Mir gehts garnicht gut, weil ja Lisa am Montag ihre OP hat. Gerade heute früh, hat sie mich zum ersten Mal richtig ausgelassen begrüßt, so richtig glücklich. Wenn nur der Montag schon vorbei wäre. Die 1. Nacht schlafe ich im EG neben ihr. Was habt ihr so gemacht, als euer Hund eine Kastration hatte?
Gruß HelgaK, mulmig zumute.
Hallo Helga,
im Grunde genommen hab ich Dir ja schon geschrieben, was ich gemacht hab, bzw. was nach einer OP in dem Gebiet gut ist, wie schon geschrieben, möglichst deine Lisa vor der OP in Deinen Armen einschlafen lassen und abholen, solange sie noch in Narkose liegt. Danach darauf achten, dass sie nicht auskühlt und ihr ab und an die Nase und Lefzen mit einem feuchten Lappen abtupfen. Viele mögen es, wenn man sich direkt daneben legt, wenn sie am Aufwachen sind. Es kann nach der Kastration auch zu kleineren "Problemen" kommen, wie zum Beispiel stärkeres Hecheln, extrem liebebedürftig, auch mal zittern, dann wieder hecheln. Das Hecheln (es sollte nur nicht andauern, also den ganzen Tag) kann auch bis zu 3 Wochen nach der Kastration auftreten, also keine Sorge. Solange Lisa kein Fieber bekommt, ist alles im grünen Bereich. Die stärkere Liebebedürftigkeit bleibt.
Das mit dem Hecheln ist deshalb, es ist ähnlich wie bei uns Frauen, wenn wir in den Wechseljahren sind, ihr kompletter Hormonhaushalt stellt sich ja um. Was das für die Damenwelt bedeutet brauche ich Dir ja nicht erzählen.
Übrigens, direkt nach der OP kann eine leichte Temperaturerhöhung sein. Sprich in Ruhe mit Deinem TA das ab, dass Du ihn bei Unsicherheit anrufen kannst. So hab ich das mit unserem TA damals gemacht, wenn mir etwas komisch vorkam, konnte ich ihn rund um die Uhr anrufen. Das hab ich aber nur einmal wegen des sehr starken Hechelns gemacht, denn bei ihr war es eine Not-OP, weil sie eine Gebärmuttervereiterung hatte. Sie war auch immer wieder scheinträchtig.
[In der Natur ist es ja so, dass Hundemädchen, die in der Rangordung tiefer stehen, oftmals scheinträchtig werden. Sie dienen in einem Rudel als Aushilfsmama, wenn Mami zur Jagd geht. Daher bei Scheinträchtigkeit oft der Milchfluss.
Nur dadurch sterben sie leider auch oft an Gebärmutterentzündung/ -vereiterung und Tumoren. Aber so ist halt das Gesetz der Natur, die Stärksten überleben.]
Schon deshalb sollte man darüber nachdenken, ob oder ob nicht. Erst als Tessa so schlimm dran war, hätte ich mir in den Hin.. treten können, weil ich es nicht vorher schon gemacht hatte. Ich hab es aus falscher Hundeliebe zu ihr nicht gemacht, weil ich ihr keine unnötigen Schmerzen bereiten wollte. Wie dumm von mir.
Viel Glück, alles Gute und schnelle Abheilung für Eure Lisa.
PS: Bei soviel freilaufenden Rüden hätte ich Tessa auch kastrieren lassen.
LG Mikki