Hallo Helga,
ich denke Du brauchst Dir um Leo keine Sorgen machen. Lisa wird ihm eindeutig mitteilen, was sie will und was nicht. Und so wie Du Leo schon beschrieben hast, wird er es auch merken. Wenn Leo überhaupt Ansätze zeigen sollte, dass er sich für Lisa während der Läufgkeit interessiert, so wird es sicherlich nur bei dem Versuch mal aufzuspringen bleiben, aber er wird es schnell lassen. Kastrierte Hunde haben eben nicht mehr so den Drang da den Gigolo raushängen zu lassen.

Der Rüde meines Schwiegervaters wurde ziemlich spät kastriert und Tessa war mitten in ihrer Stehzeit, man sah dem armen Kerl richtig an, dass er einerseits seiner langjährigen Pflicht, als Rüde nachkommen wollte, aber beim geringsten Versuch schon abgebrochen hat, irgendwie schien es ihm eben nicht mehr wirklich wichtig zu sein. Außer ein bisschen Rumschnuppern war es das dann bei ihm. Tessa verstand das gar nicht... sie machte sich andauernd niedlich und schwänzelte ständig vor ihm rum, bis sie es auch ließ, weil ja nichts mit ihm los war. :lol::uups::lol:
Wegen der Kastration, bitte den TA schon im Vorfeld, dass Du solange bei Lisa bleiben darfst, bis sie komlett eingeschlafen ist und Du sie gleich abholen darfst, bevor sie wach wird. Somit verringert sich ihr Stress deutlich! (Hat ja Babs schon gesagt in etwa) Wichtig ist nach der OP, dass Du Lisa warm älst, sie kühlen recht schnell aus, während sie noch mit der Narkose rumkämpft. Eine flache Schale bereitstellen, falls sie sich übergeben muss zum drunterhalten. Normaler Weise übergeben sie sich nicht, wenn sie wirklich nüchtern vorher waren. Aber zu frühe Wasseraufnahme nach der OP kann natürlich auch dazu führen. Einen kalten feuchten Lappen solltest Du dabei liegen haben, so kannst Du ihr zwischendurch immer Mal die Nase oder ihr Mäulchen befeuchten. Sie wird es dankbar annehmen.
Ich hab Tessa damals mit ner kleinen Decke und einer Wärmflasche warmgehalten, aber das war auch im Winter und bei ihr war es ein Notfall, vereiterte Gebärmutter. Auch hab ich den ganzen Tag neben ihr gelegen und als sie ein bisschen wacher war, hab ich sie zum pipi runter getragen, sie machte es auch. Bei Lisa denke ich wird das schwer sein. Du kannst Ihr ja eine Zellstoffunterlage solche wie für Babys als Wickelunterlage dienen runterlegen.
Hinterher Fieber messen ist wichtig, nicht dass Lisa noch eine Infektion im Nachhinein bekommt. Da kann man übrigens auch schön sehen, ob sie Untertemperatur hat oder nicht, Zwecks warmhalten. Dein TA wird Dir sagen, bei welcher Temperatur es okay und bei welcher nicht.
Wie lange die Narkose braucht, ehe sie raus ist, hängt von der Dosis ab, die ihr der TA verabeicht. Also besser fragen hinterher, wie lange es in etwa bei ihr dauern könnte, ehe sie wieder Wasser bekommen kann und dann halt später auch Futter. Ich denke mal, sie wird, wenn die OP gleich ganz früh ist spät Abends schon Wasser schlabbern können und erst am nächsten Tag wieder leichtes Futter haben können. Ein Trichter nach der OP ist ratsam, da sie nicht an der Wunde lecken darf! Nach ca 3 bis 4 Tagen können die Fäden der Übernaht, falls der TA eine macht, gezogen werden und nach etwa gesamt 8 Tagen die eigentlichen Fäden der direkten Op-Naht.
Viel Glück für die "kleine Maus".
LG Mikki