Und im Umkehrschluss macht es Wendy damit besser.
Besser bedeutet aber nicht, daß es gut oder gar empfehlenswert wäre, so etwas zu machen. Ob sich jemand auf die eine oder andere Art "mal schnell" ein Pferd anschafft, macht keinen Unterschied.
Hypothetisch kann es natürlich bei der Verlosung jemanden treffen, der sich genau so ein Pferd auch hätte zulegen wollen, der optimal auf ein Pferd vorbereitet ist und der Aufgabe gewachsen ist. Aber das ist eine "kann-", keine "muß-Option". Es kann genauso jemanden treffen, der vielleicht in der Lage ist, passable Haltungsbedingungen darzustellen, aber der Herausforderung Pferd nicht gewachsen ist.
Natürlich kann auch ein Pferd, das verkauft wird, bei jemandem landen, der in die letztgenannte Kategorie fällt. Aber daß das passieren kann, macht für das Pferd, das in unpassender Haltung landet, keinen Unterschied, egal aus welchem Grund es dort hin kommt, ob durch Kauf, Verlosung, Erbe, Geschenk etc.
Die Gefahr, daß ein Pferd in unpassender Haltung landen kann, mach für mich diese Art und Weise, sich ein Tier zuzulegen, einfach generell ziemlich unseriös - genau wie jede andere Art und Weise auch, bei der nicht sichergestellt ist, daß das Tier bei jemandem landet, der der Aufgabe auch gewachsen ist. Dazu, ein Tier zu halten, gehört mehr, als daß man passable Haltungsbedingungen vorweisen kann. Daß letzeres überprüft wird, ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, aber eben nur ein Schritt.