Heute ist´s noch schlimmer: Er hatte die beiden über Nacht getrennt, aber hat sie heute wieder zusammengesetzt. Da es zunächst friedlich war, hat er sie auch zusammen gelassen, als er zur Arbeit ging...das war ein Fehler: Als er von der Arbeit kam, fand er das "Opfer" ängstlich ans Gitter geklammert vor - hat sich nichtmal mehr auf den Boden getraut. Er war in den Rücken, in die Seite und in den Fuß gebissen worden. Hat der "böse" sich auch bloss bewegt (brauchte nichtmal in der Nähe zu sein), fing er gleich an zu schreien/quieken.
Es hat zwar noch geblutet, aber zum Glück scheinen die Verletzungen nicht schlimm zu sein. Habe die Wunden und das Fell darum mit einem Wattestäbchen so gut gesäubert, wie es erstmal ging und auf ihn eingeredet, daß er die beiden wirklich erstmal getrennt lässt und keine weiteren (und vor allem keine unbeobachteten) wieder zusammensetz-Versuche startet, bis eine Lösung gefunden ist.
Ich hoffe, die Wunden entzünden sich nicht, aber wie gesagt, so wirklich schlimm sahen sie, nachdem das Blut weggetupft war, gar nicht aus. Gibt es vielleicht trotzdem noch irgendwas, das man jetzt als "Erste-Hilfe-Maßnahme" machen könnte?
Habe ihm gesagt, er soll erstmal den Käfig saubermachen und ausser auf Zeitung, oder Küchenpapier auf Einstreu verzichten (zumindest solange noch was wieder bluten könnte).
Das Hauptproblem bei der Sache ist: Wären es meine Ratten, hätte ich sie sofort erstmal zum TA geschleppt und mir anschließend Gedanken über Vebesserungsmaßnahmen gemacht. Er ist aber irgendwie....na ja....sagen wir, nicht so helle. Er denkt jetzt, die eine Ratte sei einfach böse und der andere der "arme" "gutmütige" liebe, auf dem rumgehackt wird.
Ich habe schon versucht ihm zu erklären, daß das viel zu menschlich gedacht ist und daß man diese Denkweise nicht uneingeschränkt auf Tiere anwenden kann, aber das schnallt er nicht.
Nun denkt er darüber nach, den "bösen" wegzugeben und dem "lieben" einen neuen Partner zu kaufen.
Ich habe ihm gesagt, daß sei quatsch, denn der "böse" ist nicht böse, sondern wohl halt nur recht dominant und wenn er dem "lieben" einen neuen Partner kauft, wird dieser wohl den Neuling dominieren wollen und dann hat er das gleiche Problem wieder. (Von sowas wie VG hat er eh noch nie was gehört - wie gesagt, er vermenschlicht sehr stark und denkt halt: entweder sie mögen sich, oder nicht).
Ich kann ihm das auch alles nur bedingt begreiflich machen, habe aber das Gefühl, er denkt halt so: "bla bla bla, lass ihn man erzählen, ich kauf einfach ne neue und die werden sich dann schon vertragen".
Mehr als eine würde er wohl auf keinden Fall mehr dazu holen, aber zu dritt wäre auf jeden Fall schonmal ein bischen "rudelmäßiger" und die Erfolgschancen stünden besser, oder?
Habe ihn jetzt zumindest erstmal überredet, den "bösen" vorerst NICHT wegzugeben, sondern die beiden erstmal so 2 wochen getrennt zu lassen, dann noch einen dritten dazuzuholen und dann mit allen dreien einen VG-Versuch zu starten (da brauch ich jetzt jeden Tipp, den ich kriegen kann - und ich muss mir unbedingt was einfallen lassen, es ihm plausibel zu machen, daß er nicht gleich alle 3 zusammenpacken kann, sondern daß das langsam gehen muss...)
Glaube auch, die Tiere sind total unausgelastet. Erst seit kurzem (und nach ewiglangem Überreden und nachdem er gesehen hat, daß meine auch ganz viel frei herumlaufen) bekommen sie ab und an mal ein bischen Auslauf. Ansonsten waren sie halt nur immer im Käfig, oder mal auf dem Arm+Sofa. Kann dieses unausgelastete vielleicht auch ein zusätzlicher Grund für die Aggressionsentwicklung sein?
Habe ihm angeboten, mit ihm zusammen das Zimmer "Rattensicher" zu machen, damit die Jungs auf jeden Fall mehr Auslauf bekommen - da ist er zumindest schonmal nicht abgeneigt.
Ein wenig Sorgen mache ich mir auch, wegen der vielleicht "verstümmelten" Kommunikation zwischen den beiden, bzw. der anscheinend wenig ausgeprägten "Rattensprache" des "Opfers" - z.B. das panische Fliehen, statt unterwerfen, kein gegenseitiges Putzen u.s.w. Habe ein bischen Angst, daß das "Opfer" dadurch vielleicht auch bei einem neuen VG-Versuch Probleme haben könnte...
Habe es jetzt erstmal auf die "wenn´s nicht klappt kannst du ihn immer noch weggeben"-Tour versucht, damit er ihn nicht spontan doch irgendwo als Schlangenfutter abgibt (sowas faselte er schon), sondern erstmal behält...
Zu mir nehmen würde ich die Ratte auch nicht wollen - nicht, weil sie "böse" ist, sondern einfach, weil meine Gruppe so perfekt und harmonisch ist, daß ich da keine Unruhe reinbringen will. Hoffe also, das klappt bei ihm irgendwie. Tipps zur Vorgehensweise nehme ich gerne haufenweise entgegen.
Wie auch schon gesagt, es sind ja nicht meine und so habe ich auch nur bedingt Einfluss, aber villeicht habt ihr ja auch noch Ideen, wie ich ihm die Sachlage begreiflicher machen kann...er ist jetzt irgenwie wie so´n kleines Kind, traurig daß sich die beiden nicht vertragen und böse auf den "bösen", weil er so böse zu dem anderen ist...seufz...
Will jetzt ja nicht angeben, aber wenn man mal mit meinen Jungs vergleicht, das ist echt ein Unterschied wie Tag und Nacht - sowas von fröhlich, aufgeweckt, zutraulich, neugierig und umgänglich... (ausser wenn sie grad mal wieder meine Kieselsteine aus dem Blumentopf klauen und im ganzen Zimmer vertstecken....aber was soll´s :lol: - irgendwo was tolles finden, klauen und dann irgendwo anders verstecken, finde die eh ganz toll....na wenn´s denn Spaß macht

) / Im Gegensatz dazu seine: Herumsitzen, in die Gegend starren, oder sich kloppen und sonst nicht viel mehr...das kann doch so nicht in Ordnung sein...
Zudem macht mir das mit dem Fell auch noch ein bischen Sorgen (überredet zum TA zu gehen, kriege ich ihn wahrscheinlich eh nicht - kein Geld, keine Zeit, irgendeine Ausrede gibt´s immer). Werde morgen, wenn er nicht da ist, mal heimlich checken gehen wegen Milben. Worauf muss ich besonders achten? Kleine Schorfstellen unterm Fell, vielleicht sogar sichtliche Krabbelviecher im Fell, besonders in Ohrenregion, richtig? Sonst noch irgendwas?
Falls ich was finden sollte, habe ich mir gedacht, schnappe ich die Jungs einfach und geh´ mit denen zum TA (und die Kosten schlage ich ihm dann einfach auf die Miete mit drauf

...obwohl darf ich das überhaupt? Theoretisch darf ich quasi als "Vermieter" ja nichtmal in sein Zimmer wenn er nicht da ist.....hm...schwierig, muss mir was einfallen lassen...
Vielleicht ist das Strubbelfell ja wirklich angeboren, aber würde halt die Milbenoption gern erstmal ausschliessen können.
Ach ja: Milbenvorsichtsmaßnahmen: Narürlich will ich nicht, daß meine sich im Fall der Fälle anstecken. Reicht Händewaschen nach dem Kontakt, oder muss ich auf noch mehr achten? Wie übertragen sich die Biester?