Hundepfeife

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  • Hundepfeife Beitrag #1
Geromina

Geromina

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Heute habe ich mal wieder eine Frage :lol:

Wir sind ja vor ein paar Monaten hier in den Norden gezogen. Nils hat sich toll eingelebt, Freunde gefunden und im Moment feile ich an der "Perfektion" seiner Erziehung (also z.B. dass er schneller auf Kommandos reagiert, ohne Leine an Personen vorbei läuft, bei vollem Lauf stoppt - Grundkommandos kennt und befolgt er zu 99%).

Letztlich war ein sehr starker Sturm. Nils lief ohne Leine. Ich hatte den Eindruck, er würde wetterbedingt etwas schlechter hören :eusa_think: Also bei "Hier" dauerte es ein paar Sekunden, bis er tatsächlich kam.
Es war ein wirklich starker Sturm, so dass man Mühe hatte geradeaus zu laufen. Ich überlegte mir, ob ich Nils bei solch einem Wetter nicht besser an der Leine ließe. Aber er liebt den Wind und ich möchte ihn eigentlich in seinem Bewegungsfreiraum auch nicht einschränken.
Wenn man halt in die falsche Richtung rufen bzw. pfeifen muss (gegen die Windrichtung), hatte ich das Gefühl, dass es bei ihm nicht richtig bzw. verzögert ankommt.
Kann das sein oder bilde ich mir das ein? Hunde hören bekanntlich viel besser als wir.

Lange Rede kurzer Sinn: Würde eine Hundepfeife vielleicht helfen? Dass er auch bei starkem Wind/Sturm besser hört? Und wenn ja, wie gewöhne ich ihn an eine am besten?

Bin mal gespannt auf eure Meinungen - besonders auf die Landsmänner und -frauen hier ;)
 
  • Hundepfeife Beitrag #2
Japp.
Wenn ich mit ELTON bei uns in der Marsch unterwegs bin,ist er teilweise gut fünf sechshundert Meter voraus,oder Pflügt ein Getreide Feld um ,so das ich ihn nicht einmal sehe.Und auf die Entfernung rufen,nee.
Also Hundepfeife.
Ich habe ihm immer die Kommandos angesagt und entsprechend ein einen Pfeifton hinterher (zB Stop= einmal lang;komm=einmal kurz und dann lang;usw).
Versuche es mal.
 
  • Hundepfeife Beitrag #3
Kann ich dir auch empfehlen, habe schon viel gutes gehört und es schont die Stimme. ;-)
 
  • Hundepfeife Beitrag #4
Off-Topic
Wenn ich mit ELTON bei uns in der Marsch unterwegs bin,ist er teilweise gut fünf sechshundert Meter voraus,oder Pflügt ein Getreide Feld um ,so das ich ihn nicht einmal sehe.
Wenn das bei uns ein Jäger sehen würde... ich bräuchte meinen Hund gar nicht mehr rufen!



Kann das sein oder bilde ich mir das ein? Hunde hören bekanntlich viel besser als wir.

Kann dich beruhigen, das bildest du dir nicht nur ein, das ist so. Klar hören Hunde besser, aber wenn Schallwellen vom Gegenwind verweht werden haben auch sie keine Chance "normal" zu hören.
Eine Pfeife dringt da besser durch.

Ich habe mit Amelie bisher nur "Komm" trainiert. Hab sie beim Spaziergang immer wieder mal abliegen lassen und bin weitergegangen um dann mit Sichtzeichen zu pfeifen. Schon nach kurzer Zeit gings dann auf größere Distanz und ohne Sichtkontakt. Fürs Kommen gibt es eine große Begrüßung incl.besonders gutem Leckerli!
 
  • Hundepfeife Beitrag #5
Nils ist nie weit weg. Höchstens mal 20 oder 30 Meter und das auch nur selten. Den Weg verlässt er eigentlich auch nicht. Getreidefelder sind für ihn uninteressant ;) Außerhalb meines Sichtkontakts ist er fast nie. Haben auch "hart" dran geübt, dass er "Bleib" ausführt, auch wenn er mich nicht mehr sehen kann. Das mochte er überhaupt nicht.

Eigentlich reicht rufen oder wenn er etwas weiter weg ist, pfeifen. Aber bei so starkem Sturm muss man schreien, dass einen der Mensch neben einem hört und wenn dann Nils ein paar Meter weiter weg ist und ich gegen den Wind pfeife.... :eusa_eh: Ist halt anstrengend :roll:

Ich denke, ich werde das mit der Hundepfeife mal probieren. Nehme an, die gibt es im ganz normalen Zoofachgeschäft?

Ich habe mit Amelie bisher nur "Komm" trainiert. Hab sie beim Spaziergang immer wieder mal abliegen lassen und bin weitergegangen um dann mit Sichtzeichen zu pfeifen. Schon nach kurzer Zeit gings dann auf größere Distanz und ohne Sichtkontakt. Fürs Kommen gibt es eine große Begrüßung incl.besonders gutem Leckerli!

Das ist eine gute Idee! Dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin :eusa_doh:Werde ich auf jeden Fall versuchen - und ich bin mir sicher, dass er es schnell kapiert. Er ist ein schlaues Kerlchen, das sich immer freut, wenn er etwas neues lernt.

Danke für die Tipps!
 
  • Hundepfeife Beitrag #6
Hallo Geromina
Eine Hundepfeife ist genau das Richtige für dich.
Um mehrere unterschiedliche Kommandos damit einzuüben ist eine Doppelpfeife aus Büffelhorn am besten geeignet.
Mit diesen Pfeifen triffst du immer den gleichen Ton egal ob du Heiser bist, gute oder Schlechte Laune hast oder ob es eben Windig ist.
Bei so einer Doppelpfeife ist auf einer Seite eine Trillerpfeife und auf der anderen eine normale Pfeife.
Der Triller wird üblicherweise für das Kommando halt genommen. Mit der normalen Seite kann man mit einem einzelnen Pfiff die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich lenken und mit einem Doppelpfiff ihn zu sich rufen.
Ricalein kann das in Perfektion.:angel:
 
  • Hundepfeife Beitrag #7
Danke Ricalein!

Leider kann ich mir so eine Pfeife nicht wirklich vorstellen - habe mich mit dem Thema noch nie befasst :? :uups:

Woher bekomme ich so eine Pfeife denn?
 
  • Hundepfeife Beitrag #8
Eine Hundepfeife ist was Tolles, nicht nur bei Sturm!

Ich habe die Pfeife für "Komm" antrainiert, indem ich zuerst auf geringere Distanz und mit super tollen Leckerlis den Pfiff mit "Komm" verbunden habe. Wir haben es erstmal gemacht wie ein tolles Spiel und am Anfang so, dass es eben immer gelingen musste! :) Danach kommen dann größere Distanzen und das Pfeifen ohne Sichtkontakt.

Die Pfeife ist bei uns was Besonderes (wird also nicht andauernd eingesetzt) und daher funktioniert es inzwischen auch in sehr schwierigen Situationen. Malka ist mal in großer Distanz auf eine Horde Wildgänse zugerannt. Ein Pfiff - und sie ist auf der Stelle umgekehrt und zu mir gekommen!

Übrigens: Ich würde, wie auch Ricalein sagt, die Büffelhornpfeifen verwenden. Nicht diese Hundepfeifen, die man (Mensch) nicht hört. Bei denen weiß man nie so genau, ob man gepfiffen hat und wie laut eigentlich.

Diese Büffelhornpfeife gibt es z.B. bei zooplus.



(Quelle: )
 
  • Hundepfeife Beitrag #9
ACME-Doppelpfeife.jpg

Quelle:

So sieht so eine Pfeife aus, die bekommst du in jedem besseren Tierzubehörgeschäft.
Schau zum Beispiel mal bei ALSA.
 
  • Hundepfeife Beitrag #10
Danke ihr zwei!

Ich war gestern ein neues Auto-Geschirr kaufen - und kam doch glatt an den Pfeifen vorbei. Sonst nie gesehen und da waren sie :mrgreen: Habe eine Büffelhornpfeife genommen.

Übrigens: Ich würde, wie auch Ricalein sagt, die Büffelhornpfeifen verwenden. Nicht diese Hundepfeifen, die man (Mensch) nicht hört. Bei denen weiß man nie so genau, ob man gepfiffen hat und wie laut eigentlich.

Das habe ich mich auch gefragt und mich dagegen entschieden.

Allerdings habe ich jetzt ein neues Problem: Ich kann nicht pfeifen :evil:
Nils freute sich riesig "Juhuuuu was Neues für mich". Er flitzte sofort her, als ich sie auspackte, guckte mir zu und dieses Gesicht als ich anfing zu pfeifen :042:

Man soll doch in beide Seiten reinpusten, oder? Auf der einen Seite kommt bei mir nur Murcks raus, kein gescheiter Ton :017: Auf der anderen seite geht TRillern und Einzelpfiff :023:

Ich habe dann mit Nils im Garten geübt. Also Sitz hätte auf Anhieb geklappt :mrgreen: Aber ich wollte ja Hier üben - also 100mal "Bleib" - weggehen - rufen/Handzeichen - Nils kommt - Pfeifen - Loben. Hat auch super geklappt. Nils hat toll mitgemacht, sich gefreut wie blöd :lol:

Natürlich müssen wir noch weiter üben - vor allem ich. Bei mir kommt nie der gleich Ton raus :eusa_doh: Ich glaube ich bin zu blöd zum Pfeifen :uups:
 
  • Hundepfeife Beitrag #11
Eigentlich sollte auf beiden seiten ein Ton rauskommen, wenn Du reinpustest. Wenn nicht, ist die Pfeife vielleicht nicht in Ordnung?

Und noch ein Tipp: Üb eines zur Zeit! Also erstmal einen Pfiff-Befehl festigen, dann den nächsten.

Viel Spaß Euch beiden!
 
  • Hundepfeife Beitrag #12
Also Töne kommen auf beiden Seiten raus. Nur auf der einen schöne klare Pfiffe und auf der anderen so eine Art Rauschen.

Ja, klar, als erstes möchte ich mit ihm "Hier" trainieren. Allerdings war es so, dass er sich wenn ich so vor mich hin geübt habe, immer von sich aus hingesetzt und mich angesehen hat. Da hätte ich ja "sitz" üben können. Das kommt aber später...
 
  • Hundepfeife Beitrag #13
HAllo Geromina

Wenn du auf einer Seite beide Tonarten raus bekommst ist das auch ok, das ist noch eine Besondere Variante dieser Pfeifen.
Musst du dafür eventuell ein Loch zuhalten?
 
  • Hundepfeife Beitrag #14
Geromina schrieb:
Nils freute sich riesig "Juhuuuu was Neues für mich". Er flitzte sofort her, als ich sie auspackte, guckte mir zu und dieses Gesicht als ich anfing zu pfeifen
Dein Nils ist ein pfiffiges Kerlchen!

Meine Amelie findet die Pfeife auch ganz toll. Manchmal kommt sie schon gerannt, wenn nur sieht dass ich sie hochnehme oder sie die Kugel darin klappern hört.
Da ich nur "Komm" mit ihr geübt habe ist das auch voll in Ordnung so.
An manchen Tagen kommen wir vom Spaziergang heim und anstatt sich wie üblich abzulegen läuft sie unruhig durchs Haus und beäugt mich ständig.
:?:...und siehe da, ich hab die Pfeife noch um den Hals...:idea: .

Denke Nils hat das auch bald drauf! - und Du auch! -


---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Crissi schrieb nach 16 Minuten und 14 Sekunden:

Der Triller wird üblicherweise für das Kommando halt genommen. Mit der normalen Seite kann man mit einem einzelnen Pfiff die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich lenken und mit einem Doppelpfiff ihn zu sich rufen.

Bisher benutze ich den tiefen Ton (Triller) als Kommando "Komm" und die hohe, normale Pfiffseite nur im absoluten Notfall um irgendwie wieder ihre Aufmerksamkeit zu bekommen (also eigentlich so gut wie gar nicht!).
Letzte Woche bin ich gemeinsam mit einem Jäger und seinem ausgebildeten Jagdhund gelaufen, der beherrschte beim hohen Pfeifton das "Down" perfekt.
Würde das mit Amelie gern auch trainieren, aber wie??? Sobald sie die Pfeife hört kommt sie sofort herangeprescht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hundepfeife Beitrag #15
Welcher Ton wofür benutzt wird ist eigentlich egal, man muß halt wie bei allem anderen auch nur Konsequent dabei bleiben.
Der Hund muß zuerst mal das Kommando " Down" ( ich sage da HALT) richtig lernen.
Das geht nur in deiner direkten Nähe. Sobald er das Kommando an sich verstanden hat wird der Pfiff dazu genommen. Also Kommando und gleich der PFiff hintendran. Der Hund wird ruckzuck begreifen das das auch Halt bedeutet.
Dann wird langsam die Entfernung gesteigert. Bei meiner Rica ist es so,d as wenn sie sich von mir entfernt sie das Kommando wesentlich zügiger ausführt, als wenn sie auf dem Weg zu mir ist. Wenn sie von mir weg rennt, haut die da quasi eine Vollbremse rein und dreht sich um und liegt. Wenn sie aber schon auf dem Weg zu mir ist, kann es auch sein das sie meint erst zu mir kommen zu müssen, wenn ich dsa Kommando dann wiederhole legt sie sich aber auch hin.
 
  • Hundepfeife Beitrag #16
  • Hundepfeife Beitrag #17
Heute war ich mit Nils spazieren. Als ich die Pfeife rausholte, kam Nils sofort geflitzt und lief superbrav bei Fuß. Bloß keinen Blick von Fraule abwenden :mrgreen: Dabei wollte ich Komm trainieren - er ging aber nicht mal einen halben Meter von mir weg, geschweige denn dass ihn etwas anderes (z.B. schnüffeln) interessierte :eusa_doh:Also steckte ich die Pfeife unter meine Weste. Erst nach einer ganzen Weile entfernte er sich. Und als ich dann Pfiff (Doppelpfiffe), sauste er sofort - ohne Sicht- oder Hörzeichen - heran, freute sich wie wild, hüpfte, propellerte - ja, und ich natürlich auch ;) Knuddelte ihn und lobte ihn ausgiebig.
Das machte ich ein paar Mal und er kam immer sofort freudig her :lol:

Ich seh schon, ich krieg das gleiche Problem wie Crissi :roll: Aber soweit sind wir ja noch lange nicht! Stop und Sitz kommen erst noch. Jetzt muss erst mal Komm zuverlässig sitzen.

Ihm scheint es Spaß zu machen und das ist die Hauptsache!
 
  • Hundepfeife Beitrag #18
Nils hört sehr gut auf die Pfeife (außer beim Spielen :silence:). Jetzt gibts schon ein neues "Problem": Ein Hundehalter im Feld trainiert mit seinem Hund auch mit Hundepfeife. Nils guckt zwar nur und lauscht, aber ich mache mir schon so meine Gedanken, ob er nicht plötzlich lossprintet und zu demjenigen rennt :eusa_think: Klar, er weiß, dass ich nicht pfeife, aber hat solchen Spaß daran, aufs Pfeifen zu kommen, freut sich immer so :? Er läuft sogar zu anderen Hundehaltern, die bei mir stehen und ihren Hund rufen (zu fremden nicht).

Bisher lenke ich ihn immer erfolgreich ab, wenn der andere im Feld trillert. Spiele mit ihm, mache Übungen und lobe, wenn er bei mir bleibt.
 
  • Hundepfeife Beitrag #19
Hallo Geromina!
Gratuliere, dass alles so gut klappt mit Eurem Training! :clap:

Etwas blöd ist es ja schon, dass da jemand mit der gleichen Pfeife arbeitet. Aber: Ich könnte mir vorstellen, dass Nils schon den Unterschied zwischen Deinem Pfeifen und dem eines anderen heraushören kann. Die Pfeifen mögen die gleichen sein, aber es pustet ja doch jeder ein bissel anders hinein.

Eine Freundin von mir geht mit ihrem Hund in eine Hundeschule wo dauernd geklickert wird. Von überall her hört man dieses Klickklick! Das, fürchte ich, ist für die Hunde viel verwirrender (obwohl die Hundetrainerin behauptet, die Hunde würden lernen, all die anderen Klicker zu ignorieren). Dagegen ist nur eine andere Hundepfeife ja noch super! :mrgreen:

Wenn Du merkst, dass Nils doch irritiert ist, dann bleibt Dir nicht viel anderes übrig, als woanders zu trainieren. Aber wie gesagt: So ein Pfeifen ist auf jeden Fall noch individueller als das Klicker-Geräusch, weil eben jeder anders da hinein bläst. Und Hunde haben ein feines Gehör! :)
 
  • Hundepfeife Beitrag #20
Ein Hundehalter im Feld trainiert mit seinem Hund auch mit Hundepfeife
aus welchem Material ist die Pfeife? Du kannst den Ton etwas ändern indem du den Pfeifenkopf etwas verformst (sofern die Pfeife das zulässt mit eine Feile oder so)). Es muss nicht einmal wirklich für dich hörbar sein, der Hund hört schon einen Unterschied.
 
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