Abbruf aus dem Spiel

Diskutiere Abbruf aus dem Spiel im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Wie würdet ihr das machen? Nils ist sehr verspielt, hat einen ausgeprägten Spieltrieb, möchte am liebsten mit jedem spielen. Er versteht sich...
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  • Abbruf aus dem Spiel Beitrag #1
Geromina

Geromina

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Wie würdet ihr das machen?

Nils ist sehr verspielt, hat einen ausgeprägten Spieltrieb, möchte am liebsten mit jedem spielen. Er versteht sich auch mit (fast) allen, die wir so treffen, ob Rüde oder Hündin, kastriert oder nicht. Ihm ist alles egal, Hauptsache spielen.

Bis jetzt hat er gut auf "Tschüss" reagiert, hat sein Spiel abgebrochen und ist sofort mitgelaufen. Auch mit Pfeifen (Hundepfeife) konnte ich ihn erreichen.
Seit neustem stellt er allerdings komplett auf Durchzug, hört nichts mehr. Er geht sogar mit dem anderen Hund mit :silence: Sobald er dann merkt, dass ich nicht mehr da bin, kommt er zurück geflitzt und freut sich wie verrückt mich zu sehen. Aber das kann dauern :roll:

Natürlich habe ich ihn immer gaaanz arg gelobt, wenn er kam und ich freue mich auch jetzt nen Ast, wenn er bei mir ankommt.

Heute war es dann soweit, dass ich zu ihm hingegangen bin und ihn wortlos angeleint habe. Er ging dann auch sofort bereitwillig mit. Er blieb dann den Rest der Runde an der Leine, aber ich glaube nicht, dass er das als Strafe ansah. Es gibt Tage, da will er gar nicht von der Leine...

Er ist jetzt fast 17 Monate und bis auf das Abbrufen aus dem Spiel, hört er immer. (Klar gibts mal schlechte Tage, aber in der Regel...) Auch wenn er einen Hund vor mir sieht, rennt er nicht hin und lässt sich abrufen. Grundgehorsam sitzt, ein paar Tricks kann er auch. Er entfernt sich normalerweise nie weiter als 20-30m (Sichtweite) von mir.

Aaaber wenn er mit einem Hund spielt, hört er nun rein gar nichts mehr. :evil: Mit Leckerli kann ich ihn nicht locken (Magenprobleme), für ein spiel mit mir verläßt er logischerweise seinen Hundekumpel nicht...

Bin gespannt auf eure Ideen ;)
 
  • Abbruf aus dem Spiel Beitrag #2
Puuuuhhhh....klingt schwierig...und kommt mir bekannt vor...vielleicht ist es nur eine Phase? mit meiner Kleinen gehts mir momentan ähnlich, sie ist jetzt 14 Monate alt...wie zu erwarten wurde sie so mit 8 oder 9 Moanten frech und hat auf Durchzug gestellt, wurde aber mit der Zeit wieder besser. Momentan hat sie aber auch wieder so eine Phase, wo ich rufen kann und sie tut nichtmal so, als wär was gewesen. Ich mach es genauso wie du, freu mich wie blöd, wenn sie dann irgendwann doch kommt....ich denke, dass es einfach nur eine Phase ist, viel kann man ja nicht machen...okay, ich kann mit Schleppe üben, aber das geht beim Spielen ja schlecht...vll sollte man einfach geduldig bleiben und so weitermachen bis es von selbst wieder besser wird....okay, cih konnnte dir jetzt glaub cih nicht viel helfen, aber du weißt zumindest,dass du nicht die einzige mit einem "zeitweise tauben" HUnd bist=)
lg
 
  • Abbruf aus dem Spiel Beitrag #3
Hallo Geromina!
Ich glaube, das Abrufen aus dem Spiel ist eine der schwierigsten Übungen, weil man selbst mit der Attraktivität eines Spiels mit Artgenossen kaum mithalten kann, oder anders ausgedrückt: Sowas Tolles haben wir Menschen leider selten zu bieten... ;)

Was machst Du, nachdem Du Nils während eines Spiels erfolgreich herangerufen hast? Ist dann das Spiel für ihn zu Ende?

Da er mit Leckerlis ja nicht so gut belohnt werden kann, wäre die tollste Belohnung fürs Herankommen für Nils wohl, dass er gleich wieder spielen darf. Versuch doch mal, ihn während des Spielens immer mal wieder abzurufen, am besten schon am Anfang damit beginnen, bevor er so richtig im Spiel mit Artgenossen "aufgeht". Für jedes Kommen ist die Belohnung dann: dass er wieder losflitzen und weiterspielen darf. Man darf dabei nicht den Fehler machen, den Hund lange bei sich aufzuhalten. Einfach kurz loben und sofort wieder lossschicken. So lernt er, dass das Herankommen nicht das Ende des Spiels bedeutet!
 
  • Abbruf aus dem Spiel Beitrag #4
Versuch doch mal, ihn während des Spielens immer mal wieder abzurufen, am besten schon am Anfang damit beginnen, bevor er so richtig im Spiel mit Artgenossen "aufgeht". Für jedes Kommen ist die Belohnung dann: dass er wieder losflitzen und weiterspielen darf. Man darf dabei nicht den Fehler machen, den Hund lange bei sich aufzuhalten. Einfach kurz loben und sofort wieder lossschicken. So lernt er, dass das Herankommen nicht das Ende des Spiels bedeutet!
So ist es uns auch gesagt worden... und das ist wirklich super erfolgreich! "Hier" war für Keiko früher etwas, was er wohl zur Kenntnis genommen, nicht aber unbedingt auch ausgeführt hat. Wenn er dann also endlich kam, war es das Beste ihn zu Loben und wieder Laufen zu lassen, anstatt ihn an die Leine zu nehmen (was er dann, in dem Zusammenhang vl als Strafe oder zumindest als Spaßbremse gedeutet hätte). Bei uns hat's toll geklappt.
 
  • Abbruf aus dem Spiel Beitrag #5
Für jedes Kommen ist die Belohnung dann: dass er wieder losflitzen und weiterspielen darf.
So haben wir es schon immer gemacht, ich ruf sie ganz oft zwischendurch und lass sie mal kurz Platz oder so machen und dann darf sie wieder...doch im Moment muss ich echt sehr viel geduld haben...aber ich denk das hängt mit dem hund meiner tante zusammen, der momentan bei uns ist, wenn sie nciht hört guck ich nach ihr und schon beschäftige ich mich nciht mehr mit dem anderen...clevere Taktik=) Aber genug des Offtopics...sorry...zurück zu Gerominas Problem^^
lg
 
  • Abbruf aus dem Spiel Beitrag #6
Erstmal ist Annikas Vorschlag absolut richtig und gehört bei mir auch mit in die Ausbildung.
Dann gibt es aus meiner Sicht nur 2 Möglichkeiten um den bestehenden Gehorsam nicht kaputt zu machen. Entweder du gehst hin und holst Nils wenn er nicht folgt oder du wartest mit dem Kommando bis er sich soweit ausgetobt hat das er das Kommando auch annehmen kann.
 
  • Abbruf aus dem Spiel Beitrag #7
Ja, da hast Du Recht... obwohl das mit mit Warten manchmal eine harte Geduldsprobe sein kann, ist es bestimmt die beste Lösung, denn wenn man einem Hund nachrennen muss... ähm... :eusa_shifty:
 
  • Abbruf aus dem Spiel Beitrag #8
Ricalein hat Recht! Lieber gar nicht erst rufen, wenn man den Eindruck hat, der Hund kann jetzt sowieso nicht kommen, weil er viel zu sehr ins Spiel vertieft ist. Er hört einen ja am Rande irgendwie doch und würde nur lernen: "Aha, Frauchen ist ja noch da, spiel ich also noch bissel weiter!" oder: "Okay, sie ruft zwar, aber kommen muss ich trotzdem nicht gleich."

Weil eine Schleppleine beim Spiel unter Hunden keine gute Idee ist, bleibt einem also nichts, als in den sauren Apfel zu beißen und zu warten, bis eine Spielpause eintritt, und man wieder die Chance sieht, die Aufmerksamkeit seines Hundes zu bekommen.

Parallel sollte man natürlich ganz oft "Komm" üben, wenn es einfach ist, damit sich der Befehl festigt! (Das vergessen viele Hundehalter leider: Sie rufen ihren Hund zwischendrin selten, sondern meist nur dann, wenn sie weitergehen wollen oder wenn sie ihn anleinen wollen, also immer dann, wenn irgendwas Tolles zu Ende ist.) Ich habe, um den Befehl einzuüben, meine Hunde teilweise im Minutentakt gerufen, wenn sie durchaus nah bei mir liefen, immer wieder, um sie kurz zu belohnen und sofort wieder loszuschicken. Das übt!
 
  • Abbruf aus dem Spiel Beitrag #9
Danke für eure Vorschläge!

Wenn Nils nicht spielt, kann ich ihn problemlos abrufen. Hunde, Menschen in Sichtweite, beim Schnüffeln usw., ich rufe, Nils kommt sofort. Als ich "Hier" mit ihm geübt habe (er kannte nur "Komm"), habe ich ihn alle paar Minuten gerufen. Allerdings hatte er nach einiger Zeit keine Lust mehr, da er ja wusste, was es bedeutet und kam nicht mehr so freudig. Habe ihn dann seltener gerufen.
Aber es ist schon so, dass ich ihn ohne Grund beim Spaziergang öfter zu mir herufe, lobe und ihn dann laufen lasse. Er hört auch tatsächlich besser, wenn er weiß, warum er kommen soll. Wenn ich rufe, schaut er sich oft (außer ich winke mit Spieli) um. Sieht er dann einen Radfahrer o.ä. schießt er her wie von der Tarantel gestochen. Inzwischen schaut er mich bei Radfahrern usw. schon erwartungsvoll an und kommt dann zu mir.
Kann er keinen Grund finden, warum ich rufe, dauert es eine Sekunde bis er kommt. Nicht immer, aber schon hin und wieder.

Ich werde ihn mal wieder öfter einfach so rufen. Auch mit Hundepfeife, das hatte ich schleifen lassen :uups:

Nils' Kumpels sind alle recht verspielt, da geht es schnell heiß her. Wenn dann eine kurze Spielpause eintritt, ist Nils fast immer abrufbar. Aber die Pause muss erst mal kommen :roll: Der Zwergpudel z.B. legt öfter Pausen ein, da klappts ganz gut. Der Labbi-Mix will auch nicht aufhören, da kann ich ewig warten :?

Werde es mal probieren, dass ich ihn rufe, wenn er nicht so weit weg ist und ich ihn dann wieder zum Spielen schicke. Es gab eine Zeit, da konnte ich ihn aus dem vollen Galopp beim Hintereinanderherrennen abrufen, er kam zu mir gerast und durfte weiter spielen. Seit er krank war (Gastritis), abgebaut hatte und nicht mehr so arg spielen durfte, hat er jetzt seine Ohren auf Durchzug...
 
  • Abbruf aus dem Spiel Beitrag #10
Vielleicht ist es jetzt doch "nur" eine Phase...? - manchmal haben sie das doch.
Wie lange ist das jetzt her, mit der Gastritis?
 
  • Abbruf aus dem Spiel Beitrag #11
Er hatte Gastritis im April und Mai/Anfang Juni. Hat viel geschlafen, immer müde. Seit Ende Juni blüht er jetzt immer mehr auf.

Vielleicht liegt es auch am Alter. Seit kurzem testet er seine Grenzen bei Altersgenossen - in dem Moment hört er natürlich auch nichts mehr.
 
  • Abbruf aus dem Spiel Beitrag #12
Er hatte Gastritis im April und Mai/Anfang Juni.
Upps... also, wenn das 'ne Phase von daher wäre, wär die schon recht lang. :eusa_think:
Liegt wohl doch eher am "Flegelalter" - so wie Du es schilderst, aber auch das geht wieder vorbei. ;)
 
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