Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht?

Diskutiere Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, ich hätte da mal eine Frage an euch. Meine Mutter hat vor 6 Wochen einen Neufundläder(2 Jahre alt) zu sich genommen. Er war bis dahin immer...
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  • Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht? Beitrag #1
Frejus

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Hallo,
ich hätte da mal eine Frage an euch.
Meine Mutter hat vor 6 Wochen einen Neufundläder(2 Jahre alt) zu sich genommen. Er war bis dahin immer in einem Zwinger. Jedenfalls war er am anfang sehr schreckhaft, hat gebellt & geknurrt, wenn man z.b. mit einer Tüte geraschelt hat oder auch nur ihn zur seite geschoben hat. Ansonsten lernt er sehr schnell,schmust viel und hört gut,mittlerweile ist er auch nicht mehr schreckhaft. Gestern hat er allerdings das futter von dem anderen Hund meiner mutter gefressen und als sie ihn weggezogen hat hat er ihr in die hand gebissen und mehrmals noch nachgeschnappt, so das das genäht werden musste, sieht echt schlimm aus. Er hat danach einfach in ruhe weitergefressen und meine Mutter ist natürlich ins Krankenhaus gefahren. Und er ist so wie immer will schmusen, so als wäre nichts gewesen. Meine Mutter vertraut ihm allerdings nicht mehr und weiß nicht wirklich was sie machen soll. Es leben auch noch 2 Kinder mit im Haus,die sie natürlich nicht mehr mit ihm alleine lässt. Ich hoffe man konnte es verstehen und es wäre echt nett wenn mir einer einen rat geben könnte.


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Frejus schrieb nach 3 Minuten und 25 Sekunden:

Hatte noch was vergessen.
Meine Mutter hat eben einen Wesenstest beim Tiearzt gemacht und der war in Ordnung.
und als sie ihn heute nochmal vom essen weggeschoben hat, hat er nichts gemacht
 
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  • Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht?

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  • Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht? Beitrag #2
Hallo,

war das schon vorher bekannt, dass er etwas aggressiv ist?
Wie reagiert sie auf sein Verhalten?
Ich würde mit ihm die Futteraufnahme üben. Kann er Sitz? Ich würde ihm vor den Futter absitzen lassen und ihm das Kommando "Nimm´s" beibringen.
Werden sie getrennt gefüttert?

LG, Antje
 
  • Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht? Beitrag #3
Der Mann von dem meine Mutter ihn hat, hat gesagt er wäre lieb. Allerdings wollte er ihn einschläfern weil er keine Zeit für ihn hat und das Tierheim ihn angeblich nicht nimmt, weil er zu groß sei. Meine Mutter hat gebrullt vor schmerz und ihre freundin hat ihn in die Waschküche gesperrt und ist mit ihr ins Krankenhaus gefahren. Die Hunde werden nicht getrennt gefüttert. Sie machen beide sitz, warten bis das essen steht und meine Mutter erlaubt es ihnen dann nacheinander, bissher hat das ja auch immer so funktioniert. Wie gesagt er gehorscht eigendlich aufs wort.
Gruß Jacky
 
  • Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht? Beitrag #4
Wie, sie hat ihn zu sich genommen, ohne ihn vorher mal gesehen zu haben?
Ich würde sie getrennt voneinander füttern, in verschiedenen Räumen.
Er knurrt und bellt nicht mehr oder macht er das immer noch?
Ich denke, dass der Hund das Futter als seine Ressource ansieht, die er verteidigt.
Ich würde vllt. auch ab und zu mal aus der Hand füttern und die Hand dann einfach wegziehen, um ihm zu zeigen, dass du die Kontrolle darüber hat.
Übrigens ist der Hund nicht verhaltensgestört. So ein Wort sollte man nicht so einfach in den Mund nehmen. Es ist inakzeptabel, aber normal.
 
  • Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht? Beitrag #5
Der Mann von dem der Hund ist wollte ihn übers Wochenende vorbeibringen, hat sich aber seitdem nicht gemeldet und geht auch nicht ans Telefon. Er hat auch den Zwinger schon abgebaut. Aus der Hand füttern und wegnehmen ist ja auch kein Problem, haben wir schon öfter probiert, hat bissher ja immer funktioniert. Ich habe nicht gesagt das er Verhaltensgestört ist. Ich meinte nur, das ich glaube das er eine menge prügel einstecken musste und deshalb etwas verstört ist. Und wenn ich mir die hand von meiner Mutter angucke, weiß ich das ist nicht normal(sagt der Tierarzt auch). Ich frage mich halt nur was gewesen wär, wenn das ein Kind gewesen wäre.
Und was man am besten macht, natürlich das beste für mensch und Tier.
 
  • Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht? Beitrag #6
Mal ein Hallo in die Runde werfe....;)

Für mich sieht das ganz danach aus, als sei der Hund bedingt Futterneidisch.
Das er noch so oft nachgeschnappt hat ist komisch. Gute Besserung für Deine Mam.
Ich glaube der Hund hat echt noch Probleme mit der Rangordnung. Er ist 2 Jahre und damit auch noch nicht aus der Pubertät.
Im Allgemeinen sagt man ja, dass Hunde bis zu ihrem 5 oder 6 Lebensjahr recht gut lernen und ab da sich so eine "Ich weiß schon wie ich durchs Leben komme"-Stimmung einschleicht. Diese Theorie kann ich nur teilweise unterstreichen. Ich kenne viele Hunde, die nie aufgehört haben zu lernen.
Aber Euer Hund ist ja noch recht jung und wenn er die ganze Zeit in einem Zwinger zugebracht hat, dann fangt Ihr quasi bei Null mit seiner Erziehung an.
Klar nun sind ja Neufundländer nicht gerade Schoßhunde, von daher dürfte es schwierig werden ihn mal eben auf den Rücken zu schmeißen und tief in die Augen gucken, bis er sich unterwirft, zuma er ja beim Futter zugebissen hat. Also müsst Ihr versuchen es so hinzukriegen, indem ihr mit Eurem ganzen Verhalten ihm immer und immer wieder klar zu verstehen gebt, er ist der Unterste.
Den Vorschlag die Hunde getrennt zu füttern halte ich in dem Punkt ebenfalls für sinnvoll. Zuerst Euren anderen Hund Fresschen geben und dann ihm. Falls Ihr ihn nicht von dem Futterplatz wegbekommt, hilft vielleicht ein Kindertürsicherungsgitter. Er sieht alles, kann aber nicht sofort zum Futterplatz und ihn streitig machen. Klar, er könnte locker einen Satz drüber weg machen, aber das braucht man ihm ja gar nicht erst beizubringen, dass man da drüberhopsen kann. Dann ist eben auch wichtig, dass Ihr die Jenigen welchen seid, die ihm das Futter gebt, mit dem vorher Sitz machen und erst auf Kommando futtern lassen ist schon ein super Anfang.
Sicherlich sind die Verletzungen schlimmer ausgefallen, weil er halt schon ein "großes Hundchen" ist, was auch mehr Kraft als ein Kleines hat. Hinzu kommt wiedermal, dass er ein Zwingerhnd ist und mit ihm wurde bestimmt nie geübt, dass wenn Ihr AUA sagt, dass er sofort aufhören muss, weil es Euch wehtat. Ihn deshalb gleich von Grund auf als Aggressiv einzustufen würde ich nicht machen. Ichlaube nicht, dass er das ist, ansonsten hätte er nicht ganz gelassen das Futter aufgehappert. Es ist eine ziemlich große Erziehungsaktion, die Ihr da noch vor Euch habt, denn selbst beim Spielen müsst Ihr ihm klar machen, dass Ihr Chef seid und nicht er. Dazu kommt eben auch, dass er lernt, Euch voll und ganz zu vertrauen. Nach so kurzer Zeit, kann er das natürlich auch noch nicht haben. Wegen der Zwingerhaltung ist er halt ein richtiger Pflegel geworden und da müsst Ihr ansetzen. Notfalls müsst Ihr Euch Hilfe von einem guten Hundetrainer suchen, der aber Gewaltlos die Hunde trainiert.

Viel Glück und gutes Gelingen!!

LG Mikki:D
 
  • Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht? Beitrag #7
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich das ein bisschen übermütig finde, einen fremden Hund zu sich zu holen, wenn man 2 Kinder hat. Auch wenn der Mann meint, er sei harmlos.
Oben als Titel steht aber, dass er "gestört" sei und ob da noch etwas zu retten sei. Ich möchte dich nicht angreifen, aber das klingt sehr übertrieben. Wie du ja selbst feststellst, war das anscheinend eine Ausnahme.
Mein verstorbener Hund hat meine Freundin auch mal gebissen, als sie in den Zwinger fasste. Hunde lösen Probleme egtl. nur im letzten Ausweg mit Aggression oder, weil sie verunsichert sind oder eben verhaltensgestört sind.
Zeigt er sonst Verhaltensauffälligkeiten?
 
  • Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht? Beitrag #8
Hallo Frejus
Ich kann Mikki nur recht geben, auch ich halte euren Hund nicht für aggressiv.
Er hat einen gewissen Futterneid und es fehlt noch ein wenig an der Rangordnung, ich glaube aber das er sich in dem Augenblick eigentlich mehr erschreckt hat und eigentlich gar nicht beißen wollte. Das war ein Reflex.
Grundsätzlich würde ich den Kindern im Haus verbieten dem Hund was zu fressen zu geben, so lange kein Erwachsener dabei ist und darauf achtet das der Ablauf richtig ist.
Ich denke wenn deine Mutter mit dem Hund eine konsequente Gehorsamsausbildung macht und beim Füttern darauf achet das er erst auf Kommando an sein Fressen darf wird der Hund sich sehr gut bei eich einleben und seinen Platz im der Familie finden und akzeptieren. Was halt ganz wichtig ist, ist das deine Mutter dem Hund gegenüber keine Angst hat. Denn wen das so ist dann spürt der Hund das sofort und wird versuchen für sich Vorteiel daraus zu gewinnen.


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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Ricalein schrieb nach 2 Minuten und 4 Sekunden:

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich das ein bisschen übermütig finde, einen fremden Hund zu sich zu holen, wenn man 2 Kinder hat. Auch wenn der Mann meint, er sei harmlos.
Oben als Titel steht aber, dass er "gestört" sei und ob da noch etwas zu retten sei. Ich möchte dich nicht angreifen, aber das klingt sehr übertrieben. Wie du ja selbst feststellst, war das anscheinend eine Ausnahme.
Mein verstorbener Hund hat meine Freundin auch mal gebissen, als sie in den Zwinger fasste. Hunde lösen Probleme egtl. nur im letzten Ausweg mit Aggression oder, weil sie verunsichert sind oder eben verhaltensgestört sind.
Zeigt er sonst Verhaltensauffälligkeiten?
Das steht da als Frage formuliert.
Der Hund ist sicher nicht gestört.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht? Beitrag #9
Off-Topic
Für mich klang das nicht wie eine Frage, sondern wie eine Feststellung, das nach dem Komma klingt für mich wie eine Frage. Ist ja auch im Prinzip egal, ich habe ja gesagt, dass er nicht gestört ist und finde es ehrlich gesagt allgemein etwas übertrieben.
 
  • Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht? Beitrag #10
Meiner Meinung nach vollkommen normales verhalten. Das er schnappt is natürlich absolut nicht ok .
Aber wenn der Hund frisst soll man ihn fressen lassen.
Anscheinend dachte er, man würde ihm die Nahrung wegnehmen,
manche hunde reagieren da einfach so .
Also wenn er beim fressen is finger weg vom Napf. Dann glaub ich wird sich das nicht mehr wiederholen
 
  • Neufundländer, verhaltensgestört oder nicht? Beitrag #11
Hunden muss man in der Regel beibringen, sich das Futter auch wegnehmen zu lassen. Normalerweise ist das Fressen eine so wichtige Ressource, dass es keine Verhaltensstörung ist, wenn ein Hund das verteidigt, sondern ein normaler Instinkt, der ja (in der freien Natur) das Überleben sichert.

Erst einmal sind 6 Wochen noch keine lange Zeit; dh. man kann noch nicht erwarten, dass der Hund Vertrauen zu seiner neuen Bezugsperson gefasst hat. Und zweitens hat er wahrscheinlich nie gelernt, in Anwesenheit eines Menschen zu fressen, da er ja im Zwinger gehalten wurde. Dh. er konnte gar nicht lernen, dass der Mensch kein Futterkonkurrent ist, sondern im Gegenteil das Futter gibt.

Ich würde, wenn der Hund sich einige Zeit eingewöhnt hat, langsam anfangen, das Futterwegnehmen zu üben. Man beginnt aber dann immer damit, dass man dem Hund das Futter gibt, dh. man behält z.b. den Futternapf in der Hand, wenn man dem Hund zu fressen gibt, anstatt ihn auf den Boden zu stellen. So verankert der Hund die Hand des Menschen positiv. Der zweite Schritt kann sein, dass man, während der Hund frisst, etwas besonders Leckeres hinzu gibt. (Z.B. Hund frisst "langweiliges" Trockenfutter und man geht hin und wirft ein Stück Fleisch oder Wurst in seinen Napf.) Das wiederholt man so lange, bis der Hund den herankommenden Menschen als etwas Angenehmes empfindet, bis er schließlich die sich nähernde Hand mit etwas Gutem verknüpft, nämlich mit besonders leckerem Futter.

Erst wenn das richtig verankert ist, kann man es probieren, den Napf, während der Hund frisst kurz wegzuziehen - und sofort wieder zurückzugeben.

Langfristig fände ich es ratsam, mit dem Neufundländer solche Übungen zu machen. Denn ein Hund, der sein Futter verteidigt, ist immer potenziell gefährlich, besonders da Kinder im Haus sind. Die kommen vielleicht nur mal beim Toben aus Versehen zu nah an den fressenden Hund heran... Er muss also schon lernen, da toleranter zu werden.

Aber es ist ein Lernprozess, den man ihm unbedingt zubilligen muss! Wie gesagt, als Zwingerhund hatte er ja nie eine Chance, das zu lernen! Habt also Geduld!

Ich hoffe sehr, wenn Deine Mutter versteht, warum der Hund sie gebissen hat, dass es also keine Bösartigkeit ist und schon gar keine Verhaltensstörung, dass sie dann ihre Unsicherheit ihm gegenüber überwinden und ihm wieder vertrauen kann!
 
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