Leckerlies wichtiger, als Herrchen. Wie gesagt, es hat ca. 3 Jahre gedauert und nein, ich hab ihr nicht jeden Tag Leckerlies zum suchen gegeben.
Heute ist es so, dass sie sich auch von Bekannten ein bisschen streicheln lässt, aber immer nur kurz und man sieht ihr oft auch den unsicheren Blick noch an. Alles im Allem braucht ein Hund nur Zeit, um sich an alles zu gewöhnen. Wichtig ist dabei, dass der Hund selbst entscheiden kann, also ob er will oder nicht. Einfach hochnehmen, ist schon Zwang für ihn. Erst wenn das Vertrauen da ist, zumindest glaube ich das, kommt ein Hund auch freiwillig auf Kommando zum Herrchen. Alles andere sehe ich als ängstliche Unterwerfung. Ist vielleicht jetzt ein bisschen komisch ausgedrückt, aber ich hoffe ihr versteht es trotzdem wie ich es meine... :uups:
Der kleine Kerl wird es bestimmt noch lernen.
Vom Stimme verstellen halte ich gar nichts, weil der Hund dann in normalen Situationen wieder denkt.. au wei... nu gibbet Ärger.
Auch so typische Babysprache anwenden ist nicht so gut, weil Hunde ihre Rudelmitglieder an jeder Reaktion abchecken und dadurch kennenlernen.
Es wäre also nicht normal, wenn Herrchen plötzlich wie ein Merrie klingt... :roll::lol:
LG Mikki