Tja, heute schreibe ich mit 1 1/2 lachenden Augen und einem 1/2 weinenden Auge.
Martin war wieder bei den 3 Gänsen auf dem Bauernhof wo er eigentlich nicht hin gehört (wir weden das aber beobachten und sollte er noch länger da sein fragen wir mal nach, ob der Bauer in jetzt übernommen hat. Will ja wissen wie es Martin geht). Da wir heute viel früher unterwegs waren als gewöhnlich gehe ich davon aus, dass Martin auch die Nacht dort verbracht, was ich aber natürlich nicht weiß.
Jedenfalls war es auf jeden Fall Martin (auch gestern), aber er wird scheuer. Das spricht für mich dafür, dass er auf "seinem" Bauernhof keine Artgenossen hatte und jetzt wo er Artgenossen hat nicht mehr auf Menschen "angewiesen" ist. Gestern hat er ja sofort auf meinen Ruf reagiert und kam auch an, wenn auch zögerlich. Das habe ich aber darauf geschoben, dass wir uns über eine Woche nicht gesehen habe. Das war aber wohl nicht der Grund. Denn heute hatte ich richtig Probleme ihn anzulocken. Er hat zwar sofort den Kopf gehoben als ich gerufen habe und ist auch aufgestanden, hat also schon auf mich reagiert, aber als die 3 anderen weggelaufen sind, wollte er erst mit. Habe ihn sofort weiter gerufen und dann stand er da total unsicher und wusste nicht ob er den anderen Gänsen folgen oder zu mir kommen sollte. Nach ca. 15 Minuten hatte ich ihn dann endlich soweit, dass er zu mir gekommen ist. Aber er ist nicht mehr ganz nah an mich ran. Früher konnte ich ihn aus der Hand füttern (bis gestern), heute musste ich ihm das Futter hinwerfen. Das ist das halbe weinende Auge, denn ich finde es natürlich total schade, dass er jetzt scheuer wird. Aber 1 1/2 Augen lachen eben, weil er eine Gruppe gefunden hat in der er sich wohl fühlt und es ihm offensichtlich gut geht (um das zu überprüfen will ich ja mal nachfragen, ob er jetzt dort bleiben darf. Vielleicht hat unsere erste Nachfrage nach Martin ja sogar bewirkt, dass er dort hin durfte, wäre ja schön) und im Endeffekt ist das ja das Wichtigste für mich. Glücklicherweise habe ich heute auch an die Kamera gedacht, so dass ich noch ein paar Bilder machen konnte. War wahrscheinlich meine letzte Chance ihn von relativ nah zu fotografieren, auch wenn es schon viel weiter weg war als es früher möglich gewesen wäre.
Und dies ist Martin (oder Martina?):