Hallo,
das Problem haben wir auch!
Wir haben seit 2 Monaten einen Boxer aus dem Tierheim.
Ich muss dazu sagen das es sich mittlerweile etwas gebessert hat!
In der Wohnung hört die kleine Maus einwandfrei! und auch draussen solang sie das Geschirr bzw. einen Halti um hat!!!
Wenn wir sie abmachen hört sie absolut nicht mehr, wenn wir pfeifen oder rufen guggt sie kurz und geht wieder stiften! Sobald wir ins Auto steigen kommt Sie uns hinter her und will ins Auto!
In letzter Zeit hat es sich etwas gebessert, es ist nicht mehr so arg wie vor einer Woche, habt Ihr Tips ??
Jep:
Baut den Rückruf neu auf.
Das geht am besten, wenn ihr mehrere Bausteine trainiert.
1. bessere Aufmerksamkeit
2. Blickkontakt-Übungen
3. Taget-Training
4. Rückruf an der Schleppleine und später im Freilauf
Nehmt etwas, worauf der Boxer komplett abfährt (meiner steht z.B auf diese kleinen Beutelchen Katzennassfutter - lecker!!)
Nehmt ihn an eine 5-8 Meter Schleppleine und bewaffnet Euch mit Eurem Superleckerchen.
1. Bessere Aufmerksamkeit
Geht auf eine große Wiese mit möglichst wenig Ablenkung. Ihr marschiert in eine Richtung los und wechselt die Richtung, wenn das Boxerchen etwas voraus gelaufen ist. Passt auf, dass der Hund nicht mit vollkaracho in die Leine rennt, das könnte weh tun - also die Leine immer aufnehmen und ausgeben!! Die Richtungswechsel wiederholt ihr jetzt ein paar mal, dann wird er wahrscheinlich besser aufpassen, und besser darauf achten, wo ihr so hin geht. Der Richtungswechsel wird nicht angekündigt, aber natürlich wird hund sofort gelobt, wenn er Euch hinterherkommt (und er muß ja, weil ein ander Leine ist

). Wenn der Richtungswechsel zuverlässig funktioniert, führt ihr ein Signal ein: Ihr seid also wie gewohnt unterwegs, ruft "Hierlang" und wechselt dann sofort die Richtung - den Teil kennt der Hund schon und nach etlichen Wiederholungen wird er das "Hierlang" als Ankündigung einer Richtungswechsels verknüpfen. Beim "Hierlang" braucht der Hund nicht bis zu Euch zurück kommen - er muß nur den Richtungswechsel mitvollziehen und kann auch wieder vorlaufen - ich werfe daher nach dem Lob das Leckerchen in die Richtung, in die ich weitergehen werde.
2. Blickkontakt
Belohnt den Hund sooft es geht, wenn er Euch ansieht (im Haus, beim Training, draussen, beim Spielen, an der Leine, an der Schleppleine - immer - erst mit keiner Ablenkung, dann die Ablenkung steigern.
3. Target-Training
Target-Training ist recht nützlich für alle möglichen Sachen. Hilfreich ist zum Beispiel, wenn der Hund lernt, Deine Hand mit seiner Nase zu touchen - Du kannst den Hund dann "an der Nase ziehen" - Du kannst mit der Hand den Blick des Hundes lenken, der Hund kann der Hand folgen oder zu ihr zurück kommen.
4. Rückruf
Wenn ihr zu zweit seid, könnt ihr Hunde-Ping-Pong spielen - sprich ihr ruft ihn abwechselnd zu Euch (Anfangs am besten an der Schleppleine, damit er nicht entwischen kann. Anfangs ist jeder Rückruf eine Belohnung wert und ein besonderst schneller auch mal einen Jackpot!
Klappt diese Methode gut, lass ihr die Leine schleppen.
Klappt es auch mit schleppender zuverlässig, schleicht ihr die Leine aus: über einen Zeitraum von einigen Wochen schibbelt ihr die Leine immer kürzer, dadurch verringert sich deren Gewicht so lange bis die Leine irgendwann weg ist - nehmt sich nicht plötzlich einfach weg - der Hund lernt sonst nur den Unterschied zwischen "Mit Schleppleine muß ich zurückkommen" und "Ohne haben meine Menschen keinen Einfluß auf mich.
Man kann auch auf ein Stück Wäscheleine umsteigen, das ist sowieso leichter und man kann es bedenkenlos zerstören - eine Schleppleine kann man ja immer wiedermal gebrauchen - z.B. in Gebieten mit Leinenpflicht.
Macht das "Komm" nicht zum Signal für "jetzt ist der Spaziergang oder das tolle Spiel mit den Hundekumpel zu Ende"! Ruft ihn zwischendurch mal zurück und schickt ihn dann zum spielen zurück.
Macht Euch spannend für Euren Hund. Vielleicht begrüßt Ihr ihn beim Zurückkommen mal mit dem Superjackpot, mal mit seinm Lieblingspielzeug, mal gibts ein Zerrspiel oder ein gemeinsames Rennen - Hunde lieben es mit ihrem Menschen zu rennen... schnauf!
Freut Euch laut über einen heranfliegenden Hund und feuert ihn ordentlich an.
Ruft den Hund NUR, wenn ihr euch zu 90 % sicher seid, dass er auch tatsächlich kommt - sonst lernt er nur, dass Komm heißt - irgendwo da hinten sind meine Menschen - schön dass sie mir das sagen, da brauche ich ja gar nicht aufzupassen, wo sie sind....
So,
viel Spaß beim Üben
Liebe Grüße
Martina