Ich klink mich auch mal ein
Im Normalfall haben sowohl Hunde als auch Katzen mit Herbstgrasmilben kein Problem und kommen sehr gut allein damit zurecht. Wie es bei anderen Tieren ausschaut kann ich nicht sagen da ich nur Erfahrungen mit Hund und Katz habe.
Sowohl mein Hund als auch meine Katze hatten alljährlich mit Herbstgrasmilben zu tun doch laaaaaaaange Zeit von mir unerkannt.
Irgendwann fing mein Kater mal an sich zu kratzen und ich dachte noch: Aha, haben die Flöhe (grasierten gerade überall in der Gegend) uns also auch heimgesucht. Also beide Tiere fix auf Flohbefall behandelt und Ruhe wars.
Im nächsten Jahr das selbe Prozedere nur mit dem Unterschied das wir anschließend keine Flöhe mehr hatten, der Juckreiz jedoch blieb. Meine Hündin hatte sich Flöhe eingefangen. Wieder behandelt, der Juckreiz ließ bei beiden Tieren deutlich nach aber mir fiel auf das die Hündin sich ihre Pfoten zwischen den Zehen noch ordentlich beknabberte. Beim näheren betrachten sah ich diese verräterischen, orangenden Krusten. Ich rief die TÄ an doch sie riet mir erstmal nichts zu machen und abzuwarten ob es sich von allein legt.
Das tat es doch mein Kater biß und kratzte sich übelst. Ich dachte schon das wir immer noch Flöhe hätten und packte sowohl Hund als auch Katze ein und suchte die TÄ auf.
Sie sah nach und beglückwünschte uns zu Untermietern *irnosch gemeint* Beide Tiere bekamen juckreizhemmende Injektionen und während es beim Hund wunderbar abheilte mußte sich mein armes Katerchen weiterhin mit den Biestern herumquälen. Er verkrustete am ganzen Körper, auch am Bauch (vor allem da), die Ohren, die Hinterbeine, Vorderpfötchen, alles wurde immer kahler. Er sah aus wie ein gerupftes Huhn:?
Als der Winter nahte wurde es zusehends besser. Er hörte auf zu kratzen, die Wunden heilten ab und mitten im Winter stand er wieder komplett im Fell. Nicht ein einziges Krüstchen blieb zurück.
Ich atmete auf, jedoch bis zum nächsten Herbst. Es ging wieder von vorn los. Der Hund blieb diesmal weitgehendst verschont, allenfalls an der Schnautze sah ich dieses orangenen Krüstchen wieder aber es schien sie nicht zu stören, doch mein Katerchen litt wieder erbärmlich.
Wieder zur TÄ, Injektion aber es wurde nicht wirklich besser. Dann fiel mir ein das es Damals unter der Flohbehandlung mit einem Spot-on Präparat (nicht Frontline) zumindest juckreiztechnisch besser wurde. Allerdings bekam er immer wieder neue Krüstchen die dann auch entsprechend juckten.
In dieser Zeit machte ich mit meiner Hündin die BH und gewann dort als Zweitplazierte ein Buch in welchem etwas über Erkennung verschiedener Erkrankungen bis hin zu bewährten Hausmitteln stand. Nicht zu verwechseln mit Büchern wo erst zum Hausmittel und dann erst zum TA geraten wird sondern hier wurden Hausmittel unterstützend zur tierärztlichen Behandlung beschrieben.
Dort las ich was von Milben ersticken und zwar mit Öl. Da Milben sich Gänge durch die Haut bohren kann man eben diese mit Öl regelrecht verstopfen und die Milben ersticken.
So unterstützte ich jedes Jahr meinen Kater bei der Herbstgrasmilbenplage mit bewährtem Spot-on Präparat und betupfte die betroffenen Stellen mit Olivenöl. So wurde es für ihn erträglicher.
Dieses Jahr fing das Theater aber schon zu Beginn des Sommers an und diesmal griffen die bewährten Mittel nicht mehr und er bekam kürzlich beim TA eine Injektion mit Antiallergika. Siehe und staune, es ist jetzt etwas über eine Woche her und es wird täglich besser. Er kratzt sich fast garnicht mehr, die Pusteln sind bis auf eine am Ohr gänzlich verschwunden und das Fell wächst bereits wieder langsam nach.
Was ich nicht wußte und absolut neu für mich war ist die Tatsache das alljährlicher Herbstgrasmilbenbefall mit so starken Reaktionen nicht selten bei Katzen (ob es bei anderen Tieren auch so ist kann ich nicht sagen) mit Asthma einhergeht oder sich daraus entwickeln kann, wie bei meinem alten Kater nun auch:?
Ich bin für sanfte Behandlungsansätze immer zu begeistern aber ich werde künftig im Zweifelsfall immer eine zweite tierärztliche Meinung einholen denn was einem TA vielleicht nicht bekannt ist kann der nächste schon wieder wissen.
Ich habe das Glück gleich in der Nähe eine Tierklinik zu haben wo ich nun meine Tiere (inzwischen nur noch Katzen) behandeln lasse und folglich immer wieder an einen anderen Tierarzt gerate. Ist schon erstaunlich das in ein und der selben Praxis immer wieder neue Erkenntnisse zu Tage kommen, schön aber wenn die verschiedenen Tierärzte sich dann besprechen und Informationen austauschen und entsprechend verwerten.
Ich habe für mich letztlich das Fazit gezogen das Herbstgrasmilben eigentlich nicht schlimm sind aber wenn Probleme auftauchen schnell gehandelt werden sollte um Schlimmeres zu verhindern. Leider ging meine Unwissenheit und die meiner alten Tierärztin zu Lasten meines Katers

, künftig weiß ich es aber besser.