Bei den Jagdhunden verstehe ich es ehrlich gesagt auch nicht, warum die kupiert werden.
Meistens wird die Rute kupiert und zwar so, das noch etwa die Hälfte oder ein Drittel der Rute übrig bleibt, etwa so wie hier:
http://www.pedigreedatabase.com/dogs/i/weimaraner.jpg
Der Rest der Rute reicht aber mit Sicherheit aus, damit doch ein Wildschwein reinbeißen könnte. Ein Schwein könnte natürlich auch in Ohren, Beine oder Rumpf beißen, was auch nicht gerade angenehm für den Hund wäre (wenn nicht sogar noch gefährlicher).
Wäre eine Rute bei der Jagd so störend und verletzungsanfällig (zumal die Rute hinten ist und der Hund ja nunmal vorwärts läuft) dann wären Füchse und Wölfe mit ihren langen Ruten wohl schon ausgestorben.
Insofern empfinde ich es bei Jagdhunden als alleiniges Festhalten an alten Traditionen die mit Verletzungsgefahr gerechtfertigt werden, ich verstehe also nicht wirklich, warum für Jäger diese Ausnahmeregelung getroffen wird.
Ob es nun überhaupt sein muss, das man mit einem Hund in den Wald zieht um Sauen und andere Tiere zu hetzen und zu schießen steht nochmal auf einem anderen Blatt.
Um nochmal auf das Hauptthema zurückzukommen: ich sehe auch häufiger kupierte Hunde die importiert wurden, zum einen vielleicht weil die Leute gezielt einen kupierten Hund wollten, zum anderen vielleicht weil Hunde z.B. aus Polen günstiger sind und da eben noch regelmäßig kupiert wird.
Kupieren ist übrigens nicht nur wegen des Abschneidens schmerzhaft, sondern gerate an der Rute sind auch viele Nerven, ein sehr kurz kupierter Hund kann daher durchaus dauerhaft Schmerzen haben, wenn er sich auf seinen Stummel setzt.
Dann kommt noch dazu, das die Rute auch ein Gleichgewicht bildet mit dem Rumpf, Hunde die ihr Leben lang mit einem Stummel wedeln müssen fehlt dieses Gleichgewicht wodurch Hüft- und Wirbelsäulenschäden entstehen können.