Hallo Malamutfan,
wenn ich etwas tue, dann so gut es eben geht. Und wenn ich der Meinung bin, dass ich mich verbiegen muss und somit nicht mehr authentisch bin, dann ziehe ich die Konsequenzen.
Nichts anderes erwarte ich von Frau Geb Mann. Wie ignorant muss man/frau eigentlich sein, um nicht festzustellen, dass das für viele Hunde nach hinten losgeht?
Es mag ja sein, dass diese Frau "kompetent" ist, aber das kommt bei diesem Format der Sendung nicht rüber.
Also...hätte sie spätestens nach der ersten Staffel ihre weitere Verfügbarkeit zu diesem Projekt ablehnen müssen. Ich glaube kaum, dass diese Frau vertraglich über Jahre hinweg gebunden ist. Sollte das jedoch der Fall sein, dann ist sie selbst Schuld.
Fakt ist..... zu wenig Sendezeit, pro Tier (2 Tiere) bleiben abzüglich Werbung knapp 20 Minuten für Problemschilderung, Erklären, Hausaufgabe, korrigieren. Wow! Also werden mehrere Wochen in ca. 20 Minuten Sendezeit gepackt.
In dieser Zeit sitzt aber ein Zauschauer vorm TV und "lernt", besser gesagt, er lernt nichts.
Für eine teilweise komplette Umstellung des Umganges mit dem Hund mögen auch mehrere Wochen unter Anleitung der Tiernanny vergehen, aber nichts davon bekommt der Zuschauer mit.
Du schreibst, dass der Zuschauer sich langweilen würde, wenn man (Frau/Sender) länger...sprich ausführlicher über die Arbeit berichten würde. Ok! Dann sollen die Gelangweilten doch abschalten.
Worum geht es hier eigentlich??
Doch um die Hunde! Und nicht nur jeweils um die beiden in der Sendung vorgestellten, sondern um tausende von Hunden, die dann das ausbaden müssen, was durch mangelnde Erklärung und absolut unzureichend dem Zuschauer "verklickert" wurde.
Ich habe nun seit über 30 Jahren Hunde, (eigene und Fremdhunde), und auch alle ausgebildet. Weder haben meine Hunde aus der Wohnung Kleinholz gemacht, "Bell"terror geschoben noch benötigten sie je ein Halti, Wickelleine, Schütteldose etc.
Mag sein, dass ich das ganze zu kritisch sehe, aber ich denke dabei immer "pro Hund"!
Das du nun keine Probleme mehr hast, deinen Hund alleine zu lassen.... Gratulation!
Aber was bringt es den Hunden, die mal eben ein Hilfsmittel (Halti, Sprühhalsband) umgezogen bekommen und der Besitzer voll "motiviert" auf's Knöpfchen drückt oder am Halti herumruckt?
Auch von falscher Verknüpfung, gerade beim Sprühhalsband und wie vorsichtig dieses eingesetzt werden sollte, hat Frau Geb Mann noch nie gesprochen.
Ich kenne einen Fall, bei dem ein Hund sein "angebliches Protestpinkeln" via Sprühhalsband abgewöhnt bekommen sollte. Dass dieser Hund aber nur beschwichtigte und deshalb "pfützte", davon hatte Herrchen keinen blassen Schimmer. Im TV hat es "mit dem was abgewöhnen" doch auch funktioniert!
Der Hund sitzt nun im Tierheim ist hochneurotisch, denn für jedes pieseln bekam er eine verpasst. Und pieselte dadurch grad noch mehr.
Es wird auch überhaupt nicht darauf eingegangen, wie unterschiedlich sensibel Hunde sind.
Wenn hier jemand ein Stromreizgerät mit einem Sprühhalsband verwechselt, dann hat er nicht aufgepasst.
Aber dazu: Hatte dein Hund eine Attrappe um? Bevor gesprüht wurde? Und wenn ja, wie lange?. Und danach auch noch?
Ich kenne auch Hunde, die Tag ein Tag aus nun mit diesem Teil in der Wohnung herumlaufen, weil Hund, recht schlau, sofort in sein altes Muster zurückfällt, wenn er dieses Halsband nicht mehr umhat.
Es sollte doch um Problemvermeidung im Vorfeld gehen und nicht um "Problemlösung" durch Knopfdruck.
@ Okapi,
es ist ganz einfach!
Hund hat das "Maul" zu halten, sich gefälligst mit den zugedachten Auslauf des Besitzers zufrieden zu geben, seinen natürlichen Impuls dies oder jenes zu tun, zu unterbinden, kurz...in jeder Beziehung zu funktionieren, unabhängig davon, ob das mit dem Tierschutzgesetz , § 2, konform geht. Wen interressiert's?!
Ich sagte es an anderer Stelle schon einmal: Es gab noch nie so viele neurotische, verhaltensgestörte Hunde, wie zur Zeit. Dabei gibt es nun diese Sendungen, hunderte neue Bücher, (die sich oft widersprechen), zig Hundeschulen, die täglich wie Pilze aus dem Boden schießen... usw.
Man will einen Hund...basta. Ob es diesem da gut geht, oder ob es nicht sinnvoller wäre, auf einen zu verzichten, weil man ihm eben nicht das bieten kann, was er eigentlich braucht..."Is doch schnurz"! Bei Bedarf soll er funktionieren. Als Beschützer, Spielkammerad für die Kinder, Seelentröster, zum Zeitvertreib..., und wenn es grad nicht passt, soll er gefälligst stillschweigend brav in der Ecke liegen und warten, bis er wieder "genehm" ist.
Ich wünsche mir: VHS-Kurse, bspw. "Mein erster Hund", (es muss nicht immer Salzteig sein), kostenlose Seminare, kostenlosen "Pflichtunterricht" (Theorie und Praxis) von Tierheimen, für jeden, der sich dort einen Hund herausholt. Züchter, die Ersthundbesitzern schon vorher zu Klubveranstaltungen einladen, damit diese sich vor Geburt der Welpen schon schlau machen können, (viele Käufer wissen gar nichts über rassespezifische Eigenschaften, bzw. was sie sich da ins Haus holen) uvm.
Man darf ja noch Wünsche haben!
LG
Bettina